Beiträge von Shoppy

    Wie geil!

    Was ein "Boa, wie langweilig" so alles anrichten kann :D


    Ja, ich denke, einem hund ist langweilig, wenn er nichts zu lernen "braucht".

    Und, nein, mein Hund muß nicht den ganzen Tag "unnatürlich bei Fuß" gehen.

    Ich mache Clickertraining - da läßt sich ziemlich schnell rausfinden, was der Hund machen möchte. Zu was er Zugang findet, weil man ihn nicht zwingt, sondern er selber drauf kommt. Wie viel diebischen Spaß er hat, wenn ihm ein Licht aufgeht. Wie ein Hund lernt, wie jeder Hund unterschiedlich lernt, auf unterschiedlichen Wegen und mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
    Aber alle lernen mit sehr viel Spaß irgendwas.
    Und alles, was sie lernen ist total natürliches Hundeverhalten, denn wenn es das nicht wäre, könnten sies nicht ausführen.
    Selbst der beste Trainer kann keinem hund das Fliegen beibringen.

    Lernen erhöht die Lebensqualität, denn nur durch Lernen werden die Verknüpfungen im Gehirn hergestellt und erhalten.

    Hunde, die viel können (und immer neues dazulernen dürfen) können viel mehr Freiheiten geniessen, weil sie mehr kennen, an verschiedene Orte mit genommen werden können, weil sie ausgeglichener sind, und sich durch neues nicht aus dem Konzept bringen lassen.
    hunde, die immer wieder neues lernen dürfen, passen sich an Veränderungen leichter an, haben vor neuen Sachen keine Angst, probieren selbstständig Lösungswege, sollten sie auf Probleme stossen, haben eine besser Impulskontrolle, eine höhere Frusttoleranz, mit anderen Worten, sie sind einfach Umweltsicherer!

    Wenn Du sie "ablenkst" wird sie nichts lernen, weil sie ja nicht mitbekommt.

    Wenn sie andere Menschen beängstigend findet, mußt Du das "gegenkonditionieren" und sie "systematisch desensibilisieren".

    Wenn Euch ein Mensch entgegenkommt beobachtest Du sie genau, wann sie den Mencshen wahrgenommen hat, sagst dann "Schau, da kommt ein Mensch" und gibst ihr so lange die allerbesten Leckerchen, bi ihr am Mensch vorbei seit.

    Wichtig: es ist egal, was sie dabei macht, sie darf sich sogar aufregen. Was sie lernen soll ist "Mensch bedeutet Lecekr essen bekommen"

    Google "Gegenkonditionieren" systematische Desensibilisierung", "Entspannungssignal"

    Man muß es einfach nur so anfangen, dass sie denken, es wäre ihre Idee gewesen...
    Wichtig sind: die richten Bestärker, das richtige Timing und n büschen theoretisches Wissen darüber, wie Lernen funktioniert.

    Erste Lektion: ergooglen, was "differentielle Bestärkung" ist....

    ich habe hier leider nicht so viel Auswahl - und da komme ich überhaupt nur hin, weil mich jemand mitnehmen kann (ich habe nämlich kein Auto).

    Ich nehme es als Trainingsmöglichkeit (und nicht nur das Agi ;) ): Teamarbeit unter extrem erschwerten Bedingungen.
    Entspannungsübungen unter extrem erschwerten Bedingungen.
    Gehen auf wackeligen Untergründen... :schockiert: (die haben sehr stabile Geräte, aber wenn da ein 40kg Ridgeback über die A-Wand läuft, schwingt die eben und das findet er :scared: :schiefguck: :skeptisch:

    Betrachte das mit dem Maulkorb anderserhum: er gibt ihr (und damit Dir) die Freiheit, mit anderen Hunden in Kontakt zu kommen, die sie ohne nicht haben würde.

    Was ich auch wichtig finde: Hunde müssen auch einfach nicht mit jedem beliebigen anderen hund klar kommen oder gar "schön spielen".

    Wenn sie einige Hundekumpels hat, mit denen sie sich gut verträgt und tatsächlich gut spielt, versuch Dich mit deren Herrchen/Frauche nfür regelmäßige Spielsessions zu treffen und erspare (das meine ich ganz genau so, wie ich es geschrieben habe ;) ) Ihr hunde, mit denen sie nur Probleme hätte.

    Sie ist deshalb nicht "arm", weil Du sie mit einigen Hunden nicht spielen lassen kannst. Nicht, wenn Du sie anderweitig sinnvoll beschäftigen kannst, Ihr gemeinsam viel Spaß habt und sie mit drei bis vier verschiendenen Hunden ab und zu mal spielen kann.