Beiträge von Cattlefan

    Soooooo heute wieder Laufen gewesen, dieses Mal im Regen :D

    1,4 km (bisschen mehr als letztes Mal) in 16 Minuten ^^

    Das schöne war, dass ich viel länger Laufeinheiten hatte und ziemlich kurze Geheinheiten. Bis auf diese eine Eisscholle Oo

    Immer ein bisschen mehr, dabei ein bisschen weniger gehen dann entwickelt sich das ganz schnell zur Sucht ;)
    Zwischendurch wird auch die eine oder andere Frustphase kommen, wo man das Gefühl hat man läuft rückwärts, kommt nicht weiter voran, es geht einfach nicht weiter...:

    Geduld!
    Dann braucht der Körper immer mal etwas Zeit, sich auf die Belastung ein zu stellen und wenn man dann auch ein wenig zurück schraubt, geht´s auch schnell wieder weiter!

    Hund ein blaues Auge schlagen oder gleich die Zähne ausschlagen (und ja das kann passieren wenn man "das Knie hochzieht") nur weil dieser zB leicht an einem hochsteigt ist einfach unverhältnismäßig übertrieben!

    :lachtot:

    Glaub mir, meine Impulskontrolle ist gut genug, dass ich einem Hund nicht das Gesicht zertrümmere, wenn ich mein Knie hochnehme.
    er holt sich im schlimmsten Fall einen blauen Fleck (den sonst ich hätte) und freut sich am Boden weiter, ohne Angst vor mir zu haben....

    Meine zwei springen auch niemand an, sollten sie es aber plötzlich zu Hause doch mal tun, dann wäre ich sehr sehr wütend, wenn Besuch meint das Knie ausfahren zu müssen.

    Sollte mich in irgendjemandes Haus, wo ich zu Besuch komme die Hunde anspringen und ich dürfte sie nicht von mir fernhalten in dem Moment (in genau DEM Moment, wo der HH nicht reagiert hat und das Verhalten seiner Hunde falsch eingeschätzt hat oder toleriert oder sogar noch niedlich findet), wäre das die allerletzte Sekunde meines Besuches bei diesem HH.

    Ich nutze die Gelegenheit und weiche einen Schritt nach hinten oder zur Seite und der Hund geht ins Leere.

    Meine würde noch im Flug die Richtung / Weite ändern und Dir trotzdem begeistert ins Gesicht springen.

    Wenn ich sie ließe.
    Ich lass sie aber nicht ;)

    Nur WENN mir so ein Hund begegnet und der HH läßt ihn, dann halte ich ihn ab. Ganz einfach!

    Manchmal passiert es aber eben auch dass man in einen Teufelskreis gerät...das Pferd geht durch/erschreckt sich/wirft einen ab und dann ist man zunächst unsicher

    Das Pferd muß ja nicht mal erschrecken und einen abwerfen, es kann auch selber stürzen.

    Ich hatte das 2009 und nach über 30 Jahren im Sattel incl Korrektur "verdorbener" Pferde, Einreiten roher Pferde... ich hatte tatsächlich bei jedem einzelnen Galoppsprung Angst danach.
    Da kommt man auch mit Verstand nicht gegenan, amn kann sich tausendmal sagen hier gibt´s keine Löcher, das Pferd ist trittsicher, es kann nichts passieren... die Unsicherheit ist schrecklich!
    Und was anderes tun als dagegen an zu reiten, sich immer wieder zu überwinden, kann man einfach nicht.

    Außer aufgeben.
    Aber nach einem ganzen Leben im Sattel geht das nicht einfach so!

    Heute kann ich sogar wieder leicht bergab traben und galoppieren :D
    Aber das hat ca. 5 Jahre gedauert, bis ich meine alte Unbefangenheit zurück hatte!

    Puh!

    Heute bin ich zum ersten Mal seit dem HM im September wieder mehr als 15km gelaufen, 20, um genau zu sein.

    Langsam und gemächlich, aber ich stelle fest: Wird Zeit, dass die Oberschenkel sich wieder an länger andauernde Belastungen gewöhnen......

    Wenn ich daran denke, dass ich die Runde vor 2 Jahren jedes WE ganz locker durch getrabt bin.....

    Aber egal, heute habe ich sie ersteinmal durchgelaufen, der Frühlingkommt ja erst und das Jahr ist noch lang :D

    Also, ich finde sie gar nicht so lieb und nett. ^^ Durch das Unstrukturierte hat sie auch irgendwie was Unberechenbares an sich. Zuerst viel eiei und dann packt sie plötzlich doch zu oder is genervt - und gar so nett is das Wedeln mit furchterregenden Dingen nun auch nicht.

    Ich finde generell, einmal eine klare Grenze ziehen ist für das Fluchttier Pferd besser und es fühlt sich "sicherer" aufgehoben als tagelanges Tütschi. Und um eine Grenze zu zeigen muß man auch keine Gewalt anwenden.
    Pferde wollen in der Regel ja mitarbeiten.
    Manchmal wissen sie nur nicht wie.

    In dem Format geht es ja um Pferde, die nicht völlig roh sind (wenn ich das richtig verstanden habe), sondern wo schon vieles sehr verkehrt gemacht wurde. Meiner Erfahrung nach scheitert die Pferd-Mensch-Beziehung leider all zu oft an dem Fehlen des Setzens von Grenzen und dem nicht vorhandenen Durchsetzen von Kommandos / Tätigkeiten.

    Da wird sich lieber auf den Boden gelegt, um einem (kerngesunden (also nicht arthrotischen)) Haffi die Füße aus zu kratzen, als ihn einmal aufzufordern, die Flossen hoch zu halten.
    Weil: Pferd könnte ja nachfragen, ob es das denn wirklich muß (1 - 2 mal Fuß entziehen) und dann hätte man ja einen Konflikt, den zu führen man zu viel Angst vor 450kg Pferd hat.
    Also macht man lieber alles in dem Rahmen, wie das Pferd unwidersprochen mitmacht.

    Klappt meist ganz gut (wie gesagt: Pferde sind menschenfreundlich und möchten gerne mitmachen).
    Solange, bis das Pferd mal vor etwas wirklich Angst hat!
    Oder irgendwas gemacht werden muß, wo dann doch mal Konfliktpotential besteht.

    Da stellt man dann auf einmal fest, dass man mit Tütschi alleine kein Vertrauen aufbauen kann, und dass plötzlich nichts mehr funktioniert.