Beiträge von Shoppy

    Hallo Tanja.

    Ich würde versuchen, dem Großen zu vermitteln, dass er sich nicht um die Ressource "Kauknochen" zu sorgen braucht, weil davon immer genug da ist. Sprich, gib ihm einen weiteren Kauknochen (oder was anderes Leckeres) BEVOR er anfängt dem Kleinen seinen Knochen zu neiden. Oder gib ihm einen viel größeren, an dem er länger zu tun hat, als der Kleine mit seinem.

    Achte auf die Körperhaltung: Resourcenverteidiger haben eine typische Körperhaltung: vorne tief, Kopf zwischen die Schulter gezogen, kopf über die Resource haltend, Ohren meistens angelegt.
    Du kannst versuchen, diese Körperhaltung aufzulösen, indem Du ein "Sitz" abfragst und dieses mit einem weiteren Leckerchen belohnst.
    FRei nach Suzanne Clothier" Ändere die Körperhaltung und die Emotion wird folgen.
    Du belohnst hierbei NICHT das Resourcenverteidigen, denn die Belohnung folgt ja nur, wenn er "sitzt" und daher nicht mehr im Verteidigungsmodus ist.

    Wenns gar nicht geht, würde ich die beiden Trennen, wenns was so wichtiges wie Kauknochen gibt.

    Es kann übrigens sein, dass Du das Problem selber "geschaffen" hast: Beim normalen Füttern hat der Große schon seine Gewohnheit umgestellt, damit ihm der Kleine nix mehr wegfrisst - auch hier mußt Du aufpassen, dass das sich nicht in die Falsche Richtung weiterentwickelt...

    Hallo mietziwauzi,

    habe ich das richtig verstanden: Jack ist derjenige der den Baxter "attackert" wenn ein anderer Hund zu nahe kommt, und Baxter daher anfängt zu bellen?

    Es könnte eine Übersprungshandlung sein - Jack kommt nicht an den anderen Hund ran, hat aber Streß (wegen des anderen Hundes UND des Bellens von BAxter), den er abbauen muß und oh, gehen wir doch einfach mal auf die Fellnase, die in Reichweite ist ...
    In diesem Fall wirst Du das nur ändern können, wenn sowohl Baxter als auch Jack lernen, dass andere Hunde kein Grund zum Streß bekommen sind (Gegenkonditionierung). Wenn andere Hund e "OKAY" sind, hat Baxter keinen Grund zum Bellen mehr, und Jack keinen STreß, den er an Baxter auslassen muß.

    Ich würde versuchen, zunächst einzeln mit den beiden zu laufen, sodaß jeder alleine die Chance hat, zu lernen, das andere Hunde nicht so "doof" sind, wie gedacht, und erst wenn das erreicht ist, wieder mit beiden gemeinsam zu gehen.

    Also meiner ERfahrung nach haben Verhaltensprobleme ehr weniger mit dem Grundgehorsam zu tun, sondern mehr mit der Emotion, die ein Hund mit einer bestimmten Situation verbindet. Daher ist anzuraten, zunächst etwas an der Emotion zu ändern, bevor man in dieser Situation "Gehorsam" verlangen kann.

    Hallo,

    tja, also. Wenn er den Click schon wirklich verstanden hat, muß ich sagen: Du bekommst, was Du Clickst. :D

    Im Umkehrschluß, wenn er sich jetzt nur noch hockt und nicht mehr mit dem Popo auf den Boden kommt, clickst Du zu früh.

    Versuch wirklich zu warten - warte so lange bis er wirklich sitzt - dann clicken und dann beim ersten mal ein Superleckerchen.

    Das Bellen kann daran lieen, dass er etwas übermotiviert und aufgeregt ist, dass jetzt das tolle Clickerspeil gespielt wird - oder Du hast aus Versehen ein paar mal geclickt, als er ein richtiges Verhalten zeigte und aber auch gerade gebellt hat.

    Das kannst Du rausbekommen, wenn Du, sobald er anfängt zu bellen, den Clicker einfach wieder weg legst. Ein paar Minuten später versuchst Du es erneut. Bellt er wieder los, Clicker weglegen. Solange bis er, wenn Du den Clicker in die Hand nimmst, ein - zwei Sekunden nicht Bellt, sofort Clicken und damit das Nichtbellen verstärken!

    Zitat

    Hund knurrt einmal, weil ich an seine Beute gehe ( den er mir auch gefälligst zu geben hat ) , dann liegt er schneller als er sehen kann auf dem Boden. Das wars !
    Kein Hund der mich einmal angeknurrt hat, knurrte ein 2tes Mal.
    Im Gegenteil !


    Soso! So einfach ist das. Das stelle ich mir gerade vor, wie Du das mit Cuba machst (Cuba findest Du auf der "Ridgeback in Not"-Seite.

    Stimmt, der wird Dich nicht ein zweites mal anknurren, der hätte Dich nämlich bei DEINEM ERSTEN auf-den-Bodenwerf-Versuch über die REgenbogenbrücke geschickt.

    Wer Gewalt säht...

    Zitat

    Ok , anders:

    Was wenn ein Kind , ohne das ihr das merkt , versucht das stöckchen oder was auch immer (Beute) aus dem Maul des Hundes zu ziehen oder noch nicht mal das , sondern einfach da ran geht ?
    Ein Kind wird das knurren vielleicht überhören oder fehldeuten.

    Da eure Hunde ja ihre Beute verteidigen dürfen, kann ich mir schon ausrechnen was passiert . Herzlichen Glückwunsch !

    Wenn der Hund knurrt, hat das Kind jedenfalls die Möglichkeit, auf das Knurren zu reagiern.
    Knurrt der Hund nicht, auf was reagiert es dann?

    Kinder werden auf alle möglichen Gefahren vorbereitet, Straßenverkehr, Böse Onkels, Tragen nicht der richtigen Designer Klamotten. Aber der richtige Umgang mit Tieren (Hund, der knurrt sofort in Ruhe lassen) - da geben wir die Rolle an den Hund weiter :kopfwand:

    Der Hund MUSS wissen, das er die Kinder nicht beißen darf, ja nicht mal knurren darf er. Quark!

    Natürlich kann man mit GEIGNETEM TRAINING dem Hund mehr toleranz gegenüber ungeübten Kinderpatschefinger beibringen - meiner Meinung nach MUSS man das sogar. Dem Hund das Knurren zu verbieten hat dem Hund darüber aber keinerlei Information vermittelt ausser: "Wenn das Kind mit den Patschefingern Dir zu dicht auf die Pelle rückt, ist die Wahrscheinlichkeit, dass Du von Deinem Mensch auch noch angegriffen wirst, ziemlich hoch!" ---> Logeische Folgerung: der Hund cerknüpft Kinder mit sauer werdendem Herrchen/Frauchen, Genial, genau die Verknüpfung hilft, den Hund Kindersicherer zu machen!!! Oder?

    Und natürlich gehört es zu den Aufgaben der Eltern, Kinder auf das Zusammentreffen mit Hunden VERNÜNFTIG vorzubereiten.

    Und das Restrisiko, nun, um es mit einer Amerikanischen Trainerin zu sagen: "Supervision, supervision, supervision!!!" Sprich, jeder passt auf seinen Teil (Eltern auf das Kind, HuHA auf den Hund) auf...
    Dann kommt es nämlich gar nicht mehr zum Knurren.

    Das ist der punkt der soooo gerne von den "schlechtes Verhalten gehörtz bestraft" Fetischisten vergessen wird: Verhalten, das man nicht wünscht, kann man verhindern BEVOR ES ENTSTEHT

    Wozu haben Menschen eigentlich Ihr ach so großes Gehirn, wenn sie sich ständig nur auf die DrauhaufMethode besinnen, wenn das Kind schon im Brunnen liegt...

    Huhu,

    Hunde generalisieren schlecht, daher ist es natürlich, dass er zwar mit Dir Menschenbegenungen inzwischen okay findet, eventuell mit Deinem VAter in der gleichen Situation noch Probleme hat.

    Was wahrscheinlich helfen würde ist, wenn Ihr alle drei zusammen spatzieren geht - Du hast Deinen Hund an der Leine und Daein Vater geht nur mit. Mit der Zeit wird die Sicherheit, die Dein Hund mit Dir schon erreicht hat, auch mit Deinem Vater verknüpft.

    Wenn Ihr einige male zusammen gegangen seid (und Du das Gefühl hast, dass Hundi jetzt auch mit Deinem Vater sicherer ist) nimmt Dein Vater den Hund an die Leine. Nach und nach könntest Du den Abstand zwischen Euch vergrößern.

    Du solltest auch Deinen Vater etwas "schulen" - es ist okay, die Angst des Hundes wahrzunehmen - aber "betüddeln" ist definitiv kontraproduktiv. Erkär ihm stattdessen wie Gegenkonditionierung funktioniert (Verknüpfung von höchst angenehmen Sachen, z.B. Leckerchen, mit den unangenehmen Situationen - wobei die Leckerchen gegeben werden, bevor der Hund das ganze zu beängstigend findet, um das Leckechen noch zu nehmen (such einfach mal nach dem Begriff "Gegenkonditionierung" - es wurde schon mehrfach genauestens beschrieben, wie man solche Übungen aufbaut).

    Auch das Entfernen vom angsteinflößenden Objekt/Subjekt kann das Angstverhalten verschlimmern - daher im Zweifelssfall einfach so lange stehen bleiben, bis Hundi sich abgeregt hat, sofern das sicherheitsmäßig möglich ist....

    Was machst Du mit einem Kellner in einem Nobelrestaurant, der Dir dein soeben kredenztes 100 € Menu einfach ungegessen wieder abräumt??


    Und ja, wenn man angeknurrt wird, hat das ganz sicher mit mangelndem Respekt zu tun. Mangelndem Respekt des Menschen gegenüber dem Hund!