Beiträge von Shoppy

    ich habe es so gemacht:
    immer beim täglichen Spatzierengehen, wenn ich die Richtung gewechselt habe, z.B. an Straßenkreuzungen, habe ich "rechts" oder "links" gesagt. ERst an stellen, wo es sowieso nicht anders (jedenfalls nicht gerade aus) weinterging. Mitlerweile klappt es auch auf ner großen Wiese ohne Begrenzung.
    Nur bei wegen wo er zuuuuu gerne nach rechts abbiegen würde, klappt "links" nicht ganz 100%ig...
    seuftz

    Zitat

    Außer eins :motz: Wir hatten jetzt schon 3 Situationen, in denen sie grantig wurde. Also sie wollte sich mit anderen Hunden beißen.
    Sie knurrt dann sehr laut und geht richtig auf sie los.
    Und jedesmal war es nach dem Spielen. Sie spielt eine halbe Stunde lang mit einem Hund und dann- mit einem Mal- ist sie wie ausgewechselt. Dann wirds ernst....

    Lass sie nicht so lange mit anderen Hunden am Stück spielen. Durch das viele Getobe baut sich ihr erregungsniveau immer weiter auf - und die "Chemie" im Körper ist die gleiche wie die bei Aggressivität: je länger also wild gespielt wird, desto ehr kann das in Aggressivität umschlagen.

    Ruf sie alle paar Minuten (Ian Dunbar empfiehlt alle 15 SEKUNDEN...) raus, lass sie irgend eine ruhige Übung machen, oder sogar eine Entspannungsübung (Suchfunktion "Entspannungssignal") und schick sie dann wieder spielen. So "rauscht" sie sich nicht so in erregung und bleibt insgesammt gelassener.


    Zitat


    Dann in der Welpenstunde mit einer kleinen Labbi-Hündin. Die Trainerin hat sie auseinander genommen und "runtergefahren". Sie meinte, das kommt weil die Kleine müde ist und sich dann einfach so äußert. Beim nächsten Mal hatte sie sich mit der selben Hündin in den Haaren- wieder nach langem Spiel. Diesmal meinte die Trainerin, dass die Kleine sauer war, weil sich der Labbi nicht unterwerfen liess. Sie meint, unser Hund wird mal dominant, das sieht man jetzt schon, sie ist recht - naja- taff! :D

    Und was hilft Dir jetzt an der "sie wird mal dominat"-Aussage? Die gemeinsamkeit mit der anderen Situation ist doch offensichtlich, sie hat sich wieder viel zu doll aufgerauscht. Lass es nicht so weit kommen. Ruf sie alle paar Minuten ab (am Anfang wirklich alle 1-2 Minuten). Dann entwickelt sie mit der Zeit selber einen Rhythmus, den gut sozialisierte Hunde haben: die toben nicht stundenkang rum sondern bauen zwischendurch immer Minipausen ein: zwei Minuten wilde verfolgungsjagd: 1 Minute Grashalmschnuppern. 3 Minuten Kräftezehrende Griechisch-Römisches Ringen, 2 Minuten entspanntes auf dem Boden wälzen... Welpen "können" das nicht von sich aus, sie müssen das lernen - und da Welpen das nicht können, können sie es sich auch nicht gegenseitig beibringen - da muß ein "alter" Hund - oder eben Mensch helfen...


    Zitat


    Was mir Sorgen macht: heute ist das mit einem ausgewachsenen Boxi passiert. Sie war genauso giftig und wollte die große Hündin nach dem Spielen beißen, zumindest hat sie laut getöst und ist sie angegangen.

    Was ist nur los mit ihr? Ich hab Angst, dass sie mal eine Rauferin wird...

    Sollen wir da dazwischen gehen? Die Trainerin meint ja. Aber wiederum soll man die Hunde das ja unter sich klären lassen, sonst lernt sie es ja nie wie man sich benimmt. Aber es ist doch schon ein Unterschied, ob sie beißt oder der große Gegner? *verzweifeltbin* Mache mir Sorgen um den Zwerg-- wieso ist sie so?...


    Lernen kann nur stattfinden, wenn das Hirn auf "lernen" eingestellt ist. Ist es im Spielrausch, läuft es im "limbischen" System und das heißt, dass der lernfähige Teil des Hirns, der Cortex "ausgeschaltet" ist. WEnn sie zwischendurch immer mal wieder "runtergeschaltet" wird, kann sie lernen, weil sie möglichst gar nicht ers "limbisch" wird.
    Sie ist einfach ein Welpe, dem man helfen muß, zu lernen, wie man zwischendurch entspannt. Natürlich müssen Hunde lernen, wie man mit anderen Hunden klarkommt. Aber: wie soll sie dass tun, wenn ihr Erregungsniveau in Erdumlaufbahn ist. So lernt sie nur, dass andere Hunde furchtbar aufregend sind: mit der Zeit wird der Anblick von anderen Hunden ausreichen um sie auf dieses ERregungsniveau zu schießen - und dann hast Du einen Hund, der an der Leine tobt (nicht notwendigerweise, weil er den anderen Platt machen will, sondern einfach nur weil der Anblick so erregend ist) wenn er in 100 m entferneung einen Hund ums Hauseck biegen sieht. Dann ist es zu spät für "Ablenkungs"- oder "Beruhigungs"-Versuche. Üb es jetzt mit ihr! Und pflück sie alle paar Minuten aus einem Spiel und lass sie erst wieder spielen gehen, wenn sie sich wirklich entspannt hat!

    Zitat


    Ach ja: sie macht das nur mit Hunden, die sie "kennt". Wenn sie ein kleiner Jack Russel anbellt, zieht sie den Schwanz ein und beschwichtigt. Aber die die mit ihr spielen (wenn wir denn mal einen finden, der genauso grob spielt) - die giftet sie dann an. Echt schade, wenn man das schöne Spiel abbrechen muss...

    Nein, es ist nicht schade, denn wenn Du es nicht tust, wird es immer wieder und immer schneller "kippen". Wenn du hingegen immer wieder Ruhe in die Sache bringst, kann sie zusammengenommen viel länger spielen und sie lern, sich auf ihre Spielpartner einzustellen und auf deren Körpersignale zu achten. Denn das kann sie nur lernen, wenn ihr Cortex "angeschaltet" ist. Ist sie zu weit hochgeputscht, kanns tdu sie nicht mehr rausrufen, weil sie Dich gar nicht mehr wahr nimmt: und logischerweise nimmt sie auch den Spielpartner nicht mehr richtig war und übersieht Abbruchsignale, die der Spielpartner aussendet um das Spiel zu beruhigen. Wenn sie auf solcvhe Signale nicht reagiert, kommt es eben zu weiteren Mißverständnissen, die schlimmstenfals in Beißereien enden.

    Du kannst es auch mit eine Leckerchenwurfbombe (eine handvoll recht harter Leckerchen direkt vor Jack-Russel-Füße werden) versuchen. die Methode hat den Vorteil, dass der Hund Euch nicht negativ sondern positiv verknüpft, mit anderen Worten, sich freut, wenn Ihr auftaucht. Sich freuende Hunde beißpen normalerweise nicht...

    Zitat


    Hallo
    Hm, wenn das falsche Kommunikation ist, hast Du das irgendwie ändern können? Ich habe auch schon statts "Fein" "Good Girl" benutzt, wesentlich ruhiger gesprochen, aber einen Unterschied macht es nicht wirklich. Und ein echtes Auflösekommando "Okay" kennt sie auch als Freigabe.

    LG
    Sandra ;)


    Das ist nicht so schlimm. Lobe sie, Belohne sie und wenn sie dann ein wenig aufgeregt ist, gibst Du eben ein neues "Warte"-Signal. Mit der Zeit wird sie lernen, dass sie länger ruhig auf ihrem Platz bleiben muß und dass wird sie sich auch nicht mehr aufregen, wenn sie zwischendurch mal gelobt wird.
    Momentan denkt sie ja noch, dass nach einem Lob etwas anderes gemacht werden könnte (z.B. endlich nach Hause oder auf einen Spatziergang gehen), mit der Zeit wird sie aber lernen, dass dieser Platz eine Art 2. Wohnsitz ist, an dem Frauchen wild rumwuselt und Hundi brav auf der Decke liegt und wartet, bis Frauchen genügend Geld für leckere Hundeknochen verdient hat...

    Mach Dir nicht allzuviele Gedanken, das spielt sich alles von selber ein.

    Wenn Du Bedenken wegen Kauspielzeug hast, versuch als Belohnung was zu finden, worauf etwas länger herumgekaut werden kann, dann aber "weg" ist, z.B. Ochsenziemer oder getrocknete Rinderhaut oder Schweineohren (je nachdem wie lange es zum "weg"-machen dauert.

    hanna - das schaffst Du schon!!

    Und bestimmt wirst Du genauso süchtig wie wir alle hier - ohne Hund gehts nicht und Probleme sind da um gelöst zu werden.

    Wichtig ist, zu erkennen, dass man immer weiter lernen muß, lesen, Hundeschule, Seminare, Forum....
    Neugierde ist zeitaufwendig und teuer (all die vielen Hundebücher.... :D ) aber der Hund wirds danken!