Beiträge von Moosmutzel

    Wenn da überall, in sämtlichen Medien "totgebissen" steht, dann wird es so sein.
    Dann ist weder ne Herzattacke, noch ein aufgeschlagener Kopf die Todesrsache. Also nichts Anderes kann ICH mir vorstellen.
    Also so sehr ich die Presse auch für fehlbar halte. :ka:

    Also ich persönlich (weil ich nur für mich sprechen kann) habe nur Kritik dran, wenn man erst gar nicht versucht oder es in Erwägung zieht, Empathie zu entwickeln. Denn das ist für mich wirklich nicht normal, bzw. sollte es nicht.

    Bei aller Kontroverse bin ich froh, dass man sich hier austauscht, austauschen kann.

    Bei Bekanntwerden der Tragödie hatte ich keine Meinung dazu. Hab gedacht "ja gut, jetzt wird er halt zeitnah eingeschläfert", scheiß Vorfall, aber... ich konnte mich nicht positionieren. Also weiter im "Text"...

    Aber dann, da es so groteske Züge annahm, konnte ich nicht umhin mich doch damit auseinanderzusetzen.
    Ich bin auch ein Mensch der gerne Argumente beider Seiten hört, um mir ein Bild zu machen, um zu verstehen. Bei FB und sonstwo aber, kommt mir aber das Unvermögen der Leute zur Selbstreflexion in die Quere, welche mich teilweise wütend, aber immer bestürzt macht.
    Komischerweise ist das hier anders, auch wenn es ein/zwei, sagen wir mal, "extremere" Meinungen dazu gibt.

    Als Strafe sehe ich die Einschläferung nicht, denn der Hund weiß davon nix, dass der Tod ne Strafe sein könnte. Der schläft halt ein und wacht nicht mehr auf.
    Es ist für mich aber durchaus nachvollziehbar, dass es für einige Gegner der sofortigen Einschläferung aussieht, als würde der Hund für seine Tat, die er moralisch ja nicht bewertet (bewerten kann), bestraft. Aber diese Sichtweise ist für mich persönlich in sich nicht schlüssig.
    Ich denke es ist vollkommen legitim (wenn nicht sogar sinnvoll), man hätte ihn gleich eingeschläfert.

    Nein, Empathie ist kein reines Gefühl.

    Die Fähigkeit die Perspektive zu wechseln, das kann man lernen. Ein Bewusstsein dafür entwickeln, dass Jeder eine andere Erlebniswelt hat. Darüber Nachdenken wie die Beteiligten die Situation erlebt haben könnten. Einfach nur versuchen die Lage zu verstehen, reicht meiner Meinung nach schon.

    Parallelen zur Inhaftierung und Sicherungsverwahrung von Straftätern mag ich nicht ziehen. Finde ich absurd.
    Ich bin da ganz pragmatisch, der Hund weiß nichts vom Tod, der hat auch keine Angst davor, er lebt im Hier und Jetzt. Daher denke ich, dass wenn er wirklich in Isolationshaft (mir fällt kein anderes Wort ein) muss, ist der Tod nur die Erlösung.

    Ja, das find ich auch krass :( :
    Als ich meine Hündin von meiner Tante aufgenommen habe, haben auch viele gesagt, dass das nichts bringen würde, weil lang lebt sie ja nimmer. Aber ich wollte sie dann nicht ins Tierheim geben lassen. Meine Tante hatte damals Krebs bekommen, und hatte einfach nicht mehr Zeit und Kraft, sich um sie zu kümmern. Ich hab ihr noch im Krankenhaus versprechen müssen, gut auf sie aufzupassen. Das war wirklich das letzte, worum sie mich gebeten hatte- zwei Tage später ist sie mit nur 41 Jahren gestorben.

    Viele sagen, sie hätte nur durchgehalten, bis der Hund ein Zuhause hat.
    Wobei die Gina mir damals auch fast vor Trauer gestorben wäre- da war viel Geduld nötig.

    Ich bin heute noch froh, dass sie mir den Hund damals gegeben hat, obwohl ich erst 15 war.
    Und ich würde die 13 Jahre mit dem wunderbarsten Hund der Welt nie mehr missen wollen.

    Ein sehr traurige, tragische aber zugleich schöne "Geschichte"!

    Ich bin ja mal gespannt wie lange mein altes Mädchen durchhält. Aber, dass sie 24 Jahre Lebensdauer toppen kann, daran glaube ich nicht. Gute Ernährung hin oder her...