Beiträge von Cattlefan

    Komischerweise bin ich viel zu schnell gelaufen, obwohl es sich gar nicht so angefühlt hat.

    Das ist normal, weil man das Tempo vom Rad im Kopf hat.

    Man läuft los und denkt immer "Verdammt, das geht doch schneller, sooo anstrengend war das Radfahren doch gar nicht, mach mal hinne, Du faules Stück Fleisch! :fluchen: )
    Und dann schaut man mal auf die Uhr und sieht, dass man absolut über seiner Normalzeit liegt ;)

    Auch, wenn es kein Patentrezept gibt, dann kann man doch zumindest erreichen, dass jemand, der sich zumindest ein wenig mit Hunden auskennt, einige Erklärungen bekommen hat etc. sich nicht halb zu Tode fürchten muß, nach so einer Situation natürlich verärgert ist, dass es überhaupt zu sowas gekommen ist, aber nicht mit schlotternden Knien und Herzrasen nach Hause gehen muss.

    Ich persönlich würde das alleine schon als "Gewinn" für die Frau betrachten. (Und für das Kind!)

    Hatte aber schon jemand hier geschrieben, dass es ihr bei Pferden so ergangen ist, dass sie eben nicht mehr von Angst beherrscht wird, sondern gelernt hat, dass sie einem grundsätzlich nichts tun wollen.

    Mein Rüde schläft immer abwechselnd neben meinem Gesicht und in der Kniebeuge (Ich schlafe meist auf der linken Seite).
    Zum Wechseln klettert er natürlich über mich rüber.....

    Manchmal sitzt er neben meinem Kopf, starrt mich an und ruckt mit einem kleinen leisen, fast verlegenem Fiepen mit beiden Vorderbeinen.
    Davon (obwohl das echt leise ist) werde ich garantiert wach.

    Das macht er immer dann, wenn er gerne eine Extra-Kuscheleinheit hätte :herzen1:

    Ich denke, @Winkehund , wenn man sowas mal gerne machen möchte, dann sollte man das auch ruhig mal wider alle Vernunft tun.

    ich hatte in einem sehr schrecklichem extrem arbeitslastigen Jahr im August eine Woche (Jahres-)Urlaub und hatte das Bedürfnis, was völlig beklopptes zu machen.

    Also habe ich mich mit einer Freundin zum Spazieren gehen verabredet.

    Am Rhein.

    In der Schweiz.

    Morgens früh also nach Hamburg gefahren, da (TROTZ Flugangst!) in den Flieger gestiegen, in die Schweiz geflogen, am Flughafen hat meine Freundin mich abgeholt, wir sind mit einem weiteren Freund und dessen Hund (der Vater meines ersten Wurfes) und den Hunden meiner Freundin wundervoll am Rhein längs gewandert, haben sehr lecker gegessen, sind dann noch einen meiner Welpen besuchen gefahren, haben bei meiner Freundin lecker Kuchen gegessen dann hat sie mich wieder zum Flughafen gefahren und ich bin nach Hamburg zurück geflogen.

    Von der Anspannung beim Fliegen hatte ich noch tagelag Muskelkater, der Flug hin und zurück hat knapp 400 Tacken gekostet (die ich auch nicht so aus der Portokasse zahle), aber diesen Tag werde ich mein Leben lang nie vergessen! =)

    Da kann man sich den Mund fusslig reden - "ich hab sie gern etwas runder" - die wollen es oft auch nicht sehen.

    "Der ist doch schon fast magersüchtig, man sieht ja fast die Rippen"
    "Der wird sooo viel gearbeitet, das sind Muskeln!"
    "Das ist ein barocker Typ!"
    "Der war schon viel dicker und es hat ihm nicht geschadet"

    usw. usf.

    Wenn man dann bei den Mobbels fragt, was die denn so gearbeitet werden am Tag, dann hört man so was wie zweimal/Woche ca 30 min Spazieren gehen, 3 mal Bodenarbeit an der Hand, einmal Reituntericht und ein Tag ist Ruhetag.
    Da bin ich immer versucht zu fragen, welcher dieser Tage denn der Ruhetag ist.

    Das krasseste was ich mal gesehen hatte, war ein Welsh B Pony wo der Hals ungelogen höher als lang war, Schulterpolster da wäre Milli Vanilli neidisch geworden, Spaltkruppe, sehr verdicktes Präputium, sehr schwammige Unterhaut... Bei einem Normalgewicht von 300kg hat der gut 450 -500 drauf gehabt.

    Der arme Kerl starb mit einer Hufrehe auf allen 4 Füßen an einer Hyperlipädemie mit Leberverfettung.

    Meist gesagte Satz der Halter: "Aber der kriegt ja gar nichts zu fressen" (Die Halter waren übrigens Bäcker, unnötig zu sagen, wo altes Brot geblieben ist.....)

    Sobald ich umdrehe und zurück laufe, hab ich nicht nur eine leichte aber ziemlich lange Steigung vor mir, als auch immer - ich betone IMMER - Gegenwind.

    Mein Tipp: Schaue auf die Straße direkt vor deinen Füßen, singe gedanklich vor Dir hin (gedanklich verbraucht nicht so viel Luft, "Don´t stop me now" von Queen ist da sehr gut geeignet) und schaue nicht nach vorne, ob die Steigung nicht bald vorbei ist.

    Gerade bei den Lang anhaltenden, aber nur geringen Steigungen, ist es oft der Kopf, der da Probleme macht, nicht der Körper :D

    Finde es ja schon recht erschreckend, das es hier einige so sehen, als wäre es kein Angriff gewesen. Was muss denn passieren? Blutende Fleischwunden? Die halbe Hand weg?

    Schon alleine juristisch wäre es (zumindest im Sinne der Hundeverordnung in S.-H. ein Angriff und ich bin mir auch ziemlich sicher, dass sowohl Mutter als auch Kind das genauso gewertet haben. (Hätte ich an deren Stelle genauso getan!)

    Von daher ist es ziemlich egal, wie das im DF "gewertet" wird, wie schon geschrieben wurde ging es der TS bei der Fragestellung auch nicht darum, sich raus- oder irgendwas schön zu reden, sondern darum, zu erkennen, WIE und WO sie beim Training am ehesten ansetzt, eben DAMIT das nicht wieder passiert (NEBEN besserer Sicherung des Grundstückes.)
    Es ist vom Training her einfach ein Unterschied, ob das Spiel-, Territorial- oder Aggressionsverhalten war.
    Ich glaube auch eher, dass der Thread eben für Inputs in diese Richtung gedacht war, die TS geht jetzt sicher nicht los mit einem:" Die kompetenten DF-User ( :hust: ) haben gesagt, der wollte nur spielen, als muß ich da gar nichts tun"

    Ich zumindest habe auch nirgends geschrieben, dass Mutter oder Kind irgendwas "falsch" gemacht hätten, haben sie meiner Meinung nach auch nicht, sie haben einfach reagiert.
    Und ein Teil der Reaktion ist sicherlich auch durch die bestehende Angst vor Hunden entstanden (Wiederum KEINE Schuldzuweisung!).
    Deswegen sehe ich es als sehr nettes Hilfsangebot, Hunde mal von einer anderen Seite (von der freundlichen , nicht furchteinflößenden!) zu zeigen.
    Gerade bei dem Kind, dem der Schrecken sicher noch tief sitzt, ist die Idee, mit einem freundlichen netten, tapsigen, plüschigem Labbi-Welpen einen "guten Hundekontakt" herzustellen, ein guter Anfang, damit sich nicht gleich eine Hundeangst manifestiert.

    Wäre sehr schade für das Kind.