Beiträge von Lysaya

    Wir mussten Iwan am 6. Februar gehen lassen, am 7. Februar hab ich eine Freundin informiert. Sie hat mir erzählt, dass sie am Vortag ihre Hündin hat decken lassen und ich hab gesagt, dass wir gern einen Rüden hätten, wenn einer dabei ist. Am 9. April ist Bodo geboren und Mitte Juni bei uns eingezogen.

    Für uns fühlte sich das richtig an.

    Jetzt haben wir zwei Hunde und wenn einer geht, dann folgt erstmal kein neuer.

    Was kann man so als Notfall Maßnahme bei sodbrennen beim Hund machen? Wir standen heute nacht ewig im Garten und Sky hat Gras gefressen. Früher hatte ich für so Fälle sucrabest zuhause. Gab's beim Tierarzt aber nicht mehr. Sie hatte mir dann irgendwas anderes empfohlen aber ich weiß es nicht mehr.

    Wir brauchen es zum Glück nur sehr sehr selten. Aber für den Fall der Fälle hätte ich gerne was da. Kann auch ein Hausmittel sein was wirkt.

    Wenn es wirklich Sodbrennen ist: Maaloxan.

    Bodo (45kg) bekommt einen Beutel davon pro Tag.

    Wir haben Sahne-Karamell.

    edit: gibt es auch als Kautabletten. Damit kenn ich mich aber nicht aus.

    Fällt Dir eigentlich sehr schwer, zu verstehen, dass ein Border oder Aussie einen ganz anderen Körperbau haben, als ein Berner? Nur, weil man Border wie von der Tarantel gestochen über Stock und Stein rennen lassen kann, kannst Du das doch nicht auf alle Rassen übertragen? (Und ehe die Border-Besitzer die Hände über dem Kopf zusammen schlagen: ich hab keine Ahnung, ob man das mit einem Border-Welpen so einfach machen kann)

    Alle großen Hunderassen sind jedenfalls Spätentwickler ...

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    Scheinbar, jede Menge Allgemeinplätze. Meine Quelle hatte wenigstens Quellenangaben zum studien. Aber gut, da steht Tierarzt drauf.

    Und ich frage mich dann immer wie Hunde es überleben bei Züchtern aufzuwachsen, die mehrere Hunde haben, werden die auch nach 15 Minuten auseinandergesperrt? Für dich ist das logisch, für mich ist dieses zweimal die Woche das Problem, die Hunde sind dann ausgehungert nach Aktivität, überreizt und schlecht trainiert. Dann passieren Überlastungen und Verletzungen, dann gibts Muskelkater und Zerrungen, dann weiß der Hund nicht, wann er seine Grenze erreicht hat. Weil es was besonderes ist, was das der Mensch jederzeit plötzlich abbrechen kann. Daneben, dass der Welpe acht Monate alt ist...Und eben, dass so dieses reinballern geradezu provoziert wird, weil endlich mal Kontakt! Bämm.

    Also meine Hunde ballern nicht "bäm" in andere Hunde rein. Das ist nämlich völlig unabhängig von dem gesundheitlichen Aspekt einfach sch...unhöflich.

    Muskeln kann man auch ohne "rumballern" aufbauen und die meisten Zerrungen passieren durch diese Stop-and-Go-Tobereien.

    Dieses "ausgehungert sein" ist doch gerade das Problem. Diese Rennspiele sind selbstbelohnend und ja, natürlich will Hund dann immer mehr. Aber wie bei jedem Junkie erkennt der Hund dann seine Grenze nicht mehr. Und mit acht Monaten sprechen wir nicht mehr von einem Welpen, sondern von einem Junghund, der noch mitten in einem Entwicklungsschub steckt.

    Es ist ja Dein gutes Recht, wenn Du Dich gern anbellen, blocken oder anspringen lässt. Vielleicht liegt es daran, dass ich mit knapp 59kg eher ungern von zwei mal fast 45kg Hund angesprungen oder geblockt werde :ka:

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    Ach, das ist nicht böse gemeint, es demonstriert nur, dass du die fähige (Berner)erzieherin bist und ich ne unfähige. :roll: :lol:

    Wow ... Nein. Es zeigt einfach nur, dass meine Erfahrung ist, dass man mit diesen Tipps eben nicht immer weiter kommt. Was nicht heißt, dass es bei manchen Hunden (auch Bernern) nicht passen könnte. Aber ich hab all Deine Aussagen im Kopf gleich auf die Äußerungen der TE angewandt (daher kommt das "regelmäßig" auch) und meine Glaskugel sagt mir, dass dieser Berner eben eher zu den "normalen" gehört, die halt nicht dauernd gepusht werden müssen. Wie geschrieben: mit "machen lassen" und "mehr Programm" wurde es schlimmer.

    Aber Deine und meine Art sind komplett unterschiedlich, was ja okay ist.

    Du hast andere Hundetypen, bei denen ich mir nicht zutrauen würde, irgendwem Tipps zu geben. Ich find auch toll, dass Ebby offensichtlich so gut mithalten konnte und es ihr dabei gut ging. Jedem Hund sollte es gut gehen.

    Okay, an ein paar Stellen haben wir wohl einfach unterschiedliche Ansichten / Erfahrungen und manchmal sind es Missverständnisse.

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    von flying paws. Ich möchte das nicht diskutieren und sie auch nicht rufen, sie stellt das so fest und fertig.

    Ich jedoch finde, nur weil ein Hund genügsam ist, muss sie nicht von einem normalen Hundeleben überfordert sein oder das nicht haben wollen.

    Ich finde das ziemlich traurig gedacht. Für mich kamen jedenfalls schlechte Erinnerungen hoch an meine! Erfahrungen (nur um das klarzustellen, ich kenne hier im Thema keinen! näher und fang jetzt auch nicht erstmal das stalken an, ich meine also niemanden hier!)

    Der Hund liegt halt so rum, ist null bemuskelt, schön bärig fettgefüttert (leider leicht zu machen, Ebby muste auch knapp gehalten werden) und wird halt leider nicht alt, dafür laufen sie mit 5 wie ein 14 Jähriger Labbi, Schmerzmittel, wieso, er liegt halt gerne rum. Wie oft wurde gesagt, waaas die (Ebby) ist schon 4,5, 6, 7!!! :shocked: Tja, langsamer im Antritt, ist halt ein Diesel, aber nicht unfitter als die Aussies. Nicht weniger interessiert an tollen Wasserstellen, viel zu schnuppern, neuen Abenteuern, neuen Hundekumpeln. Und ja, sie blieb auf der Auffahrt liegen und ist ohne Zaun nicht stomern gegangen, das kannste mit den Aussies nicht machen.

    Also ist meine Intension zu sagen, im Garten rumliegen ist nicht das automatisch bevorzugte Hundeleben für einen Berner un die beien davon nciht automatisch. Nicht mehr, nicht weniger. Davon ab, dass ein Hofleben sehr viel abwechslungsreicher ist als ein Einfamilienhausgarten. Aber gut, wie gesagt, ich wollte das nicht diskutieren. Habe aber eine andere Meinung dazu.

    Sie hat das nicht "so hingestellt und fertig". Das ist die offizielle Rassebeschreibung eines Berners. :ka: Darauf wurden sie irgendwann mal gezüchtet und ja, auch, wenn die Berner heute ein anderes Leben leben, ist das in ihren Anlagen drin ... beim einen mehr, beim anderen weniger. Es hat also nichts mit genügsam zu tun, sondern einfach mit ihrer Genetik. Wären Berner Jagdhunde, dann hätten sie einen anderen Körperbau. Müssten sie Kaninchenbauten leer machen, wären sie kleiner.

    Das ist auch nicht traurig, sondern dafür wurden diese Hunde schon vor Jahrzehnten eingesetzt: Haus und Hof bewachen, Wagen ziehen, ab und zu mit an die Herde und ansonsten rumliegen und ihren Job tun ... aufpassen. Und das ist mitunter ziemlich anstrengend für einen Berner.

    Das "normale Hundesein" überfordert wahrscheinlich keine Rasse, aber wenn ein Trainer hier permanent gegen die Genetik arbeitet und einen Hund dauernd über seine Grenzen bringt, dann überfordert es ihn, das ist doch logisch?

    Natürlich sind auch Berner interessiert, neugierig und bewegungsfreudig ... aber es sind nunmal keine Aussies, Terrier oder Malinois.

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    So weit ich gelesen habe, hat keiner widersprochen, dass wenn die Gruppe so chillig ist, man ihr dort den Freilauf ruhig gönnen kann. Und ich habe erklärt, warum man nicht Beziehungen einfach mal so auf zweimal die Woche begrenzen kann, ohne dass es Konsequenzen für die Beziehung haben kann. Aber das wird bei solchen Ratschlägen eben so gut wie nie berücksichtigt, dass das keine Menge ist, die man abmessen kann wie man will. Genauso wie man nicht einfach "Hundekontakt" wahllos ersetzen kann. Ob Hunde da eine Spezielle Beziehung haben, wird das irgendwann mal gefragt?

    Aber egal. Mir ist klar, dass das nicht Mainstream ist, das zu hinterfragen. Da muss man nichts nachfragen oder gar selber gesehen haben, das weiß man heute doch! Genauso wie die ominösen souveränen Hunde selbstverständlich immer hergezaubert werden können, von Threaderstellern, wo die herkommen sollen wird auch kaum diskutiert.

    Nun, ich traue Hunden mehr zu und finde "macht mal", nicht so gruselig, wie die gefühlte Mehrheit.. Nun, ich hatte Lust das auch mal wieder zu äußern, wegen der schönen Erinnerungen an Ebby und meine damalige Crew, an viele tolle Begegnungen und Beziehungen, die heute nicht mehr möglich sind, weil ... ja nun, der Mainstream so ist wie er ist.

    Und doch kann man die Kontakte auf zwei Tage in der Woche beschränken.

    Mit Iwan sind wir damals täglich in einer festen Gruppe (3 Rüden, 3 Hündinnen) gelaufen und jeden Donnerstag und Freitag kam noch Anka, eine Mischlingshündin dazu. Mit grundlegend sozialen Hunden ist das möglich, weil es sich dabei nicht um ein festes Rudel handelt, sondern um Begegnungen.

    Als einer der Rüden eine Weile nicht mehr dabei war, weil das Herrchen schwer erkrankt war, aber nach 7 Wochen wieder zur Gruppe stieß, gab es ein kurzes Beschnuppern und alles war wie früher.

    Allerdings ist für mich eine Diskussion spätestens dann sinnlos, wenn man mir "Mainstream!!!" um die Ohren haut.

    Gut, hier mischen sich anscheinend Missverständnisse, persönliche Erfahrungen und einfach gänzlich andere Ansichten von Hundehaltung.

    Ich hab nicht gemeint, dass der Hund jeden Tag drüber sein soll. Aber dieser Hund IST aktuell jeden Tag drüber. Dass es mal passiert ... ja, hab ich auch geschrieben, dann beruhigt sich das auch von allein wieder. Aber wenn ich den Hund jeden Tag so wie von Dir beschrieben erstmal beruhigen muss, dann läuft das falsch.

    Mein Beispiel find ich gar nicht so weit hergeholt, ich hab ehrlicherweise das Sitz einfach übernommen, weil Du das auch meintest ... und die TE schon geschrieben hat, dass sie mit einem Sitz in solchen Momenten nichts mehr erreicht, weil das einfach gar nicht ankommt. Einen wütenden Berner minutenlang - je nach Sturkopf - am Halsband festzuhalten und beruhigend auf ihn einzureden, das muss man halt auch erstmal schaffen. Berner sind übrigens auch nicht doof, mit jedem "sitz", dass sie dann nicht ausführen, lernen sie, dass solche Befehle nur Empfehlungen sind.

    Ich hab auch nichts von Anleinen, festbinden und in die Box sperren geschrieben - damit Du Dir das Suchen sparen kannst. Im Gegenteil, ich hab gesagt, dass es für sensible Sturköpfe wie Berner komplett das Falsche ist. Mein Rat war Ruhe reinbringen, feste Grenzen setzen, Konsequenz und Rituale.

    Aber ich merke einfach, dass Deine und meine Art des Zusammenlebens mit Hunden völlig unterschiedlich sind.

    Ich hatte mit meinen Aussies die gleich alte Berner Ebby mit dabei unter der Woche, wenn meine Freundin arbeiten war, konnte nicht feststellen, dass sie weniger Spaß am toben und erkunden hatte als meine Hunde. Ja, sie lag auch gerne rum. Dafür ist ja nun egal wieviel Programm auch noch genug Zeit am Tag. Aber ebenso gerne hatte sie Aktion mit ihren Kumpels, täglich. Wir waren auch gerne mehrere Stunden unterwegs, einfach an schönen Orten. (Im Freilauf) Und hat trotzdem nicht gebissen. Also möchte ich ein Votum für den Aktiven Berner Sennen einwerfen

    Nur um das nochmal klar zu stellen. Ich habe nirgends gesagt, dass Berner nicht aktiv sein können. Gerade Junghunde sind wild, aktiv und kennen ihre (eigenen) Grenzen noch nicht. Ich meine, dass das auch mehrere andere hier geschrieben haben.

    Jetzt kommt das ABER. Nicht jeder Berner verkraftet das. Und da ich selbst drei Berner habe (bzw. hatte), noch ungefähr 30 weitere durch Freunde und Bekannte kenne, wage ich die Behauptung: die meisten wären bei dem Programm durch - vor allem, wenn das über einen längeren Zeitraum so geht. Und dann kann vielleicht "Zeit" fürs Rumliegen sein, aber der Hund "kann" nicht mehr einfach liegen, weil er unter Strom steht, weil die Stresshormone zu hoch sind. Die TE hat hier beschrieben, dass es schlimmer wurde, je mehr sie gemacht hat und der Trainer hat noch mehr gefordert ... wohin hätte das führen sollen? Da ist nunmal der erste Ansatz, das Programm zurück zu fahren.

    Hier hat auch niemand verlangt, dass die Kleine jetzt isoliert wird, dass man ihr die Sozialpartner nimmt. Dass diese "Freilaufgruppe" kein sinnloses Rumbolzen war, stellte sich ja erst im Verlauf der Diskussion raus. Aber auch da wäre mein Ansatz, dem eh schon gestressten Junghundhirn nicht zu viele Reize zuzumuten, sondern sich zwei mal die Woche ruhig mit ausgewählten Hunden zu treffen, zusammen ein Stück laufen. Nicht nur an kurzer Leine, sondern gemeinsam, frei. Eher Social-Walk als "macht mal". Und seien wir ehrlich, die meisten Hundetreffs sind "macht mal".

    Zu vermeiden, dass der Hund drüber ist, ja wichtig, aber passiert nunmal und da sollte man dann nicht hilflos dem gegenüber sein, sondern trainieren, zum Beispiel, wenn sie so ist, nehme ich sie mit beiden Händen am Halsband so dass sie mich nicht schnappen kann, und wiederhole stumpf freundlich so lange ein Sitz oder ein Pausesignal, bis der und wieder mit dem Verstand anwesend ist.

    Solche Tipps finde ich - aus persönlicher Erfahrung - ziemlich unsinnig bis gefährlich.

    Nein, es muss eben nicht passieren, dass der Hund jeden Tag (!) drüber ist. Das kann mal passieren, dann gönnt man ihm etwas Ruhe, macht am nächsten Tag Schongang und bei normalen Hunden läuft es dann auch wieder. Hier ist ein Hund, der jeden Tag drüber ist, der jetzt schon schnappt und sich an die Beine klammert, "zwickt". Ein Hund, der jeden Abend drüber ist und so ausflippt, dem passiert das nicht "mal". Der braucht Hilfe und ganz sicher keine Machtspielchen, indem ich ihn solange festhalte, bis er tut, was ich will (und das ist nur ein Machtspiel, egal, wie freundlich Du Dein Signal wiederholst).

    Ich kann Dir sagen, was Iwan gemacht hätte: Er hätte sich nicht hingesetzt und getestet, wie lange ich das aushalte.

    Kleine Geschichte am Rande: In der Hundeschule hatte Iwan (damals etwas über ein Jahr) eine Übung verweigert und die Trainerin hatte mir einen ähnlichen Tipp gegeben, wie Du gerade. Sie meinte, ich müsste ihm jetzt so lange in die Augen gucken, bis er "aufgibt und weg guckt". Ich stand also 10 Minuten im Regen, starrte meinem Berner in die Augen. Ich könnte schwören, er hat nicht mal geblinzelt. Die Pointe dieser Übung sollte wohl sein: wer zuerst weg guckt, der verliert. Und er sollte verlieren. Aufgelöst hat diese "Übung" dann das Leckerchen einer anderen Hundehalterin und nicht meine tolle Ausstrahlung.

    Erst sehr viel später hab ich verstanden, was das für ein Vertrauen von ihm in mich gewesen sein muss, dass er sich so lange hat anstarren lassen. Mit dem falschen Hund hätte das sowas von nach hinten losgehen können. Wir haben so einen Quatsch nie wieder gemacht, aber noch sehr oft tief in die Augen gesehen :herzen1:

    Zu der Bewegung: natürlich braucht der Hund ausreichend Bewegung - auch Freilauf. Muskeln bauen sich nicht vom Liegen auf und auch die Gelenke benötigen Bewegung für den Stoffwechsel. Zu Deiner Quelle kann ich jetzt nichts sagen, ich kenne die Vorraussetzungen für Tierphysios in der Schweiz nicht. In Deutschland nennen sich sehr viele Leute so, die keine Ahnung haben und dahingehend sehr viel Blödsinn vom Stapel lassen.

    Aber einen jungen Hund in dem Ausmaß zu bewegen, rät eigentlich keiner. Es ist erwiesen, dass HD/ED/OCD nicht nur eine genetische Komponente haben, sondern es auch von der Bewegung in den ersten Lebensmonaten abhängt. Diese "Gassi in Minuten je nach Lebensmonat"-Regel hat ja einen Sinn.

    Ich finde den verlinkten Artikel da zu einseitig, dass Hunde toben sollen, bis sie selbst nicht mehr wollen, dass man sie nicht wie zerbrechliche Wesen behandeln soll, dass wildes Rumbolzen die Gelenke und Muskeln fördert, ...

    Klar, man kann einen Welpen nicht in Watte packen und ja, toben muss mal sein. Aber jeder Muskel und jedes Gelenk braucht zur Regeneration Erholung. Das ist also nicht jeden Tag sinnvoll.

    Ich hab hier einen anderen Artikel von einem Tierarzt, der mir differenzierter zu sein scheint: https://www.hundeherz.ch/fachbeitrag/er…wachsenden-hund

    Mein Mantra ist da immer kleine Monster müssen schlaaaafen gehen und dann diskutiert man das aus, annehmen, nachgeben, aber nicht aufgeben, bis Hund sich beruhigt hat. Klar, kann man den Hund auch festbinden, lernen nur weder Mensch noch Hund, wie man sich im sozialen Kontakt körperlich respektvoll beeinflusst. Bei mir lernen Hunde nicht, geh nicht wieder an mich rann, sondern wenn du mir mitteilen musst, dass du unruhig bist und nichts mit dir anzufangen weißt, kannst du das sanft tun und dann helf ich dir. Dann wird halt angesprungen und die Hand ins Maul genommen und dann bekommt der Hund körperlichen Halt, darf die Hand ins Maul nehmen, wird meist fest abgestreichelt, bis er sich spüren kann und ablegen, Kragen kneten, oder eben auch mal mit Zerrseil etwas gerangelt, weil da irgendwo Druck ist der Rausmuss. Aber das wandelt sich mit zunehmendem kennenlernen ganz schnell in nur Blicke und Ansätze. Miteinander Kommunizieren entwickelt sich so, das funktioniert mit anbinden und "Schluss jetzt!" nicht.

    Sorry ... was?

    Ich teile meinem Hund nichts körperlich mit und er hat mir bitte schön auch nichts körperlich mitzuteilen, was über ein "hey, streichel mich"-Anstuppsen hinaus geht.

    Ein Hund, der regelmäßig meinen Arm "sanft" ins Maul nimmt und mich anspringt, um mir zu sagen, dass er gern Ruhe hätte ... äh ... nein?

    Und den belohn ich nicht auch noch durch streicheln. Das ist nicht mein Weg, dann guck ich lieber vorher, dass er Ruhe lernt und gar nicht erst irgendwo Druck rausmuss.

    Klingt jetzt böser, als es gemeint ist, aber mit Deinen Tipps wäre ich bei keinem meiner drei weiter gekommen. Iwan hätte mich für völlig unfähig gehalten, Bodo wäre total verstört und Lucy würde rumballern bis zum Geht-nicht-mehr, ohne je eine Grenze oder Ruhe zu finden. Aber ja, jeder Hund ist ja unterschiedlich und ich will nicht ausschließen, dass das geistig und auch gesundheitlich für manche Hunde klappt. Aber nach allen Beschreibungen der TE halte ich es doch für wahrscheinlicher, dass hier erstmal grundsätzlich Ruhe rein muss - es wurde schließlich auch mit mehr Programm schlimmer.

    Ich schwanke zwischen 59,3 kg und 59,5 kg.

    Damit bin ich echt zufrieden. Zwischendurch waren wir auch mal auswärts essen und der ein oder andere Schokoriegel wurde genascht.

    Aber im Großen und Ganzen achte ich auf weniger Zucker und weniger Süßkram.

    Abgenommen hab ich seit Juni also so ca. 7kg. Klingt jetzt nicht so viel, aber war ja dennoch ca. 1/10.

    Sie ist nicht unser erster Berner und ich will sie auch gar nicht mit unseren anderen Hunden vergleichen, es ist nur dieses spezielle Verhalten was ich überhaupt gar nicht kenne!

    Dann hattest Du bisher Glück. Wie gesagt: Berner ist nicht gleich Berner. Es kommt auf die Zuchtstätte an, die ersten Lebenswochen, die Prägung auf Umweltreize, die Erziehung ...

    Der Einsatz als Treibhund war damals eher zu vernachlässigen. Berner waren Haus-, Hof- und Lagerhunde. Aufgrund ihres Körperbaus konnten sie große Lasten ziehen - vor allem Käseräder. Sie sind in sich ruhend und souverän, beschützend ihrer Familie gegenüber. Sie sind keine Arbeitsjunkies - und das muss Eure Kleine gerade leisten.

    Natürlich mussten die Berner früher selbständig denken und handeln. Daher kommt ja auch die immer noch vorhandene Sturheit und dieses liebevoll fragende: "Echt jetzt? Wirklich den Ball holen, den Du eh wieder weg wirfst?"

    Nur, weil der Berner heute ein Familienhund ist, ist sein Erbe nicht ausgelöscht. Er ist ein Wachhund und ihm genügt seine Familie, sein Haus, sein Garten, ... Das ist ja das Liebenswerte daran.

    Ich glaube, Du verstehst das falsch. Du hast geschrieben, dass Molly da jeden Abend rumrennen darf. Jetzt sagst Du, sie hocken nur da. Auch das ist einfach verdammt anstrengend für einen jungen Hund, dort zu sitzen und eben nicht mitrennen zu dürfen, sondern alles im Blick haben zu müssen. Denn das wäre ihr typischer Job: den Überblick behalten.

    Wenn ich unsere im Garten auf der Terrasse liegen lasse, sind die abends ko. Dann muss man nämlich gucken, wer über die Straße läuft, da vorn war ein Vogel, der Nachbar mäht Rasen. Das ist anstrengend, weil jede Information umgehend ausgewertet wird. Und für einen jungen Hund ohne Impulskontrolle gleich drei mal.

    Der Plan mit dem Kürzertreten ist wirklich gut. Ich würde dennoch damit rechnen, dass es erstmal etwas schlimmer wird, weil die Erwartungshaltung "da passiert was!" hoch ist.

    Kurze Frage von mir:

    Gibt es in Deutschland Ausbildungsstätten, die diese typischen "Familienschutzhunde" ausbilden?

    Unsere alte Hundeschule hat das damals angeboten.

    Auf ein Kommando (was die ganze Familie kannte), hat der Hund dann "geschützt".

    Ich fand das spooky, wenn da z.T. Kindergartenkinder dem Hund dieses Spezialkommando gegeben haben.

    Inzwischen heißt der Kurs Familienbeschützer, aber ich kenne den Ausbildungsinhalt nicht.