Zitat
In Berlin ist man recht verwöhnt; wir haben wirkliche viele Auslaufgebiete und sogar sehr schöne wie z. B. der Grunewald - inklusive Schloss am See. Weil es so schön ist, gibt es dort auch viele Jogger (allerdings überwiegen die Hunde), aber es ist ein friedliches Nebeneinander. So kann's also auch gehen. Dafür zahle ich auch gerne ein wenig mehr Hundesteuer.
Über meine Hunde, die manchmal nicht so wollen wie ich, ärgere ich mich jedenfalls mehr als über meine Mitbürger. Eigentlich ärgere ich mich nicht über meine Hunde, sondern über mich selbst. 
Ja, er ist schön, der weit entfernte Westen der Stadt. Ich brauche leider über eine Stunde dahin und in meiner Gegend werden immer wieder mal Giftköder ausgelegt. Hundeausläufe gibt es fast keine und jetzt flüchte immer trotz Giftköder und Essensresten in den Görlitzer Park, denn da traut sich das OA nicht hin. (Einmal erwscht und zweimal weggerannt in zwei Wochen ist mir ein bisschen zu
Seit mein Hund kein Welpe mehr ist, kriege ich immer häufiger böse Blicke. Vor ein paar Tagen nähere ich mich einem freien Platz in der Bahn und ein geschniegelter HErr um die 50 springt auf und sagt mit Schweizer Akzent 'Also wenn jetzt die Hunde kommen, bin ICH weg'
Kein Witz, hat er wirklich gesagt - wohlgemerkt, wir waren am Hermannplatz, wo nicht gerade die haute voleé von Berlin unterwegs ist und fast alle Hunde größer sind als meiner. Um wirklich zu verstehen, wie bescheuert diese Aussage ist, muss man mal in den thread meines kleinen Wuschels reinschauen.
Ich bin letzte Woche angeschrien worden von einem Mann, als ich in einem begrünten Hinterhof ein paar Minuten verbracht habe, um auf jemanden zu warten und gestern bekam ich einen bitterbösen Blick mit Kopfschütteln von einem mann in einem gläsernen Wartehäuschen am Hildesheimer Bahnhof. Da lies ich meinen Hund in dem Unkrautgestrüpp neben dem Häuschen schnuppern. Ich war 'auf Krawall gebürstet' (schöner Ausdruck, den ich hier im DF al gelesen habe), hab in das Häuschen geguckt und ihn gefragt, was denn gerade das Probelm war. Erst hat er versucht mich zu ignorieren, dann hat er gesagt, er wüßte nicht mehr.
Es einfach ein komisches Gefühl, plötzlich 'Der Feind' zu sein und von überall böse Blicke zu bekommen.
Wirklich sagen tun wenig Leute was - ich bin da auch ein schlechtes Opfer
Den Schweizer hab ich schön auflaufen lassen, indem ich einfach kehrt gemacht habe und an's andere Ende des Wagens gegangen bin. Das war ihm dann irgendwie peinlich ('Sie müssen jetzt nicht gehen.') und dann hat er sich nicht wieder hingesetzt, sondern stand die ganze Fahrt.
Vollpfosten.