Beiträge von Moosmutzel

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    Ich bin nun mal eben daran interessiert, Motivation, Gründe, Ursachen und Wirkung zu verstehen. Damit spreche ich niemandem seine Meinung ab. Hier erscheint es aber gerade so, als würden das manche gerne bei mir machen. Lediglich weil ich sage "wer weiß / ich könnte mir vorstellen, dass... / ich würde gerne die Motivation dahinter kennen, bevor ich mir ein Urteil bilde"

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    Ich glaube Jeder ist daran interessiert so viele Hintergründe zu erfahren wie nur irgend möglich, um sich ein abschließendes Urteil bilden zu können. Nur manche kommen halt eher zu einem Entschluss, ohne alles vorher zu ergründen.
    Manchmal muss man gar nicht alle Details und Motivationen kennen.
    Wenn man noch mehr Aspekte als die Ergründung der Ursachen, einbezieht kann man durchaus schon eher eine Urteil fällen.
    Ich bin der Meinung, dass man das Ganze nur herauszögert und ein bestehendes Problem verschleppt.

    Aber Deine Einstellung ist, wenn ich deine Perspektive einnehme, absolut richtig.
    Ich seh's ja ähnlich, aber für mich sind genug Informationen geflossen, sodass es für meine Beurteilung des Ganzen reicht.

    Absicht ist beim Hund aber nicht niederträchtig, so wie es bei menschlichen Verhalten der Fall sein kann.
    Es fehlt die moralische Bewertung beim Hund, der kann so weit nicht denken, der macht einfach. Absicht bedeutet in dem Zusammenhang erstmal nur, dass er bewusst das Gegenüber handlungsunfähig machen wollte (auch ohne wissentlich den Tod herbeiführen zu wollen).
    Es kann sich durchaus um Absicht gehandelt haben, aber nicht niederträchtig wie man es beim Menschen interpretieren würde.
    Der Hund führt bewusst Handlungen aus, ist sich aber der Tragweite seiner Handlungen eben nicht bewusst!
    Was wäre daran so schlimm zu akzeptieren, dass er vielleicht nicht im Affekt gehandelt hat!?

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    Ich versuche damit, die mögliche Motivation des Hundes zu verstehen und anderen vielleicht ein Stück näher zu bringen. Denn es gibt einfach viele Szenarien, die sich da zugetragen haben können.

    ich weiß, da gehen die Meinungen und Einstellungen stark auseinander. Aber ich wünsche jedem hier, dass es kein derartiges, sofortiges Abschreiben gibt, sollten sie mal in einer zweifelhaften Situation sein.

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    Ich glaube das ist auch so angekommen bei den Anderen. :???:

    Darüber hatte ich mir vor der Obduktion Gedanken gemacht und auch darüber ob der Hund überhaupt die Ursache sei.
    Als dann die Bestätigung kam, dass der Hund die Menschen in jedem Fall getötet hat war mir die Motivation des Hundes dann aber egal.

    Weil das Wissen um die Motivation nichts daran ändert, dass der Hund niemals ein unbeschwertes Leben haben wird. Und das haben doch andere auch schon mehrmals so erläutert.

    Den Gedanken hatte ich auch erst. Aber ich finde es gut, dass man sich den Verdacht erst hat bestaetigen lassen. Einen Hund zu toeten, der nichts damit zu tun hat, finde ich absolut falsch.Sie haetten aber auch einfach nach der Bestaetigung den Hund einschlaefern lassen koennen und das (also 'er wurde eingeschlaefert') dann mit der Todesursache der beiden Menschen veroeffentlichen koennen.

    Achso ja, so meinte ich das natürlich. Nach der Obduktion, also nachdem feststand, dass die Personen durch Bisse des Hundes zu Tode kamen, da wäre der "richtige" Zeitpunkt gewesen. (Sofern man das so pauschal überhaupt sagen kann!?)

    Das Dilemma was sich nun darstellt hätte man meiner Meinung nach umgehen können in dem man das Tier, welches bis zum Äußersten ging! und 2 Menschen! das Leben kostete, gleich eingeschläfert hätte.
    Nun ist es doch schlimmer als es eh schon war. :ka: Egal ob man in (a)sozialen Netzwerken unterwegs ist oder sonstwo darüber diskutiert.
    Diese Sucht sich zu profilieren findet sich gerade überall.

    Dabei verstehe ich die Forderung den Hund nicht aufzugeben ja. Aber gutheißen, nein. Das muss ich aber auch nicht.

    Ein gesundes Misstrauen ist nicht Dein Ding, gell?
    Kritisch sein ist so ein Ding :smile: es macht das Leben keinesfalls leichter. Aber bunter :smile:


    Edit:
    @Estandia
    Natürlich, tust Du das nicht? Kritisch sein, kritisch lesen, sich selber Gedanken machen und hinterfragen?

    Also aufgrund von einer einzigen Aussage meinerseits entscheidest Du also, dass ich quasi ein Dummchen bin und immer alles glaube was in der Presse steht.
    Na dann...
    (Nu hatte ich aber auch dazu geschrieben, dass ich jene eben auch für fehlbar halte.)

    Wenn da überall, in sämtlichen Medien "totgebissen" steht, dann wird es so sein.
    Dann ist weder ne Herzattacke, noch ein aufgeschlagener Kopf die Todesrsache. Also nichts Anderes kann ICH mir vorstellen.
    Also so sehr ich die Presse auch für fehlbar halte. :ka:

    Also ich persönlich (weil ich nur für mich sprechen kann) habe nur Kritik dran, wenn man erst gar nicht versucht oder es in Erwägung zieht, Empathie zu entwickeln. Denn das ist für mich wirklich nicht normal, bzw. sollte es nicht.

    Bei aller Kontroverse bin ich froh, dass man sich hier austauscht, austauschen kann.

    Bei Bekanntwerden der Tragödie hatte ich keine Meinung dazu. Hab gedacht "ja gut, jetzt wird er halt zeitnah eingeschläfert", scheiß Vorfall, aber... ich konnte mich nicht positionieren. Also weiter im "Text"...

    Aber dann, da es so groteske Züge annahm, konnte ich nicht umhin mich doch damit auseinanderzusetzen.
    Ich bin auch ein Mensch der gerne Argumente beider Seiten hört, um mir ein Bild zu machen, um zu verstehen. Bei FB und sonstwo aber, kommt mir aber das Unvermögen der Leute zur Selbstreflexion in die Quere, welche mich teilweise wütend, aber immer bestürzt macht.
    Komischerweise ist das hier anders, auch wenn es ein/zwei, sagen wir mal, "extremere" Meinungen dazu gibt.