Beiträge von Lysaya

    Wie hat sich Bodo dann weiterentwickelt? Werden sie im Kopf trotzdem noch erwachsen?

    Bodo ist weder zum "Opfer" geworden, noch merke ich ihm sonst irgendwas an.

    Er markiert, er reagiert auch noch, wenn Hündinnen gut riechen (aber eben nicht so extrem). Er wird von anderen Rüden nicht bedrängt und ist in sich völlig gelassen.

    Unsere Tierärztin hat mir die Frage gestellt, ob mir ein intakter, aber unglücklicher Hund lieber wäre?

    Nach der Spritze mit dem Gegenhormon hatte ich das Gefühl, dass er endlich wieder zufrieden war. Er konnte die Umwelt und mich wahrnehmen.

    Darum mein Rat, es vielleicht erst auf dem Weg zu versuchen und dann die Entscheidung für - oder gegen - den Chip zu treffen.

    Nur würde unsere TÄ höchstens 2x chippen und dann müsste man über die Kastration nachdenken.

    Bei unserem ersten Rüden hat der Chip nicht gewirkt. (Gesetzt im Juli, erste Wirkung zu spüren Ende September und Wirkung zu Ende Mitte November - Hoden wieder auf normale Größe gewachsen ... im Januar habe ich ihn dann kastrieren lassen)

    Und er leidet. Ich hasse es ihn so zu sehen weil es ihm wirklich nicht gut geht.

    Das hier wäre - für mich - ausschlaggebend.

    Bzw. habe ich aus genau diesen Gründen kastrieren lassen.

    Bodo war 10 Monate alt, er hat das Fressen komplett eingestellt. Die Prostata war vergrößert, er konnte keinen Kot mehr absetzen.

    Im Haus hat er nur gejault, draußen war er nur im Stress.

    Dadurch hatte er eine Gastritis nach der anderen, noch weniger gefressen, erbrochen und hatte hinterher in wenigen Wochen 7 kg abgenommen.

    Da war an "verbiete ihm das einfach" oder "Du musst ihn auslasten" gar nicht zu denken.

    Er hat gelitten und das tue ich meinem Hund nicht an - selbst, wenn ein ganzes Forum mich dafür hasst.

    Gesundheit ist - wieder aus meiner Sicht - nicht nur, dass die "Laborparameter" stimmen, sondern auch die Psyche. Und so, wie Du es beschreibst, hast Du Dir die Antwort selbst gegeben.

    Was Du testen kannst, ist so eine Spritze (oder Tabletten) mit einem Gegenhormon. Das wird zur Behandlung von Prostatavergrößerungen eingesetzt. Das hatte Bodo damals zuerst bekommen und wir haben nach wenigen Tagen schon eine deutliche Besserung gemerkt, sodass klar war, es sind wirklich seine Hormone. Daraufhin haben wir uns gegen den Chip und gleich für die Kastration entschieden. Sprich doch mal Deinen TA darauf an.

    Wir wissen aber alle nicht, wie lang das "Ereignis" zurück liegt.

    Und keiner kann sagen, ob er in den Zeiten, wo er nicht offensichtlich humpelt, nicht auch "unrund" läuft. Da die Halterin sich Sorgen macht, ist der erste Ansprechpartner ein Tierarzt, denn der kann das genau sehen.

    Du als Mensch kannst selbst entscheiden, ob Du noch warten möchtest.

    Der Hund kann sich nur über seine Körpersprache äußern und muss sich auf seine Besitzer verlassen.

    Meine Tante ist vier Wochen mit gebrochenem Mittelfuß herum gelaufen.

    Mein Mann hat mit einem Bänderriss noch den Umzug eines Freundes gestemmt.

    Ich würde das nicht pauschalisieren und es lieber abklären lassen.

    Der Tierarzt sollte wissen, wie er mit kleinen und bissigen Hunden umzugehen hat.

    Er humpelt ja nicht dauernd nur ab und zu für paar Minuten? Keine Schmerzäußerung?

    Humpeln IST eine Schmerzäußerung.

    Sonst könnte er ja noch normal laufen.

    Und bei der Vorgeschichte, dass man weiß, dass evtl. bei der Aktion mit dem Leinenruck was kaputt gegangen sein könnte, würde ich keine 10 Tage mehr warten.

    Hallo,

    Vorwürfe bringen ja nichts mehr, aber ich hoffe, dass Du aus dem Vorfall gelernt hast ...

    Zu dem Humpeln: das kann alles und nichts sein. Ich würde nicht "bald" mit ihm zum Tierarzt, sondern schnellstens.

    Alles andere ist Lesen aus der Glaskugel.

    Wenn er humpelt, hat er Schmerzen und das gehört anständig untersucht und behandelt.

    Falls eine OP notwendig sein sollte, wird der TA Dir sicher sagen, wie Du Dich verhalten sollst. Rechne dann aber eher mit Wochen, statt mit Tagen, die der Kleine noch Schonung braucht. Du könntest jetzt schon anfangen - unabhängig vom Ergebnis der Untersuchung - ihn mit der Box vertraut zu machen.

    Und dann solltest Du am Grundgehorsam arbeiten, dass Ihr gar nicht mehr erst in solche Situationen kommt.

    Alles Gute Euch!

    Ich möchte eine ganze Menge Dinge nicht akzeptieren ... und dennoch sind mir manchmal die Hände gebunden.

    Glaubst Du, dass eine Halterin aus Finland in einem deutschen Forum mitliest und dann sagt: "Okay, war ne doofe Idee - ich lass den Hund leben"?

    So schrecklich es ist, Du kannst von hier aus nichts tun.

    Selbst, wenn es nicht rechtens ist (und ich finde das auch furchtbar!), wirst Du von hier aus nichts tun können, wenn der Hund in Finland lebt.

    Keine Ahnung, wie dort die Gesetze sind, aber alle Empörung, die sich hier über die Halterin ausgießen wird, wird nichts bringen :ka: