Beiträge von Shoppy

    In der Zeikt der Jugendentwicklulng wird das Gehirn "umgebaut". Neue Gehirnzellen werden gebildet, alte Vernetzungen gehen verloren, neue werdengestrickt.
    Der Hund hat schlicht die Verknüpfungen oder die Gehirnzellen "verloren" in denen "wie verhalte ich mich beim BEgrüßen" (z.B.) hinterlegt waren.

    Das ganze hat nichts mit "wir sind der böse dominante hund und wir testen unseren Menschen mal einfach aus, was ich jetzt nicht vielleicht doch darf" zu tun, sondern einfach mit altersgemäßen Weiterentwicklungen.

    Trainier das Alternativ-Verhalten zu "anspringen" z.B. "sitzen" in dieser Situation noch mal ganz neu, als ob sie es nie gelernt hätte.

    Spar Dir "Nein", das enthält keinerlei Informationen darüber was sie gerade falsch macht, und was sie statt dessen tun soll...

    Wenn man es richtig aufbaut, wird der Jogger/Radfahrer/Reiter/Wasauchimmer zum signal für "Geh zu deinem Mensch, setz dich hin und bleib ruhig, denn das wird belohnt!"

    Dazu sollte der Hund den J/R/R/W sehen, dann sollte er ein signal für ruhiges Verhalten bekommen, z.B. "Sitz" und solange der Knilch sitzt, markiert man das gewünschte Verhalten und bestärkt es.
    Natürlich kann es passieren, dass die Ablenkung zu groß wird, sprich der J/R/R/W kommt zu nahe und der Hund springt auf, rennt in die Leine, bellt.

    Na und?
    Er wurde gerade ca. eine Minute lang, alle paar Sekunden (also ungefähr 20 Mal.....) für "ruhig sitzen, wenn J/R/R/W kommt" belohnt. Wenn er aufspringt bekommt er 10 Sekunden nix. DANN ist der J/R/R/W wahrscheinlich schon wieder so weit weg, dass der Hund wieder sitzen kann und dann kann man noch mal eine Minute (wieder vielleicht 20 Mal....) für "ruhig im sitzen dem J/R/R/W hinterhersehen" bestärken.

    Schon nur bei einem einzelnen J/R/R/W übersteigt die Anzahl der gebeenen Bestärker massiv die Anzahl der verpassten Belohnungen. Hunde tun, was lohnt!
    Was wird der kleine Mann wohl lohnenswerter finden??

    Nach dem Ganzen sitzen kann man als Jackpot gut ein kleines Rennspiel, ein bißchen Zergeln oder so was machen, dann bast die belohnung auch noch hervoragend zur Motivation, die da wäre J/R/R/W scheuchen...

    Ja, die DVD ist super!!


    Wenn Sie das mit dem Targetstab schon begriffen hat, kannst Du anfangen ein Signal dafür einzuführen: Dann darfst du sie nur noch clicken, wenn sie den Targeet berüht NACHDEM Du das Signal gegeben hast.


    Oder Du erarbeitest als nächstes einen Pfotentarget.


    Wechels zwischen Pfoten und Nasentargets öfter ab, weil der Hund sich sonst leicht "auf ein einschießt": wenn du erst sehr viele Sachen machst, die sie mit der Nase berühren soll, ist es später für sie seeeeehr schwer, darauf zu kommen, dass sie etwas mit der Pfote berühren soll.

    Wenn sie Pfoten und Nasentouch kann, kannst Du beide dazu benutzen, ihr andere Tricks anzuclickern.

    Zitat

    Nun habe ich festgestellt, dass er versucht, sein Repertoir (bzw. Platz machen) abspult und dann erwartungsvoll den Clicker anschaut, wenn er das Neue noch nicht ganz drauf hat oder es schwieriger wird (zbs. Target etwas höher halten so dass er vorne ein bisschen hoch muss). Ist das jetzt ein positives Zeichen, dass er weiß, er muss 1. was tun fürs CB und 2. er muss selbst versuchen zur Lösung zu kommen? Oder ist dieses "Repertoir-abspulen" ein Zeichen für was fehlerhaftes in meiner Konditionierung?


    Nein, das ist super! Er hat verstanden, dass er ausprobieren muß, welches Verhalten gerade "Heiß" ist!!!

    das gute daran ist auch, dass du dann weißt, dass er mit dem Schritt noch schwierigkeiten hat - und kannst Dir Gedanken machen, ob da vielleicht noch ein Zwischenschritt zwischen passt.
    Das kannst du davon abhängig machen, wie ausdauernd er rumtestet, und ober dabei auch tatsächlich neue Sachen testet, oder ob er wirklich nur "bekanntes" durchprobiert.
    ist er ausdauernd und probiert neues, warte einfach ab, was passiert. testet er nur bekanntes durch und ist danach frustriert oder verunsichert, bau Zwischenschritte ein...

    Vielleicht ist das nur eine kurze Phase, in der er nur "altes" durchprobiert. Je mehr erfahrung er im Shapen sammelt, desto leichter wird das dann werden.

    Super, echt!! Ein Naturtalent hast Du da!!!

    ich hatte Dich schon verstanden.
    Die Situation war ja "das erste Mal". DAs sind die Situationen, wo guten HuHas eben auffällt, dass was subobtimal war, und die sich (und vielleicht ein Forum) dann fragen, was man in zukunft besser machen kann. :gut:

    Und mein Vorschlag dazu ist "Sitzen mindesten 1,5m vom Zaun weg", anstatt "Einsatz von BodyBlocks", weil ich eben finde, dass die in der Situation nicht soooo geeignet sind, weil Du so automatisch in der "Muß reagieren"-Rolle bist anstatt Mücke eine klare Anleitung zu geben, wie Du möchtest, dass er sich dann verhalten soll.

    Und eigentlich bist Du ja sogar in der doppelten "Muß reagieren"-Rolle: Mücke und JRT reagieren wechelseitig auf sich und Mücke zusätzlich auf Dich (um Dir auszuweichen) - und darauf soll man dann versuchen mit BBs zu reagieren.
    Ich seh das so: man läßt eine Situation entstehen, auf die Mücke vorhersehbar (interessiert sich für JRT) reagiert, und dann bestrafst Du ihn dafür (BBs sind Strafen, weil sie ein Verhalten = dazwischendrängeln, reduzieren sollen).
    Aber ich bin eben ein pedantischer: "Wir trainineren ein Alternativverhateln"-Fanatiker... :D

    Zitat

    Dennoch....in dem Moment ist er echt dreist :headbash:
    Body Blocks ging nicht, die beiden waren zu schnell und die Frau mit dem dicken Bauch zu langsam :lol:

    Er kann sich nicht dazwischen drängen, wenn er irgendwo sitzt.

    Das ist das Problem, wenn man eine Situation zustande kommen läßt (war ja beim ersten mal unumgänglich, weil noch kein Alternativverhalten geübt werden konnte), und dann auf die Aktion des Hundes reagiert muß.

    So gut ich Dr. McC auch finden - ich finde es viel einfacher, auf ein doch recht bekanntes Verhalten (Sitzen) zurückzugreifen, dieses wertvoller für den Hund zu machen, als "dazwischendrängen" und eventuell möglicherweise vielleicht BB einzusetzen, wenn er aus der Bleibsituation zu entweichen versucht. (dazu benutzt Dr. McC auch BBs, zum lehren von "Bleib". )

    Zitat

    - Click, Hand in die Tasche und dann erst Leckerli überhaupt rausholen.

    Ich denke die zweitere kann man machen wenn der Hund das schon geschnallt hat.

    Diese Version SOLLTE man machen, DAMIT der hund schnallt!!

    Wenn Du das nicht ganz klar abgrenzt, kann es passieren, dass irgendeine Futterbeschaffungsbewegung Deinerseits zum Signal für "gleich kommt Futter" wird. Es soll aber der Click das Zeichen für jetzt kommt gleich Futter werden.

    Anmerkung: die Hunde von Pavlow (dem wir das ganze konditionierungs"zeug" zu verdanken haben) begannen zu sabbern, sobald sie die LAbortechniker kommen hörten, die ihnen die Fleischpaste auf die Zunge schmierten, nachdem sie die Hunde aus den Zwingern geholt und in die vorgesehene Apperatur zum Speichel- und Magensäftemessen geschnallt hatten - sie fingen also schon MINUTEN vorher an zu sabbern...

    Der Click muß isoliert von irgendwelchen anderen Dingen, vor allen solchen die mit "Futterkriegen" zu tun haben stattfinden, sonst kann Überschattung stattfinden...

    huhu,

    ich meinte das Konditionieren, das macht es einfach dem hund unddem Menschen schwieriger als es sein müßte.

    1. Wenn ich einen Lottogewinn von ein paar Tausen Euro kriege, werde ich mir bestimmt nicht merken, welche Hymne DANACH gespielt wird.

    2. Wie präzise kann man es als Mensch erkennen, wann der Hund eins von x, dicht beieinanderliegenden Leckerchen aufsammelt, die auch noch weich sind, und Hund zwischendurch nicht fürs Kauen anhält?

    Clickertraining ist deshalb sogut, weil es extrem präzises Timing erlaubt, weil ein Markersignal verwendet wird, dass sich sehr von den Geräuschen unterscheidet, die der Hund bis dahin kennengelernt hat.
    Das klappt aber nur, wenn man eben präzise mit dem Ablauf umgeht:

    Nix passiert
    Click passiert
    Bestärker passiert
    Nix passiert

    Wenn der Click passiert, während der BEstärker passiert (was man im Fachausdruck übrigens Backward Konditioning nennt, und was ausser in Laborbedingungen (und auch dort nur minimalen...) NULL Lerneffekt hat), überschattet das Leckere Essen das Geräusch, und der Hund wird gar wundervoll gegen den Click desensibilisiert. Ups, denn das GEgenteil ist gewünscht...


    Ansonsten finde ich das Buch (für Einsteiger) recht gut geeignet.

    Im täglichen Training gibt es das Futter (wenn es denn eine Futterbelohnung ist) DA, wo es der jeweiligen Aufgabe und dem individuellen Hund am zuträglichsten ist.
    Oder wie Bob Bailey sagt. Click for action, feed for position...