Beiträge von Cattlefan

    Wo manche einfacher darüber stehen, da haben andere hald lange Zeit dran zu knabbern.

    Es geht nicht um den Zeitraum, den man braucht, einen Verlust zu verarbeiten, es geht darum, den Lebensmut zu verlieren (Suizidgefährdung!)

    Am Tod meines Seelenpferdes knabbere ich seit 5 Jahren.
    Aber den Lebensmut habe ich deswegen NIE verloren.
    Das hätte dieses Pferd auch niemals gewollt!

    die nach dem Ableben eines geliebten Tieres "zum Trost" oder nennen wir es Ablenkung ein anderes Tier kurzfristig aufnehmen.

    Für mich ist es weder "Trost" noch "Ablenkung" (auch, wenn beides erfüllt wird durch einen neuen Mitbewohner im Haus!) Für mich ist es ein Weitermachen im Sinne des gestorbenen.
    Denn keines meiner bisher gegangenen Tiere hätte gewollt, dass ich mich nur noch auf meine Trauer konzentriere.

    Bin ich deshalb ein schlechter Mensch?

    Warum???

    Persönlich meine ich Nein, denn Jette gab mir neuen Lebensmut

    DAS würde mir Sorgen machen (Tut mir leid, wenn das jetzt unsensibel klingt!): Wenn man SEINEN EIGENEN Lebensmut verliert, weil ein Tier, bei dem man von vornherein weiß, dass die Lebensspanne einfach kürzer bemessen ist, gestorben ist!
    Trauer ist Trauer, Verlust ist Verlust!
    Aber den LEBENSMUT verlieren ist..... viel schlimmer und da sollte evt. doch eher professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden!

    Kann man/ich mich besser darauf vorbereiten?

    Das einzige, was Du tun kannst, ist Akzeptieren!

    Nicht mit dem Schicksal hadern, Dich nicht mit sinnlosen Frage quälen, sondern einfach akzeptieren, dass unsere Tiere ein kürzeres Leben haben als wir.
    Und dass es einzig unsere Aufgabe ist, dieses kurze Leben wundervoll zu gestallten!
    NICHT, es unendlich lange dauern zu lassen!

    Die, die gehen, hinterlassen eine Lücke. Und Schmerzen!
    Aber die Schmerzen werden weniger und die Lücke kann man, wenn man den Tod des geliebten Hundes als "ganz normal" akzeptieren kann, mit wundervollen Erinnerungen füllen, die einen immer wieder zum Lächeln, manchmal sogar zum Lachen bringen!

    Es ist eben nicht die Dauer des Lebens entscheidend, sondern das Laben an sich.
    Und das liegt zu einem großen Teil in unserer Hand!
    Alles andere nicht!

    . Aber eigentlich kann man doch nicht von jetzt auf gleich umstellen?

    Zumal er das TroFu schon als Leckerlies kannte: Warum nicht???

    Oder sollte ich mich dochmal beim TA mit ihm vorstellen?

    Im Zweifelsfall IMMER!!!
    Wenn Du der Meinung bst, da KÖNNTE vielleicht was nicht stimmen, lass ihn untersuchen und Blut nehmen für ein komplettes Organprofil.

    Mein Rüde ist auch rumgelaufen und schien fröhlich..... Und war (ist) schwerstkrank, bei meiner ersten Hündin haben alle gesagt, was ich mich denn so anstelle, die sieht doch gut aus, eine Woche später war sie tot (trotz Behandlung).....

    Ich will Dir keine Angst machen, aber Hunde unterdrücken viele Schmerzen und Übelkeiten.....
    Und irgendwann geht es nicht mehr, aber dann ist es zu spät....

    Du scheinst Dir doch wirklich reelle Sorgen zu machen: Dann lass das abklären!

    Langfristig wäre es für den Hund stressfreier geworden oder nicht?

    Langfristig ist aber doof bei Dingen, die JETZT sein müssen ;)
    NACH dem Werfen brauchte ich die Körpertemperatur nur noch wenige Tage.

    Und sie hätte DANN bei jedem Messen eben wieder Stress gehabt, einfach weil ich ihr nicht klar gesagt hätte, dass das jetzt mal sein muß und auch nichts Schlimmes passiert.


    Die Methode der Hund muss da aber durch, sollte aber nicht allgemeingültig sein.

    Hängt auch sehr vom Hund ab, WAS man macht, bei meiner letztes Jahr verstorbenen Hündin, hätte ich NIE eine "Ansage" gemacht (Vater war BC, sie war sehr viel sensibler als ein reiner Cattle), da hätte einmal leise räuspern auch gereicht. Bei einer "Ansage" wie meine nervlich sehr viel robusteren Cattles sie selten aber, wenn´s sein muß bekommen, wäre sie zusammengebrochen.

    Aber bricht man sich immer ein Stück der Krone ab, wenn man auch mal dem Hund entgegen kommt und sich da eine kooperative Methode für langfristig überlegt um Stress für beide Seiten zu vermeiden?

    Bei einigen Dingen halte ich es für einfach stressfreier, dem Hund klar zu machen, dass das jetzt so gehört, als dass der Hund ewig denkt "Muß ich oder muß ich nicht das Spiel mitmachen"

    Fiebermessen war bei einer meiner Hündinnen so eine Sache... als wollte ich sie aufspießen :muede:

    Mußte aber sein, sie war trächtig und ich wollte den Geburtszeitpunkt über die Körpertemperatur möglichst eng eingrenzen.

    2 Mal nett und freundlich probiert, beide Male war der Hund am Kreischen (und Cattles können SEHR theatralisch kreischen) und Zappeln (dadurch bestand dann natürlich auch noch ein Verletzungsrisiko für sie), wollte schnappen....

    Ich habe ein "ES REICHT!!!" gedonnert, sie festgehalten und Temperatur gemessen.
    War fortan eine ihrer leichtesten Übungen ;)
    GANZ ohne Stress ;)