Beiträge von Lysaya

    "Dann müsste ich die ja niederbrüllen", sagte das Frauchen des kleinen Wuschelhundes, als ich sie gebeten hab, das Herzchen zurück zu rufen, weil es bellend auf meine beiden zurannte.

    Meinem (zugegeben wütenden) Hinweis "Dann nehmen Sie die an die Leine!" folgte der nächste bemerkenswerte Satz: "Die hört doch sowieso nicht und auch an der Leine würde sie bellen."

    :wallbash:

    "Aber dann kommt die wenigstens nicht näher!" worauf ein pikiertes "Die kommt nicht näher, die hat doch nur Angst." zurück kam -.-

    Während das Schätzchen bellend meinem Rüden in den Rücken fiel.

    Allerdings hat Frauchen eindrucksvoll bewiesen, dass sie wirklich "niederbrüllen" muss und der Fiffi wirklich nicht hört :stock1:

    Passt vielleicht hier? Utopische Rassehundezucht - eure Vorschläge?

    Zu den Mutationen.

    Ich habe nachgewiesen Mutationen auf mind. 3 Genen. Bei einem konnte man nachvollziehen, dass ich es von meiner Mutter geerbt habe.

    Mutation bedeutet aber nicht gleich "Defekt". Zwei meiner Mutationen sind halt da und man kann sie im Gen-Panel ausmachen, nur die dritte Mutation ist nachweislich für meine Epilepsie verantwortlich.

    Die Humangenetikerin erklärte mir, dass nicht jede Mutation auch eine Einschränkung bedeutet. Man denkt dann zwar häufig an so Sachen wie Trisomie21 oder Trisomie18 ... aber es gibt so viel mehr und dann kommt noch das Zusammenspiel der Gene hinzu.

    Es gibt Gendefekte, die sind "mit dem Leben nicht vereinbar". Und dann gibt es welche, mit denen man durchaus zurecht kommen kann (ggf. mit Unterstützung). Bei den Qualzuchten wie Brachycephalie gibt es - meiner Meinung nach - kein "zurechtkommen" und es liegt ja nicht mal ein Gen zugrunde, sodass man durch gezielte Kreuzung gesunder Hunde den Normalzustand wieder herstellen könnte. Abgesehen davon, dass es ja schon keine "gesunden" FB oder Möpse mehr gibt, da alle brachycephal sind. Nur haben einige - zum Glück - weniger Probleme mit diesem Syndrom als andere.

    Wir mussten unseren Iwan sehr überraschend aufgrund eines geplatzten Tumors am 6. Februar gehen lassen. Ich war natürlich völlig fertig und habe am Samstag den 7. Februar mit meiner damals guten Freundin telefoniert. Während ich unter Tränen von Iwan erzählt hab, hat sie mir - ebenfalls weinend - davon berichtet, dass sie am Vortag ihre Hündin hat decken lassen. Sie hat mir damals einen Welpen versprochen und es war ein schönes Gefühl, dass das neue Leben an dem Tag entstand, als Iwan gehen musste.

    Geboren wurde unser Bodo am Todestag meines Opas.

    Vielleicht nur Zufälle, aber ... für mich ein schöner Sternenstaub.

    Lucy haben wir aus dem Tierschutz und nach der Übernahme erfahren, dass sie am gleichen Tag Geburtstag hat, wie unser Iwan hatte.

    Das kommt drauf an.

    Unsere Hundeomi hat das tatsächlich einfach irgendwann nicht mehr gemerkt.

    Also es kam für sie selbst so überraschend, dass sie dann einfach gemacht hat, weil gar keine Zeit zum melden war.

    Die Sinne lassen im Alter ja nach - ist auch bei Menschen so.

    Ich glaube, bei einem 14jährigen Hund, der einmalig ins Haus macht, ohne zu melden, würde ich auch nicht an ein Verhaltensproblem denken.

    Die Hundeomi meiner Eltern hat zum Ende ihres Lebens oft kein Gefühl mehr dafür gehabt, wann sie musste. Oder sie hat so tief geschlafen, dass sie selbst davon überrascht wurde.

    Ich würde da jetzt gar nicht dran rum experimentieren, wenn das immer so geklappt hat, sondern erstmal gucken und wenn es häufiger vorkommen sollte, ggf. die 19.30 Uhr Runde etwas nach hinten schieben - oder eine kurze Löserunde noch einbauen.

    Im übrigen wäre das Thema vermutlich gar nicht aufgekommen, wenn es hier um einen Berner gegangen wäre. Der erfüllt bei den meisten Leuten ja ein ganz anderes Klischee als große dunkle muskulöse Kurzhaarhunde.

    Nö ^^

    Berner sind groß und schwarz.

    Da erlebe ich auch die lustigsten Dinge.

    Ja, viele Kids brüllen uns "Keks" hinterher, aber genauso viele machen einen großen Bogen um uns.

    Der Hinweis auf die Außenwirkung ist ja auch gut, versteh mich bitte nicht falsch.

    Aber bei Dir klang es in den letzten Posts nach: Bloß keine großen Hunde, es gibt Leute, die haben da Angst vor!

    Ich finde diesen Gedanken gar nicht so unwichtig, da ich mit meinem Beauceronrüden manchmal echt Probleme bekomme. Nicht weil er sich daneben benimmt, sondern einfach nur weil die Leute Angst vor ihm haben. Zum Teil bin ich auch schon böse angepöbelt worden. Der Hund war nicht näher als 2 m an den Leuten dran und hat maximal in deren Richtung geguckt. Wenn einem also nicht egal ist, dass Leute vielleicht Bedenken haben einen zu besuchen, erst recht Kinder allein zu schicken, sollte man das berücksichtigen.

    Ich habe so viele Szenen im Kopf, die mit einem anderen Hund schon längst vergessen wären. Z.B. ein Junghund nähert sich rotzfrech schnurstracks meinem. Der rührt sich nicht knurrt nur in die Richtung, Junghund versteht das und dreht ab. Beide können locker zusammen laufen. Aber die Menschen, rücken ein paar Schritte zurück und auch die die ihn kennen halten ihn für aggressiv.

    Versteh ich dennoch nicht :ka:

    Wenn Dein Hund nichts macht, dann musst Du doch die Angst dieser (fremden) Leute nicht zu Deinem Problem machen?

    Mir ist mein Besuch auch nicht egal. Ich weiß, dass meine Schwiegermutter mit den Hunden nicht zurecht kommt. Dann bin ich durchaus bereit, die beiden für die Zeit des Besuchs in einen anderen Raum zu bringen.

    Aber ich bin nun mal nicht verantwortlich für die (unbegründete) Angst wildfremder Menschen, die mir irgendwo draußen begegnen könnten.

    Empfange ich in meinen vier Wänden Besuch oder nehme meinen Hund irgendwohin mit, dann achte ich da natürlich drauf. Ich würde z.B. meine Hunde nicht zu Schwiegermutter mitnehmen. Wenn ich draußen spazieren gehe und begegne ihr dort, dann muss sie damit leben, dass die Hunde dabei sind.

    Ich hab ja auch zwei große vornehmlich schwarze Hunde. Aber ich käme echt nicht auf die Idee, mir meine Tiere danach auszusuchen, was "andere Menschen lieber fänden".

    Denn ich muss mit den Tieren leben.

    Nach wie vor: vorausgesetzt ich erziehe den Hund, laste ihn aus, kümmere mich um die Sicherheit ...

    SavoirVivre

    Ich verstehe den Hintergrund ja, sagte ich doch :)

    Aber es ist doch etwas anderes, wenn ich mir vor der Hundeanschaffung ernsthaft überlege, ob ich dann nicht mehr spazieren gehen kann, weil irgendwo Eltern rumlaufen könnten, die eine Krise kriegen.

    Dann kaufe ich mir demnächst auch keinen SUV, weil das bei einem Unfall gefährlicher wäre als ein Fahrrad?

    Ich verstehe ja, dass man sich Gedanken macht, dass der Hund keine Gefahr für Kinder sein darf (für niemanden). Dafür sorgt man entweder durch entsprechende Sicherung (Hund wegsperren, anleinen, Kraft, ...) oder Erziehung. Bestenfalls beides.

    Aber meine Hunde sind immer noch "mein" Hobby. Immer unter der Prämisse, dass ich mich vernünftig drum kümmer, sie erziehe, etc.

    Klar kann man bedenken äußern wegen der Größenverhältnisse von Kind und Großhund.

    Aber pauschal zu raten, den Hund nach der "Außenwirkung" zu wählen, find ich halt komisch.

    Denn hier klang das eher nach "mit großem Hund geht sowas auf keinen Fall!"

    Wir haben mit Iwan damals unsere Tochter von der Ferienfreizeit abgeholt. Während mein Berner völlig gechillt inmitten der Kinder gelegen hat und sich ab und zu ein Pausenbrot hat füttern lassen, sprangen drei Chihuahua kläffend durch die Gruppe Kids und haben sogar zugezwickt. Es ist immer eine Frage der Erziehung, des Umgangs und der Einschätzung. Die Chi-Halterin war übrigens der Ansicht, dass mein Berner sofort weg gesperrt gehört, der würde böse gucken ...

    Und das mit den Kindern - niemand möchte, dass fremde Kinder mit dem Hund spielen. Völlig falsch verstanden, worum es geht.


    Es geht darum, ob man auch mit Kleinkind und Hund spazieren gehen kann, oder ob der Hund nicht doch zu viel Kraft und Aufmerksamkeit erfordert. Ob man mit dem Hund mal auf den Waldspielplatz gehen kann ohne dass dort alle Eltern sofort die Krise kriegen (ja ich weiß, auf den Spielplatz gehen ist eh verboten - halt irgendwohin, wo Kinder sind, wo man mit den eigenen hinmöchte).


    Natürlich kann einem das alles egal sein, und natürlich kann man alles mögliche "irgendwie" hinkriegen.


    Ich finde aber "wird schon irgendwie gehen" einen komischen Anspruch. Ich persönlich wünsche mir maximal viel Freude und Spaß und maximal wenig Stress für mich, meinen Hund, meine Familie. Innerhalb meiner Möglichkeiten und Rahmenbedingungen. Möchte vieles unternehmen, freue mich darüber, wenn Hund und Kind Spaß zusammen haben usw.

    Ich verstehe immer noch nicht, warum ich bei "meiner" Rassewahl mir ernsthaft Gedanken dazu machen "muss", was meine Nachbarn oder wildfremde Leute auf einem Spaziergang von mir und meinem Hund halten?

    Als hier der Berner einzog, haben wir im Vorfeld mit überhaupt niemandem drüber geredet. Der war dann auf einmal "da". Als der zweite dazu kam, war es genauso.

    Ich bin ja immer für Rücksichtnahme und natürlich achtet man dann darauf, dass der Hund niemanden belästigt oder sogar schlimmer. Aber ich kann mit meinen Hunden spazieren gehen und wenn dann andere Eltern "die Krise kriegen", dann ist das vorrangig nicht mein Problem.

    Das ist mir dann tatsächlich mal egal.

    Natürlich fordert ein großer Hund Kraft. Aber erzogen werden müssen auch kleinere Hunde. Der Pinscher, der das Kind auf dem Rädchen zu Fall bringt, ist mit Sicherheit auch nicht lustiger.

    Also ja, ich versteh Deinen Gedanken - aber mir ist dieses "man muss an (fremde) Kinder denken" einfach total fremd?

    Ob es meinen Nachbarn nun passt oder nicht (vorausgesetzt meine Hunden bellen nicht am Zaun oder dergleichen): ich habe Spaß mit meinen Tieren. Ich füttere sie, ich versorge sie, ich erziehe sie. Und wenn es irgendwem nicht passt, dann hat er halt Pech!

    So pauschal kann man das auch nicht sagen. Man braucht dann schon einen passenden Trainer und meiner Meinung nach muss man als Ersthundehalter von solchen Rassen auch das Händchen dafür haben/ der Typ für solche Rassen sein und ähnliches.

    Aber darum schrieb ich ja "solange die Umstände im Allgemeinen passen".

    Ich hab ja auch von dem GSS bei dem einen User abgeraten.

    Nur würde ich das nicht an der Größe ausmachen, sondern eben davon, wie die Wohnsituation ist, die Einstellung (soweit erkennbar), der Wille sich Hilfe zu holen, realistische Vorstellungen von den Charaktereigenschaften ...

    Ich kenne auch Leute, die waren mit einem Chihuahua überfordert ... nur klemmt man den halt notfalls unter den Arm.