Beiträge von Maus1970


    Ich schätze an der Flexileine die selben Vorteile wie du. Gerade bei schlechtem Wetter ist es sehr angenehm eine lange Leine zu haben die nicht auf dem Boden schleift und sauber bleibt aber trotzdem Freiraum bietet. Man hat den Vorteil seinem Hund relativ viel Freiraum bieten zu können, er für Andere aber trotzdem sichtbar angeleint ist. Das finde ich zum Beispiel in Gebieten wichtig in dem gerade, neben einem selbst, viele andere Menschen unterwegs sind. Dann ist das ständige heranrufen und anleinen manchmal für mich und meinen Hund nerviger als wenn er in dem Moment an der Flexileine bleibt. Und trotzdem hat er noch seinen Freiraum zum schnüffeln etc. Letztendlich hat er ja nichts verkehrt gemacht.

    Zu den Nachteilen:
    Was den Zug angeht stimme ich dir zu. Wir haben es so gelöst, daß unser Hund etwas ziehen und sich bewegen darf wie er möchte wenn die Leine am Geschirr ist. Befindet sich die Leine hingegen aber am Halsband heißt das, daß wir Leinenführigkeit erwarten. Am Halsband wird die Flexi dann auf auch auf kurze Länge festgestellt.
    Wobei du recht hast, daß der Unterschied zwischen Gurt- und Seilflexi doch erheblich ist. Ich habe mal eine Gurtflexi von Freunden ausprobiert und der Unterschied war schon deutlich merkbar.
    Mit zwei Flexileinen zu hantieren stelle ich mir allerdings auch sehr schwierig vor. Gegebenenfalls müßte man da mit einem Zwischenstück arbeiten mit dem man dann beide Hunde an eine Flexi machen kann.
    Als Nachteil würde ich noch sehen, daß das Mensch und Hund für die optimale Handhabung ein wenig Übung brauchen.

    Ich nutze die Flexi sehr gerne; sehe aber auch, daß sie an Straßen oder ähnlichen Situationen nur dann einen hinreichenden Schutz bietet wenn sie auf eine entsprechend kurze Länge festgestellt ist.

    LG

    Franziska mit Till

    Uhi da kann ich ja wirklich froh sein, daß das bei uns so gut läuft.
    Ostern hatten wir viele Gäste zum Brunchbuffet. Da kam natürlich auch die Frage ob der Hund nicht etwas dürfe.
    Ich habe dann entschieden, daß er gerne etwas haben darf. er ist da zum Glück sehr unempfindlich, aber ausdrücklich darum gebeten ihm das nur im Korb und keines Falls am Tisch zu geben; und es haben sich wirklich alle daran gehalten.
    Auch beim Spazierengehen habe ich es bisher nur einmal erlebt, daß ihm jemand etwas zusecken wollte. Alle anderen füttern keine fremden Hunde oder fragen zumindest zuvor.

    LG

    Franziska mit Till

    Ich denke, daß Problem liegt hier darin, daß Nichthundehalter nicht die Erfahrung und das Wissen haben um Camillos Verhalten richtig zu interpretieren und einzuordnen. Camillo ist zwar nicht unerzogen aber auf Nichthundehalter wirkt es, auf Grund von Unwissenheit, schnell so. Häufig geht der Gedankengang von Nichthundehalern dann in die Richtung daß sie sagen: "Was nimmt sich der Hund heraus, daß er sich nur anfassen lässt wenn er das will und mir droht wenn ich mich ihm nähere."
    Ich muß ehrlich gestehen, daß es mir früher, bevor ich meinen ersten Hund bekam, genaus so gegangen ist. Damals war ein Hund der sich sofort zurück zieht, auf Annäherung mit Drohen reagiert auch einfach ein böser, unerzogener Hund für mich. :ops:
    Erst als ich meinen ersten Hund bekam und mich damit auseinander gesetzt und informiert habe, lernte ich das anders zu sehen und einzuschätzen.
    Ich denke wenn du dir das vor Augen hältst kannst du mit solchen Äußerungen deiner Bekannten/Freunde besser umgehen.

    LG

    Franziska mit Till

    Hallo Sarah!

    Also mit Unerzogenheit hat das Verhalten von Camillo in meinen Augen nichts zu tun. Er wacht, ja, daß ist aber auch schon alles. In meinen Augen ist das etwas völlig anderes als unerzogen sein.
    Ich denke D u solltest für dich entscheiden ob die Art wie Camillo sich Besuchern gegenüber verhält in Ordnung findest oder ob du der Meinung bist er nimmt sich da zuviel heraus. Findest du es in Ordnung solltest du auf das Gerede Anderer nichts geben. Möchtest du etwas ändern dann wirst du auch das können in dem du ihn langsam auf das gewünschte Verhalten hin trainierst.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Was eure SW bringen sollen, sollten dir die Trainer deiner HuSchu beantworten können..

    Ich habe absolut kein Problem damit einen Hund mit MK in meiner Gruppe mitlaufen zu lassen. Solange dieser Hund nicht provoziert bzw. meine das ignorieren. Darauf das der MK-Hund Prügel bekommt und sich nicht wehren kann, habe ich keine Lust.Ebenso wenig habe ich Lust auf Stöße mit dem MK in meine Hunde..

    Zum Preis: Das geht von unter 10 Euro (diese **** Nylon-MK) bis hin zu +/- 100 Euro (DH-MK mit Schienen brauchst du ja nicht. Die sind nochmal teurer)

    Daran habe ich auch als erstes gedacht. Wenn ein Hund mit Maulkorb agressiv auf andere Hunde losgeht muß man damit rechnen, daß diese sich bedroht fühlen und massiv körperlich wehren und es zu einer heftigen Beißerei kommt. Das der Hund mit Maulkorb ihnen nichts tun kann, können die anderen Hunde nicht einschätzen und verstehen, sondern sie fühlen sich bedroht und reagieren entsprechend.
    Von daher würde ich meinen unverträglichen Hund keinen Maulkorb aufsetzen um ihn dann in einer Gruppe von Hunden laufen zu lassen. Das kann sehr schnell nach hinten los gehen.
    Um den einen Hund an andere Hunde heran zu führen finde ich große Gruppen nicht gerade optimal sondern würde eher mit Gruppen von zwei bis drei Hunden anfangen.

    LG

    Franziska mit Till

    Wir haben heute das erste Mal mit einem "Hochopfer" gearbeitet. Die Versteckperson hatte sich auf einem Hochsitz versteckt. Das war eine vollkommen neue Erfahrung für unsere Hunde. Aber sie haben das alle sehr gut hinbekommen. Einer war sogar so schnell, daß er die Treppe hochgeklettert ist. ;)
    Till hat das auch sehr gut gemacht und sofort begriffen um was es ging. Es hat ihm viel Spaß gemacht.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat


    Stimmt - hier wird oftmals die Aufmerksamkeit entzogen z.B. beim Trainieren der Beishemmung beim Welpen ... aber auch hier Strafe immer mit Ankündigung.
    Ansonsten sollte man sich nicht so festlegen bei den Strafen und Bestärkungen denn im Alltag geht das nicht nur fließend ineinander über sondern kann auch gleichzeitig auftreten: Leine ist das beste Beispiel.
    Wichtig ist vielleicht auch noch, dass man auch mit einem vermeintlichen positiven Verstärker auch strafen kann. Man kann den Hund z.B. bei einer Wildsichtung umorientieren ... ein Leckerchen ist meist das Letzte was der Hund haben möchte und besonders wenn man sich vielleicht noch unvorteilhaft hin stellt weil man fast den Hund schon auf der Jagd gesehen hat und innerlich schon auf 180 ist.
    Hier gehört viel Feingefühl und ein wachsames Auge auf die Bedürfnisse des Hundes dazu und außerdem, so wie ich das sehen würde, eine Belohnungsankündigung und davor ein sekundärer Verstärker aber das ist ein anderes Thema ;)


    Das stimmt allerdings. Man muß sich, gerade in solchen Situationen wie Wildsichtung, wirklich ganz bewußt zurücknehmen und den Hund auch dann noch ruhig und freundlich abrufen, damit sich der Hund nicht schon alleine durch den Tonfall des Halters gestraft fühlt. Das erlebe ich bei meinem Beagle auch extrem.
    Auch was die Belohnungsankündigung angeht stimme ich dir absolut zu. Der Hund sollte wissen, daß auf dem Abruf immer eine bestimmte Belohnung folgt. Quasi ein Versprechen, daß man dem Hund gegeben hat. Unser "Superwort" zum Abruf aus solchen Situationen wurde auch so konditioniert, daß mein Hund weiß, daß auf einen Abruf immer ein extrem gutes Leckerlie erfolgt. Dieses Leckerlie gibt es nur für den Abruf. Bei einem, drücken wir es mal so aus: sehr futterbegeisterten Beagle ;) :hust: ist das natürlich schon eine sehr hohe Motivation. Aber trotzdem wurde das Komando so aufgebaut, daß es sehr lange nur in Situationen trainiert wurden in denen die Futterbelohnung für meinen Hund wirklich toller war, als das was er aufgegeben hat. Auch heute noch schiebe ich immer mal wieder solche Sequenzen mit ein. ( z.B wir gehen Spazieren, der Hund hat gerade "nichts besonderes zu tun"; ich rufe ihn ab und belohne ihn mit einem super Leckerie und spiele vielleicht noch ein wenig mit ihm.) Somit ist und bleibt ein der Rückruf in seinem Kopf fest mit einer positiven, freudigen Erwartung verbunden und die paar Male die er wirlich etwas aufgeben muß und ich ihm nichts wenigstens Gleichwertiges dafür bieten kann, wie in der Wildsichtungssituation, überlagern das nicht.

    Was ich allerdings sehr schade finde, und das bezieht sich jetzt nicht mehr auf dich Honig, ist die Tatsache, daß es hier momentan nur noch um die Definitionsfrage von Strafe geht und leider gar nicht mehr um das eigentliche Thema. :sad2: Ich fände es sehr schön, wenn zu diesem Thema noch etwas kommen würde.

    LG

    Franziska mit Till

    Zitat

    Und das finde ich ein gutes Beispiel dafür, dass man mit Alternativen mehr Frust aufbauen als auflösen kann.
    Wenn ich nen SUV will und ich krieg nen rostigen Panda als Trost, dann freu ich mich net, dann fühl ich mich vera***
    Wenn mein Hund dem Reh hinter her durch den Wald hetzen und es am Ende fressen will, wird er sich nicht freuen, wenn er statt dessen nach dem Nein einen Purzelbaum schlagen darf und dafür ein Wursti kriegt.
    Denke der Adrenalinschub beim Hetzen und die 40kg Rehfleisch und Knochen wären ihm deutlich lieber gewesen.

    Frust hat er so und so, nur bei der Purzelbaum mit Wurst Variante hat man als Hundehalter keine Gewissensbisse, weil er hatte ja ne echte Alternative die "Spaß" gemacht hat =)

    Du hast recht, freuen wird er sich nicht und den Frust des Nichtjagendürfes muß er aushalten. Aber trotzdem kann ein Alternativverhalten, besonders in hohen Trieblagen, dem Hund den Gehorsam sehr erleichtern, weil er in einer solchen Situation nicht noch selbst entscheiden muß was er anschließend tun will, womit mein Hund in der Stuation des Jagenwollens definitiv überfordert wäre, sondern ein erlerntes Verhalten abspuhlen kann.
    Was Situationen von geringerer Trieblage angeht sehe ich es ähnlich wie Murmelchen. Da muß nicht jedes Mal ein Alternativverhalten her. Da reicht ein "Nein" vollkommen aus. Ob ein Alternativverhalten sinnvoll oder nicht notwendig ist, macht sich für mich daran fest, wie der Hund damit umgehen kann. Ist der Reiz so hoch, daß ein Alternativverhalten hilft, dann gebe ich es. Ist der Reiz niedrigschwelliger entscheidet mein Hund selbst nach dem "Nein" selbst wie es weiter geht.
    Natürlich bedeutet ein "Nein" auch Frust und ich denke auch, daß ein Hund lernen muß Frust auszuhalten. Aber mit Härte, wie im Threadtitel beschrieben oder gar Gewalt hat das eben auch nichts zu tun.

    LG

    Franziska mit Till