Beiträge von ShilaShadow

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    Ab wann und wie übe ich das Alleinbleiben denn mit ihm? Wenn er sich einigermaßen eingelebt hat? Und dann mit ein paar Minuten anfangen und immer weiter steigern?

    Ja, genau. Einen allgemeinen Zeitpunkt kann man da schwer sagen, weil jeder Hund so eine Umstellung anders verkraftet. Fängst du zu früh an, könnte er Verlustängste entwickeln, zu spät würde ich allerdings auch nicht anfangen, weil er ja schon von anfang an lernen soll, dass eben nicht immer jemand da ist.

    Das hört sich jetzt alles total schwierig und kompliziert an, ist es aber nicht. Das ist die Theorie, man muss aber keine Philosophie draus machen. Du musst da einfach auf dein Bauchgefühl hören - und da du anscheinend ein ziemlich gesundes hast, wird das auch klappen.

    Anfangen kannst du damit, dass du einfach mal ganz beiläufig den Raum verlässt, wenn er sowieso gerade mit etwas anderem beschäftigt ist (z.B. Schweineohr kauen oder so). Kein großes Tamtam drum machen, benimm dich einfach wie immer, auch wenn du wieder rein kommst. Es soll ja schließlich das Normalste der Welt sein und keinen Grund zur Aufregung geben. Wenn du merkst, dass ihn das nicht stresst, kannst du vielleicht mal kurz vor die Tür gehen, den Müll rausbringen o.ä. Und dann steigerst du langsam die Zeit. Binde das einfach in den Alltag ein, ohne großes Drumherum.

    Huuii, da ist man mal ein paar Tage nicht da, und schon passiert so viel...

    Freut mich sehr für euch, dass ihr den passenden Begleiter gefunden habt! :smile:

    Ich greif mal ein paar Fragen auf...
    Kastration: Da schließe ich mich den anderen an. Bitte nicht "einfach so" kastrieren lassen. Das hat sich viel zu sehr normalisiert, man darf aber nicht vergessen, dass dem Hund unter Vollnarkose ein Organ amputiert wird. Das ist pauschal übrigens tierschutzrechtlich sogar verboten und nur im Einzelfall gerechtfertigt, z.B. aus gesundheitlichen Gründen oder bei starken Verhaltensauffälligkeiten bzw. Hypersexualität.

    Futter: Auch da wurde ja schon alles gesagt. Schlimmer gehts kaum. Die handelsüblichen Futtermarken aus dem Supermarkt (Pedigree, Frolic & Co.) bestehen im Groben in etwa aus:

    pflanzlichen Nebenerzeugnissen (Pflanzenabfälle wie Erdnussschalen, Grannen, Stroh) +
    tierischen Nebenerzeugnissen (Haut, Augen, Federn, Fell, Krallen etc.)

    Also die letzten Reste aus der Herstellung menschlicher Lebensmittel. Klingt ecklig (ist es auch), schmeckt dem Hund aber super, weil es bis oben hin mit künstlichen Lockstoffen, Aromen und Zuckern vollgepumpt ist. Etwas Farbmittelchen dazu und schon siehts auch noch ansprechend bunt aus. :roll:

    Ich denke allerdings auch, dass es nun auf 2 Wochen nicht ankommt. Also erstmal noch ein bisschen weiter geben und dann nach der ersten Aufregung auf etwas Hochwertiges umstellen.


    Was den Besuch deiner Mum betrifft sehe ich da überhaupt kein Problem.

    Bei den drei Stunden alleine bleiben allerdings schon. Das ist gleich am zweiten Tag echt hart. Wenn du Pech hast, geht das richtig nach hinten los und du verbockst dir den Anfang eures Alleinsein-Trainings. Wenn er das bei dir direkt mit Stress verbindet, könnte das richtig schwierig werden, das wieder rauszukriegen. Denn wie schon gesagt wurde: Hunde lernen ortsgebunden. Er hat gelernt, in seinem alten Zuhause alleine zu bleiben, aber bei dir muss er es erst noch lernen. Ist ja auch verständlich, dass er Angst bekommt, wenn er an einem wildfremden Ort eingesperrt und alleine gelassen wird. Also lieber den Termin absagen!

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    ich habe soeben spontan den züchter angerufen und das mit dem welpen hat sich geklärt. ich habe gefragt, so ganz unverfänglich wesshlab er eigl. keinen verband zugehörig ist. er hat einfach aufgelegt.
    noch fragen?

    Das sagt doch alles.

    Ich finde es toll, dass du nachgefragt hast. :gut: Ich denke, wenn du dich noch ein bisschen mehr mit dem Thema verantwortungsvolle Zucht beschäftigst, wirst du verstehen, was wir meinen.

    Nimm dir diese Frage einfach mal zu Herzen und denke darüber nach:

    Zitat

    Beantworte mir doch mal die Frage, wieso ein Mensch, der angeblich seriös ist, bewusst riskiert, dass Welpen genetische Defekte haben, die z.B. zu Taubheit, Blindheit, geistiger Behinderung oder zum Tod führen können. Verstehst du DAS unter Tierliebe?

    Viel Glück bei eurer weiteren Suche.

    Und? Wofür bezahlst du das Geld, wenn keine Gesundheitsuntersuchungen vorliegen?

    Der Preis bei einem seriösen Züchter ergibt sich durch sämtliche gesundheitliche Untersuchungen der Eltern auf Gendeffekte, Zuchtwart, Tierarztkosten usw.

    Haben die Hunde diese Untersuchungen nicht, fließt das Geld nur ein eine Richtung: Nämlich in die Taschen der "Züchter". So viel Geld für einen papierlosen Hund zu nehmen ist schlichtweg merkwürdig.

    Beantworte mir doch mal die Frage, wieso ein Mensch, der angeblich seriös ist, bewusst riskiert, dass Welpen genetische Defekte haben, die z.B. zu Taubheit, Blindheit, geistiger Behinderung oder zum Tod führen können. Verstehst du DAS unter Tierliebe?

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    Mir wäre der persönliche Eindruck wichtiger als ein Verband. Wenn ich die ganzen VDH-Züchter beim Schäferhund Verein sehe, die mit Stachelhalsband arbeiten und ihre Hunde im Zwinger halten, was soll daran toll sein, dass sie dann im VDH sind? Und gerade deren Hunde finde ich besonders überzüchtet.

    DAS sind definitiv keine Züchter, an denen man sich orientieren sollte. Ich denke, das ist klar.

    Sage mir doch mal bitte, wie jemand wirkliche Liebe zum Tier empfinden und verantwortungsbewusst sein kann, der BEWUSST das Risiko eingeht, kranke Hunde in die Welt zu setzen? Es ist nunmal Fakt, dass jede Rasse gewisse Erbrankheiten mit sich bringt. Und es ist traurig, dass Hunde darunter leiden müssen, wenn manchen Menschen das einfach egal ist.

    Dazu wirst du in der Suche sehr viel finden.

    Es ist ganz einfach: Menschen, die Hunde ohne jegliche Ahnung über deren genetische Erbrankheiten verpaaren, sind definitiv nicht verantwortungsbewusst und riskieren ganz bewusst, dass Hunde leider oder im schlimmsten Fall sogar sterben. Das hört sich jetzt alles ganz übertrieben an und als wäre sowas ein Einzelfall, ist es aber nicht. Bereits hier im Forum sind mehrere Hunde aus solchen Quellen an genetischen Erbkrankheiten verstorben. Erst letzte Woche starb ein Aussie-Rüde nach der Gabe eines Zeckenmittels, weil er einen Gendeffekt hatte, den man ganz einfach hätte ausschließen können.

    Wenn die Züchter so toll sind, warum riskieren sie dann so etwas? Warum treten sie keinem Verein bei? Da gibt es nur drei Möglichkeiten:
    1. Geldgeilheit (Untersuchungen sind teuer!)
    2. sie haben absolut keine Ahnung von dem, was sie da tun
    3. es ist ihnen schlichtweg egal, wenn ihre Welpen krank sind

    Fragt sich nun: Was ist besser? Was davon möchtest du unterstützen?

    Ich kann total verstehen, dass du ungeduldig bist. :D Aber wie hier schon gesagt wurde: Irgendwann macht es "zooom" und dann sitzt plötzlich dein Herzenshund bei dir Zuhause. Und dann hat man nämlich das Gefühl, dass das alles plötzlich unglaublich schnell ging. Alles, worauf du dich monatelang vorbereitet hast, wird innerhalb von Stunden Realität.

    Genieße die Zeit, später wirst du gerne daran zurückdenken. Ich bekomme noch heute Bauchkribbeln, wenn ich daran denke. Die Suche nach dem richtigen Partner ist immer eine ganz besondere Zeit mit ganz besonderen Gefühlen.

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    Die hab ich auch zeit kurzem, allerdings Leine und Halsband einzeln, bin auch ganz verliebt, hatte noch nie ne Leine die so toll in zarten Frauenfingerchen liegt (die 8mm) :D und die Farbe ist superschön.

    Genau das finde ich auch. Die liegt echt schön in der Hand und man kann sie auch mal eben in die Jackentasche stopfen.

    Mein Freund mit seinen riesen Händen dagegen findet die schrecklich... :roll: :D