Beiträge von Moosmutzel

    Man soll ja den Tag nicht vor dem Abend loben, aber nach einem großen Spaziergang, bei Sonne und angenehm warmen Temperaturen, im Wald und hohem Gras, habe ich jetzt beim Absuchen mit Hilfe eines Läusekamms, noch keine Zecken an meinen Hunden ("geschützt" durch Kokosöl+Margosahalsband) entdecken können.

    Hunde bei mir bekommen im Alltag auch mal Druck gemacht, mal mehr, mal weniger, aber immer angepasst an die Situation und den Gemütszustand, an das Befinden des jeweiligen Hundes. Ich bin dabei immer authentisch.

    Im Training, im Lernprozess, möchte ich Druck weitestgehend vermeiden. Meine Beziehung zu Hunden, bzw. die Beziehung zwischen mir und meinen Hunden soll auf so Methoden wie aus dem Leitwolftraining nicht fußen, da ich einfach viel Wert darauf lege, dass der Hund immer gerne mit mir zusammen lernt.
    Denn wenn eine Situation im täglichen Leben für den Hund schon stressig ist, und er ein so richtig blödes Gefühl dabei hat (egal ob Angst oder ein anderes negatives Gefühl), dann soll dieses negative Gefühl in ein positives verwandelt werden, sodass der Hund sein Verhalten dauerhaft verändert.
    Er benimmt sich später also so wie gewünscht, weil sein Gefühl dementsprechend ist.
    Das ist das erklärte Ziel meiner Erziehung eines Hundes. Ich möchte meinem Hund so oft wie möglich ein positives Gefühl dabei geben, am besten natürlich immer.
    Dass das im Alltag nicht immer möglich ist, is klar. Den Anspruch habe ich auch gar nicht, aber im Training sollte das wohl möglich sein!?
    Ich klammre mich dabei aber auch nicht an Methodiken.
    Mein Bauchgefühl spielt beim gemeinsamen Lernen eine große Rolle.
    Druck erzeugt ein Gefühl von Frust und eben oft auch Gegendruck. Deswegen mache ich dem Hund am besten keinen und mir auch nicht, denn so bleibt uns Beiden ne Menge Frust erspart! xD

    Viele der "Erziehungstechniken", die sich in der Theorie für so viele Leute ach so plausibel anhören und vom Trainer angewendet so easy aussehen, wirken bei der Umsetzung durch den Hundehalter plötzlich eher technisch und "gewollt". Man könnte meinen das wäre dann ein Anfangsfehler und das würde schon werden im Laufe der Zeit, aber dem ist meist leider nicht so. Das begegnet mir hier in meinem Umfeld immer wieder, und immer öfter. Selbstreflexion ist eben auch sehr wichtig bei jeder Erziehung, finde ich.
    Die Hundehalter hier können die perfekten "Pirouetten" drehen. Es sieht technisch einwandfrei aus, wenn sie den Hund abdrängen oder einfach nur ihren Körper eindrehen und der Hund daraufhin zurückweicht und abwartet; und/oder die Halter alle paar Meter mit dem Hund an der Leine stehen bleiben, um dann kurz abzuwarten, bis der Hund, in einem schönen Bogen, einmal um den Hundehalter herum getänzelt ist, und sich dann links neben dem Halter wieder einfindet. Dann kann es weitergehen, als wenn nix gewesen wäre und das Spiel, dass der Hund wieder nach vorne zieht, geht von vorne los.
    Und das hat dann nun wirklich nix mehr mit der, im Leitwolftraining (oder anderen Konzepten mit Schwerpunkt Körpersprache) erwähnten, "guten Beziehung zum Hund, durch nonverbale Kommunikation mittels Körpersprache" zu tun...
    Das kann damit zusammenhängen, dass die Halter nur mit der Umsetzung Probleme haben, es kann aber auch einfach sein, dass das vom Trainer (oder der Hundeschule) schlecht kommuniziert wird oder die Methode generell murks is...?!

    Ich muss meine Meinung zu meinen jetzigen Scaliborhalsbändern revidieren, ich bin nun doch nicht damit zufrieden. :verzweifelt:
    Nun hab ich schon mehrere fest gebissene Zecken am Hund gefunden, die nicht verstorben waren und sogar drei die richtig fett vollgesaugt abfielen und lebten. Dabei haben meine Hunde die Halsbänder noch nicht mal einen ganzen Monat um.
    Nu hab ich sie abgenommen und bin auf das Zeckenhalsband vom DM (mit Margosa) umgestiegen mit dem ich letzten Spätsommer gute Erfahrungen gemacht hab. Zusätzlich schmiere ich die Hunde regelmäßig und gewissenhaft mit Kokosöl ein.
    Wenn nämlich ein Insektizid schon nicht ordentlich wirkt, dann kann ich es auch mit Hausmitteln versuchen...

    Das Alles hier bestätigt mich nun in meiner Auffassung, dass dieses Training eher Verblendung sein muss.
    Ich dachte erst ich läge falsch mit meinen Annahmen, weil im Gespräch mit einer Seminarteilnehmerin diese absolut nicht nachvollziehen konnte, dass ich so eine Arbeit am Hund nicht besonders toll finde, und meine Argumentation nicht gelten ließ.
    Eine derartige Trainingsmethode kommt für uns auch absolut nicht in Frage, weil ich diesen inflationären Gebrauch und die Lehre von Einschüchterung und Straf(-androhung) in einigen Hundeschulen und bei diversen Trainern eh nicht nachvollziehen kann, aber dann das Kind nicht mal beim Namen nennen...
    Aber die Trainer glauben an sich und halten ihr Konzept für logisch. Dann ist das eben so. Wenn es für den Kunden plausibel klingt, dann nehmen sie es gerne an... Für mich ist die Argumentation für die Methoden des Leitwolftrainings allerdings nicht schlüssig genug.

    Eines auf den Deckel zu bekommen, hört sich bissl massiv an, sorry. Ich meinte irgendeine eine negative Konsequenz.
    Ich weiß nämlich nicht ob der Hund so aus reiner Nächstenliebe sitzen bleibt. Der erwartet doch was?! :ka: (Belohnung? Anschiss?)... beim Bleib einfordern über Körpersprache!
    Ein verbaler Anschiss kann ja schon reichen, als negative Konsequenz.
    Ob nun bedrohlich, oder bestimmt und klar, das kann uns nur der Hund sagen, wie er das wirklich empfindet.
    Und die können so Einiges überspielen, denke ich.

    Wenn dem so wäre, dass es sich hierbei um zwei unterschiedliche Dinge handelt, würde es sich bei der körpersprachlichen Einforderung des Verbleibs am Platz, dann nicht doch um eine Art Bedrohung handeln, weil der Hund, unter Umständen, nur von allein dort hocken bleibt, weil er befürchtet sonst eins auf den Deckel zu bekommen?! :???:

    Man kann Körpersprache auch rein positiv einsetzen, indem man sich für den Hund einladend gestaltet. Damit kann man auch lenken.

    [...]

    Genau so nutze ich meine Körpersprache.
    Allerdings ist mir das nicht immer möglich. Ich bin ja auch nur ein Mensch. ;)
    Im Notfall, als Management stell ich mich z.B. vor meinen Hund und/oder dränge ihn ab. In der Erziehung, im Training mag ich derartige Dinge allerdings nicht haben!

    Ich benutze Sprache als Mittel zur Führung und unterstütze sie ggf. mittels Körpersprache.
    Erlernte Kommandos abrufen und ausführen gehört für mich genauso zur Führung wie eine gewisse Körpersprache.
    Wenn ICH führe, dann zeige ich meinem Hund, mit dem was ich am besten kann nämlich Sprechen (natürlich nicht so wie ich mit Jemanden spreche, der meine Sprache versteht), den "rechten Weg" und leite ihn durch Kommandos an, das Richtige zu tun.
    Dem Hund in erster Linie mit Hilfe der Körpersprache zu zeigen was er zu unterlassen hat, hat für mich auch nicht zwangsläufig etwas mit Führung zu tun.
    So bewertet das aber wohl Jeder anders...
    Aber wenn Einer behaupten würde, nur durch Körpersprache verstünde man es einen Hund gut zu führen, oder der Hund verstünde nur die Körpersprache am besten, fände ich vermessen!
    Mit der positiven Verstärkung habe ich für den Hund und mich, eine gemeinsame Sprache gefunden, die er, meiner Meinung nach, genauso gut versteht wie eine gewisse Körpersprache.
    Ich gebe die Richtung durch Kommandos vor und nicht vornehmlich durch Körpersprache.
    Ich persönlich messe der Körpersprache eben nicht so viel mehr Bedeutung bei, wie dem Erlernen und Ausführen von Kommandos.

    Was ich nicht verstehe ist, warum wird die Sache mit der Körpersprache oft zu Ungunsten der anderen Herangehensweise verschoben?
    Es klingt ja recht einleuchtend was im Leitwolftraining kommuniziert wird. Viele Dinge die dort aufgeführt sind finde ich auch erstrebenswert. Wie diese angestrebten Ziele erreicht werden, kann ich nicht beurteilen, da ich es nicht gesehen habe. Wie viel Druck wird wirklich ausgeübt, wie viel Fingerspitzengefühl ist dabei und wie werden die Dinge an die Hundebesitzer weitergegeben?

    Aber warum wird denn Kommandos einführen und anwenden, schlechter bewertet als die körpersprachliche Agitation?
    Ich finde die Herangehensweise dieser Trainer (Leitwolf...) unausgewogen.