Beiträge von Cattlefan

    Nochmal zu den Jagdhunden die sich an der Rute verletzen..

    Ich frag mich da immer noch, warum sich deutsche Hunde da verletzen und österreichische nicht.
    Ich bin ja mit Weimaranerzüchtern befreundet, deren Hunde sind beide in Ö geboren und somit unkupiert und werden jagdlich geführt.
    Noch nie hat sich einer der Hunde an der Rute verletzt, und wir haben da wirklich oft darüber diskutiert..

    Naja... ich frage mich schon lange, wie es sein kann, dass der Dackel nie kupiert wurde (obwohl in engen Dachsbauten die Verletzungsgefahr doch erheblich sein muß? ) , der Drahthaar kupiert gehört, der Münsterländer wiederum nicht......

    Ich denke, dass das alles mehr Gründe in der Tradition als im Nutzen und Gefährdung hat.....

    Als meine Alte so 8 oder 9 Jahre alt war, habe ich übrigens via Internet erfahren, dass ich gar keinen "schnöden" Cattle- Border Collie - Mix, sondern einen "reinrassigen" Texas Heeler habe!!! :lol: :lol: :lol:

    Jau!

    Dein Welpe hat sich eingelebt, fängt an, sich "zu Hause" zu fühlen und ... verhält sich wie ein Welpe :D

    Bei meinen war das "Aua-Quietschen" und Ignorieren kontraproduktiv, durch´s Quietschen fühlten sie sich wohl angefeuert und Ignorieren führte dazu, dass sie sich neue Dinge einfallen ließen, meine Aufmerksamkeit zu bekommen....

    Ist aber wirklich von Hund zu Hund unterschiedlich, bei meinen war zusätzlich das "Problem", dass sie Wurfgeschwister sind und sich gegenseitig fantastisch angestachelt und hochgefahren haben.
    Ich habe mir damals mit "Auszeit in der Box" geholfen, dort kamen sie zur Ruhe.

    Wenn Box nicht gewollt (man MUSS die Tür allerdings nicht schließen! ;) ) kann auch eine anderweitige Reduktion des Bewegungsraumes (z.B. Kinderlaufgitter) dem Welpen helfen, zur Ruhe zu kommen.

    Der Welpe muß lernen, dass er an bestimmten Dingen kauen darf (Kaustangen etc.) an anderen nicht (Einrichtung, Hände, Füße, Hosenbeine....) Das erreicht man am besten mit liebevoller Konsequenz. Abbrechen, wegschieben.....Worte wie "Nein", "Aus", "Pfui"..... würde ich dabei (noch nicht verwenden, da die Bedeutung des Wortes dem Zwerg gar nicht geläufig ist.

    Das allerwichtigste: GAAAAANZ viel Geduld und noch mehr Liebe und Verständnis!

    Das wird schon!

    Und GANZ SICHER: Aggressiv ist Dein Welpe nicht!
    Nur altersgemäß unwissend ;)

    Ich weiß aber auch nicht, ob es einem als Besitzer wichtig ist, ob das jetzt eine anerkannte Rasse ist?

    Na, dann braucht es ja auch nicht irgendwelche abenteuerlichen Namen für eine "Rasse", die (noch) gar keine ist (damit meine ich nicht, ob anerkannt oder nicht, sondern, ob durchgezüchtet oder nicht!), sondern der stolze Halter kann einfach sagen, dass er einen Cocker Pudel - Mix hat ;)

    Aber seit dem bin ich der Meinung, dass es schon diese Liebe auf den ersten Blick gibt.

    Türlich gibt es sie :D

    Aber eben nicht immer und bei jedem. Und es haben sich schon viele unendlich viel Gutes entgehen lassen, weil die Liebe vielleicht erst auf den 2. oder 3. Blick gekommen wäre, man ihr aber keine Chance gegeben hat.
    Nur, weil sie beim ersten Blick nicht da war ;) .

    Ich finde das "Bauchgefühl" auch absolut nicht unwichtig, aber es ist eben nicht immer das einzige und auch nicht immer das ausschlaggebende Kriterium.

    Die Trainer ( bis auf eine die haben wir noch) meinten sie selbst schuld das wir ihn nicht früh kastrieren liessen wie die Klinik empfohlen hat!

    Ich will mich dem "Selbst Schuld-Gefasel" nicht anschließen und bin auch absolut gegen zu frühe Kastrationen, nur als Erklärung:

    Ein Hund, der so extrem triebig ist wie Deiner belohnt sich selber durch sein Verhalten, indem er voll mit Adrenalin, Endorphinen und sonstigen Hormonen ist, wenn er seinem (Sexual-)Trieb folgt. So hat Dein Hund sich 2 Jahre quasi selber bei gebracht genau das Verhalten zu zeigen, was er trotz Kastra noch zeigt. Jetzt eben völlig unabhängig von Sexualhormonen.

    Meine beiden Roten waren an der Leine bis sie ein Jahr alt waren, die absolute Katastrophe. Da das einfach nicht funktioniert, wenn man 4 Hunde an der Leine hat (insgesamt 80 kg) habe ich ihnen dann einfach verboten mittels Körpersprache, an mir vorbei zu laufen. Was auch nicht immer, aber größtenteils funktionierte.

    Die Hündin vergißt sich auch heute noch mal gerne, wenn sie eine interessante Witterung in der Nasse hat, da erfolgt (nicht in erster oder zweiter Instanz, aber dann doch irgendwann) ein verbales Donnerwetter und sie erinnert sich wieder an unsere Regeln.

    Ich denke, vereinzelt wird es da schon gewissenhafte Züchter geben, aber eben leider nur wenige.

    Und diese wenigen werden keine geeignet große Basis schaffen können, denn kaum jemand wird 60 - 70 Tiere halten können.

    Aber nur mal an diesen 3.
    Der Ami Cocker ist mir zu stumpf, das Gesicht zu platt, das Fell Haart ordentlich.
    Der Pudel ist mir zu grazil, das Fell zu lockig, im Alter zu zurückhaltend.
    Kombiniert man beide haart der Hund weniger bis fast garnicht, er ist herzlicher bis fröhlicher Balljunky und der Körperbau ist weder so zart wie beim Pudel noch so massiv wie beim Cocker.

    Und ALLE Nachkommen vermixen ausschließlich die positiven, gewünschten Eigenschaften miteinander?

    Der Golden Retriever hat seinen Ursprung im Labrador, Irisch Setter, Bluthund und dem Tweed Water Spaniel. Auch diese Rasse entstand also einmal aus anderen Rassen, war somit erstmal ein MIX. Nur weil er seit ca. 100 Jahren anerkannt ist, soll das "damals" alles besser gewesen sein? Oder der Pudelpointer: sein Ursprung aus Pudel und Pointer... So gibt es viele Beispiele und heute nennen wir all diese Hunde Rassehunde...

    Sag ich doch:
    DAS ist die Züchtung einer neuen Rasse. Mehrere Rassen, die zueinander passen mit einem Zuchtziel vermengen, dabei die Nachkommen selektieren für die WEITERZUCHT, die dem Zuchtziel in den meisten Punkten am nächsten kommen....
    Dann entsteht NACH GENERATIONEN eine Rasse.

    Eine Rasse ist NICHT die F1-Generation von 2 Elternteilen bestimmter Rassen, mit denen dann nicht weiter gezüchtet wird.

    Zumal dann der eifrige Vermehrer glücklicherweise gleich Hündin und Rüde zu Hause hat und jedes Jahr die gleiche Anpaarung macht. So würde man keinen ausreichenden Genpool bekommen als Grundlage für eine neue Rasse, um die überhaupt in Gang zu kriegen, selbst wenn man über mehrere Generationen züchten wollte!