Beiträge von Cattlefan

    naja wenn man schon auf Karotten-Orangen-Apfel-Saft ganz fett "vegan" rauf schreibt...
    verkauft sich halt besser :D

    Neee...

    Das hat andere Gründe!

    Richtig, also WIRKLICH ursprünglich vegan bedeutet ja, dass auf ALLE Tieren Produkte verzichtet wird. also auch auf "natürlichen Dünger" in Form von Mist oder Gülle.
    Vegan bedeutet in dem Fall eigentlich, dass wahrscheinlich ordentlich Kunstdünger eingesetzt wurde ;) :D

    Bei aller "Impulskontrolle" merkt der Hund doch trotzdem, dass man als Mensch gerade schluckt.......

    Es geht ja auch nicht darum bei jedem Firlefranzchen aus der Haut zu fahren, sondern darum, dass man auch als (sozialisierter) Mensch das Recht hat, auch mal kurz sauer zu sein. Und das seinem Gegenüber, der diese Wut veranlaßt, auch zeigen zu dürfen.

    Authentisch ist es für mich, seinem Gegenüber (auch, wenn es ein Hund ist) zu zeigen, dass man gerade "not amused" ist.
    Das muß sich ja nicht in stundenlangem Geschrei oder brachialer Gewalt äußern.

    NICHT authentisch und in meinen Augen für den Hund (der Emotionen eh besser fühlt als Menschen) völlig daneben finde ich die heute übliche "Ich finde es zwar scheiße, was Du gerade gemacht hast und koche innerlich vor mühsamunterdrückter Wut, aber da ich ein Guter HH bin suche ich die Schuld bei mir und trete Dir gegenüber ganz gelassen und entspannt auf, gebe vielleicht noch ein Kekschen, weil Du ein Guter Hund bist und ja gar nichts vfür die Scheiße kannst, die Du grad gebaut hast..."

    Das ist NICHT authentisch, wird von den meisten Hunden (zumindest von intelligenten) sehr schnell durchschaut und führt zu Verunsicherung, weil Verhalten und wahre Emotionen des HH so weit divergiren.

    Ich persönlich glaube, dass ein einigermaßen gefestigter Hund besser mit einem kurzen Donnerwetter als mit längerfristiger Heuchelei umgehen kann.

    ist aber nur meine Meinung ;)

    Ist im Prinzip wie beim Hund mit der Amylase (Enzym das Stärke = langkettige KH spaltet) Der Urwolf hatte es wohl nicht, im Laufe der Domestikation und der zunehmend pflanzlichen Ernährung von Hunden überlebten die (vereinfacht gesprochen), die im Dünndarm Amylase hatten und somit langkettige KH spalten konnten.
    Diese "Gabe" vererbten sie weiter.

    Beim Menschen hat sich in der westlichen Welt schon früh ein Konsum an Michprodukten ab gezeichnet.
    Führte dazu, dass Menschen die das Enzym "Lactase" haben, evolutionär "fitter" waren, ihre Gene also besser verbreiten konnten.

    Laktose-Intoleranz ist ja keine Allergie, sondern der Körper verträgt einfach nicht zu viel davon.
    Kleine Mengen "flutschen" durch, größere Mengen führen zu Durchfällen, da Lactase im Darm ganz einfach Wasser bindet.
    Das ist kein immunologischer Prozess.

    Butter ist zum allerallergrößten Teil der Fettbestandteil der Milch. Also relativ arm an Milchzucker.
    Führt in der Regel zu keinen Problemen.
    In vielen Milchprodukten ist die Lactose quasi "vorfermentiert" und zu Milchsäure umgewandelt (Quark, Jogurt...) deswegen sind diese Produkte in einem gewissen Rahmen auch bei Lactoseintolleranten Menschen gut verträglich.

    Witzig wird das ganze dann, wenn völlig "Milchfremde" Produkte (wie z.B. Schinken) deklariert werden mit "Lactosefrei!"

    Der TE hat doch von Anfang an geschrieben, dass er weiß, dass das scheiße war und er ist absolut nicht stolz darauf.
    Da muß jetzt nicht jeder wieder schreiben, dass das ein absolutes Fehlverhalten seinerseits war.
    Das WEIß ER! ;)

    Das Üben vor der Fütterung war bisher immer stressfrei und es hat Anton sogar Spass gemacht (tatsächlich!).

    Selbst wenn es tatsächlich stressfrei gewesen sein soll (wobei die Erwartung "Gleichgleichgleich gibt´s Futter! Eine Übung noch! Na gut, noch eine! Jetzt aber die letzte, oder!?..." schon als unnötigen Stress sehen würde), ändert das ja nichts daran, dass der Magen sich schon auf die Futtergabe vorbereitet und durch die verlängerte Zeit bis zur endgültigen Fütterung übersäuert.

    Im Biounterricht hast Du doch sicher vom "Pawlowschen Hund" gehört.
    Der Hund wurde auf Türklingen (glaube ich) mit Futter konditioniert.

    Das führte dazu, dass bei jedem Türklingeln der Hund in Erwartung von Futter zu speicheln begann.

    Dasselbe wird auch mit den Drüsen des Magens passieren: Sie bereiten sich auf Fütterung vor. Die dann erstmal ausbleibt.

    Ich habe die Beherrschung verloren, Anton angebrüllt und gepackt und am Nackenfell mit Wucht auf den Teppich gedrückt. Schmerzen habe ich ihm wohl keine zugefügt, aber er hatte mit Sicherheit sehr große Angst.

    War doof, kann aber passieren.
    Man ist selber auch keine Maschine und genauso wenig perfekt wie der Hund.
    Hak es ab sonst verunsicherst Du Deinen Hund mit einem "schuldbewußten" Verhalten mehr als Du´s mit dem Ausraster getan hast.

    Ich weiss, dass pubertierende Hunde viel Geduld brauchen, nicht anders können als manchmal einfach nicht zu funktionieren und dass Gewalt und Einschüchterung definitiv der falsche Weg ist

    Dann wird das ja nicht der Regelfall sein ;)

    Habe ich mit meiner Unbeherrschtheit gerade möglicherweise Schaden angerichtet?

    Ich denke, nein!

    Was kann ich in solchen Momenten tun um richtig zu reagieren?

    Einatmen, ausatmen, lächeln :D
    Wenn man lächelt, entspannt man automatisch ;)
    Umdrehen, was anderes machen und wenn Du wieder zur Ruhe gekommen bist innerlich etwas nettes mit dem Hund machen.

    Er ist dann abends so hungrig, dass er das TroFu widerwillig frisst.

    Würdest jeden Tag hungern wollen, nur damit Du eine eklige Mahlzeit doch ißt?

    Nur das TroFu findet er plötzlich scheisse.

    Dann gib ein anderes.

    Normalerweise wird vor jeder Mahlzeit geübt. Er macht ein paar Mal Platz, Sitz, Schau, Fuß, Bleib, etc. Jedes Mal bekommt er einen Happen. Zum Schluss rufe ich ihn ab und er bekommt den ganzen Napf.

    DAS würde ich lassen.
    Der Hund weiß, dass es bals Futter gibt und ist in einer Stress-Situation (die Du vermutlich als "freudiges Mitarbeiten" interpretierst) Auch positiver Stress ist Stress.
    Der Magen beginnt bereits, Magensäure ab zu sondern.
    Aber es kommt kein Futter um diese Säure zu puffern.
    Das heißt, dass der Hund durch das "Training" direkt vor dem Essen einen sehr übersäuerten Magen hat.
    Das tut weh und macht ein unschönes Gefühl.

    Vielleicht mit ein Grund, weshalb er das Futter nicht mehr will, weil er es mit Bauchschmerzen verknüpft hat.


    Ich will aber nicht nachgeben und ihn deshalb aus Naßfutter umstellen.

    Warum nicht?
    Mir wäre es wichtiger, dass mein Hund eine gute Lebensqualität hat (und dazu gehört Freude beim Fressen!) als dass ich meinen Kopp bei solchem Pillepalle durchsetze ;)

    Wie gesagt, der Thread über die ASD hier im Forum ist extrem informativ, gibt sehr, sehr viele Hilfestellungen und ist für Anfänger in der Materie genau das Richtige.

    Ja, und das sogar ganz ohne Seitenhiebe ;)

    Es ist einfach so, dass jemand, für den das alles Neuland ist, der aber einen Allergie-verdächtigen Hund hat, sich durch diesen Thread zum ständigen "Mal dies, mal das versuchen" verleiten lassen könnte.

    Man will schließlich das beste für sein Tier und man hat auch oft einfach nicht die Geduld, eine ASD exakt durch zu führen.

    Deswegen halte ich es schon für sinnvoll, immer wieder darauf hin zu weisen (auch, wenn mit "Seitenhieben" geantwortet wird), dass HIER keine ASD durchgeführt wurde!
    Hier wurde mal dies, mal das probiert.

    Hat letztendlich zum (vorläufigen) Erfolg geführt, aber scheinbar hauptsächlich deswegen, weil das Hauptproblem hier nicht die Allergie, sondern der Protein-Überschuß ist/ war.