Beiträge von Lysaya

    Danke für eure Antworten. Das erste mal schnappen war am ersten Tag, sie stand neben meiner Mutter als wir die Kiste mit ihren Sachen ausgeräumt haben und knäppte ihr in die Hand. Ich denke sie war einfach aufgeregt.

    Beim zweiten Mal lag sie auf ihrer Decke und wir wollten ihr das Schweinsohr runternehmen, da sie direkt drauf lag und es auch gruselig fand und total nervös war deswegen. Ich denke sie war gestresst.

    Beide Male waren es Situationen, wo Ihr der Hündin - die Ihr noch nicht kanntet / lesen könnt - "ihre" Sachen wegnehmen wolltet.

    Ich würde da auch in Richtung Ressourcen denken.

    Generell würde ich bei einem Hund, den ich noch nicht kenne, nicht einfach hinlangen und etwas wegnehmen, sondern vielleicht durch Tauschen mit was noch Tollerem versuchen, weiter zu kommen.

    Stress kommt vermutlich noch dazu.

    Sie "testet nicht und versucht ihren Kopf durchzusetzen". Wahrscheinlich wendet sie schlicht und einfach die Strategien an, die ihr bisher geholfen haben. Es wird ja einen Grund haben, warum sie so jung schon so oft den Besitzer wechseln musste. Ihr seid die dritte Familie?

    Dass Ihr einen Trainer zu Rate zieht, find ich super. Derweil würde ich versuchen so wenig Konflikte wie möglich einzugehen und mich auf absolut notwendige Dinge beschränken.

    Ein Hund, der den ganzen Tag hin und her läuft, kommt nicht zur Ruhe. Schlafentzug wird nicht umsonst als Folter eingesetzt. Das kann richtig krank machen.

    Und gestern Abend sah ich dann also das Kind mit dem geschätzt 3 Monate alten Akitarüden, wie es da hilflos (oder vielleicht auch wissend erfolglos) versuchte, die Aufmerksamkeit des Akitas zu kriegen, in dem es halt mit leckerlis vor der Nase wedelte.

    Und da dachte ich, daß die "Strategie" der Bekannten - das Gespräch zu suchen und evlt Hilfestellung bieten, falls nötig, vielleicht gar nicht so verkehrt wäre, und wenn man eben nur mal zuhört und eine Huschu empfiehlt.

    Aber das ist ja eine ganz andere Ausgangssituation.

    Da wäre auch meine Antwort eine andere gewesen:

    Kontakt zu den Eltern / HH aufnehmen.

    Ein Kind, das mit Hund überfordert und hilflos ist, überrascht mich nun nicht wirklich.

    Selbst in der Situation hätte wohl ein Gespräch - mit dem Kind - wenig Erfolg gehabt.

    Huhu,

    sorry, wenn ich das so sage, aber ... das klingt furchtbar.

    Für mich hört sich das an, als hätte Eure Hündin schlichtweg resigniert.

    Welchen Sinn hat es denn, den Hund nur noch in der Nähe ihrer Angstquelle (Du) fressen zu lassen? Wie soll sie da Vertrauen aufbauen?

    Du schreibst selbst, dass sie wahnsinnige Panik hat. Hast Du mal versucht unter Angst und Stress was zu lernen?

    Das was Du schreibst "erlernte Hilflosigkeit" ist ihr verzweifelter Versuch, mit der Situation klar zu kommen. Sie gerät in den Konflikt "überleben müssen und fliehen". Sie ist abhängig von Euch und Du bestärkst sie in ihrer Angst, da Du sie in Situationen zwingst, mit denen sie gar nicht umgehen kann.

    Hast Du einen guten Trainer, der Euch anleiten kann, ehe da noch mehr schief geht?

    LG

    Ich frage mich jetzt natürlich nur, liegt es einfach daran das sie noch in ihrer Eingewöhnungsphase ist? Geben wir ihr vllt zu wenig Ruhe oder lasten wir sie zu wenig aus?

    Ganz kurz: ja, ja, nein

    Und nun in länger ;)

    Huhu,

    Ihr habt die Hündin jetzt nicht mal eine Woche. Als wir unsere Lucy bekommen haben, war sie auch in etwa so alt.

    Die erste Woche fand hier gar nichts statt außer: kennenlernen, fressen, schlafen, Ruhe.

    Keine Kommandos, keine großen Gassigänge, keine Fellpflege.

    Lass sie erst einmal ankommen.

    Habt Ihr Hundeerfahrung? Wisst Ihr etwas über die Vorgeschichte?

    Ich würde da erstmal Ruhe und Struktur rein bringen.

    Sie muss nicht in 6 Tagen das lernen, was sie in einem Jahr noch nicht geschafft hat.

    LG

    Es gibt wirklich viele Grautöne zwischen "ich ignoriere alles (aber auch nicht wirklich, denn im Nervthread posaunt man es dann raus) bis zum völlig unpassenden ungefragten "Ratschlag" aus dem blauen heraus.

    Eigentlich wollte ich hier über die Grautöne reden, aber ich merke, das ist definitiv der falsche Ort.

    Aber wie sehen denn für Dich die "Grautöne" aus?

    Wenn ich einen eskalierenden Hund an der Leine habe und dadurch auf Dich hilflos wirke, dann kommt in diesem Moment weder Mitleid an (weil ich mich auf meinen Hund konzentriere) noch Wut (das stresst mich dann noch mehr und es wird eher schlimmer).

    Als Grautöne würde ich am ehesten ein verständnisvolles Vorbeigehen oder Warten (je nach Situation) empfinden oder ein Lob der kleinen Fortschritte - natürlich nicht in einer Situation, wo es dermaßen aus dem Ruder läuft, aber bei der nächsten Begegnung halt.

    Mir lief hier immer ein Gespann über den Weg ... Frau mit kleinem weißen und kleinem braunen Wuschel. Die haben Bodo immer angebellt, der Braune hing mir sogar schon in der Hose. Ich hab sie einmal drauf hin gewiesen, dass ich sie anzeige, wenn ihr Hund mich noch mal beißt. Danach hat sie immer angeleint und deutlich geübt. Da habe ich ein freundliches "Das klappt ja schon super" rüber gerufen. Seither grüßen wir uns kurz.

    Ich find bei der Ausgangsfrage "hilflose Halter, die mit Leckerchen wedeln" einfach schwierig, mir vorzustellen, wie man da mit "Grautönen" arbeiten möchte. Mir waren Lucys Ausraster immer so unangenehm ... fast schon peinlich. Hätte mich da noch jemand drauf angesprochen und mir - ungefragt - gesagt, was ich alles falsch mache, hätte ich mich wie der größte Versager gefühlt ... Gut, das ist jetzt mein Charakter ...

    Warum sind hier soviele der Meinung, daß die Ratschläge ungebeten kommen?

    Die Bekannte, die den Neulingen hier hilft, ist halt eine sehr kontaktfreudige Person, sie hat auch die Zeit, die Leute zu beobachten und ihre Meinung ist, sie muß mit den Leuten und den Hunden klar kommen, und da quatscht sie lieber mit den Leuten, wenn sie merkt, da läuft was ziemlich schief.

    Als Oberlehrer kommt sie nicht rüber und aufdringlich auch nicht.

    Du hast gefragt, wie wir das sehen ... mir kämen solche Ratschläge ungebeten.

    Wenn Lucy an der Leine explodiert und ich unsere erprobten Methoden (Leckerchen rumwedeln, stehenbleiben, absitzen lassen, die Explosion ertragen ...) abspule, dann muss ich mich auf sie konzentrieren und hab keinen Nerv, mir noch gut gemeinte (aber häufig unangebrachte) Tipps anzuhören. Zumal ich meist noch Bodo dabei habe, der inzwischen der Ansicht ist, wenn Lucy sich so aufregt, könnte man ja mal mitbellen.

    Wird wohl eine persönliche Einschätzung sein, wie sie rüber kommt?

    Du empfindest das nicht so und ich bin sogar relativ sicher, dass sie auch so nicht rüber kommen will.

    Aber versuch es mal von der anderen Seite zu sehen.

    Du machst etwas, von dem Du vielleicht total überzeugt bist und da kommt jemand mit (möglicherweise) perfektem Hund daher und sagt "ich hab mir das jetzt mal ne Weile angeguckt. Das geht gar nicht. Sie müssen das so und so und so machen." Ich käm mir da ziemlich .... abgewatscht vor.

    Mit der zunehmenden Anzahl an Welpen und TschHunden hier bei uns in der Gegend, fällt auch zunehmend die komplette Hilflosigkeit neuer Hundehalter gegenüber ihrem Hund auf.

    Die "Lieblingsreaktion" bei sehr vielen ist blöd rumzustehen, während der Hund fixiert (wird vermutlich nicht erkannt).

    Es wird mit Leckerlis rumgefuchtelt, was die Hunde in dem Moment natürlich nicht interessiert, Halter werden von ihren Hunden in der Gegend rumgezogen und alles in allem weiß ich manchmal nicht, ob ich sauer werden soll oder Mitleid haben soll.

    Als wir Lucy übernommen haben, waren wir von ihren "Eigenarten" zunächst auch völlig überfahren.

    Bei jedem Gassigang war es eine Mischung aus Sicherung, Management und Erziehungsversuchen.

    Wäre mir da noch jemand mit gutgemeinten Ratschlägen gekommen, wäre ich völlig durch gewesen.

    "Blöd rumstehen und mit Leckerchen wedeln" ist hier übrigens das Einzige gewesen, was halbwegs die Situation entspannen konnte. Ein "Weiterlaufen" oder "Bogen gehen" hätte nicht funktioniert.

    Das war aber keine Hilflosigkeit, sondern hatte sich - für uns - als Lösung ergeben. Dass das auf andere Hundehalter oder Spaziergänger eher wie ein hoffnungsloser Versuch aussah, will ich nicht mal abstreiten. Gerade bei Tierschutzhunden spielt ja auch noch die Vergangenheit eine Rolle und es muss sich erst alles zusammen finden.

    Die Frage ist ja auch, wie "neu" die Hundehalter sind. Hatten sie vorher schon Hunde? Wie lang haben sie den "neuen" Hund? Sieht man eine Verbesserung?

    Mir hat z.B. sehr gut getan, wenn mir jemand mit entspanntem Hund entgegen kam und Lucy nur zwei Mal explodiert ist, dass dann ein freundliches: "Oh, klappt ja schon viel besser!" kam - weil sie vorher überhaupt nicht zu beruhigen war.

    Ein älterer Herr mit einem Westi war da wirklich toll. Der hat immer freundlich gewartet und auch mal gefragt: "Wollen Sie nochmal vorbei gehen? Sie muss das ja noch üben." Sowas fand ich echt nett. Leider wurde der Westi im Januar eingeschläfert ... er war schon 17 Jahre. :(

    Ich versteh das Problem nicht XD

    Damals, dritte Klasse Sachkunde:

    "Wie lange leben Kaninchen?"

    Klein Lysaya schreibt: "Von Ostern bis Nikolaus, dann werden sie geschlachtet."

    Mein Opi musste mir immer mein eigenes Kaninchen schlachten, das ich den ganzen Sommer mit viiiiel Löwenzahn und Streicheleinheiten groß gezogen hab. Dann lag in der Truhe ein Beutel "Mucki - schwarz weiß".

    Und wehe ich hab ein anderes Stück Fleisch bekommen ....

    Okay, vielleicht war ich früher schon gestört :ugly:

    Hier war es nicht der Kindergarten, sondern eine 8. Klasse.

    Der Lehrer war weit und breit nicht zu sehen, die Pubertierenden rannten einfach irgendwo rum und ein paar besonders coole Checker Halbstarke fanden es ne super lustige Idee, Bodo und Lucy anzubellen und mich dann anzupöbeln.

    Auf meine Bitte, das zu unterlassen, kam ein "Was willst Du denn von mir, Du Sch..."

    Sichtung der Idioten Kinder ergab zwei Bekannte aus der Nachbarschaft, also hab ich in der Schule angerufen und mir Luft gemacht. Wenn sie die Blagen Teenager schon frei lassen, sollen sie drauf aufpassen.

    Vorgestern begegnete der Trupp mir wieder. Die Mädchen waren allesamt sehr höflich und haben gegrüßt.

    Und die Jungs haben einen grooooßen Bogen um uns gemacht.

    Diesmal war sogar der Lehrer in Sichtweite. Geht doch ...