Beiträge von Cattlefan

    Auch die "Seelenhund"- Nummer, nun ja, wer es romantisch mag.

    Wie in zwischenmenschlichen Beziehungen:

    Der "erstes Funke" springt schnell über... entfacht aber oftmals nur Strohfeuer.....

    Eine wahre Beziehung (zu Mensch und Tier) wächst und reift mit der Zeit, die Seelen finden zueinander.

    Ich finde es geradezu vermessen zu erwarten, davon aus zu gehen, dass die reine, die wahre "Liebe auf den ersten Blick" das einzig wahre sein kann.

    Wenn man sich allerdings nicht auf das andere Lebewesen einlassen mag, nur, weil einem der erste Funke fehlt... dann sollte man sich überlegen, ob man´s nicht besser ganz läßt.

    selbst dann: die "Rasse" der englischen VB basiert auf 3 Hengsten...

    Und gerade diese Zucht hat extrem strenge Auswahl-Kriterien!

    Denn sonst wäre sie nicht da, wo sie seit einigen 100 Jahren ist. So kommen Pferde die wegen Sehnenverletzungen (NICHT ERBLICH, grundsätzlich) aus dem Sport raus sind, NICHT in die Zucht, weil sie nicht die genügende Härte mitbringen. Und das war von Anfang an so.
    Was sind da die analogen "Auswahlkriterien" beim Doodle?

    Der Kromfohrländer ist ja auch eine sehr junge Rasse. Wenn man sich dessen Geschichte ansieht und mit den Designerhunden und deren "Zuchtziele" vergleicht, dann kann man wohl verstehen, warum ich das Wort "Zucht" im Zusammenhang mit Doodles und Poos ziemlich daneben finde.

    Es gibt einige sehr junge Rassen (bzw. Rassen, auf dem Weg zu einer Rasse), die mit einem realistischen Zuchtziel und aus verschiedenen Ursprungsrassen gezüchtet werden. Mit ziemlichen Beschränkungen (z.B. darf jeder Hund, egal ob Rüde oder Hündin nur 2 Würfe haben, damit der Genpool nicht von Anfang an eingeschränkt wird), was aufwendig ist.

    Diese Rassen sind aber nicht annähernd so in Mode wie die F1 Doodle. (Was wiederum GUT für diese Rassen ist!), sie sind nicht halb so verbreitet...

    Weil es eben viel schwieriger und aufwendiger ist, WIRKLICH eine neue Rasse zu züchten als einfach nur zu doodlen. Und viel mehr kostet....

    So funktioniert Tierzucht seit Jahrtausenden. Und so ist jede der bekannten Hunderassen mal entstanden.

    Falsch!

    Genau SO funktioniert KEINE Tierzucht!

    Man nimmt nicht einfach 2 (also wirklich NUR 2) Rassen und produziert damit Nachkommen!

    Hat man noch nie und "Zucht" wird das SO auch nie werden!

    Man tut hier irgendwie so, als ob diese absolut super tollen Doodle-Hunde das letzte vom letzten wären

    Gegen die Hunde an sich habe ich gar nichts, "das Letzte" sind sie sowieso nicht, ich habe nur was dagegen, wenn Käufern von Mischlingen weiß gemacht wird, sie würden einen Hund einer "neuen Rasse" bekommen und es so gut wie GAR KEINE Bestrebungen auf Seiten der Züchter gibt, WIRKLICH eine Rasse zu züchten. Die allermeisten bleiben munter dabei, F1-Hybriden zu produzieren.

    In der Nutztierzucht nennt man solche F1-Hybriden "Endprodukte".....


    Außerdem GIBT es ja bereits nicht haarende Hunde! Stark haarende Rassen mit diesen zu kreuzen, um nicht haarende Rassen zu "erfinden"...??? Was soll das für eine Argumentation sein?

    Klappt ja auch leider bei Weitem nicht immer... das Nichthaarend, meine ich

    Ich glaube langsam dass die Hybridzucht eurer geliebten Rassezucht den Spiegel vorhält und ihr deshalb so unhöflich reagiert.

    Es hält zumindest MIR keinen Spiegel vor, abgesehen davon, dass mir vor dem Tag graut, an dem gedoodlete Cattles in Mode kommen :( :

    Was mir allerdings nicht ganz in den Kopf will ist, warum ich mit diesem Ziel derartige Ausgangsrassen wähle und nicht wirklich auf die Eigenschaften selektiere

    Ich habe absolut nichts gegen das "Erstellen einer neuen Rasse", die den Bedürfnissen HEUTE gerecht wird: Stadtkompartibel, möglichst nicht haarend, meinetwegen auch gerne, kein großer Arbeitstrieb, da gerne Hunde gesucht werden, die als Familienhunde "einfach mitlaufen"....

    Aber die muß man dann eben auch ZÜCHTEN!
    Und nicht einen Wurf F1 nach der anderen zu produzieren.

    Das heißt: Es muß ein ZUCHTZIEL gefaßt werden, dass jenseits aller Werbesloagans zusammenfasßt, was man eigentlich züchten möchte (und im Rahmen des möglichen auch kann!

    Dann sucht man sich geeignete, zusammenpassende Rassen, davon möglichst viele, nicht verwandte Tiere jeweils dieser verschiedenen Rassen und beginnt sie zu verpaaren. Dabei sollte man sich nicht nur auf 2 Rassen beschränken, sondern die Genbasis so weit ie möglich legen.

    Die Nachkommen, von denen man sich verspricht, dass sie die gewünschten Eigenschaften am ehesten mitbringen, werden dann wiederum verpaart......