Mensch, das hört sich doch super an!! Und ist vermutlich auch die Richtige Entscheidung!
Ich erzähle dir mal, wie es mir so ging, als Studentin die einen Hund wollte. Ich habe für mich (!) eine Aufstellung gemacht, wieviel Geld habe ich pro Monat zur Verfügung? Wie viel Geld gebe ich fix aus (Miete, Strom, Handy, Lebensmittel), wieviel Geld gebe ich für "Luxus" aus (mal'n Kaffee zwischendurch, mal ausgehen, etc.) - Wieviel bleibt übrig??? Bei mir waren's knapp 100€ die übrig blieben. Prima, dachte ich, reicht ja dicke! Nöö, reicht nicht! Also musste Plan B her - arbeiten (was wiederum Zeit kostet..). Plan C: Eltern.
Dann habe ich mir Gedanken gemacht über Futter (Welche Futtersorten sind nicht so der Hit?) bis hin zur Auslastung (was gibt es da, was kann man mit Hund machen, wie viel würde das kosten) über Tierarzt (welcher TA ist gut) und Notfälle (Hund ist krank/braucht eine OP, Kosten von mehreren 100€: wie bezahle ich das? OP Versicherung oder Eltern, oder? - anderes Szenario: ICH schlimm krank, wer kümmert sich um den Hund für ein paar Tage/Wochen?). Mit dem Vermieter war alles geklärt, auch mit den Nachbarn. Zukunft? Nun, natürlich, ich bin noch Studentin. Aber keiner kann (vor allem in der heutigen Zeit!) sein Lebensweg bis in die nächsten 10 Jahre planen. Arbeitslosigkeit, Scheidung, Krankheit, Tod all das kann urplötzlich über einen hineinbrechen. Aber mir war klar: Nehme ich einen Hund, übernehme ich eine Lebenslange Verantwortung für dieses Wesen und falls ich nach dem Studium einen Job finde, wo der Hund nicht mitkann, nun, dann werde ich mich um eine Betreuung kümmern (entweder Eltern/Bekannte/Freunde/Nachbarn oder ich muss das Geld für einen guten Hundesitter in die Hand nehmen). Wenn man etwas wirklich will, findet man auch Wege.
Wenn man so vorbereitet ist, merken die Orga's das schnell. Und wenn es wirklich so gut durchdacht ist (ich hatte sogar Erklärungen, was passiert wenn ich sterbe, oder was passiert wenn ich mit meinem Lebensgefährten auseinander komme - das ist aber schon fast übertrieben
), merken sie auch, das du es WIRKLICH willst. Du musst halt überzeugen können, und dafür müssen Studenten halt etwas mehr machen, als eine tolle Familie mit Mutter, die nur Halbtags arbeiten geht und Vater, der voll Geld verdient und die ein Haus mit tollem Garten haben.