Beiträge von Cattlefan

    Ich ehrlich gesagt noch nie darüber nach gedacht, dass man sowas "üben" könnte.

    Meine Hunde pflegen ihr Futter in wenigen Nano-Sekunden zu inhalieren. Da bleibt nicht viel Zeit.

    Irgendwann habe ich versehentlich die Näpfe vertauscht, die Hunde hatten gerade Freigabe bekommen, um sich auf´s Futter zu stürzen, da merkte ich es. Sie bekamen ein "Sitz", ich habe die Näpfe getauscht, die Hunde waren etwas irritiert, und stürzten sich nach erfolgter Freigabe wieder begeistert auf´s Futter.

    So etwas zu üben, oder während des Fressens in und an den Näpfen rum zu fummeln wäre mir ehrlich gesagt noch nie in den Sinn gekommen.

    Ehm - genau um diese Unterschiede geht es doch seit gefühlt 10 Seiten! Sie wurden nur von einigen Usern plattgemacht, die serienweise absurde Posts im Stil von "mein Hund hat mich abgeschleckt, plant er nun einen Mord?"

    Ist wie das Wedeln...

    Einige halten immer noch daran fest, dass es IMMER und AUF JEDEN FALL Freude zeigt.

    Das dem nicht so ist, dass Wedeln Freude zeigen KANN aber auch Unsicherheit, Erregung, Streß... wissen inzwischen viele, aber nicht alle!

    Ein Hund kann lecken wegen Aufbau einer sozialen Bindung. Er kann auch lecken, weil er eigentlich lieber töten würde!

    Es ist unglaublich, dass HH IMMER NOCH NICHT kapieren dass ein äußerlich sichtbares Zeichen nicht zwingend für EINE bestimmte Motivation steht!

    Wie will jemand WIRKLICH Hunde verstehen, der sagt: "Mein Hund wedelt, also er freut sich!"

    Wie, wenn er sagt: "Mein Hund frißt Gras, also ist ihm schlecht!"

    Wie wenn er sagt: "Mein Hund leckt ab, also liebt er!"

    Zum anderen: Ich bin genauso entsetzt über diese gefühlskalte Reaktion von @blubbb.

    ABER:
    es gab einen Thread hier da ging es um getötete Katzen im eigenen Garten!
    Irgendwie war man mehr oder weniger HIER der Meinung, dass eine Katze eben selber Schuld ist, oder auch der Halter, weil er ihr Freigang gewährt, dass der eigene Herzenshund im eigenen Garten eben mal ´ne Katze killt....

    Ich war da genau so entsetzt!
    Wie TIERFREUNDE sowas von sich geben können!

    Aber erschreckend viele fanden durch ihre Hunde gekillte Katzen gar nicht so schlimm...

    Leben ist Leben!
    Was ist der Unterschied, ob es eine Katze oder ein Hund ist?
    Was ist so viel schlimmer wenn man als Mensch den Tod herbei führt als wenn man ihn einfach duldet und eigentlich ja gut heißt?

    Solche Situationen hatte doch sicher jeder mal irgendwann.

    Ich fand eher die Reaktionen anderer HH interessant.
    NICHT im letzten oder vorletzten Jahrhundert, sondern vor gerade mal 13 Jahren.
    Also in unserer Hundemäßig doch soo "aufgeklärten" Zeit.

    Wenn der Hund ans eigene Ego geht, gehört er getötet!

    Kein Mensch würde verlangen, dass jeder (!) Hund getötet wird, der irgendeinen Menschen verletzt oder irgendein Tier getötet hat. NUR, wenn man als Halter verletzt wurde oder "ein Familienmitglied" verletzt oder getötet wurde, dann ist das Ego angekratzt und der Grund dafür (der Hund nämlich) muß beseitigt werden!

    Meine alte Hündin hatte mich mal ins Handgelenk gebissen, so heftig, dass das mit 27 Stichen genäht werden mußte.
    Sie war damals 7 Monate alt.

    Sie konnte da überhaupt gar nichts für, es war aus Schmerz und Panik ein Reflex gewesen.
    Ein VW-Bus hatte sie überrollt und ihr das Becken zertrümmert.
    Ich habe nach ihr unterm Auto gegriffen, um sie da raus zu holen, da hat sie zu gepackt.
    Meine Schuld, ich hätte ihr erst einen Stock oder ähnliches hinhalten müssen.

    Ihr glaubt gar nicht, wieviele "Hundemenschen" mir geraten haben, diesen bissigen Hund sofort ein zu schläfern! Weil wenn ein Hund einmal "Blut geleckt hat"....
    Mir wurde von vielen Seiten angekündigt, sie würde jetzt weiterhin beißen, nach allem und jedem.
    Andere sagten, sie würden sie einschläfern, weil sie sie nach dem Biß nicht mehr vorbehaltlos lieben könnten. Weil sie ihr nie wieder vertrauen würden....

    Ich habe sie leben lassen ;)
    Und sie hat ihr ganzes 13jähriges Leben nie wieder einen Menschen, einen Hund oder sonst irgendwen oder-was gebissen!

    Das war nicht vor 30, sondern vor 13 Jahren......

    Bauchgefühl würde ich sehr nah am Instinkt ansiedeln.

    Ich denke, für viele ist (unbewußt) das "Bauchgefühl" etwas positives, für das man sich nicht rechtfertigen muss.

    Sieht man auch in vielen Argumenten hier im Forum (und anderswo) "Ich habe mich da auf mein Bauchgefühl verlassen!..."

    Wo ich sehr sehr oft den Eindruck habe, dass diesen "Bauchgefühl" erstens der Weg der geringsten Kosten, zweitens der, des geringsten Aufwandes und drittens der, zu dem einen auf FB u.ä. sowieso geraten wurde...

    Also gebe ich NIX auf das "Bauchgefühl" anderer, die ich nicht kenne und einschätzen kann. Aber meinem eigenen vertraue ich zu 98% ;)

    So langsam hab ich aber ehrlich gesagt mehr Sorge, dass dieser ganze Kram ein Selbstläufer in die falsche Richtung wird
    RS war scheinbar wirklich so gut wie tot.

    Nun, mit neuem Schlachtplan und Einbeziehung weiterer Medien (das Forum, wo alles begann und die als Betreiber von Rudelstellung-Klargestellt eh alles dankbar aufsogen) und Öffentlichkeit haben sie es geschafft eine fast tote Gruppe wiederzubeleben.

    Genau das sind meine Befürchtungen auch!

    Es war damals schon alles völlig unlogisch und sachlich nicht erklärbar, vieles widerspricht allem, was man von Vererbung und Hundeverhalten real weis.... trotzdem fuhren viele hin, um es "anzuschauen" und von denen blieben sehr viele hängen.

    Wer jetzt hinfährt, wird keine Gewalt demonstrier bekommen. Ganz sicher werden keine Hunde aufeinander so losgelassen und auch niemand wird da öffentlich seine Hunde beschimpfen und mißhandeln.

    Es wird so ein "Alles Neider, ist doch alles gar nicht so..."-Ding werden....