Beiträge von Grinsekatze1

    Es dreht sich hier immer alles um die Preisreduzierung. Ein Züchter ist auch froh, wenn er für seinen nicht ganz so wohlgeratenen Welpen einen Käufer findet. Und Menschen die an der Preisschraube drehen wollen sind nicht immer die besten Welpenkäufer!

    Als Züchter hat man es gerade, dass sehr viele Leute sich überall auf die Liste setzen lassen und richtig Welpentourismus betreiben, dann aber den Hund nie abholen.

    Ja, das ist zur Zeit sehr schlimm und für die Züchter auch nicht einfach. Welpeninteressenten gehen von Züchter zu Züchter und sind sich gar nicht bewusst, dass sie mit ihrem Laufrummel viele Keime in die Zuchten einbringen und verteilen.

    Man könnte doch vorab telefonisch erst einmal das Wesentliche abklären. Aber "Welpengucken" kann ja sooo schön sein"

    Frage ist, wie wahrscheinlich ist der Fall überhaupt, daß ein gravierender Mangel sich erst zwischen 6 Wochen und Abgabe entwickelt?

    Nun, es gibt Mängel am Welpen die sind eben sofort offensichtlich (z.B.Knickrute,) und da weiß ein Züchter direkt, dass so ein Welpe nicht für die Zucht geeignet ist. Dennoch will der Züchter diesen Welpen in ein liebevolles Zuhause vermitteln - also, wird es Absprachen mit dem zukünftigen Welpenbesitzer geben und letztendlich wird meist auch ein Extrapreis ausgemacht.

    Wenn ich aber zum Züchter gehe und einen Hund möchte, der bei Eignung den Weg in die Zucht findet,

    dann suche ich nach bestimmten Linien und kaufe keinen Welpen bei dem irgendwelche Mängel - egal welche - im Welpenalter vorliegen.

    Wenn ich sag, mir ist züchten zu anstrengend, zu blöd, zu was-weiss-ich und ein Hund mit Fehlern passt, dann darf der gerne einziehen (

    Wer einen Hund einer bestimmten Rasse haben möchte, dem werden Farbfehler gar nicht groß interessieren und allenfalls Mängel die in den gesundheitlichen Bereich fallen, können/sollen hier Anlaß zu Bedenken geben oder zu Preisreduzierungen. Dafür sind dann Kaufverträge da: Mangel festhalten und eine eventuele anteilige finanzielle Beteiligung anbieten.

    Aber ich wäre wohl nicht bereit den vollen Preis zu zahlen

    Das bleibt ja jedem Käufer selbst überlassen. Bei "Nicht-gesundheitlichen Problemen" spricht nichts dagegen dem Züchter den vollen Preis zu zahlen. Er bietet dem wenig gut ausgefallenen Welpen trotzdem eine gute Aufzucht und den gleichen Aufwand wie seiner "besseren" Wurfgeschwistern.

    Und vielleicht zeichnet sich der weniger züchterisch wertvolle Welpe besonders in seinem Wesen als hervorragend gelungen aus. Wer weiß? Und daran ist der Züchter durch seine gewollte Zuchtauswahl und seine gute Aufzucht ja auch nicht unbeteiligt.

    Gebissfehler etc. ist es ja von Anfang an ersichtlich.

    Ja, und dennoch kann sich nach der Zahnung wieder ein Normalgebiss einstellen. Auch hier wäre eine Absprache zwischen Verkaufer/Käufer eine elegante Wahl. Preisnachlaß könnte der Züchter nämlich auch dann gewähren, wenn die Zahnung durch ist und es sich herausstellt, dass das Gebiss eben nicht regelkonform ist.

    Einen nicht standardgemäßen Welpen zum normalen Preis zu verkaufen, ist unseriös

    Das finde ich jetzt nicht.

    Wie hier im DF schon oft erwähnt, hat ja der Züchter erhebliche Kosten wenn er den Deckrüden seiner Wahl aus der Ferne wählt. Deckkosten, Anfahrt und die Auswahl des Rüden (vielleicht aus Wesensgründen) kommen ja alle Welpen zugute; evtl. Kaiserschnitt; da wäre es doch ungerecht, wenn der Züchter seine fehlerbehafteten Welpe billiger abgibt.

    Ich persönlich finde, dass es eine individuelle Absprache zwischen beiden Parteien geben muss und wo sich beide Parteien auch wirklich daran halten.

    und wenn der Züchter dann den Interessenten, der mehr zahlt dem vorzieht, wär das für mich ohnehin ein Grund, Abstand zu nehmen.

    Das fände ich jetzt eine sehr unelegante Lösung des Problems und dennoch glaube ich nicht, dass so ein Käufer einen fehlerhaften Welpen einfach so kaufen wird.

    Und wenn doch: der Käufer muss sich beim Tierarzt nur den Fehler bestätigen lassen und schon kann der Rechtsstreit losgehen. Die wenigsten Züchter würden sich auf so was einlassen; sie würden sich absichern.

    Die Frage ist ob ich die Züchterin um eine Preisreduzierung bitte. Mein Tierarzt meinte ich sollte fragen ob sie einen Teil einer eventuell notwendigen OP übernehmen würde.

    Wie schon von meinen Vorgängern geschrieben: voller Kaufpreis zahlen, denn schließlich ist die Aufzucht des Welpen nicht billiger als die seiner intakten Geschwister.

    Vermerk in den Kaufvertrag, dass der Züchter entweder komplett oder zum Teil (anteiliger %Satz festlegen!) sich an eventuell späteren OP-Kosten beteiligt.

    Es ist ja nicht sicher, dass die Hoden nicht doch noch absteigen. Da wäre es unfair für die Züchterin, den Welpen als "Sonderpreis" abzugeben.

    Genau so! Schließlich hat er genau wie seine Geschwister die gleichen Kosten der Aufzucht verursacht und benachteiligt will der Züchter ja auch nicht werden.

    Im Übrigen: wenn Du keine züchterischen Ambitionen mit dem Rüden hast, ansonsten alles bei dem Züchter Dir zusagt, spricht doch gar nichts dagegen den Welpen zu kaufen. Garantiekarten gibt es bei Lebewesen nicht und krank ist er deshalb noch lange nicht.

    Wenn im Alter von 8 Wochen beide Hoden wirklich noch nicht abgestiegen sind, dann besteht kaum Hoffnung, dass diese beide runterrutschen.

    Sollten die Hoden sich mit leichtem Druck in die Hodensäcke drücken lassen, können die Hoden in der Tat noch absteigen. Vorsichtige Prognose!

    Die Züchterin könnte doch per Ultraschall mal feststellen ob Hoden überhaupt vorhanden sind und wo sie liegen.

    Ob man so einen Welpen kauft ist eine persönliche Sache. Bleiben die Hoden im Bauchraum müssen sie auf jedem Fall dort raus. Folge: ein kastrierte Rüde und gerade beim langhaarigen Hund eventuell ein Kastratenfell.

    Zuchtpläne für solch einen Rüden sind egal mit oder ohne OP gestorben. Die Veranlagung ist so oder so da!