Beiträge von Moosmutzel

    Ich muss meine Meinung zu meinen jetzigen Scaliborhalsbändern revidieren, ich bin nun doch nicht damit zufrieden. :verzweifelt:
    Nun hab ich schon mehrere fest gebissene Zecken am Hund gefunden, die nicht verstorben waren und sogar drei die richtig fett vollgesaugt abfielen und lebten. Dabei haben meine Hunde die Halsbänder noch nicht mal einen ganzen Monat um.
    Nu hab ich sie abgenommen und bin auf das Zeckenhalsband vom DM (mit Margosa) umgestiegen mit dem ich letzten Spätsommer gute Erfahrungen gemacht hab. Zusätzlich schmiere ich die Hunde regelmäßig und gewissenhaft mit Kokosöl ein.
    Wenn nämlich ein Insektizid schon nicht ordentlich wirkt, dann kann ich es auch mit Hausmitteln versuchen...

    Das Alles hier bestätigt mich nun in meiner Auffassung, dass dieses Training eher Verblendung sein muss.
    Ich dachte erst ich läge falsch mit meinen Annahmen, weil im Gespräch mit einer Seminarteilnehmerin diese absolut nicht nachvollziehen konnte, dass ich so eine Arbeit am Hund nicht besonders toll finde, und meine Argumentation nicht gelten ließ.
    Eine derartige Trainingsmethode kommt für uns auch absolut nicht in Frage, weil ich diesen inflationären Gebrauch und die Lehre von Einschüchterung und Straf(-androhung) in einigen Hundeschulen und bei diversen Trainern eh nicht nachvollziehen kann, aber dann das Kind nicht mal beim Namen nennen...
    Aber die Trainer glauben an sich und halten ihr Konzept für logisch. Dann ist das eben so. Wenn es für den Kunden plausibel klingt, dann nehmen sie es gerne an... Für mich ist die Argumentation für die Methoden des Leitwolftrainings allerdings nicht schlüssig genug.

    Eines auf den Deckel zu bekommen, hört sich bissl massiv an, sorry. Ich meinte irgendeine eine negative Konsequenz.
    Ich weiß nämlich nicht ob der Hund so aus reiner Nächstenliebe sitzen bleibt. Der erwartet doch was?! :ka: (Belohnung? Anschiss?)... beim Bleib einfordern über Körpersprache!
    Ein verbaler Anschiss kann ja schon reichen, als negative Konsequenz.
    Ob nun bedrohlich, oder bestimmt und klar, das kann uns nur der Hund sagen, wie er das wirklich empfindet.
    Und die können so Einiges überspielen, denke ich.

    Wenn dem so wäre, dass es sich hierbei um zwei unterschiedliche Dinge handelt, würde es sich bei der körpersprachlichen Einforderung des Verbleibs am Platz, dann nicht doch um eine Art Bedrohung handeln, weil der Hund, unter Umständen, nur von allein dort hocken bleibt, weil er befürchtet sonst eins auf den Deckel zu bekommen?! :???:

    Man kann Körpersprache auch rein positiv einsetzen, indem man sich für den Hund einladend gestaltet. Damit kann man auch lenken.

    [...]

    Genau so nutze ich meine Körpersprache.
    Allerdings ist mir das nicht immer möglich. Ich bin ja auch nur ein Mensch. ;)
    Im Notfall, als Management stell ich mich z.B. vor meinen Hund und/oder dränge ihn ab. In der Erziehung, im Training mag ich derartige Dinge allerdings nicht haben!

    Ich benutze Sprache als Mittel zur Führung und unterstütze sie ggf. mittels Körpersprache.
    Erlernte Kommandos abrufen und ausführen gehört für mich genauso zur Führung wie eine gewisse Körpersprache.
    Wenn ICH führe, dann zeige ich meinem Hund, mit dem was ich am besten kann nämlich Sprechen (natürlich nicht so wie ich mit Jemanden spreche, der meine Sprache versteht), den "rechten Weg" und leite ihn durch Kommandos an, das Richtige zu tun.
    Dem Hund in erster Linie mit Hilfe der Körpersprache zu zeigen was er zu unterlassen hat, hat für mich auch nicht zwangsläufig etwas mit Führung zu tun.
    So bewertet das aber wohl Jeder anders...
    Aber wenn Einer behaupten würde, nur durch Körpersprache verstünde man es einen Hund gut zu führen, oder der Hund verstünde nur die Körpersprache am besten, fände ich vermessen!
    Mit der positiven Verstärkung habe ich für den Hund und mich, eine gemeinsame Sprache gefunden, die er, meiner Meinung nach, genauso gut versteht wie eine gewisse Körpersprache.
    Ich gebe die Richtung durch Kommandos vor und nicht vornehmlich durch Körpersprache.
    Ich persönlich messe der Körpersprache eben nicht so viel mehr Bedeutung bei, wie dem Erlernen und Ausführen von Kommandos.

    Was ich nicht verstehe ist, warum wird die Sache mit der Körpersprache oft zu Ungunsten der anderen Herangehensweise verschoben?
    Es klingt ja recht einleuchtend was im Leitwolftraining kommuniziert wird. Viele Dinge die dort aufgeführt sind finde ich auch erstrebenswert. Wie diese angestrebten Ziele erreicht werden, kann ich nicht beurteilen, da ich es nicht gesehen habe. Wie viel Druck wird wirklich ausgeübt, wie viel Fingerspitzengefühl ist dabei und wie werden die Dinge an die Hundebesitzer weitergegeben?

    Aber warum wird denn Kommandos einführen und anwenden, schlechter bewertet als die körpersprachliche Agitation?
    Ich finde die Herangehensweise dieser Trainer (Leitwolf...) unausgewogen.

    Meine Kritik an allen "PSEUDO" gewaltfreien, "KOMMUNIKATIONS7LEITWOLF" und so weiter "Methoden" ist einfach: es ist unehrlich.

    Liebe Kommunikationsmethodenerfinder sagt den Leuten einfach, dass es konditionierung über Bedrohung und Frust und Strafe ist. Dann kann jeder immer noch mitmachen und eben genau das rauslassen oder reinnehmen, was Hund braucht oder Mensch will.

    Dieses Pseudo Geschwafel über "natürliches" Verhalten ist ätzend.

    Und das ist auch genau das, was mich an dem Ganzen so unendlich stört.
    Dass man auch einfach dem Kunden nicht wirklich sagt was Sache ist. Es muss für eine Hundeschule immer was gefunden werden, was den Kunden sofort anspricht. Und das ist nicht "Wir erziehen den Hund in erster Linie über Strafe und deckeln unerwünschtes Verhalten."
    Denn Worte wie Strafe und Druck mögen die Menschen eben nicht.

    [...]
    Erst dann kommt hinzu, dass ich ihnen zeige, welches Verhalten ich nicht will. Das macht aber den kleineren Teil meiner Erziehung aus. Und damit fahre ich gut.
    [...]

    Ich habe nochmal überlegt, kann sein, dass sich das auch einfach die Waage hält :???: so unbewusst... :hust:

    Ich weiß nicht recht!?
    Wenn ich das unerwünschte Verhalten ignoriere, dann reagiere ich ja nur nicht, wenn er etwas Falsches tut. Folglich zeige ich ihm ja so nicht wirklich, dass ich das Verhalten nicht will.
    Er kommt da dann wohl eher von alleine drauf?! :???: