Beiträge von ShilaShadow

    Wenn du dich für einen Hund vom Züchter entscheidest, dann ist ganz wichtig, dass du die Augen beim Welpenkauf offen hälst und darauf achtest, WO du den Hund her holst. Das heißt, der Welpe sollte Papiere haben (und zwar keine selbstgemachten ;-) ), auf Erbkrankheiten untersucht sein, gechippt, geimpft, freiatmend, also nicht zu kurzschnäutzig (ganz wichtig beim Mops!) usw. Auch die Sozialisation ist sehr wichtig. Also hole dir bitte keinen Billigwelpen von nebenan, das kann gerade beim Mops zu enormen gesundheitlichen Problemen führen.

    Ansonsten finde ich es auch eine schöne Sache, einem Tierschutz-Hund ein neues Zuhause zu geben.

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    Ähm, ich glaube ihr habt mich ein bisschen falsch verstanden. Ich dachte da eher daran, dass man sich bei berufstätigen Hundehaltern vor Ort erkundigt, wie sie das machen.
    Ich kenne echt viele Hundehalter und bis jetzt habe ich noch keinen Hund kennengelernt, der nicht ein paar Stunden alleine sein kann. Ist das nicht auch ein bisschen Erziehungssache? Es gibt ja auch genug Hunde, die alleine sein können. Dann wird es halt kein Welpe, sondern ein ausgewachsener, bei dem man weiß, dass es geht. Tendiere ich sowieso eher zu.

    Dann guck dich mal hier im Forum um, da gibt es einige Fälle.

    Ich wette mir dir, dass eben nicht alle dieser Hunde, die du kennst, genauso problemlos in einer neuen Umgebung bei neuen Menschen alleine bleiben. Das ist nochmal eine ganz andere Sache.

    Klar, es ist alles Übungssache und du kannst das mit jedem Hund üben. Die Sache ist die: Der eine Hund braucht länger, der andere kürzer. Du kannst Glück haben und einen Hund erwischen, der überhaupt kein Problem damit hat. Du kannst aber auch genausogut weniger Glück haben und dein Hund kann es bei dir nicht mehr, auch wenn er es vorher konnte. Und wie gesagt: Selten ist das nicht.

    Dafür brauchst du unweigerlich einen Plan B, denn sonst bist du in solch einem Fall echt aufgeschmissen. Wenn du deinen Plan B nachher nicht brauchst - umso besser. Für den Fall der Fälle ist er aber trotzdem unumgänglich.

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    Hey,

    wir haben uns da schon ein bisschen schlau gemacht und haben unseren Betrag den wir monatlich zur Seite legen.
    Nein, ich habe keine Familie hier und kenne dort auch noch niemanden. Mir geht es um Mittags eine Stunde Gassi gehen und das 3 maximal 4 Mal die Woche. Dafür müsste er eigentlich nicht den ganzen Tag in einen "Hundehort" ^^. Für den Rest nachmittags, abends und früh sind wir ja da.

    Aber was machst du, wenn du einen Hund "erwischst", der gar nicht alleine bleiben kann? Selbst, wenn er es in seinem alten Zuhause konnte und es in seiner Beschreibung so steht, heißt es noch lange nicht, dass er es bei dir auch kann. Solche Fälle sind nicht ungewöhnlich, schließlich ist alles neu und ungewohnt. Dann bräuchtest du zumindest für die Zeit, bis ihr das gut aufgebaut habt (und das kann einige Monate dauern) einen Plan B.

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    Bokin, so wie ich das verstehe, darf dein Welpe nach dem Urlaub ohnehin mit dir in die Arbeit gehen - und muss gar nicht alleine bleiben? Wenn ja, denke ich, sind die 8 Wochen nicht unbedingt nötig, da wären deine 3 Wochen schon ok.
    Jacqui91, weder eine noch zwei Wochen werden ausreichen, dass ein Welpe zuverlässig alleine bleiben kann. Das Alleinebleiben wird langsam, minutenweise, aufgebaut und trainiert, das ist in so kurzer Zeit kaum zu schaffen.

    Sehe ich genauso.

    Einen Welpen nach 1-2 Wochen bis zu vier Stunden alleine zu lassen, sehe ich äußerst kritisch... Das geht in meinen Augen gar nicht. Würde man eine Lösung mit der Oma des Freundes finden, wäre das etwas anderes.

    Ich habe mir jetzt deine Beiträge nochmal gründlich durchgelesen. Vielleicht hast du auch einfach eine falsche Vorstellung von Beschäftigung an sich?

    Es sagt ja keiner, dass ein Hund zusätzlich zum Spaziergang drei Stunden täglich geistige Beschäftigung braucht. Es kommt auch gar nicht mal auf das WIE VIEL an, sondern auf das WAS.

    Du könntest 3 Stunden am Stück Ball werfen und der Hund hat davon nichts, außer, dass er immer noch mehr und noch mehr aufdreht. 10-20 Minuten intensive Nasenarbeit dagegen können einen Hund richtig "fertig machen".

    Lass also lieber den Ball weg und nutze die Zeit für etwas Sinnvolles. Für einen Goldi wäre zum Beispiel Dummyarbeit sicher etwas Passendes. Retriever sind ja Stöber- und Apportierhunde, daher liegt ihnen das Suchen und Apportieren im Blut.

    Richtig aufgebaut sind zum Beispiel 2x täglich 20-30 Minuten intensives Dummytraining absolut ausreichend. Natürlich die "normalen" Gassigänge nicht mit einbezogen.

    Wenn du dich zeitmäßig darauf gut einlassen kannst und vielleicht auch am Wochenende eine HuSchu besuchst, fände ich den Goldi gar nicht mal so unpassend.

    Ansonsten würde ich dir auch eher zu den Begleithunden raten. Aber wie schon gesagt wurde, auch hier gilt, dass ein bisschen Gassi und Bällchen werfen nicht genug sind. Ich würde dir auch raten, mal ein paar Bücher zu wälzen, da gewinnt man einen guten Einblick in sinnvolle(!) Beschäftigungsmöglichkeiten.

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    An Beschäftigung außer Spazierengehen kann ich mir natürlich die üblichen Spiele wie Ballwerfen etc. gut vorstellen. Von Fährtensuche oder so habe ich gar keine Ahnung. Da müsste ich mich vielleicht erstmal näher mit beschäftigen, um sagen zu können, ob es in Frage kommt. Da wir ja aber auch eine kleine Tochter haben, weiß ich nicht, ob sowas wie Agility-Training usw. zeitlich passen würden. Deswegen wäre mir halt ein Hund lieber, der darauf nicht unbedingt angewiesen ist, sondern auch mit den Spielen zu Hause ausgelastet ist.

    Bällchenwerfen ist keine sinnvolle Beschäftigung für einen Hund. Geistig fördern tut dieses stupide Hin- und Hergerenne einen Hund nicht, im Gegenteil. Man schafft sich damit oft richtige Balljunkies, die aufgedreht und völlig unausgeglichen sind, ohne damit jemals zufrieden zu werden. Das Köpfchen bleibt dabei ziemlich auf der Strecke.

    Ich finde, dass sich grundsätzlich deine Voraussetzungen ganz gut anhören, allerdings solltest du dich mit dem Thema "Beschäftigung" nochmal ein wenig genauer auseinander setzen.

    Mit Spazieren gehen und ein bisschen Ball werfen sind die wenigsten Hunde zufrieden. Ich denke, das war hier mit dem Begriff "Beschäftigung" auch nicht gemeint. Beschäftigung ist z.B. Nasenarbeit (Mantrailing, Fährtensuche, ZOS, Dummyarbeit) oder Hundesport (Obedience, Agility, Flyball, THS etc. pp). Natürlich muss nicht jeder Hundehalter ein Hochleistungssportler sein, aber man sollte sich zumindest einen kleinen "Job" suchen, der auch zum Hund passt und ihn fördert und fordert.


    So habe ich das nicht gemeint.

    Ich empfinde HSH nicht als böse oder hochgradig gefährlich, überhaupt nicht. Ich habe weder Angst, noch würde ich sie als Bestien bezeichnen, noch würde ich beim Anblick eines HSH "Alarm" schreien. Das wollte ich auch nie damit ausdrücken! Genausowenig tue ich das übrigens bei den Sokas.

    Wie du schon sagst: Man sollte sich dessen bewusst sein, dass HSH gewisse Anlagen mitbringen (und das meine ich völlig wertfrei) und damit umgehen können.

    In diesem Fall ist das aber nicht gegeben und deswegen ist es tatsächlich grob fahrlässig.