Beiträge von Moosmutzel

    Meine Hündin hatte mal eine beginnende Lungenentzündung. Als die ausgeheilt war hatte sie aber noch diesen Husten, denn die Lungenentzündung wurde durch eine Lungenwurminfektion verursacht, die aber erst nach der Antibiotikabehandlung der Entzündung festgestellt wurde.

    Heilung als Endziel! Sagt aber nichts darüber hinaus, wie stark der Hund leiden muss (unter der jeweiligen Trainingsmethode) bevor er das Ziel, also die Heilung, erreicht.
    Jetzt könnte man gegen argumentieren, dass der Hund lange genug unter seinem Problemverhalten/durch sein Problemverhalten leidet und es nur einmal eines Trainings mittels Holzhammermethode bedarf um ihn von seinem Leid zu befreien.
    Wie gesagt, ich persönlich halte nichts von "der Zweck heiligt die Mittel"- Sache!
    Aber vielleicht war das ja anders gemeint?! :ka:

    Da mir als Mensch diverse Werkzeuge wie Sprache, Körpersprache und Wissen um das Lernen (also auch das Wie? lernen Mensch und Tier) zu Verfügung stehen, bin ich in der Lage meinem Hund auf eine ganz besondere Weise meinen Willen aufzuzwingen :D in dem ich ihm, immer wohlwollend mit den mir zu Verfügung stehenden Mitteln, zeige was ich von ihm möchte. Ich muss als Mensch zusehen, dass der Hund und ich eine gemeinsame Sprache finden. Hund und Mensch haben in ihrer Zusammenarbeit den Vorteil, dass der Hund so schlau ist Menschen zu durchschauen und er in der Lage ist auch ihm artfremde Kommunikationsmittel zu deuten und somit zu lernen.
    Daher bin ich der Meinung, dass es nur bedingt Körperlichkeiten bedarf um einem Hund begreiflich zu machen, was man nicht haben will. Körpersprache an sich ist an Kommunikation ja eigentlich immer beteiligt.

    Bis zu einem gewissen Grad kann man Hundeverhalten adaptieren. Allerdings sehe ich das im Training, quasi als Erziehungsmittel, nur bedingt als praktikabel an. Im Alltag als Notfallmanagment vertretbar und manchmal unumgänglich, weil es dort vielleicht eher um persönliche Grenzen geht und/oder um körperliche Unversehrtheit.
    Aber so ein gefügig Machen z.B. wie beim Millan, mittels auf dem Boden festtackern halte ich für absolut ungeeignet.

    Und mit dem Satz "Wer heilt hat Recht." ist hoffentlich auch das Seelenheil des Hundes gemeint und nicht nur die körperliche Unversehrtheit des Menschen. Denn wenn in dem Fall damit gemeint ist, dass der Zweck die Mittel heiligt, kann ich damit nicht konform gehen.

    Bei dem einen Mal als mein Rüde beim Friseur war, war ich auch nicht dabei. Die Friseurin hätte es gerne gesehen, wenn ich da geblieben wäre, ich hab aber nach ein paar Minuten sagen müssen, dass ich nachher wieder komme, weil mein Hund keine Ruhe gab. Der wäre vom Tisch gehüpft oder hätte sich nur gewehrt, wenn ich im Nebenraum sitzen geblieben wäre, und auch daneben stehen wäre keine Option gewesen.
    Er ist, wenn ich nicht in der Nähe bin einfach viel ruhiger und lässt die Sachen über sich ergehen.

    Mein Hund wurde auch nicht gewaschen, es wurde ihm nur die Unterwolle rausgebürstet und die Haarlängen am Bauch und am Puschelschwanz mit der Schere angeglichen, dann noch Pfotenhaare gekürzt und fertig is die Laube. :D
    Ich hatte eine tolle Hundefriseurin erwischt. Aber zum Glück muss mein Hund eigentlich nicht regelmäßig zum Friseur. Nur hatte er durch einen Kastrationschip so schlechtes Fell bekommen, und der Fellwechsel blieb somit im Frühjahr auch aus... :muede: