Zu meiner Ansicht über das Verbot habe ich mich im Wesentlichen geäußert. Da das Beispiel mit "Wenige Stunden im Jahr betrunken Auto fahren" geäußert wurde: Auch im Straßenverkehr gibt es Promille-Grenzen. So könnte man das bei Feuerwerk handhaben: Über 0,5 Promille = Ordnungswidrigkeit, über 1,6 Promille = Straftat. Ich wiederhole mich zwar, allerdings ist unzureichender Vollzug durch die Ordnungsbehörden für mich nach wie vor kein Argument für ein Verbot, das verfängt. Auch die EInfuhr illegaler Feuerwerkskörper rechtfertigt für mich kein Verbot, da hier ebenso ein Vollzugsdefizit vorliegt. Es ist ja nicht so, dass wir Halter von ängstlichen Hunden keine Argumente hätten, im Gegenteil: Tier- und Gesundheitsschutz sind schlagende Begründungen.
Du willst das nicht kapieren, oder? Es ist faktisch quasi unmöglich (!) in der Silvesternacht inmitten von Chaos diejenigen rauszufischen, die sich an die von Dir erdachte Grenze halten. Das geht einfach nicht. Das ist kein unzureichender Vollzug. Du kannst genauso gut von einem Polizisten verlangen, aus 1kg Reis genau das Korn raus zu fischen, auf das Du vorher drauf gespuckt hast.
Wie stellst Du Dir das vor? Welche Massen an Einsatzkräften sollen da aufgewendet werden? Was ist mit anderen Straftaten in dieser Zeit? Wer soll das bezahlen?
Feuerwerk darf aus Sicherheitsgründen nicht ganzjährig von irgendwelchen Laien abgebrannt werden, aber an Silvester / Neujahr traut man Besoffenen zu, sinnvoll und mit Menschenverstand Sprengstoff zu benutzen? Gesetze können aus gutem Grund an die Begebenheiten angepasst werden und inzwischen hat das solche Ausmaße angenommen, dass das Gesetz eben geändert gehört.
Nochmal: ein komplettes Verbot von privatem Feuerwerk und vor allem dem Verkauf macht es für die Polizei sehr viel einfacher, denn wer dann knallt/das Zeug mit sich führt, begeht eben eine Straftat. Punkt. Und zwar nicht nur an den Tagen vorher und nachher, sondern immer.
Und Dein "Erfahrungsbericht von der Feuerwerksfront" lässt nur einen Schluss zu:
Solche Menschen besitzen weder Verantwortungsbewusstsein, noch Empathie oder Rücksichtnahme. Verkaufspersonal bedrängen? Raketen auf dem vollen (!) Parkplatz? Filliale stürmen? Geht's noch?
Bei Deinem Verständnis für diesen Umgang mit dem Kram, wirkt Dein Engagement um Deinen Hund für mich auch nicht ehrlich. Ich muss meinen Hund schützen, weil es ihr wirklich schlecht geht. Körperlich und seelisch. Du schützt Deinen Hund, damit Dein Freund diesem **** Hobby nachgehen kann und einen Tag im Jahr Krieg spielen darf.
Macht mich das alles fassungslos.