Beiträge von ShilaShadow

    Okay, danke.

    Ich zitiere mich mal selber, weil es in diesem Kontext auch ganz gut passt:

    Zitat

    Ansonsten würde ich wirklich etwas mehr Ruhe in den Hund reinbringen, d.h. ihm Ruhezeiten vorschreiben, in denen er nicht überall dabei ist, sondern einfach auf seinem Platz liegt und schlafen soll. Im Haus oder in der Wohnung würde ich überhaupt keine Aktion machen. Hunde brauchen verhältnismäßig viel mehr Schlaf als wir Menschen, also mit 8 Stunden nachts schlafen wird das bei denen nichts.

    Ich bin bei meiner BC-Hündin gut damit gefahren, ganz gezielt geistige und körperliche Auslastung zu betreiben, und dann aber auch ebenso gezielt Ruhe zu halten. Das heißt: Entweder es gibt Aktion / Kopfarbeit, und dann aber auch was sinnvolles (kein Ballhinterhergerenne oder so, sondern Nasenarbeit, einen langen Spaziergang mit ein paar Aufgaben, Übungsstunde am Pferd o.ä., bald hüten o.ö.) - oder es wird nichts, wirklich NICHTS gemacht. Mit Ruhe mein ich auch Ruhe, da wird mir nicht hinterher gerannt oder so, sondern wirklich geschlafen.

    Ich glaube, genau da liegt das Problem bei vielen Hundehaltern (womit ich jetzt nicht explizit dich meine). Dieses dauerhafte "auslasten" wollen, was dann aber nicht gezielt, sondern eher so immer nebenbei und vor allem auch in falscher Form [...] betrieben wird, ist einfach nicht zielführend. [...] Es ist einfach nichts Halbes und nichts Ganzes, der Hund steht unter Dauerstrom, kann sich aber nicht zufriedenstellend beschäftigen und kann aber auch keine Ruhe finden. Der Hund läuft permanent auf 50%, aber selten auf 100% und erst Recht nie auf 0%. Damit ist weder das eine, noch das andere erreicht und das macht auf Dauer hibbelig.

    Vielleicht kann man das so ähnlich auch auf euch übertragen? Das, was du beschreibst, ist ja relativ viel, wobei das natürlich auch täuschen kann. So ganz konnte ich jetzt noch nicht richtig herauslesen, wie euer Alltag genau aussieht.

    Fährtensuche, UO und andere Schnüffel- oder Gedächtnisspiele finde ich schonmal gut, das ist etwas, was Ruhe und Konzentration fordert.

    Was macht dein Hund denn, wenn gerade nichts für ihn ansteht? Hat er diese Ruhephasen, in denen er einfach nur entspannt da liegen kann und schläft? Das ist - gerade bei Bordern - enorm wichtig! Von 22-5.00 schlafen reicht bei weitem nicht. Wie lange seid ihr tagsüber weg?

    Für mich klingt es u.U. nach einem Hund, der sich permanent dazu verpflichtet sieht, aufzupassen, was passiert (Kinder verbellen z.B.), der nichts verpassen will, bzw. in seinen Augen "darf". Er ist mit der Situation aber heillos überfordert, steht unter Dauerstom und das führt zu Stresssymptomen bzw. Übersprungshandlungen (Rute fangen etc.) und zur Nervosität.

    Ich hoffe einfach mal, dass dir klar ist, was du da für einen Hund sitzen hast.

    Border Collies sind keine reinen Familienhunde, bei falscher Auslastung, Unter- oder Überforderung entwickeln sich schnell solche Verhaltensweisen. Diese Hunde sind sehr empfänglich für Nervösität und Hyperaktivität und daraus resultierende Verhaltensstörungen.

    Das was du da beschreibst, kann auch einfach ein völlig missverstandener und falsch ausgelasteter Border Collie sein.

    Dazu müsste man wissen, wie euer Tagesablauf aussieht.
    Was machst du mit ihm? Sport?
    Wie oft und lange am Tag hat er Aktion?
    Was hat er kopfmäßig zu tun?
    Wie viel schläft er?
    Wie sah sein Alltag als Welpe aus?

    Zitat

    ShilaShadow: Okay, einigen wir uns auf 10 Jahre :D

    ;) :D


    Zitat

    Klingt irgendwie einleuchtend...
    Du meinst, ich sollte den "Ausflug" Morgens kürzer ausfallen lassen?

    Ich glaube, das musst du einfach selber entscheiden, wie es bei euch am besten passt. Was du bedenken solltest ist, dass man einem Hund so ein Pensum auch "anerziehen" kann. D.h. je mehr du mit ihm machst, desto mehr wird er auch einfordern. Das heißt natürlich nicht, dass man mit einem Hund möglichst wenig machen soll - aber realistisch bleiben und nicht gleich bei 100 anfangen, um dann zu merken, dass du das auf Dauer gar nicht so halten kannst. Mit der Zeit findet ihr bestimmt euren Rhythmus und dann wirst du auch wissen, was für dich und den Hund zu wenig oder zu viel ist.

    Wichtig ist halt, dass es ganz gezielt Zeiten für Aktion gibt, aber genauso auch für Ruhe. Das heißt, es wird entweder etwas gemacht (laufen, Kopfarbeit etc.) oder aber rein gar nichts. Nichts ist schlimmer als ein Hund, der immer auf "Bereitschaft" ist und nicht zur Ruhe kommen kann.