Beiträge von Shoppy

    Huhu,

    es wird immer ein bißchen schwieriger, wenn man schon ein wenig genervt ist, weil so nichts zu klappen scheint.
    Aber: sie ist doch wirklich noch ein Baby.

    Was genau meinst Du mit der "Art Kiste"? die Wurfbox? Auf alle Fälle klingt das nicht gut - nämlich als ob sie dort nie raus durfte (wenn sie da rein machen mußten) - denn dann ist schon einiges in der Sozialisation nicht gelaufen, was hätte laufen müssen.
    Bitte, bitte, such Dir eine richtig gute Hundeschule, die sich unbedingt gut mit Welpen auskennen sollten.
    Achte bei der Auswahl darauf, dass es eine möglichst KLEINE Anzahl von Welpen ist, die auch nicht die ganze Zeit miteinander spielen dürfen. Im Gegenteil - wichtig für Euch ist jetzt, dass sie lernt ruhiger zu werden und sich zu entspannen - und sie muß lernen, dass sie das auch gerade in Anwesenheit von ablenkenden Sachen machen kann.

    Falls möglich, nimm eine, die mit Clickertraining arbeiten, denn:
    Im Moment bist du hauptsächlich auf ihre Fehlverhalten fixiert und achtes (logischer und verständlicherweise) hauptsächlich darauf. Durch das Clickertraining wirs Du aber lernen, die Sachen zu sehen, die sie richtig macht - und diese zu belohnen. Das ist ungeheuer wichtig, denn sonst gerätst Du immer tiefer in die "hm ja, das ist ja nicht so schlimm, aber sie macht auch dies und das und jenes und das nervt..." IHR Verhalten kannst Du aber nur ändern, wenn Du DEIN Verhalten veränderst.

    z.B. Wenn sie auf dem Sofa in der Lage ist, sich zu entspannen, machst Du das erstmal auf dem Sofa mit ihr, denn irgendwo mußt Du ja anfangen.
    Schau, wenn sie quasi kontaktlos (zu Menschen) in einer Kiste aufgewachsen ist, kennt sie nur die Geschwister - und wenn Du schon mal Bilder von einem Hundewurf gesehen hast, dann wird Dir aufgefallen sein, dass die immer in einem größen Knäul zusammen liegen - die halten sich gegenseitig warm und vermitteln sich SICHERHEIT!
    Sie braucht das noch und zeigt Dir das ganz deutlich - sie schläft auf Deinem Schoß ein und sie kriecht zu Dir ins bett und "besteht" auf Kontaktliegen (ich persönlich kann auch gar nicht mehr anders einschlafen :ops: )!
    Das sind zwei Gelegenheiten, dass Entspannungssignal einzuführen.
    Wenn sie Streicheln nicht so mag, bzw. sie das leicht wieder aufputscht, streichele sie nicht oder versuch es mit Tellington-Touches. ich würde mit dem Waschbärtouch anfangen, ganz federleicht...
    Was bei aufgeregten Hunden auch gut hilft, sind die Körper-Bänder oder enge T-Shirts. Durch den sanften Druck werden Hormone ausgeschüttet, die beruhigend wirken.
    Aprospos beruhigend: Erkundige Dich bei Deinem Tierarzt nach DAP (das sind Pheromone, die die Hutterhündin verströmt, wenn sie die Welpen säugt - daher sind diese Gerüche äußerst angenehm für den Welpen mit Entspannung verknüpft. Es funktioniert nicht bei allen Hunden, aber der Versuch ist es wert.
    Du kannst auch all die Komponenten miteinander kombinieren: DAP und Körperbandage und Entspannungssignal und TTouches.

    Du mußt eine Balance finden zwischen aktiver Beschäftigung (die natürlich nicht auf der Strecke bleiben darf, bei all der Entspannung :D ) und Entspannung, sodaß sie leicht ziwschen den beiden "Zuständen" hinundhergleiten kann und Du nicht das Gefühl hast, dass Du sie quasie fesseln müßtest, um sie ruhig zu stellen.


    PS: Wo wohnst Du denn, vielleicht kann jemand eine Gute Hundeschule empfehlen?

    Zitat


    Eine Kette ist nichts schlimmes, wird immer verschrien etc., ist aber nun wirklich keine Tierquälerei solang der Hund beim Leinenruck nicht durch die Gegend fliegt.

    LG Ulrike, die mit ihrem Hund grad die BH Prüfung bestanden hat (siehe Avantar *g*)

    Bitte DRINGENS dass Buch "Rückenprobleme beim Hund" lesen...


    :kopfwand: :kopfwand: :kopfwand: :kopfwand: :kopfwand:

    Hallo Steffi,

    ich versuch das mal (hoffentlich eingermaßen verständlich) auseinander zu klamüseln:

    Ihr hab schon herausgefunden, dass Bruno aus Unsicherheit bellt. Unsicherheit ist ein anderes Wort für Angst! Sprich, er bellt, weil er Angst vor dem "Ding" hat, dass er anbellt, und der Zweck des Bellens ist Kommunikation, nämlich seine Version von "Bitte gehen Sie zurück, Sie machen mir Angst!" Klingt höfflich, gell?
    Angst ist, das kannst Du bestimmt nachvollziehen, ein unangenehmes Gefühl, viel lieber wäre er nicht ängstlich, sondern selbstsicher.
    Wie bekommt man es also hin, dass er die "Dinger" nicht mehr beängstigend findet, sondern sie entweder gar nicht beachtet, oder sie sogaqr angenehm findet (ich finde es wichtig, dass Hunde Menschen grundsätzlich als angenehm empfinden, denn schließlich sind es ja Haustiere, und müssen mit uns zusammenleben, ab sie nun wollen oder nicht...).
    Angenommen Du hast Angst, sagst das, und bekommst dafür eine Ohrfeige (ein Leinenruck ist genau das - im Prinzip - es ist eine Bestrafung!) - hast Du dann weniger Angst vor dem Teil?
    Vielleicht lernst Du, nicht mehr mitzuteilen, dass Du Angst hast, aber beseitigt das Dein Problem? Oder ist es nicht vielleicht ehr so, dass wenn Du das Ding siehst, jetzt sogar noch mehr Angst bekommst, weil Dir jetzt auch noch eine Ohrfeige droht??
    Das das ganze nicht funktioniertm hast Du ja auch selber schon gemerkt.

    Fang an, eine Liste zu führen: was GENAU bellt Bruno an.
    Wirklich alles und jeden?
    Bellt er IMMER alles an, oder ist es z.B. im dunkeln schlimmer.
    Ist das Bellen abhängig davon WIE DICHT das Ding an Euch dran ist?
    Ist es egal, ob sich das Ding bewegt, oder nicht?

    Du sagst, er reagiert in diesen Situationen nicht auf Leckerchen.
    DAzu einige Anmerkungen. Es gibt immer ein leckereres. Und es gibt immer eine weniger ängstigende Version des Dings!

    Stell es Dir vor wie eine Wippe auf dem Kindergarten.
    DAs böse, große schwere DING sitzt auf der einen Seite. Auf der anderen Seite ein kleines, einsames, leichtes Trockenfutterbröckchen...
    Natürlich springt er darauf nicht an.
    Du mußt etwas finden, dass die Wippe zum Kippen bringt.
    DAzu kannst Du einerseits ein besseres Leckerchen nehmen, und andererseits kannst Du das DING kleiner, leichter, harmloser machen.
    Der Trick dabei ist, das DING in viele kleine EinzelDINGER zu zerlegen.

    Deine Liste kann Dir dabei helfen. Angenommen, er findet große, fremde Männer mit Hut, die sich schnell auf ihn zubewegen besonderst gruselig.
    Dann wäre eine "leichter" Version davon z.B. ein bekannter Mann, der in einer angenehmen Entfernung von Euch steht.
    Mit dieser "Version" wird dann erst mal geübt!

    Übrigens ist Angst ein Gefühl, kein Verhalten. VERHALTEN kann BEstärkt werden, Gefühle nicht.
    Du KANNST aber die Assozieation, die Dein Hund mit den DINGERN hat, verändern und das geschieht mit Gegenkonditionierung und Desensibilisierung.

    Das von Dir derzeit praktivierte NEIN+Leinenruck ist genau das gleiche, übrigens. Es verändert die Assoziation, die Dein Hund mit dem DING hat - nämlich weiter ins negative...

    Zitat

    Sie ist auch ständig jede Nacht von 2-4 Uhr wach und will nur spielen. Licht aus, alles ruhig etc hält sie davon auch nicht ab. Auf Dauer geht das einfach nicht.

    Kann es sein, dass sie so "hyperaktiv" ist, weil ich doch viel zu viel von ihr verlange?

    Wahrscheinlich habt Ihr Euren Tagesrhythmus einfach noch nicht gut aufeinander abgestimmt. Ich würde evtl abends noch mal eine spätere Spielstunde mit anschließender Gassirunde einlegen, danach machst Du (wie bei Kindern) ein Einschlafritual mit Kraulen, Massieren, (habe ich hier in dem Thread schon "Entspannungsignal" geschrieben? :D ). Wenn sie dann nachts doch noch mal anfängt rumzubollern, wiederholst Du einfach noch mal das Einschlafritual. Auch ich denke, dass das Schlafen in einer Box sinnvoll sein könnte, weil es ihren Aktionsradius etwas einschränkt.


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    Hat jemand das Buch "Mit Hunden sprechen - von Jan Fennell" gelesen? Was haltet ihr von ihrer Theorie? Und vor allen Dingen bei einem so jungen Hund?


    Habs gelesen, ist gut geeignet - um im Kamin ein paar warme Minuten zu erzeugen :D .... Im Ernst, die Dame entwickelte ihre Methode, nachdem sie eine Dokumentation über Wölfe im Fernsehen sah... Würde ich eine Welpenerziehungsmethode entwickeln, die auf den "Dokumentationen" die derzeit z.B. auf VOX laufen, entwickeln, ständen Euch die Haare zu Berge...
    Es gibt gute Bücher, die in den Quellen angeben, welche wissenschaftlichen arbeiten den beschriebenen Methoden zugrunde liegen - Lerntheorie ist einfach extrem gut erforscht, weil der Mensch extrem daran interessiert ist, wie man am schnellsten, sichersten, nachhaltigsten lernt, warum sich da auf "die Alpha-Wölfe essen als erste und darum gibts für mich immer zu erst einen Keks!"-Geschwafel einlassen??
    Wölfe essen auch Plazentas, und rollen sich in Tierkadavern...


    Zitat

    Ich glaube, ich überfordere sie etwas?! Was habt ihr denn eurem Hund als erstes beigebracht? Ich dachte ich kenn mich mit Hunden aus, aber irgendwie ist bei ihr alles anders.

    Hunde sind eben auch Individuen und Du bist an ein "energetisches" Exemplar geraten. Das wird schon, ihr kennt Euch doch gerade erst, dass muß sich erst einspielen.


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    Und danke für den hilfreichen Tipp mit dem Clicker. Hab schon angefangen mich in die Thematik einzulesen, und werd mir schnellstmöglich einen Clicker zulegen.

    Jaaaaa! Suuuuuuper! Klickklack --> Leckerchen :D

    Welpen sind "Lernmaschinen" (ich glaube das hat Dr. Ian Dunbar gesagt)
    Du wirst sehen - bald werdet Ihr ein eingespieltes Team sein!!

    Nu hat Kathrin das ja schon perfekt beschrieben...

    Streichele oder massiere den Hund so, wie es ihm gefällt, und so, dass er sich auch entspannt, also ehr langsam und sanft als stark rubbelnd.

    Du kannst das gewählte Entspannungswort auch sagen, wenn der Hund gerade im Körbchen kurz vorm einnicken ist.

    Übrigens hat auch Kauen eine stark beruhigende Wirkung.

    Naja, die Antwort gibst Du Dir ja schon teilweise selber.
    Sie ist unsicher - und bestimmt stark auf dich fixiert.
    Nach Deiner weiteren Beschreibung würde ich mal davon ausgehen, dass sie tatsächlich auf Peppers Läufigkeit reagiert. Wie man da allerdings drauf reagieren soll, und wie man das ändern kann, weiß ich ehrlich gesagt nicht.