Beiträge von Cattlefan

    Ich denke, Du und der Welpe habt Euch in einem Teufelskreis verfangen:
    Du bist ihm versehentlich auf die Pfote getreten, und das tat Dir natürlich leid.
    Dein Verhelten daraufhin (unterschwelliges "Du bist mir doch nicht böse, oder?") verunsichert den Zwerg, weil Du ihm unsicher erscheinst.
    Dadurch zieht er sich von Dir zurück bzw. wendet sich mehr Deiner Frau zu, die ein SICHERER Anlaufspunkt ist.
    Dadurch wirst Du wieder unsicherer in Deinem Verhalten......

    Vergiss einfach das ganze Gerede von Bindung und so weiter.
    Sei Du selbst!

    Beschäftige Dich mit dem Knirps, aber bedränge ihn nicht. Wenn er z.Zt. beim Kuscheln mit Dir nicht entspannen kann, dann kuschel ihn nicht.

    Er wird lernen, dass Du eigentlich doch sehr souverän und vertrauenswürdig bist, wenn Du Souveränität und Vertrauenswürdigkeit ausstrahlst.

    Hab einfach etwas Geduld! :smile:

    Ich würde auch die 5kg nehmen und die ersten 2 - 3 Wochen ausschließlich das füttern.
    In ihrem Leben wird dann genug umgekrempelt, dazu eben der Umzugsstress bei Dir selber...

    In der Zeit und in der ersten danach würde ich nicht gleichzeitig das Futter umstellen.

    Für @Hundemaudchen, nur zum kurz einlesen.

    Home » Wölfe kennenlernen » Biologie und Ethologie » Sozialstruktur und Rudel Sozialstruktur und Verhalten im Rudel

    Wölfe haben ein hochentwickeltes Sozialverhalten und leben in einem Familienverband, in dem es eine klare Sozialstruktur gibt. Die Hauptaufgabe des Rudels ist die Sicherstellung des Überlebens ihrer Art durch eine erfolgreiche Welpenaufzucht, was aber nur möglich ist, wenn genügend Nahrung vorhanden ist. Normalerweise besteht ein Rudel in freier Wildbahn aus den Eltern und deren Nachkommen (Welpen und den Jungtieren der letzten 1-2 Jahre). Die Jungwölfe bleiben meist bis zum Erreichen der Geschlechtsreife (mit 10 – 22 Monaten, meist aber erst mit knapp 2 Jahren) im Rudel und helfen bei der Aufzucht der Welpen mit. Wenn sie geschlechtsreif sind verlassen viele Jungwölfe ihre Familie. Dies ist meist mit 1-2 Jahren der Fall, selten bleiben sie bis 3 Jahre. Sie legen zum Teil sehr weite Strecken zurück um einen Partner/in zu suchen und in einem neuen Territorium eine eigene Familie zu gründen. Die Rudelgrösse ist abhängig vom Nahrungsangebot, das es im Territorium gibt. Ein grosses Nahrungsangebot begünstigt ein grosses Rudel und da es für alle Rudelmitglieder genügend Nahrung gibt, treten sie auch weniger in Konkurrenz. Es können dann bis zu 20 Tiere in einem Rudel leben (z.B. USA / Kanada). Die meisten Rudel bestehen aber aus nicht mehr als 5-10 Tieren mit ihren Welpen (in Europa sind es zurzeit durchschnittlich sogar nur 2-6 Tiere).
    Innerhalb des Rudels gibt es sehr viele Interaktionen, es gibt richtige Begrüssungszeremonielle, wobei die rangniedrigeren Welpen und Jungwölfe ihre ranghöheren Eltern stürmisch begrüssen und ihre Schnauzen lecken. Die Welpen lernen von ihren älteren Geschwistern und ihren Eltern und werden auch von diesen zurechtgewiesen. Die Leittiere zeigen ihren hohen sozialen Status durch örtliche Positionen, Körperhaltung, Mimik und kleine Gesten. Beim Liegen bevorzugen sie vielfach auch eine grössere Individualdistanz (Bereich um einen Wolf, in dem er situationsbedingt keinen anderen duldet). Der Leitrüde muss nicht der grösste und stärkste Wolf im Rudel sein, sondern er zeichnet sich durch seine Erfahrung, Ruhe und einer gewissen Überlegenheit aus. Wölfe vermeiden Aggressionen und Kämpfe nach Möglichkeit. Sie lösen Konflikte innerhalb des Rudels vor allem mit Körpersprache, wobei der rangniedrigere Wolf Beschwichtigungsgesten, aktive Unterwerfung (geduckte Körperhaltung, Ohren zurückgelegt, Lecken, Pföteln, wedeln mit gesenkter Rute…) oder passive Unterwerfung (legt sich mit eingezogener Rute auf den Rücken , Ohren zurückgelegt, Blickkontakt wird vermieden…) zeigt.
    Wölfe in Gefangenschaft
    Bei Wölfen in Gefangenschaft müssen häufig nicht verwandte Tiere auf engem Raum zusammen leben und auskommen und können nicht wie in freier Wildbahn abwandern, wenn sie geschlechtsreif werden, was zu einer anderen Sozialstruktur führt als in freier Wildbahn, wo eine Wolfsfamilie aus den Elterntieren und ihren Nachkommen besteht. Bei Gehegewölfen gibt es eine getrennte männliche und weibliche Rangordnung. Zuoberst sind die Leittiere des Rudels (früher Alpha-Tiere genannt), anschliessend kommt der „Beta“-Rüde, dann die subdominanten erwachsenen Tiere, gefolgt von den Jungtieren (Juvenilen), den Jährlingen und den Welpen. Zu erwähnen ist noch der sozial niedrigste Wolf, das Omega-Tier. Diese Rolle wird bei freilebenden Wolfsfamilien nicht beobachtet, da diese Tiere jederzeit abwandern können.

    Quelle: Sozialstruktur und Rudel | CHWOLF.org

    Oder auch: Begriff-Alpha_DMech-2008_de.pdf