Beiträge von Grinsekatze1

    Die Frage ums "Recht haben" stellt sich mir hier nicht; vielmehr fällt so etwas für mich unter Moral und Ethik.

    Moral, weil so viele Mischlingshunde im Tierheim sitzen und es hier nur um Vermehrung geht oder dem Hundehalter das Hirn fehlt.

    Ethik, weil hier jede Form der Verantwortung fehlt und es um ganz andere Interessen geht.

    Ebay melden ist eine gute Idee; was die dann daraus machen ist wieder eine andere Geschichte.


    @ForNic ich kann Dir wirklich nicht zusprechen; mein Eindruck: Du stellst Dich auf die Seite dieses Deckrüdenhalters. Natürlich tut er rechtlich nichts verbotenes; aber "Recht" ist es dennoch nicht.
    Und Züchtern das "Gleiche" zu unterstellen finde ich nicht in Ordnung; denn die müssen sich zumindest an eine Zuchtordnung halten.

    Na, da schreib ich mal aus eigener Erfahrung.

    Mein Hund war mit 10 Monate für die BH so gut ausgebildet, dss ich sie blindlinks für eine Prüfung hätte anmelden können.

    Dann habe ich aus verschiedenen Gründen den Hundeplatz gewechselt und dort wurde mehr in der Gruppe gearbeitet. War auch so weit okay. In einer Übungsstunde wechselte der Trainer und der hatte sichtlich Spaß daran die Übungsteilnehmer über den Platz zu jagen mit Geradeaus, Wende, Sitz, Platz, Fuß.

    Ich habe schon gestöhnt und wollte aufhören. Mein Hund nahm mir meine Entscheidung ab: er stemmte alle 4 Pfoten in den Boden und nichts ging mehr. Meinen Unmut habe ich dem Trainer dann auch wörtlich gezeigt: "Er möge sich doch bitte mal meinen Hund anschauen, was der gerade zu seinen Trainingsmethoden sagt".

    Die nächste Übungsstunde konnte ich vergessen, mein Hund stand absolut daneben. Folge: ich habe Frust geschoben, war echt stinkig (dem Trainer, nicht dem Hund gegenüber)

    Meinen Hund habe ich 4 Wochen aus dem Trainingsbetrieb herausgenommen, wir sind einfach nur Spazieren, ohne Kommando ohne sonst was. Mir tat das auch gut; die Anspannung war nicht mehr da; es ging um nichts.

    Nach dieser Zeit hatte ich auf dem Übungsplatz wieder einen sehr willigen Hund. Ich bin dann jedoch anfangs nur 10 Min. mitgelaufen und den Rest der Stunde haben wir uns geschenkt.

    Mein Hund hat später eine Super-BH hin gelegt!

    Ich frage mich gerade, warum Dein Hund jetzt so reagiert? War er schon immer so?

    Wahrscheinlich hat der Althund ihm sehr viel Sicherheit gegeben und jetzt ist er einfach überfordert. Überfordert vielleicht auch deshalb, weil Ihr ihm die Sicherheit auch nicht geben könnt.

    Bitte holt Euch keinen 2. Hund. Die Wahrscheinlichkeit, dass damit das Problem Eueres jetzigen Hundes gelöst werden, halte ich eher für unwahrscheinlich.

    Ich denke, Ihr habt sehr viel an Erziehung am 2. Hund versäumt und da ist Nachholbedarf.

    Du musst erst einmal einen Antrag beim Veterinäramt stellen. Anrufen, sagen weshalb Du den §11 ablegen möchtest und die schicken Dir ein Formular.

    Das musst Du ausfüllen. Angaben zur Sachkunde (Nachweise von Hundeprüfungen, oder Vereinstätigkeiten, Ausbildung im Tierbereich etc), dann Angaben zur Hundehaltung mit eventuell Bauplan/Lageplan, Flächenangabe, Unterbringung etc., eigene Tiere, Haustierarztangabe (dort werden unter Umständen Auskünfte eingeholt) usw.

    Dann wartest Du erst einmal 6 - 8 Wochen und dann meldet sich das Veterinäramt. Macht einen Termin mit Dir, eine Begehung der Örtlichkeit und überprüft mündlich (mehrere Fragen werden gestellt) Deine Sachkunde.

    Dann wartest Du wieder 6 - 8 Wochen und erhältst die Erlaubnis des § 11 oder auch nicht!

    Kosten etwa € 100.-- zuzüglich der Kosten für Kopien, Baupläne etc. die Kosten können von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ausfallen.

    (Ich habe den § 11 TierSCHG)

    Die besagte Dame kommt mit 2 Hunden; wenn ich das richtig verstanden habe. Da besteht immer die Gefahr, dass der andere Hund seinem Kumpel "zu Hilfe" eilt und dann sieht die Regelung "die sollen das untereinander regeln" für Athos sehr unfair aus.

    Die gute Dame soll ihren Hund wegholen, und ihrem Hund klar machen, dass er nicht Chef im Stall ist und hier nichts zu sagen und zu regeln hat.

    Ich würde meinem (sehr unterwürfigem) Hund helfen.

    Sei einfach Du, sei ehrlich!

    Das Gespräch mit einer kleinen Vorstellung beginnen und nachfragen, ob derzeit Welpen da sind, wann welche zu erwarten sind.

    Die Frage nach Voruntersuchungen der Eltern oder sonstige Details würde ich auf einen konkreten Zeitpunkt für später aufheben. Auch die Frage nach dem Preis!

    Das mag jetzt für einige User sicherlich merkwürdig vorkommen. Wenn ich weiß, unter welchem Verband der Züchter züchtet, dann kann ich im Vorfeld über Google nachlesen, welche Zuchtbestimmungen dieser Verband hat, wie die gängigen Verkaufspreise sind und muss nicht sofort in die Vollen einsteigen.

    Ach ja, die Theorie!

    Theoretisch kann man alles machen - theoretisch eben! Ist man in der Situation drin, schaltet doch meist der Kopf aus und die ganze Theorie geht den Bach runter.

    Wer will im nachhinein beurteilen, was an Handlung richtig oder falsch oder verbesserungswürdig gewesen wäre.

    Ach ja, die lieben Wörtchen, wäre, wenn, hätte........... schön, dass sie es gibt. Theoretisch lassen sie viel Spielraum!

    Man muss sich das mal überlegen: die Threadstellerin ist selbst schockiert, hat Redebedarf und will eine Rückmeldung - am Ende wird sie zerpflückt und das, obwohl sie bereits in der Themenstellung sehr angeschlagen ist und keine Schuld von sich weist.

    Ehrlich: ich würde das nicht seitenlang durchhalten! Ständige Rechtfertigung zermürbt und frisst am Selbstbewusstsein. Man macht sich doch in so einer Situation schon genug Vorwürfe, zumal man gar nicht weiß, welche Konsequenzen noch kommen.

    Muss man da noch drauf hauen!