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Kareki, deswegen meinte ich ja, die Chance, einen passenden zu finden, wenn man verliebt in eine Rasse ist, ist dennoch gegeben. Und da gibts ja genug Möglichkeiten, zu suchen, ev findet sich ja auch ein passender Mix im Tierheim, DAS wurde ja nicht ausgeschlossen.
Ich glaube trotzdem, dass es einem passenden Dobi beim TS, sofern ich mir erlauben darf das übers Internet grob einzuschätzen, besser gehen würde, als einer Familie mit Haus und Garten, die sich (um mal wieder auf klassische Klischees zurückzukommen), einen Aussie anschaffen, weil der ja soooo familientauglich ist...
Bei der Familie mit dem Aussie denkst Du dass es nicht so wirklich funktioniert - aber beim Dobermann beim TS biste Dir sicher dass es alles unproblematisch wird? Muss ich jetzt aber auch nicht verstehen 
Keiner sagt, dass der TS schlechte Voraussetzungen für eine Hundeanschaffung hat. Gut, kam in einem Post ein bisschen verquer rüber. Aber eigentlich sind die Voraussetzungen im Gegenteil doch sehr gut. Aber eben nicht unbedingt für diese Rasse.
Da der Hund 1/3 seines Tages im Büro verbringen wird, ist das nunmal nicht die beste Voraussetzung zur Anschaffung dieser speziellen Rasse.
Hätte der TS geschrieben, der Dobi bleibt zuhause und hat dort ein Grundstück zu bewachen, hätte ich persönlich (deren Hund als oller Wacher heute auch 8 Stunden allein bleiben musste) das okay gefunden. Weil es meiner Meinung nach einfach mehr seinem Naturell entspricht als das "den ganzen Tag unter Menschen sein und nicht wachen und schützen dürfen".
Es geht doch eigentlich zwangsläufig auch gar nicht darum dass der Hund vielleicht schlecht erzogen wäre. Es geht schlicht und ergreifend auch darum, was passiert, wenn der Hund nicht mehr ins Büro darf weil Kollegen, Geschäftspartner etc. sagen sie kommen nicht mehr solange der große schwarze Hund da ist? Das wäre nämlich schon mal ein benötigter Plan B. Den ich bei erlaubter Hundemitnahme im Büro selbst bei einem Chihuahua haben wollen würde. Es reicht doch aus, dass plötzlich einer eine Allergie bekommt. Und schon steht man da und benötigt eine Lösung. Bei einigen ist die einzige Lösung dann die Abgabe.
Naja und dann ist die Wahrscheinlichkeit dass der Hund sich in den Augen von Chef, Kollegen und Kunden (und auch Halter) daneben benimmt weil er nunmal seine Rasseeigenschaften zeigt auch nicht von der Hand zu weisen - auch wenn sie gerne mal ganz lapidar mit "alles Erziehungssache" abgetan wird.
Aber sorry, wenn ich einen Hund fürs Büro will, stürze ich mich doch nicht bewusst ins Unglück und nehme einen Schutzhund. Außer der Job ist mir egal. Genauso wenig wie ich einen Labrador nehme, wenn ich ein abgelegenes Grundstück bewacht haben will. Außer natürlich die vorhandenen Wertsachen sind mir egal. 
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Es sagt niemand, das es mit einem Dobermann per se nicht geht.
Aber die Vorstellung, dass es locker flockig nebenbei geht, während man bei wichtigen Charaktereigenschaften der Rasse noch bemüht versucht nicht zu sehr drauf einzugehen und das ganz ohne Erfahrung mit einem Welpen im allgemeinen und einem Gebrauchshund im Speziellen, ist in meinen Augen einfach mehr als kritisch.
Nochmal, es kann vieles funktionieren auch beim Anfänger, wenn ich Spielraum für größere und kleinere Fehler habe. Wenn mein Alltag diesen Spielraum aber nicht bietet, wird es für Hund und Halter sehr schnell eng.
Das gilt nicht nur für den Dobermann, sondern für alle Arbeitshunderassen.
Es sagt niemand, dass es mit einem gut erzogenen Welpen scheitern wird, aber von Haus aus davon auszugehen, dass der eigene Welpe die im eigenen Alltag problematischen Verhaltensweisen, die für die Rasse typisch sind, nicht oder nur minimal zeigen wird und man als Anfänger in diesen Belangen alles ohne Probleme so hinbringen wird in der Erziehung, wie man sich das jetzt erträumt..... an diesen Ansprüchen sind schon sehr viele gescheitert.
Es ist ein weltweites Problem und ich persönlich würde sogar sagen es ist Richtung Osten und gen Italien noch ein größeres Problem, weil da teils massive Linienzucht auf bestimmte populare sire betrieben wird, die in Hinsicht auf DCM Vererbung nicht den besten Ruf haben.