Beiträge von Shoppy

    Huhu,

    bin auch mal wieder da - habe leider wegen Mega-Erkältung die letzten 5 Tage im Bett verbracht...
    Buäöä!

    Soso, Frau Anke! Da Gratuliere ich Sie mal offiziell zum neuen Partner!

    Mein zweiter Nebenjob wird mich wohl bald auch gelegentlich in Richtung Höxter führen, dann kann ich das eine (bezahlte gefahrene Kilomenter) mit dem anderen (netter Spatziergang mit Euch) verbinden, jedenfalls sofern die Anwesenheit evtl. Gasthunde das zuläßt...

    Gibts denn schon einen Termin?

    Hallo Katja,

    öhm diese Woche ist schlecht. Morgen ist Zeitungstag, Donnerstag bion ich Vormittags in HOL und nachmittags habe ich Kunden hier.
    Freitag bekomme ich erst besuch von einem Herren von aras, der mich Futtertechnisch berät und abends kommt irgendwann Herr Sammy - bis Sonntag

    Puh,
    äääh und seid heute habe ich auch noch für zwei Wochen meinen LieblingsJRT hier...
    Samstag könnte ich wohl irgendwie einrichten, zwischendurch mal eben, dann aber hier.
    die Woche drauf könnte ich dann auch mal irgendwohin fahren, Frau Raffzahn past ja problemlos ins Auto. Allerdings weiß ich da nicht, was da Nebenjobtechnisch so läuft, dass erfahre ich erst Donnerstag...

    Wie geht es denn Deinem alten Schatzi?

    Hallöle,

    vielleicht ist es für Deine Kinder 8und natürlich den Hund) auch ganz gut, zu lernen, wie man einen Hund vernünfig erzieht, z.B. in einer guten Hundeschule.
    Vielleicht suchst Du Dir eine aus, wo sie Clickern, denn das können Kinder (und Hunde) schnell lernen und dann können sie (unter Deiner Aufsucht) viele tolle hundetricks mit Frau Nala einüben.
    Boller-Terrier (Namenskreation meiner Trainerin, die selber auch einen Bordercollie-Terrier-Mix hat) sind für Tricks und so "unnützes Gedöns" bestimmt zu haben :D

    Besonders wichtig ist aber, was Corinna (Flying-Paws) schon geschriben hat - dass Nala "Ruhe" lernt.
    Google mal nach Ttouch - das ist u.a. eine sanfte Massage, die von Linda Tellington-Jones entwickelt wurde. Das kann Euch beiden helfen, etwas zu entspannen.

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    Ich bestrafe nicht, ich hole ihn in die Aufmerksamkeit zurück.


    Wie ich bereits sagte, das geht auch tatsächlich ohne Leinenruck...


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    Mein Hund reagiert, wenn ich sage "sitz" und er sitzt nur das er mich dann nicht anschaut, was ich als nächtest von ihm möchte, sondern es interessanter ist, die Ratte zu beobachten. Zuppelt es an der Leine, dann erinnert er sich dann wieder, das ich auch noch da bin. Ich könnte natürlich auch einfach weiter gehen und ihr erst mal hinter mir herzerren.


    Das ist ein Denkfehler, denn Du hast seine Aufmerksamkeit, denn sonst hätte er nicht auf Dein Signal gehört. Hunde sind genauso Multitaskingfähig wie Menschen. Sie können sowohl einer Ratte zusehen, wie einem Menschen zuhören. Warum nicht einfach mit einem weiteren Signal zum mitgehen auffordern? Ach ich vergaß, du zuppelst das Signal...

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    Ich habe nichts von Halsband gesagt, sondern ich sagte in die Leine laufe. In die Leine laufen kann man auch mit einem Geschirr.


    Ja, das kann hund, und da kann er sich wenigstens nicht am Hals bei verletzen, und es wirkt sich ebenso nicht auf die Speiseröhre auf den Kehlkopf auf die Sauerstoffversorgung des Gehirns und den Augeninnendruck aus. Allerdings ist am Geschirr ein Leinenruck auch einfach absurd, da er eben nicht die beeindruckende Wirkung auf den Hund hat, den Leinenrucker wünschen.

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    "Langsam" und "Warte" muss auch erst mal konditioniert werden, denn solange das nicht der Fall ist, kann man noch so toll vorausschauen, wenn der Hund es nicht kennt, wird er darauf nicht reagieren. Genauso wie er erst einmal nicht darauf reagieren wird, wenn er weiß, wo es hingeht und was ihn erwarten - ganz besonders wenn er weiß, das es gleich Spaß pur gibt.

    Stimmt, man muß es konditionieren. Genauso wie ein Leinezuppel.
    Aber:
    Ein "Langsam" enthält (nach der Konditionierung) eine Information für den Hund, die er ohne umschweife umsetzen kann. Ebenso ein Warte.
    Ein zuppeln enthält diese Info nicht, zuppel sagt, jedenfalls so wie du es bis hierher beschrieben hast nur "erinnere Dich, dass ich am Ende der Leine hänge, und das ich was von Dir wollen könnte!"
    Jau, und was.
    Was für ein Umweg...
    Ich bin Faul, ich habs lieber direkt - ich sage meinem Hund lieber was er machen kann, nicht was er lassen soll, denn davon weiß er noch immer nicht, was er stattdessen machen sollte...


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    Mach dir mal keine Sorgen um meine Gesundheit, die ist genauso wenig gefährdet, wie die der mir anvertrauten Hunde.


    Sei ganz beruhigt, mir es geht in diesem Thread um die gesundheit eines anderen Hund/Mnschgespanns...

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    Sicher?
    Also sehe ich bei meinen Hunden - weder bei meinem eigenen noch bei dem Sitter - nicht, dort sehe ich das ganze Gegenteil, nämlich das sie richtig verknüpfen und keinerlei Fehlverknüpfungen aufweisen.


    Weiß Du was der Unterschied zwischen einer Fallstudie und einer wissenschaftlichen Arbeit ist?
    Das was Du sagst ist eine Fallstudie. Und wissenschaftlich abgesichert in unzähligen Tierversuchen, die teilweise extrem unschön sind, ist, dass Strafe sich wie eine Flächenbombe auf das ganze Verhaltensrepertoir des gestraften Lebewesens auswirkt. Es ist belegt, dass bestrafte Lebewesen Sachen, die sie zum Zeitpunkt der Strafe wahrnehmen, mit in die Strafe reinverknüpfen.
    Achtung andere Fallstudien:
    ~ Ein jagdlich hochambitionierter Hund hat jetzt Angst vor Schmetterlingen, weil er diese zum Zeitpunkt der Bestrafung wahrgenommen hat. An seiner Jagdleidenschaft hat die Strafe nix geändert.
    ~ Ein netter Haushund geht auf alles los, was Pepperonie gegessen hat. Denn der Pizzabote, der ihn getreten hat, hat nach Pizza gerochen.
    An seiner Gewohnheit, Menschen an der Haustüre anzuspringen hat sich durch den strefenden Tritt nichts geändert...
    Bestimmt könnten wir uns noch Stundenlang Fallstudien an den Kopf werfen.
    Produktiver ist es, sich über wissenschaftliche Daten zu informieren.


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    ...
    Das der Hund in beiden Situationen schneller in das Ende der Leine kommt, als das man als Hundführer reagieren kann ist unausweichlich. Also habe ich die Möglichkeit zu warten, bis der Hund merkt es geht nicht weiter und wieder reagiert oder ich müsste entsprechend den Hund an der Leine zurückziehen und ihm dabei mehr "Gewalt" antun, damit ich ihn einfange, das er wieder auf mich reagiert und das würde eine aktive Strafe bedeuten.
    Wie gesagt, ich bin mit dieser Methode immer sehr schnell ans Ziel gekommen.

    Was ist jetzt genau Dein Argument?

    Gibt es WIRKLICH keine andere Möglichkeit, den Hund "zu erreichen"?
    Hund steht also an der gespannten Leine und die einzigen beiden Möglichkeiten, die Dir einfallen sind "Mach den Baum" oder Mach den Enterhaken?
    Mir fallen noch so diese oder jene andere Möglichkeiten ein.
    Ich könnte z.B. einfach selber Richtung Hund gehen (und damit der nicht weiter vorwärts kann, die Leine auf dem Weg dahin einsammeln.
    Wenn ich den Hund erreicht habe, kann ich ihn mit einer Berührung auf mich aufmerksam machen (sofern er nicht so erregt ist, dass er mir deswegen wahrscheinlich blaue Flecken machen wird, denn das ist eine übliche Reaktion...).
    Ist der Hund ziemlich stationär, könnte ich um ihn herumgehen.
    Ich könnte auch die Leine fallen lassen und gehen.
    Falls das wegen irgendwelcher Gefährdungen, die meinem Hund drohen, oder umgekehrt, könnte ich#, sofern es die Örtlichkeit zuläßt, den Hund an diesem Ort "aussetzen", sprich dort befestigen und gehen.
    Und weil Menschen in der Regel die Klappe in so einer Situation eh nicht halten, werde ich es wohl zunächst mit einem Ansprechen des Hundes versuchen. In dem Fall zahlt es sich aus, wenn man normalerweise nur in Zimmerlautstärke mit seinem Hund flüstert. WENN man dann also mal laut wird, wird das oft wahrgenommen.

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    Bei einem unsicheren Hund, der auf Hunde generell reagiert, würde ich von Anfang an zur Seite gehen, noch bevor seine Hirnschranke fällt, via UO das Platz fordern und dann über Spielzeug oder Leckerchen die Ruhe belohnen und dafür sorge Tragen, das der Hund nicht aus dem Platz aufsteht und vorgehen kann.

    Gegen Abfragen einer Übung ist nicht wirklich was einzuwenden - sofern diese Übung positiv aufgebaut wurde. Sie MUSS positiv verknüpft sein, wil sie sonst die Wippe" nicht zum Kippen bringt.
    Das Konto "Böser Reiz" ist tieftieferamtiefsten in den Roten Zahlen. Das kriegst Du nicht gedeckt indem du Pfennigbeträge einzahlst - das müßen die großen bunten Scheinchen her. Sonst Konditionierst Du Dich alt und grau.
    Aus diesem Grund ist "Platz" denkbar ungünstig, denn das ist die Position, in der der Hund am angreifbarsten ist. Es ist für ihn also umso schwerer, diese einzunehmen, da kann es noch so positiv aufgebaut sein...
    Warum das Schwerste abfragen was geht. Warum nicht was am leichtesten ist? (Ausgenommen natürlich Border Collies, die im Zweifel ja immer liegen :D )

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    @ Martina,

    Nette Ausführung, aber wohl auch nicht allgemeingültig.

    Denn ein Hund der fixiert oder gerade etwas sieht schaltet schon mal gern sein Gehör aus und reagiert nicht auf Ansprache, wird aber mit einem Leinen zuppeln aufmerksam, das dort noch was war. .

    Du bestrafst also Deinen Hund für den Aufmerksamskeitsfehler, den Du gemacht hast...


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    @ Und zum anderen, ich kenne sehr viele Hund, die in die Leine laufen, aber sich dann an ihren Besitzer orientieren und von allein wieder aus dem Zug laufen und somit auch ein unerwünschtes Verhalten - Leine ziehen. Wird doch immer wieder empfohlen - auch hier im Forum - das man bei ziehenden Hunden stehenbleiben soll und erst weiter gehen, wenn sich die Leine entspannt. Genauso wie das Richtungswechseln, auch da läuft der Hund in die Leine und wir mit einem Ruck in die gewünschte Richtung zitiert. Das dieses Erfolge bringt, lässt sich nicht verleugnen und ist so gar als Trainingsmethode von Animal Learn anerkannt und diese lehnen ja Hilfsmittel wie Halti oder ähnliches ab, weil das Schmerzen verursacht und nicht gut für die Halswirbelsäule. Wenn also der "Ruck" von dem in die Leine - Leinenziehen - so gefährlich und nutzlos wären, dann würden die das doch nicht befürworten, oder.?.


    Ja, das wird hier im Forum gerne empfohlen. Und bei vielen Hunden funktioniert das. Und wenn Du die Leinenzieherthreads liest, wirst Du festgestellt haben, dass es mindestens genausoviele Hunde gibt, bei denen es nicht funktioniert, weil die sich eben nicht von alleine "enthängen" können - und das liegt am Opositionsreflex. Der ist ein physikalisches Gesetz - wie die Schwerkraft...
    Ich glaube nicht, dass es die Trainingsmethode von Animal Learn beinhaltet, dass die Hunde ungeschützt in ein Halsband rennen - denn soweit ich weiß, empfehlen sie 1. das Tragen eines Geschirrs. 2. kann man es auch anders machen.
    Wenn man aufmerksam genug ist, spricht man den Hund an, BEVOR der Opositionsreflex ausgelöst ist, orientiert ihn zu sich um, benutzt ein "langsam"- oder ein "Warte"-Signal und es kommt erst gar nicht zum ziehen.
    Das allerdings erfordert vorausschauendes Training - nämlich, dass man sich vorher überlegt, welche Signale man denn wohl irgendwann mal brauchen wird und diese trainiert. UND es erfordert Aamerksames Gehen mit dem Hund, damit man die Signale dann auch gibt, wenn der Hund mal "vergißt", dass die Leine gleich zuende sein wird.

    Der Ruck "wäre" nicht gefährlich - er IST gefährlich. Er ist sogar für DEIN Gelcihgewicht, für DEINE Schultern und für DEINEN RÜcken gefährlich!


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    @ Zudem ist ein zuppeln noch lange kein rucken und belastet weder Halswirbelsäule noch sonst irgendwas. Vergleichbar mit dem anschlagen/zupfen einer Gitarrenseite.


    Du kannst ein Rucken solange Zuppeln nennen, wie Du möchtest, es ändert nichts an der Tatsache, dass es eines ist. Und warum Rucken in den diversen Stärken in der Hundeerziehung und besondrest in der Gegenkonditionierung nichts zu suchen haben wurde hier bereits genauestens erläutert.
    Der Ruck ist ein für den Hund unangenehmer Reiz, der mit dem eh schon unangenehmen Reiz "anderer Hund", "fremder Mensch", "rotes Gummiboot" reinverknüpft wird. Rein rechnerische ergibt minus plus minus mehr Minus... so ist das eben. Mit Rucken arbeitest Du dich tiefer in dem Sumpf, und nicht dauraus hinaus!


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    @ Na das man nicht immer verhindern kann, das ein Hund - gerade ein junger oder partiell aggressiver Hund - ins Halsband oder ins Geschirr geht und dann siehe oben.


    Richtig man kann es nicht, man ist ebensowenig perfekt, wie ein Hund.
    Deshalb sollten Junge oder Aggressive Hunde ja auch ein Geschirr tragen, damit diese gar nicht erst/nicht auch noch, den Leinenruck mit ins Gesamtbild verknüpfen.

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    @ Tja trotzt der Studien ist das Erziehungshalsband immer noch in verschiedenen Ausbildungsgängen in vielen Vereinen noch Pflicht, ist bei der Gebrauchshundausbildung immer noch an stelle eins und das nicht nur zur Ausbildung, sondern auch im Einsatz. - nicht das ich das gut heiße, denn deswegen auch "darüber kann man sich streiten" da ich sehr viele kenne, die diese Art für gut befinden.


    Was ist das denn für ein Argument. Du nennst Leute als Beispiel, denen es entweder noch nicht bekannt ist, oder denen es schlicht am A**** vorbei geht, dass sie die Gesundheit ihrer Hunde gefährden. Und was soll man daraus bitte für Schlüsse ziehen?
    Ganz im Ernst. Ich erwähne diese Studien, damit man sich selber ein Bild machen kann. Wenn man dann immer noch mit Würgern, Stachlern oder sonstwas arbeiten möchte, hast Du leider komplett unrecht. Mit den Leuten streite ich mich nicht, denn denen ist hund sch***egal. Die haben ein Statusproblem und wissen es nur auf dem Rücken (im wahrsten Sinn des Wortes) ihres Hundes auszutragen!


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    Schon mal was von idiopathischen Angstzuständen gehört? Dort ist kein Grund ersichtlich und entsprechend kann man dort nichts trainieren oder es sind Kleinigkeiten, die man nicht nachstellen kann. Assoziatives Lernen ist auch, das der Hund merkt, das er sich auch mich verlassen kann, das ihm nichts passiert.

    Aber davon ab, geht es OT, denn es hat nichts mehr mit dem Thema zu tun.

    Ja, habe ich.

    Hast Du auch schon gehört, dass 90% dieser Fälle falsch diagnostiziert sind, weil die Diagnostiker einch den wirklichen Grund nicht gefunden haben??


    Nein, s geht nicht Off Topic, denn es geht darum, wie man einen Hund, der eindeutige "Auslöser" für ein vorhersehbares Verhalten zeigt, dazu bringt, dieses Verhalten abzulegen.
    Und mehrere Leute haben hierzu geschrieben, warum Strafe in diesem Zusammenhang kontraproduktiv ist.
    Du versuchst nur mit Vernebelungstaktiken aus einer Strafe ein "Zuppeln" zu machen

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    Es gibt einen Unterschied zwischen Leinen ruck und Leinen ruck und Leinen ruck.


    Und es gibt mehrere Gemeinsamkeiten, die überwiegen sollten, denn sie wiegen schwerer.

    1. sie lösen den Opositionsreflex aus.
    2. sie wirken sich negativ auf die Gesundheit des Hundes aus.
    3. sie wirken sich negativ auf das Verhältnis Hund/Mensch aus
    4. sie führen zu negativen Verknüpfungen mit allem möglichen, was zu der Zeit der Ausführung für den Hund wahrnehmbar ist - man bekommt also ungewollte, und unkontrollierbare vnegative Verknüpfungen mit Umweltreizen.
    5. sie sind eine positive Bestrafung für den Hund - das heißt, dass wären sie, wenn sie denn funktionierten und das Verhalten tatsächlich nachließe, das tut es aber nicht!
    6. sie sind eine positive Bestärkung für den Mensch. WEil das Verhalten (an der Leine ziehen) für einen kurzen Moment nachläßt, ist es eine gut getimete "Belohnung" für den Menschen - also wird der das Verhalten beibehalten, denn es "funktioniert" ja... (nicht, siehe Punkt 5.). Und weil es nicht dauerhafte Veränderung des Verhaltens (Ziehen an der Leine) bewirkt, eskaliert der Mensch das Verhalten).


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    Bei einem leichten zuppeln an der Leine merkt der Hund den ruck, aber es tut ihm nicht weh und er wird auch nicht herumgerissen oder ähnliches. Er wird gerade mal daran erinnert, das er an der Leine ist und gerade etwas unerwünschtes tut.

    Das Argument zieht (excuse the pun) nicht, denn genausogut könnte man den Hund ansprechen, und das beinhaltet keinen Ruck an der Halswirbelsäule, sondern einfach nur mehr Training...


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    Das zweite, wenn man stehenbleibt und der Hund hin un her springt und sich diesen Ruck selber zufügt. Wenn man ihn dann ranholt, ändert das auch nichts an seinem Verhalten, denn er würde sich genauso in die Leine hängen. Der Hund fügt sich dieses unangenehme Gefühl selber zu und könnte das entsprechend auch alleine ändern.

    1. Wenn der Hund in die Leine springen will, kann man daran nix ändern. Man kann ihn aber daran hindern, in ein Halsband zu springen...
    2. Nein, er kann das nicht einfach so alleine ändern, denn ein "in-der-Leine-hängender" Hund hat den Opositionsrteflex aktiviert. ER wird so stehen bleiben oder weiter nach vorne ziehen, weil ein Zug einen gleichgroßen Gegenzug bewirkt. Sprich, nur der HuHa kann den Reflex aufheben, indem er entweder die Leine Lockerläßt, oder den Hund zu sich ruft.
    3. Zieht der HuHa den Hund zu sich ran, erhöht sich nur die Kraft/Gegenkraft des Opositionsreflexes...



    Nein, darüber kann man nicht streiten. Das ist tierschutzwidrig, sogar, wenn es sich nicht um ein "Erziehungshalsband" handelt, denn es ist in Studien nachgewiesen, dass diese "BEhandlung" den Tieren nicht nur Schmerzen in dem Moment zugeführt werden, sondern dass ernstzunehmende Folgekrankheiten resultieren (Anders Hallgren / Rückenprobleme beim Hund)


    1. Locken ist nicht gleich Training!
    2. Abruf ist nicht gleich Locken!
    3. andere Alternativverhalten ist nicht gleich Locken!
    4. Angst ist keine Verhalten.
    5. Nur Verhalten wird durch operantes Training verändert,
    6. Emotionen werden durch klassische Konditionierung = assoziatives Lernen verändert.
    7. Wenn der Hund Angst hat, hat er einen Grund.
    8. Wenn Du Angst hast, hast Du einen Grund.
    9. nicht notwendigerweise ist seine Angst für Dich nachvollziebar und umgekehrt.

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    Liebe Martina, danke für deine Ausführliche Antwort. Der Mensch/Hund kann 100 m entfernt sein. Bruno bellt und lässt sich nicht mehr beruhigen.

    So, jetzt habe ich Zeit für eine etwas ausführlichere Antwort. Bei der Beobachtung, dass Bruno bei Abstand X (also etwa 105 Metern) anfängt, auchb duetlicher zu zeigen, dass er Probleme hat, kannst Du für das Training nutzen.
    Du könntest mit dem Desensibilisieren/Gegenkonditionieren mit einem Abstand von 130 Metern anfangen...
    Oder Du könntest versuchen, den Reiz (Mensch/Hund) auf andere Weise "kleiner" zu bekommen - z.B. indem dieser sich nicht bewegt.
    Oder der Reiz könnte so "bewegt werden", dass er immer für einige Sekunden sichtbar ist, und dann wieder verschindet. (hinter einer Wand, einem Busch, einem Auto...). Bewehrt hat sich in diesem Fall auch die Pendelmethode:
    Du stellst den "Reiz" in einer sicheren Entfernung auf (und der bleibt dort stehen, bis Du mit der Übungssequenz fertig bist). Du bewegst Dich mit Bruno auf den Reiz zu - und BEVOR er anfängt zu bellen, markierst Du sein gutes Verhalten, gibst ein Leckerchen (By the way: nimm eins, für dass er durchs Feuer für gehen würde und verwede diese Sorte ausschließlich für diese Übungen!!!), drehst um und gehst zu Deinem Ausgangsort zurück. Hierbei ist das vom Reiz Entfernen eine zusätzliche Belohnung zum vorangegangenen guten Verhalten beim auf den Reiz zugehen. Wenn Du das Gefühl hast, dass er sich nur schwierig vom Anblick des Reizes losreissen kann (schließlich muß man ja im Auge behalten, was einen ängstigt), kannst Du auch das Abwenden klickern.

    Dieses wiederholst Du nun einige Male: Draufzugehen, belohnen, bevor er reagiert, abwenden, (evtl. belohnen), zum Ausgangsort zurückgehen. Neustarten.
    Unterwegs kannst Du Deinen Hund auch mit kleinen Übungen beschäftigen - mußt Du aber - besonders anfangs - nicht.

    Sinn des ganzen ist, dass er lernt, dass er auf das böse Ding zu gehen kann, ohne dass etwas schlimmes passiert - er verknüpft also wiederholt, das "darauf zu gehen" geht, ohne das er bellt.
    Je öfter ihm das "passiert" desto sicherer wird er werden und desto näher werdet Ihr Euch schließlich dem bösen Ding nähern können.


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    Wir sind auch jetzt mittlerweile in der 3. Hundeschule angelangt. Dort versuchn wir erst mal mit viel viel Abstand anderen Hunden gegenüber ihm die Angst mit seinem Spielzeug und Leckerchen zu nehmen.

    Das Problem ist auch, dass die kleien Kinder halt furchtbar Angst haben, obwohl ich mich dann relativ weit entferne. Bruno geht halt ab wie eine Rakete. Ich habe aber immernoch die Hoffnung, dass es mal den Ultimativen Trick/Übung gibt, dass das endlich aufhört..


    Nunja, besser die Kinder haben Angst und bleiben dann von selber auf Abstand - es soll auch Menschen geben, denen man sagen kann, dass der Hund Angst hat und beißen wird - trotzdem lassen sie sich nicht abhalten, den Hund streicheln zu wollen.
    Frage: entfernst Du Dich nachdem er abgegangen ist, wie eine Rakete?
    Den dann warst Du zu spät. Dann versuch lieber auszuweichen bevor er abgegagen ist.
    MANCHMAL hilft es Hunden, das "Übel" nicht sehen zu müssen. Dann kann man versuchen, ob "Blind machen" hilft. Dieses muß man natürlich vorher zu Hause gründlich üben: Man stelle den Hund neben sich oder frontal vor sich und bedecke seine Augen mit seiner Hand/mit seinen Händen. (Natürlich zu Anfang ganz kurz und wenn nötig anfangs auch ohne den Hund dabei tatsächlich zu berühren). Das ganze wird aller positivst verknüpft, in dem man es großzügig belohnt. Wenn er die Übung gerne macht, und anfängt, Dir seine Nase dazu "hinzuhalten" damit du besser drankommst, gibst Du dem Trick einen Namen, z.B. "Mach blind".
    Das generalisisert Du dann nach draussen, zunächst in Ablenkungsfreier Umgebung...
    "Mach Blind" kann man gut anwenden, wenn man nicht großräumig ausweichen kann, aber genügend Platz hat, dass die GEgenpartei gut an einem Vorbei kommt...

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    Ich bin an manchen Tagen wirklich verzweifelt. Ich vertsehe es einfach nicht warum er das denn macht. Ich versuche ihn auch vor seinem "Bellangrif" extrem abzulenken. Meist mit wenig erfolg. Wie ich schon sagte, der befindet sich gar nicht mehr in "meiner" Welt.

    Eine Tierpsychologin sagte zu uns, wir sollen ihm einen Maulkorb ranmachen. Das soll uns Sicherheit geben. Bis jetzt habe ich das noch nicht ausprobiert, da ich nicht weiß, ob es das richtige ist.

    Also ihr lieben, ich hoffe weiter auf Antworten und wünsche euch allen noch ein schönes Wochenende.

    Ehrlich gesagt, finde ich es Zeitverschwendung über das "Warum" nachzudenken. Versuch möglichst genau herauszufinden, was, wann und wie ihn "auslöst" - versuch das in "verdauliche" Häppchen zu zerlegen und trainiere jedes kleine Häppchen so gut es geht.
    Übe zu Hause und in "Reiz-freier" Umgebung viele alternative Verhalten (Sitzen, Dich anschauen, Hundetricks, Fuß gehen, "Mach Blind", uvm.) und ein Entspannungssignal - das sind viele, viele, viele kleine Baustellen, Dir Dir bei der Bewältigung der großen Baustelle helfen.

    Vermeide ALLES was eine bestrafung beinhaltet, denn Dein Hund MUSS lernen, dass Du dafür sorgst, dass ihm nichts passieren kann. (also im Prinzip genau das vovon eine Vorschreiberin abgeraten hat...)
    WENN er Dir vertraut, dass Du ihn beschützt, hat er keinen Grund zu Bellausbrüchen mehr. Die schwierigkeit ist, dieses Vertrauen aufzubauen, denn das ist zeitaufwenig, erfordert gewissenhaftes TRaining und ist gewiss nicht durch "ultimative Tricks" und andere Abkürzungen zu erreichen.

    Stell es Dir so vor: Dein Hund ist ein"BELLoholiker" - und wie das Pendant mit Alko- vorneweg musst Du eine GEwohnheit durchbrechen - sprich, du mußt dafür sorgen, dass Bruno das Suchtverhalten (Bellen) nicht ausführt!

    Wieso lasst ihr die Sch*** nicht von Deinem Vater sauberputzen?

    Hund mit Popo-Ende vor Pappas Nase halten. Sagen, dass ist DEINE Angelegenheit, Hund absetzen, gehen.

    Papa mit Hund zum Impfen zu einem Tierarzt schicken, der bekannt dafür ist, dass er schlanke Hunde toll findet...