Beiträge von Moosmutzel

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    - Die angewandten Methoden sind sehr auf das provozieren von Fehlverhalten des Hundes ausgelegt, nicht aber um die präventive Verhinderung eines solchen.

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    Das wäre z.B. überhaupt nicht meins. Ich konzentriere mich lieber darauf mich über das zu freuen was der Hund richtig macht und belohne es. Ich finde es unfair den Hund mit voller Absicht in Situationen zu bringen in der er mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Fehler machen wird, um ihn dann bestrafen zu können.
    Aber so wie ich das versteh kommt es gar nicht dazu, dass der Hund in den provozierten Gegebenheiten Fehler macht. Aber warum eigentlich nicht, wo ist da der Clou?! Oder ist das gar nicht bei allen nach U. Philliper "trainierten" Hunden seiner Kunden so? Sonst bräuchte es ja keine Sprühhalsbänder. Ich hab`s jetzt noch immer nicht so wirklich verstanden. :ka:

    Und was ist eigentlich diese Anerkennung von der geschrieben wurde? Wie sieht diese konkret aus? Ich kann mir darunter nix vorstellen. Wie verknüpft denn der Hund in konkreten Situationen Aktion und Reaktion?!

    Mein Mann kam heute morgen ewig nicht vom Brötchen holen wieder. Als er dann kam wurde mir ganz stolz präsentiert, dass er eine Arena eingenommen hat. Na danke für`s neidisch machen... :D

    Nein, hast du nicht überlesen. ;) Das ganze geht jetzt seit ca. zwei Monaten so. Es fing schleichend an und ist seither immer schlimmer geworden. Gerade rammelt er zum Beispiel wieder sein Körbchen, obwohl er bis eben geschlafen hat. Macht deiner das auch? Bobo sieht dabei immer aus, als würde er jeden Moment vor Anstrengung und Geilheit tot umkippen.

    Also zwei Monate ist echt lang.
    Zum Glück hat meiner keine Anstalten gemacht Dinge zu rammeln. Aber er wollte unsere Hündin besteigen... :hust:
    Sie hielt sogar still. :roll: Zum Glück ist er da nicht so vehement, er lässt sich davon schnell und recht nachhaltig abbringen. Schön is dat nech! :rotekarte:

    Auf spielen mit anderen Hunden hatte er sowieso schon lange keinen Bock mehr. Das finde ich auch nicht merkwürdig. Wenn er nicht will, dann will er nicht. Auf clickern und Suchspiele war er aber bis vor ein paar Wochen immer total scharf.
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    Gehorsam üben ist ja ganz schön aber wie soll ich das machen, wenn ich ihn nicht anständig belohnen kann? Mein Hund sieht leider überhaupt keinen Reiz mehr in Leckerlis oder Lob, weil er nur noch fremdgesteuert ist.

    Hah, auch da ging es uns vor kurzem noch ähnlich und wie schon geschrieben, bei uns war es ne Phase, die wahrscheinlich (ganz gewiss) nicht die einzige der Art sein wird. Aber das ist ja nicht gesagt, dass es bei Euch auch so ist. Aber vielleicht magst Du doch noch abwarten?!
    Wie lange verhält er sich schon so?
    Vielleicht hab ich`s überlesen?! |)

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    Ich schäme mich so, es zuzugeben und es macht mich auch total traurig aber ich habe überhaupt keine Freude mehr an diesem Hund. :( Und ich bin mir recht sicher, dass er auch keine Freude mehr an mir hat. Wir gehen nicht mehr wie früher zusammen spazieren und beschäftigen uns miteinander, sondern er rennt stur voraus und ich dackel hinterher. Clickern oder Suchspiele sind ihm sowieso zuwider.
    [...] kann es doch nicht der Sinn der Hundehaltung sein, jede wache Minute nur auf den Hund einzureden. Mein Hund hat vorher im Alltag wunderbar "funktioniert". Wir waren ein tolles Team, weil ich mir die Mühe gemacht hab, ihm alles beizubringen, was ich als wichtig erachtet hab. Mir dreht sich echt der Magen um, wenn ich mir vorstelle, dass ich jetzt quasi wieder bei Null anfangen müsste.

    Das ist ja eigentlich auch nicht im Sinne des Erfinders, dass man sich gegenseitig die Freude einander nimmt.
    Manche "Beziehungen" sind eben nicht bis zu Letzten belastbar und daher würde ich es vollkommen i.O. finden entweder den Chip neu setzen zulassen, oder du lässt ihn gleich kastrieren. Ein schlechtes Gewissen musst Du Dir nicht machen (machen lassen), denke ich.

    Ich bin da ja echt so ein A***ch und canceln eben alle Hundekontakte, wenn er eh nicht will oder kann.
    Alles was Fremdhund ist wird so gut es geht abgewehrt.
    Vielleicht ist es bloß ne Phase, wenn nicht kann ich immer noch handeln, so denke ich.
    Aber das gilt für mich, nicht für Euch z.B., ihr seid ja ein ganz anderes Mensch-Hund-Team.
    Ich selbst bin nämlich sehr leidensfähig. :pfeif:
    Die Tierärztin hätte ihm seinerzeit nochmal ne Hormonspritze verpasst und ich hab aber abgelehnt, um zu schauen ob es sich nicht von allein bessert und bis dato kommen wir gut zusammen klar.
    Was bei uns noch mit reinspielt, dass wir während der Wirkung des Chips unheimlich Probleme mit fremden Personen bekamen die er ständig verbellte und ich eigentlich nur noch unter Stress stand, weil ich immer vorausschauend um Ecken blicken musste, ob da Situationen enstehen die Herrn Hund in absolute Rage versetzen konnten.
    Nun ist er wieder ein Lamm, kein Stellen von Handwerkern und Bauarbeitern mehr, kein Jagen von Fahrradfahrern und an der Postzustellern können wir auch wieder ohne Getöse vorbei gehen.
    Das war halt Leiden in ganz anderer Form, sodass ich mir die Auswüchse seines Liebeskummers gern gefallen lasse! xD

    Ich kann Dich sehr gut verstehen, wenn die Begleitumstände nicht entsprechend sind, also Termindruck beim Bahn Fahren z.B. ist es natürlich doof mit Training. Und auch dass sich die Leute durch das Jaulen gleich gestört fühlen erschwert ein Training ungemein. Zu einer Zeit und in einer Linie fahren wo weniger Publikumsverkehr ist könnte gehen. Man müsste dann aber das Bahn Fahren als Übung konzipieren.
    Aber ich denke man muss auch schon früher ansetzen, also außerhalb der Bahnsituation, und dem Hund das Aushalten von Frust nochmal "beibiegen".

    Es ist wirklich schwer nach einem erfolgreichem Training das Gefühl zu haben man macht Rückschritte und nie zu wissen ob es jemals wieder besser wird. Wenn bei Euch beiden aber der Leidensdruck so hoch ist, dass ihr nimmer könnt, dann lass ihn guten Gewissens kastrieren.

    Sodele, wir hatten das gleiche Problem und die Phase nach dem Chip ist auch eine Phase des Umbruchs.
    Du beschreibst im Prinzip meinen Rüden, der sich so oder so ähnlich wie Deiner verhielt.
    Außerdem waren läufige Hündinnen in der Gegend und deswegen stand meiner unter Strom.
    Momentan sind wieder wohlriechende Weiber unterwegs und wir sind viel mit Schleppleine draußen und ich übe den Abruf, das Stoppen auf Zuruf, weil mein Hund auch meint abdüsen zu müssen, wenn ein anderer Hund am Horizont auftaucht,
    Gemäkelt wird hier auch, ich halte dann konsequent durch, dass Futter einfach wegzustellen um es ihm später nochmal anzubieten.
    Er hat auch abgenommen, aber wenn er nicht unter meine festgesetzte Gewichtsmarke fällt dann nehm ich das so hin. Der Stoffwechsel eines nicht kastrierten Rüden ist nun mal auch anders, der Körper läuft quasi auf Hochtouren.
    In öffentlichen Verkehrsmitteln fängt er auch ab und zu das Jejaunze an. Ich bin wieder, weil er die Phase schon mal hatte, dazu übergegangen jedes ruhige Verhalten zu belohnen (wir clickern). Wichtig ist dass man bei allen Dingen im Training das Timing nicht verhaut.
    Ich übe eben auch außerhalb der Situation in Bussen und Bahnen seine Frustrationstoleranz zu erhöhen.
    Hundekontakte schränke ich ein, wenn ich merke ihn überfordert das. Wir haben dann nur ausgewählte Kontakte. Mit Fremden schon mal gar nicht. Wir haben Bekannte mit denen wir regelmäßig Gassigänge und Ausflüge machen. Wenn es da dann aber auch nicht klappt, schlagen wir einfach einen anderen Weg ein oder gehen heim.

    Es sind zwei Pikachu in meiner Nähe und ich war gaaanz nah dran an einem, aber nein keinen gefangen. Hab nämlich nach 40 min etwa aufgegeben. :muede: Puhhh, das macht aber irgendwie, sagen wir mal, süchtig!? :flucht: