Beiträge von Shoppy

    Hallo Chandrocharly,

    ignorieren alleine reicht nicht, Frau Sommer (falls noch jemand diese Uralte Jacobs Krönung Werbung kennt...)!

    Du mußt verhindern, dass er in der Lage zu solchen Zerstörungsattaken ist.
    Dazu kann er z.B. lernen, dass er eine gewisse Zeit in einer Hundebox verbringen muß (mit einem leckergefüllten KONG z.B) oder auf seinem Platz, per Leine gesichert. So kannst Du ihn tatsächlich ignorieren, denn er kann ja nix anstellen!
    Wenn er sich frei bewegen kann, kannst Du ihn gar nicht ignorieren, denn Du mußt ja ständig aufpassen, dass er nicht Deine Möbel auffrisst.
    Box oder Leine sind nicht "gemein" sie verhinden, dass der Hund durch Wiederholung sich an ein (von dir) nicht gewünschtes VErhalten gewöhnt (Übung macht den Meister). Hinzu kommt der Spaßfaktor - evtl findet er es mit der Zeit lustig, Dich auf die Palme zu bringen (er macht dummes Zeug - Du schenkst ihm Deine Aufmerksamkeit und machst womöglich lustige Jagdspielchen mit ihm ("Gib mir den Socken, böser Hund").
    Mit einer Box/Leine hast Du die Kontrolle über das, was der Hund lernen kann. Wenn Du den Hund nicht überwachen kannst, schränke seine Verhaltensmöglichkeiten ein. Hast Du Zeit, spiel mit ihm. Zerrspiele, Ballwerfen, was immer er toll findet - auch dabei kann er sich auspowern und lernt dabei auch gleich die "richtigen" Sachen.

    ein ganz klares Jein.

    Nein, denn Kastrieren lassen hat ja wohl mit "bleiben können" gar nichts zu tun.

    Ja, Ich würde das nicht so üben.
    Ich finde, dass sollte langsam, ruhig und zunächst mit nicht so viel Ablenkung (auf offener Straße), auf so große Entfernung (Du in hinter einer Tür) und gleich auf Dauer geübt werden. Und schon gar nicht sollte man alle diese Variablen auf ein mal in die Höhe schrauben.
    Übe die DEAs (Dauer, Entfernung, Ablenkung) einzeln und beginne zunächst an der Dauer (denn logischerweise würde, wenn Du mit Enfernung beginnst, auch gleichzeigig mehr Dauer gefordert sein...).

    Bau die Übungen so auf, dass der Hund möglichst immer die Übungen locker bewältigen kann (im Zweifel kürzer...). Denn je öfter er denkt "DAS ist ja kinderleicht" um so schneller begreift er, was gefordert ist. Und wirklich - beginne in Sekunden Schritten, nicht in Minuten!
    Wenn Du Dich bis 10-15 Sekunden in die Länge gearbeitet hast, arbeitest Du an der Entfernung: einen Schritt weggehen, sofort zurück, Lob, Leckerchen, wieder von vorne. Ein paar mal wiederholen.
    In einer anderen Session. Wieder: einen Schritt weggehen, sofort zurück, Lob, Leckerchen. Wiederholen. NAch der Wiederholen einen Durchgang mit Zweischritten versuchen. Klappt das, diese Entfernung einige Male wiederholen.
    Auf diese Weise Schritt für Schritt die Entfernung steigern. Ist die Entfernung so groß, dass Du nicht mehr in der bereits gelernten Dauer wieder beim Hund sein kannst, gehst Du wieder dazu über die Dauer zu trainieren. z.B. bis Hundi dann 1 Minute "Bleib" beherrscht.
    Dann wieder zurück zur Entfernung. Hier startest Du wieder mit einer kleineren Distanz, als er schon gelernt hatte, damit er sich erinnert "Ach ja, jetzt kommt wieder das Spiel `Mama rennt in der Gegend rum und ich bekomme Essen wür Rumsitzen`- Klasse, kann ich!"
    Wenn beides gut klappt (Hund kann 60 Sek auf, sagen wir mal 10m Entfernung gut "Bleib" fängst Du an Ablenkung hinzuzufügen.
    DAzu "schraubst" Du Deine Ansprüche bezüglich Dauer und Entfernung wieder großzügig nach unten. Sprich - Du startest direkt neben deinem Hund, möglicherweise mit einer 1 Sek. Dauer... Und schraubst langsam und sorgfältig die "Ablenkungs"Schraube nach oben.
    WEnn er dort die ersten Ansätze gelernt hat, kannst Du abwechselnd ein D, ein E, oder ein A steigern.

    Zitat

    Hätte ich die Schleppleinenübung erst am Wasser machen sollen oder ihn vorher frei austoben lassen.


    Vielleicht schon. Hunde generalisieren schlecht, vielleicht hat die Situation "Wasser" mit der Situation "ARbeit an der Schleppe" nichts zu tun.

    Zitat

    Ich sehe meinen Fehler nicht, oder will er sich doch nur mal wieder durchsetzen und testen.

    Fehler sehe ich auch keinen. Nur eine Erfahrung, die Du gemacht hast: Am Wasser klappt das mit dem Gehorsam noch nicht so, wie Du Dir das vorgestellt hattest.

    Das Gute daran: Versuch macht kluch, oder wie man so schön sagt.
    Da Du ja genau weißt, was Du in der Situation "Wasser" als Superjackpot einsetzen kannst (Hund darf ins Wasser) - hast Du doch alles, was Du für ein effizientes Training brauchst: einen Hund mit einem Suchtverhalten. Ein Trainingsziel. Eine Schleppleine. Wasser. Kontrolle über die Konsequenzen des Verhalten Deines Hundes.
    Braucht nur noch ein bißchen Fantasie um daraus einen Trainingsplan zu entwickeln!
    Das klappt schon!

    Vielleicht ging es dem Labbi je einfach mal schlecht, hatte Bauchweh, oder Gelenkschmerzen (Kombi Dick/Labbi läßt mich immer an kaputte Gelenke denken...), oder was auch immer. Auf jeden Fall wollte er seine Ruhe. Man kann einen Hund ja nicht zum "nun hab Spaß beim Spielen mit dem anderen Hund" zwingen...

    Mach Dir nicht allzuviele Gedanken, Mücke ist nicht gebissen worden, das ist doch das wichtigste!

    Eine noch so gute und empfohlene Hundeschule oder ein einzelner Trainer in selbiger ist nur so gut, wie Du sie selber empfindest - jeder hat einen etwas anderen Geschmack, andere Prioritäten und andere Lernweisen.

    Wenn Dir diese Trainerin nicht zusagt, wechsele in die andere Gruppe zurück (vorher beiden Trainern erläutern, warum das für dich wichtig erscheint und richtig ist).
    Geht das nicht, HuSchu wechseln, anderen Trainer suchen. Es gibt genug! Lieber "den richtigen" finden, als gefrustet zu einer Stunde gehen. Dieser Frust überträgt sich in Nullkommnix auf Deinen Hund! Und es muß Euch beiden Spaß machen, sonst lernt Ihr beide nichts oder nur sehr schlecht...

    Warum der Labbi geschnappt hat, wird man nicht herausfinden können, alles von Schlechter Laune, Krankheit, Schlechte Sozialisierung, erlerntes Verhalten, generelle Unsicherheit etc. ist möglich.

    Ich hätte in diesem Fall meinen Hund einfach von dem anderen abgerufen und wäre gegangen.
    Da Mücke das Schnappen ja offenbar nicht als "lass mich in Ruhe" verstanden hat, wäre dem anderen nichts anders übrig geblieben, als sein Verhalten zu eskalieren (richtiges Beißen), da sein Frauchen ja nicht ihrer Aufgbe (für die Sicherheit ihres Hundes zu sorgen) nachgekommen ist. Daher hast Du richtig gehandelt.

    Zitat

    Aber Hunde untereinander können sich sehr wohl vermitteln, was sich gehört und was nicht. Hunde können das untereinander sogar um einiges besser regeln, als wenn wir Menschen uns einmischen.


    Meistens,
    es gibt aber viele Rüden, die sind so hyper, dass sie einfach nicht aufhören können, auch nicht wenn sich Hünding vehement wehrt...
    Und wenn die Halter das dann auch noch lustig finden, ist echt alles zu spät.... :irre: