Beiträge von Shoppy

    JA, darf er, aber er geht auch sofort runter, wenn ich ihn darum bitte - ich finde es wichtig, dass Hunde das von Anfang an lernen, wenn es ihnen erlaubt wird aufs Sofa zu gehen. schließlich will man sie ja nicht immer drauf haben, z.B. wenn Besuch da ist! :D

    Das kannst Du machen wie Du möchtest.

    Einige arbeiten mit dem Clicker nur während gezielter Übungs-Sessions, bei denen das gezielt was bestimmtes trainiert wird.
    Andere arbeiten auch ausserhalb der Sessions damit (ich habe z.B. den Clicker öfter mal, aber nicht immer, auf Spatziergängen dabei um da einfach mal sachen "einzufangen".
    Du kannst aber auch zusätzlich zum Clicker ein Verbales MArkersignal aufbauen - das hast Du immer dabei und kannst so den Clicker nur für die Trainingssessions verwenden, aber ausserhalb davon den Hund für gutes Benehmen oder lustiges "Zeug" mit dem verbalen Signal "clickern" (auch hier muß jedem verbelen "Click" eine Belohnung folgen, sonst entläd sich das Markerwort).

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    Was das "nicht strafen" angeht.. tja.. wenn wir nicht strafen, denkt der Wuff dann wohl nicht sowas wie: "aha.. herrchen/frauchen machen keinen aufstand, dann mach ich's wohl richtig" :???:


    Strafen ist deshalb schlecht, weil es Nebenwirkungen mit sich bringt, die kaum unter Kontrolle zu bringen sind. Ausserdem müssen für wirksames Strafen Regeln eingehalten werden, sonst bringts gar nicht. Weil es sonst zu weit führt nur ein Beispiel: Hunde sind fantastische Differenzierer: Sprich, sie lernen sehr schnell, eine Situation von einer anderen zu unterscheiden. Daher ist eine der Regeln zum richtigen Bestrafen: tu es IMMER wenn das Verhalten auftritt! Also sowohl beim erstem mal (und das hättet Ihr nun schon mal verpasst als auch bei allen folgenden. Ihr müßtet den Hund also 27/7 unter Beobachtung haben und nicht nur das - auch in der Lage sein, die Strafe mit richtigem Timing anzubringen. DAs schaft kein Mensch! Und so tritt dann der Effekt ein - einmal war das Verhalten okay (weil nicht gestraft wurde) - was war anders an der Situation - oh, der große Mensch war nicht da - aha! dann ist das Verhalten also nur nicht okay, wenn der große Mensch da ist.....


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    meint ihr also nicht, das "klare ansagen" in so einem fall angebracht sind? ich kann ihn doch wohl nicht machen lassen!?


    Wie bringst Du Deinem Kind nahe, dass es etwas nicht tun soll? Haust Du ihm auf die Fingers, oder versuchst Du was anderes?
    Bei Kleinkindern muß man wahrscheinlich durch "Kindersicherungsmaßnahmen" dafür sorgen, dass sie nicht auf die heiße Herdplatte fassen. Sind sie etwas älter, kann man erklären, dass das gefährlich ist.
    Genauso ist das bei Hunden. Wenn man was nicht erklären, also dem Hund durch Training beibringen, kann, muß man das Verhalten durch geeignete Maßnahmen von vorneherin verhindern. Das Problem dabei ist, dass man erstmal einen Trainingsplan entwickeln muß, und der, logischerweise, nicht gleich sofort greifen kann. Deshalb muß man eben erst mal "Verhinderungs-Management" betreiben. Deine Trainerin wird Dir da sicher weiterhelfen können


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    Ok.. aber nochmal: Danke an Alle. Werde versuchen mit dem Tierheim und der Hundetrainerin eine Lösung zu finden!

    Du solltest das Tierheim bitten, die Probezeit zu verlängern. Schließlich gibt es ja ernstzunehmende Probleme, an denen längerfristig gearbeitet werden muß, um zu sehen, ob es Zweck hat, oder nicht.
    Es sollte im Interesse des Tierheimes sein, Euch diese Zeit zu geben. Denn entweder ihr schafft es, erfolgreich am Proble zu arbeiten, sodaß der Hund bei Euch bleiben kann, oder der Hund geht zurück und ist als "Boomerang" mit bekanntem "Kinder"-Problem viel schwieriger zu vermitteln...

    Hallo,

    es ist normal, dass Hunde eine Weile brauchen, bis sie "ankommen". Stell Dir vor, Du wirst plötzlich umgesiedelt in ein fremdes Land - die erste Zeit wirst Du wahrscheinlich damit beschäftig sein, an das alte Zuhause zu denken und Heimweh zu haben.
    Dann "wachst" Du quasie im neuen Zuhause auf und muß nun versuchen, rauszufinden, wie da die Spielregeln sind - das passiert meistens nach ein paar Wochen.
    Mit dem Rausschicken hast Du sehr gut reagiert. Du bist nicht in die Konfrontation gegangen, was ehr kontraproduktiv wäre, sondern Du hast dem Hund gezeigt, dass Du dieses Verhalten nicht möchtest, und ihm gleichzeitig einen Weg aus der Situation gezeigt.
    Ganz ganz wichtig ist, dass das Knurren nicht "wegbestraft" werden darf. Denn es ist zwar sehr leicht, einem Hund beizbringen, nicht zu Knurren, aber damit ist die dem Knurren zugrundeliegende Emotion nicht verändert.
    Sprich, der Hund ist immer noch ängstlich oder ärgerlich, zeigt das aber nicht mehr durch Knurren an. Du kannst also nicht darauf reagieren, weil Du ja nichts wahrnimmst. Weil Du nicht reagierst, wird der Hund weiter geängstigt/geärgert und sieht möglicherweise an einem Punkt die Notwendigkeit, auf andere Art zu zeigen, dass er "Einspruch" erhebt. Deutlicher heißt hier durch Schnappen oder Beißen - daher die "er hat aus dem Nichts und ohne Vorwarnung gebissen"-Anschuldigungen gegen Hunde.

    Such Dir auf alle Fälle einen Trainer, der auf diese Wichtige Komunikation (Knurren) nicht mit bestrafen reagiert - Du würdest Dir nur ein dickes Eigentor damit schießen!!
    Wo wohnst Du denn? Vielleicht kann Dir jemand eine gute HuSchu in Deiner GEgend empfehlen?

    Hallo,

    lies Dich mal zum Thema "systematische Desensibilisierung" schlau.
    Es gibt, das wurde ja schon erwähnt, spezielle Geräusch-CDs, mit deren Hilfe man den Hund langsam an einen Teil der Angstauslösenden Reize gewöhnen kann - an das Geräusch, bei Gewitter und Knallerangst sind aber noch andere "Reize" als Auslöser vorhanden, wie Luftdruckändrungen, Gerüche und Licht. Diese lassen sich allerdings nicht so gut desensibilisieren, weil man sie nicht gezielt einsetzen kann, in Stärke und Dauer, wie man sie gerade bräuchte. Einzig Sylvesterknaller könnte man geruchlich mit Wunderkerzen etwas simulieren.

    Du könntest auch DAP-Zerstäuber einsetzen. DAs sind Pheromone, die beruhigend auf Hunde wirken.

    Unterstützen kanst Du das Programm dadurch, dass Du bei den Desensibilisierungs-Sessions (also dem leisen Abspielen der Geräusch-CDs) dem Hund ein enges T-Shirt oder eine Körperbandage anlegst.
    Durch diese "Bekleidung" wird ein leichter aber großflächiger Druck auf die Haut des Hundes ausgeübt, wodurch der Körper Oxitozin ausschüttet - Oxitozin ist ein körpereigenes "Glückshormon", das zufrieden und glücklich macht. WEnn Du dann immer noch ds DAP auf die Bandage oder das T-Shirt sprühst und dem Hund leckere Putenhäppchen servierst, wird er lernen, dass die Gewitter-, oder Sylvestergeräusche was schönes sind. Möglicherweise verändert sich so die emotionale Einstellung gegenüber dem GEsamtgeschehen (Gewitter oder Sylvesterknallerei) so weit, dass auch die anderen Reize nicht mehr ao ängstigend sind.

    Ich würde Dir auch zu Tellington-Touches raten!

    Hallo,

    da hattest Du doch jetzt einen guten Start.
    Ja, bau das ganze langsam auf - nachdem die beiden ja bis jetzt alles zusammen machen durften, ist es richtig mit kurzen Trennungen anzufangen, damit sie nicht in Panik geraten, und es dann negativ Verknüpfen. Du könntest diese kurzen Abschnitte, in denen Du einzeln mit Deinen Hunden rausgehst mehrmals hintereinander machen - das ist natürlich ein wenig lästig, aber du hättest einen schnelleren Gewöhungseffekt, weil es ja einfach öfter passiert. Also erst für 5 Min. mit Hund 1 raus, dann mit Hund 2, dann wieder mit Hund 1, dann mit Hund 2 und so weiter.
    Auf im Haus kannst Du mit beiden getrennt und zusammen üben.
    z.B. indem Du einen auf seinen Schlafplatz schickst und mit dem anderen ein paarmal Sitz, Platz oder Such übst. Natürlich solltest Du den Hund, der die Bleib-Übung auf seinem Platz absolviert hat, auch belohnen. Wenn es anfangs für den "Bleib"-Hund zu streßig ist, liegenzubleiben und er immer wieder das Signal auflöst, sicherst Du ihn mit einer Leine und sagst nicht "Bleib" sondern "Warte". Ds ist wichtig wegen der Definition und der Konsequenz. Bei "Bleib" würdest Du aufgelöste Positionen (also z.B. Hinlegen bei gefordertem "Sitz-Bleib" oder aufstehen bei gefordertem "Platz-Bleib" ständig korrigieren. Und hast somit keine Zeit Dich um Dein eigentliche Trainigs-"Opfer" zu kümmern.
    Wenn Du das Signal "Warte" verwendest, kann das die Bedeutung "Bleib an diesem Ort, bis ich Dich abhole oder ich das Signal auflöse" bekommen. Wobei es hierbei egal ist, welche Körperhaltung der Hund hat (er darf die gesamte Zeit frei wählen, ob er steht, sitzt oder liegt) - nur am designierten Ort muß er bleiben, und das kannst Du ja mit einer Leine sicherstellen. So kann er keinen Fehlermachen und Du kannst nicht anders als richtiges Verhalten belohnen.

    Das gleiche kannst Du dann auch draussen machen: Einen Hund "parkst" DU mit "Warte" und Leine an einen Baum (oder so) und mit dem anderen machst Du ein paar Schritte weiter ein paar kurze Übungen und Spiele.
    Nach 2-3 Minuten machst Du dann Hundetausch. Das ganze 3-4 Mal im Wechsel und Du wirst sehen, wie schnell die beiden lernen, dass sie auch durchaus Sachen getrennt voneinander machen können.

    Jack Russel zittern viel - die scheinen ständig unter strohm zu stehen.
    Mein oft-Gasthund zittert, wenn sie aufgeregt ist. Und aufgeregt kann man aus Verschiedenen Gründen sein.
    Aber wenn es so schlimm ist, dass es zu erbrechen und/oder Durchfall führt, würde ich da langsam mal was gegen unternehmen.
    Erstmal würde ich den Hund gründlich medizinisch durchchecken lassen!

    Dann solltest Du unbedingt ein Entspannungssignal konditionieren. Damit der Hund lernt, dass es auch noch was anderes als 100tausend Watt gibt.
    Bei Aufregung werden Streßhormone ausgeschüttet, die teilweise Tage brauchen, bis sie sich wieder auf ein normales Niveau runterpegeln würden. Wird der Hund nun, während der Pegel noch hoch ist, erneut "aufgeregt" steigt das Streßhormon-Level höher, als es beim Mal vorher war - mit anderen Worten: der Pegel steigt und steigt uns steigt...

    Und mach Dich mal über Tellington-Touch schlau - die Touches helfen dem Hund das allgemeine Erregungsniveau zu senken.
    Ich touche meinen Gasthund und es schein Ihr sehr zu helfen - jedenfalls ist sie inzwischen in der Lage, meine Katze im gleichen Zimmer zu "ertragen" ohne völlig aus der Haut zu fahren.
    Als sie das erste mal da war, wollte sie das arme Tier am liebsten fressen - oder, noch besser, bis nach Alaska jagen, rennrennrenn...
    Man fängt mit den Touches an, wenn der Hund eh gerade einigermaßen ruhig ist, also vielleicht abends, bevor es ins Bett geht (oder im Bett :^^: ).

    Wenn der Hund entspannt ist, kanst Du auch gleich das Entspannungssignal konditionieren, indem Du leise und ruhig "ruuuuuuuuuhig" oder was ähnliche sagst, während Du den Hund langsam abstreichst, oder sanft massierst. Damit lernt er sein entspanntest Körpergefühl mit einem Wortsignal zu verknüpfen.