Beiträge von Lysaya

    Sie war kein "schlimmer" Welpe. Sie war ein ganz normaler Welpe, der sich nicht entsprechend seines Charakters entwickeln konnte/durfte.

    Alle Welpen sind wüst, zwicken, probieren sich aus. Das, was Du geschrieben hast, ganze Löcher in Wände zu machen, das spricht jedoch für massiven Stress.

    Daraus kann man Dir keinen Vorwurf machen, aber Du musst Deine Haltung ändern: Sie war kein schlimmer Welpe, überspitzt gesagt seid Ihr "schlimme" Halter.

    Das ist natürlich nicht wörtlich und böse gemeint, aber wie soll das Hundekind damit klarkommen, wenn die eigenen Bedürfnisse so weit von Euren Vorstellungen abweichen?

    Und Ihr könnt sie nicht vergleichen mit allen Euren Hunden davor. Sie ist anders, das seht Ihr doch.

    Eine Box kann helfen, wenn sie positiv aufgebaut ist. Den Hund immer dann einzusperren, wenn er unangenehm wird, ist doch auch Stress und Frust - immerhin wird sie nicht freiwillig rein gegangen sein, wenn Ihr sie "rein gesetzt" habt. Im besten Fall merkt der Hund, dass er Ruhe braucht und zieht sich selbst zurück, das geht aber nicht, wenn die Box Strafe ist.

    Ich mutmaße auch mal: Sie hat nicht verstanden, dass in der Box Ruhe herrscht, sie hat irgendwann nachgegeben.

    Kein Berner braucht so ein Programm. Gerade dieses Toben jeden Abend in dem Alter ... ich hätte tierisch Angst um die Gelenke.

    Vielleicht hilft Dir die Vorstellung der Löffelchen-Theorie:

    Jeder Hund hat pro Tag eine begrenzte Anzahl "Löffelchen" (oder was auch immer Du willst) zur Verfügung. Wenn die aufgebraucht sind, dann ist der Tag gelaufen. Jeder weitere Reiz löst dann einen Kurzschluss aus. Je größer der Reiz/Impuls, desto mehr Löffelchen werden verbraucht.

    Sagen wir, Du hast 12 Löffelchen.

    Vor dem Napf warten: 2 Löffel

    auf dem Gassigang an kurzer Leine laufen: 4 Löffel

    Eine Kuh sehen, die wegläuft und nicht hinterher: 4 Löffel

    So, dann sind schon 10 Löffelchen weg und der Tag noch lang.

    (Sind nur Beispiele, damit man es besser versteht).

    Darum auch regelmäßig abends diese wilden fünf Minuten. Da ist einfach kein Platz mehr im Hundehirn. Und jetzt kommt dazu noch die Pubertät, wo sich eh alles im Kopf nochmal neu sortiert. Das, was der Hund bisher nicht gelernt hat, kommt jetzt nochmal so richtig durch.

    wir haben nie einen Trainer gehabt bzw.gebraucht, wir haben alle unsere Hunde (JRT,Golden Retriever,Berner,Berner/Appenzeller nur aus dem Bauchgefühl erzogen und es waren alles tolle Hunde.


    2 davon mit 9 Monaten übernommen (Scheidungsfälle).

    Wir haben uns diesmal quasi überreden lassen einen Hundetrainer hinzuzuziehen. Vvl.ein Fehler.

    Ich werde mich wieder auf mein "Bauchgefühl verlassen" damit bin ich immer gut gefahren.

    Jeder Hund ist unterschiedlich. Ich kann unsere drei auch nicht gleich erziehen. Was bei Iwan gut klappte, würde Bodo total verstören und Lucy komplett hoch drehen.

    Prinzipiell ist ein Trainer ja nicht schlecht. Du bist nur an einen geraten, der nicht zu Euch und Eurer Molly passt.

    Aber sie ist ja noch jung, Ihr könnt das noch gut in den Griff kriegen.

    Wahrscheinlich ist sie am Ende sogar ganz zufrieden damit, nicht mehr so ein Programm durchziehen zu müssen. Sie weiß das nur noch nicht ;)

    Und Frustrationstoleranz üben. Das berühmte Leckerchen auf der Hand, an das sie nur ran kommt, wenn sie ruhig abwartet z.B.. Sonst bleibt die Faust mit dem Leckerchen zu. Damit sie auch mal lernt, zu warten und nicht immer nach vorne zu stürmen.

    Und wenn das zu heikel ist, weil sie schnappt: Leckerchen auf den Boden, feste Schuhe an und Fuß drauf stellen. Dann lernt sie auch, dass nicht alles, was rumliegt, ihres ist.

    Ist sie der Hund auf deinem Avatar?

    Da sieht sie nicht wirklich nach Berner aus.

    Ich sehe gerade "Swissydog".

    Das ist doch die Mischung mit GSS?

    Och, so zerpflückt sehen Berner in dem Alter schon mal aus ^^

    Aber Swissydog kann alles heißen. Da werden nicht zwingend die großen Sennenhundrassen untereinander gekreuzt.

    Wobei auch GSS mit Berner jetzt nur so ne semi-gute Idee ist. Die anderen beiden sind vom Berner so weit weg ... das will doch keiner freiwillig.

    Ich bleib dabei, da sollte ein Trainer drauf gucken, wenn man so hilflos daneben steht und der Junghund die halbe Wohnung zerlegt.

    Aus dem anderen Beitrag:

    Malousmama
    13. Juni 2023 um 11:16

    Da hat einfach der Welpe schon keine Grenzen erfahren. Das jetzt auszubügeln wird länger dauern.

    Malousmama Deine Maus steht permanent unter Strom. Wenn sie schon anfängt zu zwicken, kommt Deine "sitz"-Übung wahrscheinlich gar nicht mehr im Kopf an. Oder sie findet es richtig doof, dass sie jetzt wirklich nicht machen darf, was sie möchte.

    Du muss echt erstmal Ruhe reinbringen und ich bin stinksauer, dass ein Trainer empfiehlt, einen Hund so hochzupushen.

    Dass sie Abends erst richtig hochdreht, das passt zu "nach müde kommt blöd".

    Auf sie zugehen kann wie eine Drohung wirken und wenn man eh schon voller Adrenalin steckt, dann ist Angriff die beste Verteidigung.

    Ich glaub auch nicht, dass sie den Zusammenhang zwischen "ich zwicke und dann werd ich weg gesperrt" überhaupt versteht. Das ist keine logische Konsequenz.

    Ich bin ziemlich sicher, dass sie vorher Zeichen sendet. Ihr könnt sie nur noch nicht lesen. Darum sucht Euch einen guten Trainer, der nicht mit "mehr Action" arbeitet, sondern da erstmal Ruhe rein bringt.

    Und klar tut das weh. Das sind große Hunde. Wir hatten zwei Welpen und Lucy aus dem Tierschutz (die war 1 Jahr alt und war auch eine Schnappschildkröte).

    Bei uns hat geholfen zu klickern. Aber das würde ich mir auch zeigen lassen, um da keine weitere Erwartung zu schüren.

    Und fütter sie ganz normal aus dem Napf. Futter sollte nichts sein, was man erarbeiten muss, das ist einfach lebensnotwendig und ich find nicht richtig, wenn so ein gestresster Hund sich das auch noch verdienen muss.

    Naja, Doxy ist ein Antibiotikum und wirkt gegen Bakterien, also auch gegen Streptokokken und co. Zumindest hat es das mal, bis es zu Resistenzen kam.

    Früher war das mal eines der Reserveantibiotika, wegen dem großen Wirkspektrum, dafür eignet es sich nicht mehr.

    Wenn Du die Tablette mit dem Essen runter schluckst, dann dürfte reichen, danach etwas zu trinken. Im Notfall halt Tee oder Saft, falls Dein Leitungswasser zu hohe Werte hat. Ansonsten würde ich wohl mal in der Apotheke fragen. Meine Erfahrungen beziehen sich nur auf Lucy, die das immer mal wieder wegen Anaplasmose oder Borreliose bekommt. (und dem, was ich in der Ausbildung / auf der Arbeit gelernt hab).

    unser Trainer meinte sie braucht "mehr".

    Wir machen Pausen bei den Spaziergängen und Training nie länger als 15 Minuten.

    Ihr Fressen erschnüffelt sie sich aus dem Schnüffelteppich oder aus dem Spielzeug.

    Oh Gott.

    Du erziehst Dir da nen Junkie.

    Die braucht nicht "mehr". Die braucht Ruhe, Grenzen, Konsequenzen, ...

    Das Mädel wird die ganze Zeit unter Strom gehalten. Auch "nur" 15 Minuten sind sauanstrengend für das pubertierende Hundehirn. Man setzt auch keinen 14-jährigen jeden Tag 2,5 Stunden an eine Doktorarbeit.

    Fahr das Programm runter. Kein Rumbolzen, ruhige Gassigänge.

    Keine 15 Minuten Training, höchstens 2-3 !

    Sie muss in dem Alter ein sauberes Abbruchkommando können und ihren Namen kennen, kommen, wenn Du rufst, aber keine Kunststücke - und das sind solche langen Trainings meist.

    Und warum muss sie erst ihr Fressen erschnüffeln? Füttert Ihr gar nicht aus dem Napf? Auch das ist purer Stress.

    Das ist viel zu viel Programm.

    Berner Sennenhunde sind im Allgemeinen echt sensibel und bei zu viel Stress, kann das schnell kippen.

    Ich gehe mal davon aus, dass Ihr mit dieser ganzen Action nicht erst vor 5 Wochen begonnen habt? Als allererstes würde ich die Hundewiese streichen. Das pusht so richtig schön, wenn da eine Hundegruppe rumbolzt, während die Besitzer verzückt daneben stehen und vielleicht nicht mal lesen können, was da in dieser Gruppe gerade wirklich passiert. Wenn Ihr jeden Abend dahin geht, haltet Ihr konstant einen hohen Adrenalinspiegel aufrecht und "nach müde kommt blöd" ist nicht nur ein Spruch.

    Nun ist das aber was anderes, wenn 35kg Hund den Frust abbauen, als wenn das 5kg tun.

    Ich würde auch den Trainer wechseln.

    Bei keinem meiner Berner war "ausgrenzen aus der sozialen Gruppe" (in ein anderes Zimmer sperren, Auszeit, Anbinden, ...) die Lösung. Das war Frust. Und der hat sich dann umso heftiger entladen, sobald sie die Möglichkeit wieder hatten.

    Habt Ihr Euch mit den Charaktereigenschaften mal auseinander gesetzt? Gerade beim Berner braucht man die richtige Mischung aus Konsequenz, Grenzen und Fingerspitzengefühl. Mit harten Strafen kommst Du nicht weit. Je aufgedrehter Deine Hündin ist, desto ruhiger musst Du sein, wie Henning&Me schreibt.

    Aber erstmal das ganze Programm runter fahren. Kein Hund braucht jeden Abend Rumbolzen mit anderen Hunden. Verabredet Euch lieber mit souveränen (älteren) Hunden zu ruhigen Spaziergängen.