Beiträge von Shoppy

    Huhu,
    Du hat ja zu einigen Punkten schon gute Hinweise bekommen. hier noch ein paar von mir - und ich hoffe ich erinnere mich noch an den Inhalt Deiner weiteren Beiträge.

    Zuächst einmal ein Denkanstoß in eine völlig andere Richtung: Schreib auf, was Du alles an Deiner Ronja toll findest - und damit die Liste nicht so kurz wird (weil wenn man sauer ist, fällt einem dazu vielleicht erst mal nicht sooo viel ein) schriebst Du jeden kleinsten Fitzel auf: Ich finde ihr glänzendes Fell toll, sie hat sooo süße Ohren, ihre Augenfarbe ist toll, sie hat einen total schönen weißen Fleck auf der Brust. Oder sie Liebt es, über die Wiese zu rennen - und man sieht ihre Freude daran nur so aus ihr raussprühen... Ich mag, wie sie sich in ihrem Korb kringelt, egal wie unwichtig Dir das erscheint - aber: Im Moment konzentrierst Du Dich sehr darauf zu sehen, was di nicht an ihr magst - und so ist dann auch Dein Bild von ihr.
    Wenn Du die Liste hast, machst Du eine zweite: auf Die schreibst Du alles Drauf, was Du nicht an ihr magst und hinter jedem einzelnen Punkt notierst Du, was Du statdessen gerne hättest. Je genauer Du die einzelnen Punkte definieren kannst, desto einfacher hast Du es später.
    Z.B. hilft es wenig, aufzuschreiben: Sie mag mich nicht.
    Besser: Sie achtet beim Spazierengehen nicht auf mich.
    Sie hört nicht auf Rückruf.
    Sie läuft anderen hinterher (das hast Du in dem Beitrag schon sehr gut gemacht :handy: ).
    Denn hinter jeden einzelnen Punkt kannst Du eine von Dir erwünschte Verhaltensalternative schreiben, z.B. sie soll von sich aus alle paar Minuten Blickkontakt suchen. Sie soll beim ersten Ruf auf der Stelle kehrt machen und vollspeed angesaust kommen. Sie soll mir folgen!

    Denn so hast Du für jeden einzelnen Punkt ein Trainingsziel formuliert - und dann muß du nur noch erstmal festlegen, wie Du das nicht erwünschte verhindern kannst, bist du das erwünschte Verhalten trainiert hast, und für jedes erwünschte Verhalten einen geeigneten Trainingsweg ersinnen.
    Wenn Du zunächst eine Strategie entwickelst, die alles unerwünschte verhindert, kannst Du einen Punkt nach dem anderen mit training "abarbeiten" und mußt nicht auf unübersichtlich vielen Baustellen gleichzeitig schuften. Und das wiederum verhindert, dass Du Dich überfordert fühlst.

    Fang mit der Baustelle an, bei der Du leicht Fortschritte erzielen kannst, denn das wird bewirken, dass ihr gemeinsame Erfolgserlebnisse habt - und das verbessert Euer Verhältnis zueinander!


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    - sie ist nicht abrufbar. Mittlerweile ist es ihr scheißegal, wo ich bin, hauptsache sie hat Spaß. Sie rennt jedem hinterher. Nur mir nicht. Es gibt Tage, da klappt das wunderbar - doch dann lässt sie mich auch gerne mal im Regen stehen. Es ist ihr egal, was ich tue - und wenn ich ein riesen Spanferkel in der Hand hätte, das würde sie nicht interessieren.


    Ein Management- und Traingswerkzeug wurde schon genannt, und Du hast es ja schon in Angriff genommen: die Schleppleine.
    Damit kannst Du ganz viel Zeug verhindern, der Euch bisher streßt: Sie kann nicht weglaufen, sie kann nicht anderen hinterher laufen, sie kann Dich nicht stehen lassen. Sie muß im Leinenradius bleiben. Kauf Dir noch das Buch "Antijagtraining für Hunde" von Pia Grönig dazu - da sind ganz viele schöne Übungen zum Thema Schleppleinentraining, Aufmerksamkeitstraining und Rückruf drin!


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    - sie läuft nicht mit. Bleibt einfach sitzen, wo sie lustig ist und ihr es bequem ist.


    Geht an der Schleppe auch nicht mehr wirklich. Allerdings brauchst noch eine Strategie, wie sie das dann auch später ohne Schleppe machen würde (mit Dir laufen). Was Dir dabei hilft, ist ihr Futter nur noch gegen "Arbeit" auszuhändigen. Wir müssen für unseren Lebenserhalt arbeiten - warum sollten die Hunde das nicht auch müssen.
    Was ich als erste Übung im Aufmerksamkeitstraining mache ist, dass ich anfange Blickkontakt gut zu "bezahlen" - zuerst drinn, dann draussen bei null Ablenkung, dann bei langsam steigernden Ablenkungen. Crispel hatte als Welpe gar keinen Napf - der hat auf Spatziergängen oder beim Clickern seine ganze Tagesration verputzt.


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    - ich habe sie seit dem Umzug nachts langsam vom Schlafzimmer ins Wohnzimmer verbannt. Jetzt kackt und pisst sie mir zum Dank die Bude voll.


    Ich denke nicht, dass Hunde "zum Dank" sowas machen würden. Da sie Pipi und Haufen extrem interessant finden, und keine typsch menschliche Ekelreaktion davor haben, würde ich denken, dass sie Streß hat. Ich würde folgendes machen: Probier, ob das Verhalten aufhört, wenn sie (zunächst) wieder im Schlafzimmer übernachten darf. Wenn es aufhört, läßt Du sie einfach ein paar Monate im Schlafzimmer schlafen und "arbeitest" erst mal ein paar andere Baustellen ab. Wenn sie sich besser eingelebt hat, sie sicherer ist und Ihr durch Traingserfolge wieder besser miteinander klar kommt, kannst du einen neuen "sie schläft draussen"-Versuch starten. Vielleicht holst du Dir eine Box, an die Du sie jetzt gewöhnst, und später stellst du ihre Schalfbox dann nach draussen.

    Es hat mehrere Vorteile, wenn du das so machst: erstensmal ist ein für Dich sehr unangenehmer Punkt - verständlicherweise - der Dich dann stark belastet. Du bist angespannt, WEIL sie das macht, sie macht das aber WEIL sie angespannt ist... Wenn Du das durch anderes Verhalten Deinerseits erst mal sozusagen auf Eis legen kannst, kann sie "einfach" aus diesem Alter rauswachsen. Oft ist so ein Haustrainingsrückfall zurückzuführen auf starke Veränderungen (Umzug, neue Schlafgewohnheiten) in einem "blöden" Alter - Pubertät. Lass das einfach die Zeit "entzerren"!


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    - sie macht alles kaputt - obwohl sie genügend Spielsachen hat und von mir ausreichend beschäftigt wird.


    WANN macht sie das kaputt? Nachts? Wenn Du nicht da bist? Wenn Du da bist?


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    - sie bellt Kinder an und mittlerweile auch jeden 3. Erwachsenen der uns entgegen kommt


    DAS ist ein Problem! eigentlich eins, wo Du einen kompetenten Trainer vor Ort brauchst. Wenn das nicht geht, such im Netz nach "Gegenkonditionierung", "systematische Desensibilisierung" und konditionierte Entspannung. Dein Hund hat irgendwie die Verknüpfung "Kinder = doof = muß ich anbellen und vertreiben" - Du mußt den Teil "Kinder = doof verändern, dann bleibt "muß ich anbellen" fast automatisch aus. Parallel kannst du Alternative Verhalten eintrainieren (z.B. sitzen und Dich ansehen (da hilft Dir auch die Bearbeitung der Baustelle "Blickkontakt")


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    - vor anderen Leuten spielt sie den großen süßen Engel - sobald wir alleine sind, habe ich das Gefühl, fängt sie an, mich zu schikanieren. Dann klappt plötzlich nichts mehr.


    Der Effekt ist bekannt - ich glaube man nennt es "Zuschauereffekt" - ich denke aber, dass es mehr damit zu tun hat, dass man selber in seiner eigenen Kommunikation zum Hund einfach konzentrierter und und präziser ist, als ohne "Zuschauer". Mir selber geht das auch so: wenn ich auf Seminaren bin, oder mit anderen leuten spatzieren gehe, konzentriere ich mich viel mehr darauf, was ich wie mache, und was mein Hund macht, als wenn ich alleine durch die gegend gurke. Ergebnis: Crispel ist die totale "Seminar-Sau" mit Zuschauern reagiert er auf Flüster-Signale - wo ich ihn beim "alleinegurken" zwei dreimal für ansprechen muß: aber es liegt an MEINER Unaufmerksamkeit. Kommunikation ist KEINE Einbahnstraße.


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    Ich habe das Gefühl, dass wir uns einfach grundlegend nicht verstehen.
    Ich kann einfach nicht mehr. Und ich weiß auch nicht mehr, was ich machen soll.
    Ich wollte gelassener werden und mein Leben bereichern.
    Jetzt bin ich nur noch müde und den ganzen Tag verärgert und genervt.
    Was mache ich denn bitte schön falsch?

    Ich finde es toll, dass Du Dir so viele Gedanken machst und alles in Frage stellst und alles versuchen möchtest!!!

    Vielleicht ist es das Richtige für Dich, auf eine Trainingsmethode zu wechseln, die Dich geradezu "zwingt" eine andere Perspektive einzunehmen - recherchiere "Clickertraining". Beim Clickertraining wird alles wünschenswerte Verhalten des hundes bestärkt - um das tun zu können, muß man den Hund beobachten, und das erwünschte Verhalten erkennen. Dadurch achtet man auf das "gute" Verhalten und nicht auf das "schlechte", und prompt hat man ein anderes "Suchchema im Kopf.
    WEIL man nach bestärkbarem Verhalten "sucht" findet man es auch - wenn man immer nur denkt "das Verhalten ist, doof, will ich nich, das ist scheiße, muß ich bestrafen..." nimmt man auch wirklich nur noch diese Sachen wahr.

    Daher die Liste "was finde ich toll an Ronja"! Ich bin SICHER, sie macht einige Dinge richtig: Ich wette, sie sitzt gelegentlich, oder sie liegt. Das sind dan belohnenswerte Verhalten - egal wann und wo sie auftreten!! Zwei Schritte mit Dir laufen fällt in diese Kategorie und auch jedes einzelne "Geschäfte machen" draussen. Auch jedes "andere Menschen/andere Hunde begrüßen" ist eine lobenswerte Handlung. Man muß sie nur SEHEN... Das kann man nur wenn mand en Suchscheinwerfer auf "gutes Verhalten" und nicht mehr auf "doofes Verhalten richtet.

    Ich bin sicher, wenn ihr ein Problem nach dem anderen angeht (und zwar aus der Richtung: DIESES Verhalten möchte ich stattdessen haben) dann werdet ihr das auch gemeinsam hinbekommen!

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    Ich lobe sie manchmal schon wenn sie ruhig ist, aber ich spüre auch ihre Anspannung, also wenn das so ist, dann sollte ich sie besser ablenken und dann wenn ich merkte sie hat vergessen dass gleich einer kommt sie loben wenn sie ruhig sitz macht.

    Stell es Dir so vor: jede Sekunde zeigt sie eine neue Verhaltensweise (Ruhig sein, während ein Spatziergänger näher kommt), also hast Du ziemlich viele Gelegenheiten, ihr Verhalten (Ruhig sein, während eine Spatziergänger näher kommt) mit einer für Sie angenehmen Konsequenz (leckerstes Essen, oder Ball, oder so) zu verknüpfen.
    In einem Beitrag wurde ja schon geschriben, dass Du ansonsten verknüpfst: Mensch geht weg = Lecker essen. "Mensch geht weg" ist aber eh nicht DAS Problem, Problem ist ja "Mensch kommt näher".
    Daher die Kekse, während der Mensch sich annähert.
    Wenn der Mensch dann so weit ran ist, dass sie sich anspannt, aber immer noch Leckerchen annehmen kann, fütterst Du auch einfach weiter, und wartest nicht auf "Entspannen". Verknüpf einfach weiter "NäherkommenderMensch" = "LeckerEssen". Die Entspannung stellt sich dann schon mit der Zeit von alleine ein (G**gle mal Gegenkonditionierung und Klassische Konditionierung - den das tust Du dann nämlich :roll: !)


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    Habe das Thema auch in der HuSchu angesprochen. Und der Trainer hat auch gemeint, dass es immer wieder vorkommen kann, dass mein Hund so reagiert, aber ich sollte mich deswegen nicht beirren lassen und so weiter machen wie zuvor auch. Er hat auch gemeint, dass in solchen situationen "SITZ" das bessere Komando wäre wie "PLATZ". dann fühlt ich der Hund nicht so undrückt oder so ähnlich hat er es ausgedrückt.

    Ja, das ist ein guter Hinweis: im Platz ist der Hund in einer sehr angreifbaren Position - und in die begibt man sich nicht gerne, wenn einem eh schon unwohl ist. Sitzen ist da neutraler: man könnte schneller aufstehen, ist aber auch eine ruhige Körperhaltung. Man kann das Geschehen im Auge behalten und reagieren, wenn man müßte, ist aber nicht so "auf dem Sprung" wie im Stehen oder gar beim Gehen.[/quote]
    Je nach Trainingsfortschritt kannst Du dann dazu übergehen, dass sie nur noch stehen braucht, und später, dass ihr auch weitergehen könnt.
    ich fange solche Probleme aber auch immer "im Sitzen" an. Auch, weil das für die Hundehalter am einfachsten ist: ein Sitzender Hund kann nicht in der Leine hängen, man muß nicht auf lockere Leine oder "Fuß" achten, man kann leicht eiknfluß auf die Blickrichtung des hujndes nehmen, und man kann einfach NUR auf den Hund achten, und nicht auch noch darauf, wer einem da entgegenkommt, wie der sich bewegt, und wie man sich selber und sein Hund bewegt...


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    Frage: angenommen sie hat gemanden fixiert ich lenkt sie ab und lauf in die andere Richtigung. Manchmal kommt es vor, dass sie dann stehen bleibt und nicht weiter laufen will und ich sie echt zeiehn muss. Was mache ich dann. Wenn ich stehen bleibe, könnte es sein, dass sie wieder "angreifft". Was mach ich dann???

    Versuch eine andere Strategie, das Fixieren zu verhindern. Ich lehre dafür einen Fingertouch. Das heißt, der Hund lernt, auf Signal mit seiner Nase die Hand des Halters zu berühren. Wenn er das kann, kann man somit steuern, in welche Richtung die Nase zeigt, indem man die Hand z.B. so hält, dass die Hundenase sich umwenden, vom "Fixierobjekt" abwenden muß.

    huhu,

    Du hast geschrieben, dass Du ihn mit Leckerchen schon 30 Sekunden im Wohnzimmer halten kannst.

    Das klingt vielleicht wenig, ist aber doch ein Anfang.

    Ich würde es mal mit Targettraining versuchen:
    Dabei lernt der Hund mit Nase oder Pfote z.B. ein Stück Teppich, ein Handdtuch, ein Stück Pappe oder auch einen Plastik-Dosendeckel zu berühren.
    Zunächst übt ihr in den anderen Räumen, dass Alfi das Ding berührt, wenn ihr es in der Hand habt. Wenn er das kann, kommt das "Target" auf die Erde und Alfi lernt, zu dem Ding zu laufen, um es zu berühren (in kleinen Lernschrittchen). Das Ding "wandert" dann durch die Zimmer, die er okay findet. Wenn er der Meinung ist, das dieses Target-Spiel supertoll ist, wandert das Target laaaangsam Zentimeter für Zentimeter Richtung Wohnzimmertüre und schließlich auch ins Zimmer hinein. So kann Alfi in seinem Tempo lernen, dass es da nicht gefährlich ist, und es sogar ziemlich lohnenswert ist, sich zu dem Target zu bewegen - die Belohnung solltet ihr ausserhalb des Wohnzimmers anbieten, sodaß er die Gelegenheit hat, auch immer wieder aus dem Wohnzimmer heraus zu gehen.
    Wenn er immer nur ganz kurz drinn ist, um das Target zu berühren und sofort wieder raus darf, um die Belohnung einzusacken, ist er einfach nicht lange genug drinn, um irgendwas anderes damit als was gutes zu verknüpfen und nach und nach wird das Wohnzimmer immer atraktiver, weil wenn man da rein geht, gibts Leckerchen.

    Zunächst legt ihr also erst mal gar keinen Wert darauf, dass er länger drin bleibt, sondern nur, dass er gerne reingeht.
    Erst wenn er das mit Begeisterung macht (reingehen), "verlängert" ihr den Aufenthalt, indem ihr die Belohnung rauszögert.

    ich würde z.B. die ersten Trainingsschritte so machen, dass Du und Alfi draussen sind, so dass Alfi nach "eine Sekunde Wohnzimmer" sofort wieder raus aber zu Dir sausen darf, um sich bei Dir die Leckerchen zu ernten.
    WEnn er gerne reainsaust, kannst Du das umdrehen: Du sitzt im Wohnzimmer, läßt ihn dort das Target berühren und "schickst" ihn wieder raus, indem Du das Leckerchen auf den Flur wirfst.
    Wenn er das gerne macht, kannst Du mit der Target- und Deiner :D Platzierung so jonglieren, dass der Target durch gesamte Wohnzimmer wandert, Du aber so sitzt, dass Du das Belohnungshäppchen auf den Flur werfen kannst, oder er es bei Dir abholen kommt.
    So ist er dann länger im Wohnzimmer, aber in Bewegung und beschäftigt, wodurch er von den "bösen" Spiegelungen abgelenkt ist.

    Die Idee mit den "Leckerchen vor der Wohnzimmertür" ist, dass es für ihn zunächst eine zusätzliche Belohnung ist, das doofe Wohnzimmer wieder verlassen zu dürfen. Wenn Du ihn nur versucht, mit Leckerchen oder Spielzeug drinn zu halten, bringst Du ihn in einen Konflikt zwischen "ich will das Leckerchen/mit Dir spielen" und "ich habe Angst an dem Ort!"
    Mit dem Targettraining (ich würde das per Clickertraining lehren) kann er erlernen, dass er die Kontrolle darüber hat, wie lange er in dem Raum bleiben möchte. Und je öfter er drinn ist ohne zu "müssen" und quasi nur "durchläuft" dersto mehr kann er Verknüpfen, dass es da drinn ja gar nicht gefährlich ist.

    Der Vorschlag mit den Jalousien, zum Verhindern der Spiegelungen würde ich da integrieren - sprich, wenn Ihr anfangt, den Target Richtung Wohnzimmer zu Bewegen, würde ich verhindern, dass es zu den blöden Spiegelungen kommen kann. Erst, wenn er sich gerne im Wohnzimmer aufhält, würde ich langsam die Jalousie verssuchen wieder auszuschleichen.

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    "GANZ GROßER FEHLER DEM HUND AUF SEINEM PLATZ WAS WEGNEHMEN... Hundegesetz § 1" --> Was für ein Bödsinn...

    Nein, das ist absolut kein Blödsinn. Menschen haben Regeln für das Zusammenleben mit Mitmenschen und genauso haben Hunde Regelen für das Zusammenleben mit ihren Mithunden. Und da sie nun mal Hunde sind, wenden sie diese Regeln auf andere Mitgeschöpfe an.
    Das kann dir passen oder nicht, es ist eine Tatsache!


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    Was für ein Unsinn!! Dein Hund, dessen "Herr" DU bist und dessen Futterspender DU bist, darf dich NIEMALS wegen irgendwas angreifen oder böse anknurren!! DAS KANN AUF DAUER GEFÄHRLICH WERDEN!!

    Stell Dir vor - er tut es nicht, und zwar, weil ich mein Training so eingerichtet habe, dass er in der Lage ist, die menschlichen Regeln des Zusammenlebens im Zusammenhang mit "Kau-Kram-Besitz" und anderen Resourcen zu verstehen und zu respektieren.
    Und natürlich darf er mich anknurren, wieso sollte ich ihm das denn verbieten? Ich bin doch nicht Lebensmüde.
    Knurren ist Kommunikation! Da er kein Deutsch spricht, muß er eben auf hundliche Weise "sagen", wie er eine bestimmte Situation gerade empfindet. Ich werde "Knurren" nicht wegerziehen, denn das würde seine Kommunikationsfähigkeit einschränken, er hätte weniger Mittel, ein Problem mitzujteilen, und würde das Problem dann eben mit den Mitteln "bearbeiten", die er weiterhin zur verfügung hat (u.a. sind das Zähne). Oder würdest Du, weil ein Hund beißen kann, alle seine Zähne ziehen, also Symptombehandlung? Ich für meinen Teil bearbeite mit Training ds Problem, nicht das Symptom!


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    Würde dir raten ganz schnell deinem Hund IN ALLEN LEBENSSITUATIONEN das "Aus" oder "Nein" beizu bringen. Das mit dem Tauschen ist schon ein guter Weg, aber auch ohne "Tauschmittel" muss dir dein Hund bereitwillig alles geben was er "besitzt". Ob es das Lieblingsspielzeug ist, oder der Knochen, oder den Futternapf, oder oder oder...

    Wer lesen kann ist klar im Vorteil, denn ich schrieb, dass Tauschen ein Trainingsweg ist, dass "Aus" zu erlernen...

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    Das ist meiner Meinung nach das erste was der Hund lernen muss. Das du der Boss bist und das Sagen über alles hast. Sonst hast du ganz schnell einen Hund, der meint selbst das Zepter in die Hand nehmen zu müssen und dirigiert dich dann, was du anfassen oder benutzen darfst, oder was nicht.

    Ich habe noch nicht einen einzigen Hund getroffen, der meinte das Zepter in die Hand nehmen zu wollen, oder gar zu müssen. Allerdings lese ich immer wieder von solchen Hunden - wo sind die blos alle???
    Ein Hund wird sich wie ein Hund benehmen, und eben nach hundlichen Regelen handeln, wenn wir ihm nicht erläutern, dass Menschen das oftmals ein kleinwenig anders sehen. Hunde, die irgendwas verteidigen sind NICHT drauf und drann, die Weltherschaft anzustreben, sie richten sich nur nach den angewölfelten evolutionären Tatsachen: Was Hund im Maul hat, ist seins!


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    Und die Aussage: "WARUM SOLL DER HUND ALLES HERGEBEN? IST DOCH BLÖDSINNIG"... ist völlig verantwortungslos in meinen Augen!

    Richtig, aus menschlicher Sicht - aber Hunde werden mit hundlichen Ansichten geboren. BLÖDSINN ist, dieses zu ignorieren und einfach nut zu "verlangen"...


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    Was ist denn, wenn der Hund den teueren Perserteppich anknabbert und euch anknurrt und die Zähne fletscht, wenn ihr ihn davon abbringen möchtest. Wollt ihr jedesmal ein stück Salami hin halten und sagen "bitte bitte liebes Hundi nimm doch die Salami und knabber nicht den teueren Teppich kaputt"?

    Liebe Lilalausemaus, wie schon oben geschrieben, wer lesen kann, ist klar im Vorteil! Wir raten zu trainieren, dass der Hund gar nicht erst auf die Idee kommt, Teppiche anzufressen. Allerdings gehen unser beider Vorstellungen, wie was zu trainieren sei und warum deutlich auseinander.


    Allerdings würde ich mich nicht hinsetzen und schreiben, was Du da abläßt sei lächerlich, es ist nur einfach nicht zu ende gedacht...

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    Ist ja lächerlich,... :irre:

    Ein klares NEIN oder AUS ist wichtig für jeden Hund in jeder Situation! Bring ihr das möglichst schnell und mit "professioneller" Hilfe (HUSCHU/ Trainer) bei, wenns nicht anders geht. Denn sonst wirst du bald noch weitere Probleme bekommen.

    "Aus" in der Bedeutung von "Spuck aus, was Du im Mund hast - ja, ein Signal, dass man wohl mal braucht.
    Ich komme im Training allerdings völlig ohne "Nein" aus, denn es ist kein Verb. Sprich, es sagt dem Hund nicht, WAS er machen soll. Es sagt, wenn man es sorgfältig antraininert, dass Hund irgendwas lassen soll, ja und dann? Muß man iohm immer noch sagen, was er stattdessen tun soll. Ich bin faul, und sage das dem Hund direkt.

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    Sorry für die harten Worte, aber so sehe ich das. Wünsche dir viel Erfolg!

    Seltsam, dass die wenigsten "harten Worte" irgendwas positives bewirken. Meinstens sind es nur ein Haufen Buchstaben, die den gleichen Inhalt wie das Wörtchen "Nein" haben...

    Vergess den ganzen "hund sieht uns nicht als Streß an" gedöns.
    Der lenkt Euch nur vom aktuellen Problem ab.

    Euer hund mag nicht gerne angefasst werden - daran läßt sich gezielt arbeiten. Such mal nach systematischer Desensibilisierung, nach Gegenkonditionierung und nach konditiniertem Entspannungssignal.

    Die Threads, die Du dann findest, sind voll mit Programmen, wie man die dort geschilderten Probleme behandelt. DAs "System" dabei ist immer das selbe: man fängt mit was an, was der Hund noch einigermaßen gut findet, und verknüpft das mit Sachen, die er extrem toll findet (was DEIN Hund extrem toll findet, mußt du selber herausfinden...). Nach und nach tastet man sich dann vorsichtig an die Sachen heran, die sie nicht mehr so mag, und fährt fort, diese ebenfalls mit tollen Sachen zu verknüpfen.

    Wenn Dein Hund z.B. nicht mag, von Euch berührt zu werden, könntet ihr anfangen, ihr zu lehren EUCH anzufassen - z.B. indem sie lernt Eure Hände mit der Nase zu berühren. Oder mit der Pfote Euer Knie.
    Crispel kann sein Kinn in meine Hand legen, seinen Nasenrücken gegen meine Handfläche drücken und mit Schulter und Po gegen meine Hand gehen. Fangt mit so was an, da hat sie die Kontrolle darüber, wie dicht sie Euch näher kommen möchte!

    Wenn sie gerne an irgendeiner Körperstelle angefasst werden mag, könnt Ihr auch dort mit TTouches beginnen (einfach mal Tellington Touch g**glen)

    zunächstmal muß ichb gestehen, dass ich nicht die anderen Antworten gelesen habe... daher bezieht sich meine Antwort, nur auf diesen einen Beitrag:


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    Huhu!

    Und schonwieder zwei Probleme:
    1.
    Wir trainieren ja gerade das Gina (fast 15 Wochen alt) auch mal im Körbchen bleiben soll ...
    Gestern war es dann so weit:
    Gina brav im Körbchen, hatte ihren Kauknochen zur Belohnung bekommen.
    Dann wollte ich ihr den Kauknochen abnehmen und sie hat übelst böse geguckt und geknurrt.

    Recht hat sie :D : Da hast Du gleich zwei Sachen "verbrochen".
    1. Da du gerade dabei bist, Ihr das Körbchen als wichtigsten Ort nahe zu bringen, solltest du UNBEDINGT vermeiden, dass ihr dort unangenehme Sachen passieren! DAs sabortiert Dir Deine ganze Arbeit, die Du da hineinsteckst.
    2. Was ein Hund im Maul hat, ist seins. So steht das Im Hundegrundgesetz im Paragraphen 1, Absatz 1!! Und nach eben diesem Habsatz ist es Hund erlaubt, durch hundliche Kommunikation, (böse gucken, knurren und bei besonders "Hundesprachbehinderten" Mitgeschöpfen sogar auch Schnappen und Beißen) zu verdeutlichen, dass das auch so bleiben wird!
    WENN Du einem Hund einen Besitz wieder abnehmen möchtest, bringe ihm VORHER (da Hund ja naoch Welpe ist, ist JETZT eine gute Zeit) den Sinn des Wortes "Aus" durch Tauschen bei!


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    In der Hundeschule hatte ich von jemand der mehrere Hunde hat gesehen, das sie ihren Welpen auf solch ein Verhaltwen hin im Nacken gepackt hat und zur Seite geworfen hat.

    Wechsle gaaanz schnell die Hundeschule, die sind dort aus dem vorvorletzten Jahrhundert noch nicht raus...)

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    Dieses Bild ging mir in diesem Moment blitzartig durch den Kopf und so habe ich Gina dann auch in den Nacken gepackt und umgeworfen...
    Darufhin hat sie noch lauter geknurrt, böse gebellt und sogar versucht mich zu beißen :(


    Na klar, Du hast gegen das oben genannte Gesetz verstoßen UND den Hund tätlich angegriffen. Da MUSS der doch sein Verhalten eskalieren...

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    Habe ihr den Knochen dann trotzdem abgenommen und zunächst weggepackt und den Hund ignoriert.
    Später hab ich ihr den Kauki wieder gegeben und ihn ihr immer mal wieder zwischendurch abgenommen. Manchmal hat sie dann geknurrt, ein andermal hat sie es sich brav gefallen lassen. Zusätzlich hab ich ihr dann ein Leckerchen gegeben.


    Viel besser übst Du das so: gib ihr den Knochen und wirf ihr extrem leckere Minibröckchen (Wurst, Käse, Leber...) zu, bis sie es extrem toll findet, dass Du auftauchst, wenn sie einen Knochen hat.
    Wenn du soweit bist, meldenst Du Dich wieder, dann kommt der Nächste Trainingsschritt.


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    Heute Früh wollte ich sie davon abhalten mit einem Teppichläufer zu spielen und sie hat wieder angefangen mich anzuknurren als ich sie davon wegheben wollte :(


    Übe am Rückruf und RUF sie von dem Objekt der Begierde weg!


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    Problem Nr2:
    Gestern ist sie beim Toben mit einem ihrer jugendlichen Hundefreunde (Retrieverrüde, etwa 1 Jahr) regelrecht ausgerastet.
    Sie hat angefangen böse zu gucken, hat geknurrt (nicht dieses normale Spielknurren, sondern richtig kiebig böse) und hat den Hund heftig in die Kehle und an die Lefzen gepackt und geschüttelt. Wir mussten die Hunde trennen damit Gina erstmal wieder runter kommt.

    Tja, nur mit der Beschreibung läßt sich da nicht viel zu sagen.
    Es feheln Infos zu:
    Wie lange haben die Hund schon mit eineinander gespielt?
    WAS haben die beiden gespielt?
    Welche Signale wurden vorher zwischen den Hunden ausgetauscht
    Hat der Retriever das ebenso dramatische empfunden, wie die Menschen?
    Habt Ihr die Hunde gelegentlich abgerufen?

    Grundsätzlich als ersten Hinweis: Achte vermehrt darauf, dass Gina sich gar nicht erst so hochfährt. Gib in die Suchfunktion "konditioniertes Entspannungssignal" ein und installiere so ein Signal. Achte darauf, dass Du sie häufig aus Spielsituationen abrufst, und sie erst wieder weiterspielen läßt, wenn sie wieder gaaaanz entspannt ist.
    Kommentiere "schönes" Spielen mit einen Signalwort, damit sie das Wort mit ihrem Verhalten "schönes Spielen" verknüpfen kann - damit kannst Du sie dann an ebendieses Verhalten erinnern, wenn sie anfängt sich hochzufahren (kombinier das mit dem Entspannungssignal)
    Lass sie nur mit sonzial extrem kompetenten Hunden spielen. Also solche, die ihr ruhig und gelassen "sagen" können, dass sie droht zu wild zu werden.


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    Die andere, bereits erfahrene HH, sagte das wir bestimmt mal Probleme mit unserer selbstbewussten Hundedame bekommen werden. Wir haben schon öfter von Anderen gehört das Gina sehr selbstbewußt ist. Manchmal positiv, manchmal negativ gemeint.


    Selbstbewußt zu sein ist nicht von Vorneherein eine negative Eigenschaft.
    Und Ginas Verhalten MUSS auch nich bedeuten, dass sie in der Situation "selbstbewußt" war. Möglich ist z.B. durchaus, dass der Retriever ihr viel zu wild war, auf ihre Signale nicht reagiert hat, und sie daher zu deutlicheren Maßnahmen greifen mußte, um "gehört" zu werden.
    Ich kenne einige Retriever oder Retriever-Mixe, die durch ihre Persönlichkeit (immer frendlich, keine individualdistanz, suß-trampeltierig) gepaart mit dem körperbetonten Spielstil andere Hund "überbügeln und deren Abbruchsignale nicht wahrnehmen.

    Wenn sie selbstbewußt ist, müßt ihr das Training eben so ausrichten, dass ihr sie überzeugt, dass das was Ihr von ihr wollt, erstens eigentlich ihre Idee war, und sie es zweitens deshalb extrem gerne tut.

    DAS klappt allerdings mit den "Schüttel-Im-Nacken" und "Wirf-den-Welpen" Methoden GAR NICHT.
    DAS, bei einem Selbstbewußten Hund angewendet, wird Euch über kurz oder Lang Besuche beim Arzt (zwecks Behandlung von Bißwunden) einbringen...

    Crispel kann (oder wir üben das gerade):

    Kinn (Hund legt sein Kinn in meine Handfläche)
    Nase (Schiebt seinen Nasenrücken von unten gegen meine Handfläche)
    Schulter (bewgt sich so, dass er seine Schulter an meine Handfläche drückt)
    Po (das selbe mit dem Po :p )
    Weben (durch die Beine weben, während ich vorwärts gehe)
    Achter (eine 8 um meine Beine während ich stehe)
    Home (rückwärts in meine Beine einparken)
    Wechseln (wechselt aus der Linken Fußposition auf die Rechte Seite - und umgekehrt - sehr praktisch, wenn einem Fußgänger mit Leinenpöbler entgegenkommen, und Crispel auf der "entfernten" Seite weitergehen soll)
    Right (gibt rechte Pforderpfote) / Left (gibt Linke Vorderpfote)
    geben der Hinterpfoten (ist noch in den Babyschüchen und hat deswegen auch noch keinen Namen)
    Rückwärts (rückwärts gehen)
    Rum (einmal um mich rum gehen)
    Durch (von vorne durch meine Beine gehen)
    Tunnel (von hinten durch meine Beine gehen)
    Winken (im Sitzen die Vorderbeine hoch strecken)
    Fury ("Steigen" wie ein wildes Pferd)
    Touch (irgendwas mit der Nase berühren)
    Target (irgendwas mit der Pfote berühren)
    Decke (geh auf Deine Decke)
    Komm, Sitz, Platz, Liegen (auf der Seite Liegen), Steh
    Anziehen (steckt den Kopf ins Geschirr oder Halsband)
    Ausziehen (zieht den Kopf aus Geschirr oder Halsband)
    Rauf (springt auch das Teil, auf das ich zeige)
    Runter (steigt von dem Teil runter, auf dem er gerade ist)
    Rutsch ein Stück (macht mir auf dem Sofa/im Bett Platz, so daß ich auch noch drauf passe)
    Geh schon mal ins Bett...
    Geh schon mal runter... (die Treppe, in die untere Etage des Hauses)
    Warte (warte an der Stelle, wo du bist auf mich, oder darauf das ich Dein Freizeichen oder ein neues Signal sage)
    Bleib (halte die Position, in der du gerade bist)
    Hinten (stell Dich hinter mich (Babyschüchenstadium)
    Kriechen (haben wir schon seit Ewigkeiten nicht mehr gemacht)
    Twist (drehen im Uhrzeigersinn), Shout (drehen gegen den Uhrzeigersinn) --> not his strongest Point...
    Haustür (geht nach dem Spatzierengehen zur Haustür)
    Garage (geht nach dem Spatzierengehen zur Garage)
    Tadaaa (Spielverbeugung)
    Lauf
    Zieh
    Rechtsgehen/Linksgehen (geh auf der Rechten/Linken Straßenseite)
    Rechts/Links (rechts/links abbiegen)
    Rechtsrum/linksrum (180° Wendungen nach rechts/links)
    langsam (in eine langsamere Gangart wechseln)
    nimms Dir
    Ball auf der Nase Balancieren (klappt für eine Millisekunde :D )
    Durch einen Hulareifen springen
    Mit den Vorderpfoten in einen Reifen steigen und mit den Hinterpfoten um den Reifen "wenden"
    das gleiche andersherum (Babyschühchen... ist so schwer, "mach was mit den Hinterpfoten" zu clickern)
    Mach das nochmal (soll das gleiche machen, was er gerade gemacht hat)
    Spring (über was drüber)
    Graben (ein Loch buddeln)
    Scharren (das typsische Markierungsscharren)
    Front (Vorsitzen)
    Swing (komm aus dem Front in die Fußposition, indem du auf meine linke Seite gehst, und dich dort in die "richtige"
    Richtung umdrehst)


    Und ich versuche folgende spontan auftretenden Verhalten zu "fangen": sich Schütteln, Niessen, Rolle


    Auf folgende Fragen gibt er mir, sofern er das "muß" oder möchte eine ziemlich eindeutige Antwort:
    Wolln wir raus gehen?
    Wolln wir clickern?
    Wolln wir Trike fahrn?
    Mußt du mal strullern?
    Wolln wir ins Bett gehn?
    Wo ist die Polly, oder Sally, oder Max, oder Flori, oder Emmy, oder Luna, oder Ziwa....)

    Zitat

    Ich hab mir heute erst mal ein neues Clickerbuch gekauft. "Clickertraining mit dem Hund" - Monika Sinner.

    Muss echt sagen, dass ich total begeistert bin davon. Warum hat mir das noch keiner empfohlen?! ;)

    Da sind zwar keine besonderen oder neuen Sachen drin, aber so hab ich noch mal einen Leitfaden, alte Dinge zu vertiefen und etwas weiter zu clickern :rollsmilie3:


    vielleicht deswegen:

    Zitat

    Kann man sich sparen, 27. Februar 2006
    Von Ein Kunde

    Für Clickeranfänger ist dieses Buch absolut nicht geeignet.
    Es werden keine Grundlagen über das Clickertraining vermittelt. Beim Clickertraining soll der Hund zum selbstständigen Lernen ermutigt werden. Das Clickertraining kann nach den Ausführungen der Autorin dieses Buch so nicht funktionieren.
    Gibt besseres!


    oder deswegen

    Zitat

    Alles schon dagewesen und zwar besser, 12. Februar 2006
    Von Ein Kunde

    Was soll denn auch noch zum Clickertraining geschrieben werden? Es gibt weit aus genug zu dem Thema. Auch wird der erfahrene Fachliteraturleser erkennen, dass das ein oder andere bereits Thema in anderen Büchern war. Mein Tip! Stehen lassen!!! Geben Sie Ihr Geld für besseres aus. Leider gibt es hier die Angabe kein Stern nicht, deshalb einer.

    oder auch deswegen...


    Das sind einige Kundenrezensionen von Amazon. Ich lese immer ein-zwei "hochsternige" und alle die nur einen oder zwei Sterne geben. wenn letztere nicht gerade einfach nur "das buch ist doof Punkt" schreiben, ist das, was sie am Buch auszusetzen haben, meistens sehr erhellend!

    Zitat

    Am nächsten Tag gab es das Futter nur noch aus der Hand. Er weigerte sich drei Tage lang und fraß überhaupt nichts. Da er nicht gerade dick ist machte mir das Sorgen, aber ich gab nicht auf.
    Schließlich nahm er es an. Nach einer Woche ging ich dann dazu über ihm abends das Futter im Napf anzubieten, hielt den Napf aber fest.
    Das funktioniert soweit ganz gut mit dem Napf festhalten. Seit neustem nimmt bevor er frisst drei bis vier Brocken Trockenfutter und legt sie irgendwo im Abstand von zwei Metern hinter sich ab. Dann beginnt er den Napf leer zu fressen.

    Hallo Steffi,
    ich würde das mit dem aus der Hand füttern noch weiter machen.

    Wenn Du die Übung mit dem Napffesthalten weitermachen möchtst, würde ich folgende Sache verändern: wenn er das "ich verteile Brocken hintermir"-Verhalten zeigt, kommt der Napf sofort weg!
    Auch würde ich beide Hunde nacheinander füttern. Und ich würde natürlich der gesitteten Dame den Vortritt lassen!
    Das:

    Zitat


    Er ist ein sehr langsamer Fresser und Ronja ist immer vor ihm fertig. Wenn sie sich dann vom Futterplatz wegbewegen will rennt er sofort zwischen den Futterbrocken und Napf hin und her und knurrt was das Zeug hält.


    Ist dann nicht mehr möglich, und kann von ihm so dann auch nicht weiter gefestigt werden.


    Zitat


    Kauknochen bekam er seit dem gar nicht mehr, denn hier ist sein Verhalten noch extremer.
    Auch Kauknochen oder Hundekuchen funktionieren wenn ich sie in der Hand halte sehr gut, doch sobald ich sie ihm gebe geht es los.
    Er rennt mit seiner Beute in den Korb und beginnt jeden anzuknurren der im Abstand von 5 Metern vorbeiläuft. Ganz schlimm ist es, wenn er die Beute nicht ganz frisst und dann wie angestochen angeschossen kommt und sich knurrend vor seinen Korb stellt.


    Ich glaube, ich würde versuchen, so kleine Kauknochen/Hundekuchen zu wählen, dass er sie auffrist, bevor er die Lust an ihnen verliert.
    Bei meiner Gastwelpette (die das "das ist mein Knochen" auch deutliuch ernst gemeint war - aber deren Verhalten da natürlich noch nicht so gefestigt war), habe ich gute Erfolge erzielt, indem ich ihr aus der "ich knurr noch nicht" Entfernung weiche, extrem leckere Leckerchen (Wurst, Käse, Leber...) zu geworfen habe.


    Zitat


    Keiner von uns möchte das Teil haben und er darf es auch behalten, aber der Zustand ist nicht zu ertragen.
    Jetzt habe ich seit drei Monaten alles Kauzeug gestrichen. Das kann es aber ja auch nicht sein! Seine hinteren Backenzähne haben bereits einen gelblichen Belag.

    Manchmal hilft es auch, wenn man einfach zu viel Kauzeugs rumliegen hat, aber wahrscheinlich wäre das dann so ähnlich wie sein Futternapf-Verhalten, er sammelt alles in seinem Korb und legt zwei, drei Köder aus, die er dann verteidigt... es ist auch ein wenig gefährlich, das zu testen.
    Ich würde, wie gesagt, winzig kleine, extrem leckere Kauknochen verwenden (vielleicht Schweineohrmuscheln, oder es gibt diese "Welpenspaghetti", das sind glaube ich superdünne Ochsenziemer - evtl. kann man die auch noch kürzer schneiden. Da ist nicht genügend "drann" um auch noch was über zu lassen.


    Zitat


    Meine Idee ist nun ihn im Korb anzuleinen und ihn so an diesem Ort mit dem Kauartikel zu halten. So bräuchte keiner Angst haben sich im Wohnzimmer zu bewegen. Auch würde er vielleicht lernen, dass keiner ihm das Teil wegnimmt.

    Finde ich gut: kombinier das mit der Leckerchenwerf-Methode. Oder: füttere ihm so auch noch sein Futter!


    Zitat


    Befreundete Hundetrainer sagten mir, dass ich damit doch einfach leben soll, aber das kann und will ich nicht! Er stellt in meinen Augen eine Gefahr dar, auch wenn es noch zu keiner Beisserei kam. Dies aber auch nur weil ich ihm nie den Knochen weggenommen habe.

    Ne, da würde ich auch nicht mit leben wollen, du müßtest Das ja ewig lange managen und könntest ihn nirgendwo mit hinnehmen, und was ist, wenn mal Besuch da ist...


    Zitat


    Bei Spielzeugen war es zu Beginn ähnlich, allerdings konnte ich das mit einem Übermaß an herumliegenden Spielzeugen in den Griff bekommen. Er merkte ganz schnell, dass Spielzeug immer und überall herumliegt und lies das verteidigen und horten irgendwann ganz sein.
    Nur mit den Knochen funktioniert das nicht!

    Habt ihr noch Ratschläge oder Ideen?

    liebe Grüße

    Steffi

    Aha, ich hätte den Beitrag bis zu Ende lesen sollen :D

    Versuch, ob Du das irgendwie so kombiniert bekommst, dass es ungefährlich für Euch , aber lehrreich für den Hund ist: Es gibt genug von den Knochen, wenn Hund sich vernünftig benimmt.
    Knochen sind offenbar eine wichtige Ressource, wenn Du sie noch mehr verknappst, wird sie noch bedeutender.

    Ach und hier noch eine hundeschulempfehlung für Dich: http://www.caneami.de/