Beiträge von Cattlefan

    Wenn ich mal wieder die Zeit dafür hätte, würde ich gerne mal wieder mit meinen Hunden nach DK fahren.
    Ist einfach zu schön dort!

    Um meine Hunde habe ich da wirklich keine Angst, die Gefahr, in Deutschland wegen der vielen gesetzestreuen Mitbürger, die rechtschaffen alles was nicht ihrer Norm entspricht anzeigen, eine Klage mit der Folge von Leinen- und MK-Zwang aufgebrummt zu bekommen ist viel, viel, viel größer als die Gefahr, dass einem so eben mal der Hund eingezogen und euthanasiert wird.

    Hundehalter sind in Deutschland nicht "solidarisch" untereinander, warum soll man aus "Pseudosolidarität" ein wunderschönes Land meiden?

    Ein mittelgroßer Hund, der aufgeweckt und agil scheint, gesund ist, kein zu langes Fell hat, sollte den Ansprüchen in der Regel genügen.
    Der KANN das auf jeden Fall.

    Ob er wirklich Spaß daran hat, muß man ganz individuell betrachten.

    Meine Hündinnen haben Riesenspaß am Laufen (die alte kann´s aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr in dem Maß, in dem ich trainiere), die vielen Eindrücke, Gerüche, alles, was einem so begegnet ist einfach mega spannend, Gerüche werden im Vorbeilaufen aufgenommen, dazu braucht es kein Stehenbleiben und Schnüffeln.

    Mein Rüde kommt zwar mit, läuft neben mir aber Spaß haben ist was anderes....

    (Für meine Rote reicht ein Halbmarathon, um warm zu werden ;) ich bin längst am Ende und sie ist der Meinung, sich gerade aufgewärmt zu haben und jetzt loslegen zu können! :D )

    Aber ganz ehrlich, mit einer "wahrscheinlich so gut wie läufiger Hündin" würd ICH mir Hundewiese ersparen. Meine Geschichte war auf einer Freilaufwiese, bestimmt 5000 qm, mitten in einem grossen Feldmark, so 5-10Hunde, die aus allen Richtungen kommen und sich begrüssen. Immer sehr entspannt und freundlich, aber es wuselt schon durcheinander mit Schnüffeln, Rennen und Spielen.

    Naja... die Stehtage treten ja erst nach um und bei 2 Wochen auf und "weiße Hitzen" sind nun wirklich extrem selten.

    Warum also mit einer Hündin, die vielleicht, laut Kalender usw. die nächsten Tage läufig wird, aber noch nicht blutet, nicht ganz normal dahin gehen, wie sonst auch?
    Für Rüden ist sie dann noch nicht sooo interessant und aufdringliche, unerwünschte Hunde muß man sich auf solchen Hundetummelplätzen doch eh vom Hals halten!

    Hundewiese erspare ich mir übrigens IMMER ;)

    Das kann ich dir schon sagen, warum ich die Kleine frei laufen lasse. in den ersten vier Lebensmonaten haben sie noch einen natürlichen Folgetrieb, also finnde ich, dass man diese Zeit nützen sollte, um ihnen beizubringen, dass sie beim Spazierengehen in der Nähe ihres Menschen bleiben.

    Nunja... dann sollte man in Gegenden gehen, wo niemand anderes ist, solange der Hund allzu freundlich gegenüber Menschen ist.

    Denn der Einwand ist ja nicht von der Hand zu weisen: Irgendwann gerät Dein Hund mal an den falschen, der ohne viel Federlesens dem Hund erstmal eine überbrät und ihn dann mittels Fußtritt per Luftpost zu Dir zurück schickt.
    Oder hinter so einem angesprungenen Menschen tauscht plötzlich dessen Hund auf, der diesem "Emporkömling" ganz gewaltig die Leviten liest.
    Beides kann für Dich und Deinen Hund in der Tierklinik enden.

    Übrigens hatte ich schon Welpen, die trotz Freilauf und "Ausleben des Folgetriebes" durchaus eigene Ideen hatten und eigene Wege gingen, wenn´s ihnen passte als auch Welpen, die trotz Leine in Welpenwochen nicht von meinem Schatten wichen...

    Die oft gepredigte Methode, den Hund einfach zu ignorieren und ihm erst Aufmerksamkeit zu schenken, wenn alle viere auf dem Boden sind wird zwar praktiziert, zeigt aber bis jetzt keine Wirkung.

    Ignorieren bewirkt bei meinen, dass sie die Anstrengungen was zu unternehmen, um meine ungeteilte Aufmerksamkeit zu bekommen nicht nur verdoppeln, sogar potenzieren ;)

    Meine beiden Roten waren auch so drauf: Jeder Mensch war toll und man mußte unbedingt JEDEM seine Zuneigung zu allen Menschen zeigen.

    Als Sofortmaßnahme habe ich damals mit einer Freundin zusammen geübt, die Hunde waren im Freilauf, meine Freundin kam da lang geschlendert, die Hunde flogen auf sie zu und in dem Moment als sie vom Boden abheben wollten, um auf sie zu zu fliegen, hat sie einen Ausfallschritt gemacht und sie mittels Gesten und KSCHSCHSCHSCH vertrieben.
    Die Hunde haben dann tatsächlich nachgedacht ;)
    (Anbei: Was genau der "fremde" Mensch macht, muß den Hunden entsprechend individuell dosiert sein, ein Sensibelchen wäre vielleicht schon beim Ausfallschritt mental zusammen gebrochen und das ist NICHT das Ziel der Aktion!)

    Weiter habe ich bei Sicht von anderen Menschen in dem Moment, wo sie Interesse an ihnen zeigten, sie mit "Arbeit" abgelenkt: Sitz, Platz, rechts, links....., diese Arbeit dann belohnt und sie merkten, dass ich eigentlich viel interessanter bin als die Fremden.
    Dafür bin ich dann auch mit ihnen auf Parkplätze vorm Supermarkt gefahren, wo genügend Platz war und viele Menschen zum Üben.

    Bis ich mir sicher war, dass andere nicht von ihnen belästigt werden, waren sie an der Leine, sobald ich Menschen auch nur von weitem gesehen habe.

    Inzwischen hat sich das beim Rüden "verwachsen" er findet andere Menschen als mich überflüssig meine Hündin liebt Menschen nach wie vor, läßt sie aber in Ruhe :D

    Ich würde im Interesse des Hundes ihn dort lassen, wo er jetzt lebt.
    Und den Kindern zu liebe würde ich weiter Kontakt mit den Eltern halten (die sich sicherlich nicht "anständig" verhalten haben, aber die sich hier ja nicht äußern und ihre Version darstellen können!).
    Die Kinder haben ein Recht auf ihre Großeltern!

    Den Hund nach 3 Jahren in eher sehr ruhiger Umgebung in eine Wohnung im 5. Stock mit Klein(st)Kindern zu verfrachten, nur um sich durch zu setzen, finde ich dem Hund gegenüber nicht fair.
    Sicher, Hunde kann man immer umgewöhnen und sie können sich immer an neue Gegebenheiten gewöhnen.
    Aber man muß ja nicht alles, nur, weil man´s kann.....