Beiträge von Moosmutzel

    Ich habe drüber nachgedacht und versucht es in Worte zu fassen, es in Sätze zu verpacken gelingt mir allerdings nicht so recht,
    deshalb nun in ein paar Stichpunkten:

    - wohlwollend
    - Kommandos werden mittels positiver Verstärkung gut konditioniert, ich arbeite mit nem Markerwort oder dem Clicker
    - ich unterscheide ganz klar zwischen Training und Management
    - ich gebe dem Hund so oft wie nur irgend möglich die Chance Alles richtig zu machen, um ihn dann dafür zu belohnen oder um ihm zu zeigen, dass es gerade richtig war was er tat
    - ohne Handgreiflichkeiten, aber unter Einsatz von Körpersprache (ohne dabei allzu bedrohlich zu wirken)
    - mit viel Fingerspitzengefühl für Situationen und für die Psyche des jeweiligen Hundes, mit dem ich es zu tun habe
    - ich unterstelle dem Hund keine arglistigen Absichten, wenn er Kommandos nicht ausführt
    - mit viel Selbstreflexion

    Wenn ich ein Hund wäre würde ich wohl genau so erzogen werden wollen, deshalb erziehe ich meine Hunde so.

    Aber man kann das doch nicht sinnbildlich verwenden, weil man dann allen, die stupsen/kneifen gleichzeitig unterstellt, dass sie ihren Hunden wehtun und das abtun. :???: Das ist doch total verallgemeinernd und nicht wahr? Es gibt sicherlich welche, die ihren Hunden wehtun, ein schlechtes Timing usw .. aber doch nicht alle. Im Gegensatz dazu ist ein Klapps bei einem Kind immer falsch.

    Du hast recht, pauschal kann man gar nix sagen, weder dass das Knuffen als Strafe dient noch aber, dass das Knuffen nur dazu dient Aufmerksamkeit zu erlangen.
    Nein ganz Unrecht hast Du nicht!
    Knuffen wird aber nicht nur dazu verwendet Aufmerksamkeit zu erlangen.

    Ich verpöne das deshalb auch nicht, aber höflich ist (für mich) was Anderes.

    @Road Dogs
    Bleibt es den bei leicht?
    Es gibt genug Hunde wo ein ganz kleiner Knuff nicht hilft.
    Und was macht man wenn der kleine Knuff nicht mehr ausreicht?
    Es gibt genug Leute die viel zu spät strafen und genau das ist das Problem.


    Das ist auch das Problem welches ich sehe. Ich kriege Bauchschmerzen, wenn ich seh` mit welcher Intensität manch ein Hundehalter seinem Hund in die Seite bufft.
    Aber vielleicht sieht das auch immer nur so massiv aus, wenn bestimmte Halter ihren Hund in die Seite knuffen?! :ka:

    Man kann einen Klapps null mit einem in die Seite pieksen vergleichen. Ein Klapps wird als Strafe genutzt, wenn das Kind ungezogen war und man klappst doch mit der Absicht Schmerzen zuzufügen. Ein Stupser in die Seite wird genutzt um einen Hund aus einer Situation herauszuholen oder zwar auch wie beim Klaps zu maßregeln, aber da steht doch nicht die Absicht dem Hund wehzutun da.

    [...]

    Da steht aber sinnbildlich! Und das kann man schon damit versinnbildlichen, finde ich.

    Was mir auffiel bei der Sendung am letzten Samstag, dass der Hund doch arg vermenschlicht wird.
    Hunde vermenschlichen ist so verpönt, warum aber wird im Hundetraining oft vermenschlicht, in dem man dem Hund Intentionen unterstellt, die ich ihm z.B. nicht unterstellen würde?!

    Klingt wohl spektakulärer zu sagen der Hund sei stur, heuchelt, würde Frauchen und Herrchen dressieren?! :ka: Wird vielleicht sogar so geredet, um dem Halter einfach zu signalisieren, dass Maßregelung hier unabdingbar ist?

    Ich sehe übrigens keinen Unterschied zur Arbeit mit der Wasserflasche, und ja es ist bekannt, dass Rütter viel über Strafe trainiert. Ich finde es nur oft unfair, dem Hund gegenüber (im Training wohlgemerkt) Warum z.B. handgreiflich werden, wenn es auch anders geht?!
    Generell kommt aber auch auf den jeweiligen Hund an, ob ich das akzeptieren kann oder nicht, gutheißen muss ich es aber nicht. Alltagssituationen kann man gerne so managen...

    Viele Hundehalter schießen in ihrem alltäglichen Training mit ihren Hunden aber über`s Ziel hinaus und korrigieren was das Zeug hält, oft noch mit falschem Timing. Das sehe ich in meinem Umfeld häufig und das stößt mir sauer auf.

    Ich zwinge meinem Hund keine menschliche Diskussion auf, wenn ich ihm auf menschliche Art und mit meinen mir zu Verfügung stehenden Ausdrucksweisen gutes Benehmen vermittle, eben auf Basis einer gemeinsamen "Sprache" und die sieht eben so aus, dass ich mich sooft es eben möglich ist, der Mittel von positiver Verstärkung bediene!

    Ganz allgemein gesprochen, das Problem was ich mit dem Ganzen habe, ist einfach, dass Maßregelung oft als probates (allround einsetzbares) Erziehungsmittel angepriesen wird und so präsent is.
    Dass man dem Hund fast Alles positiv auftrainieren kann, in einem Training welches auf Basis von Belohnungen für gebührliches Verhalten erfolgt, kommt sowohl im TV, als auch bei vielen Hundeschulen und Trainern in meinem Umkreis, oft viel zu kurz!