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Cörki: 10 sek UO? da hat sie noch nicht mal sitz gemacht geschweigedenn platz (dafür brauchen wir schon mal 10min, natürlich nicht immer aber oft)
Kennt sie Nasentouch? Wenn nicht, üb den und andere "Tricks" - und das erst mal zu Hause. Vergiss "Unterordnung" erst mal. Erst muß Du sie dafür begeistern, dass man auch draussen was mit seinem Menschen machen kann. Dafür gehen Tricks besser, weil mensch die oft mit mehr Spaß aufgebaut hat, als "UO".
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Ich habe angefangen, mit dem Clicker jeden Blickkontakt einzufangen was auch teilweise gut klappt, aber wenn sie schnüffeln will, will sie schnüffeln
(ich mach es nicht die ganze Zeit)
Supi, das ist ein guter Anfang!
Clicker ihr Schnüffeln!! JA GENAU! Sag, wenn sie schnüffelt "Schnüffeln" warte zwei Sekunden und click dann das Schnüffeln. Dadurch bekommt ihr Tun einen Namen und Du kannst später eine durchgeführte Übung wie Fuß-gehen oder eine Bleib-Übung mit "Schüffeln" bestärken. Da das Schnüffeln offenbar eine ihrer Lieblingsbeschäftigung ist, bekommst Du sie so unter Kontrolle und kannst sie für Deine Zwecke nutzen.
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Wenn ich sie nicht beachte, ist ihr das völlig wurscht
Und sie muß mich ja nicht ständig beachten, aber spätestens wenn ich ein rankommen von ihr verlange wärs schon recht
, aber da meint Madam ja dann das es ja ruhig so weitergehen kann mit ignorieren...
"Aufmerksamkeit" ist keine Einbahnstraße. Es beruht auf Gegenseitigkeit.
Ich bestärke solange JEDEN Rückblick, jedes bei mir Einchecken, jedes bie mir vorbeilaufen, bis es zur Gewohnheit des Hundes geworde ist, mindestens eins davon alle paar SEKUNDEN zu machen. Bei manchen Hunden geht das innerhalb eines Spaziergangs und hält ein Leben lang vor (Hütehunde machen das oft sowieso...) andere brauchen Wochen und brauchen danach regelmäßige "Auffrischungen".
Um dieses Bestärken zu können, muss man SELBER immer aufmerksam dem Hund gegenüber sein. Ich meine damit NICHT, dass man den Hund die ganze Zeit bespaßen, bevormunden, beschäftigen oder rumkommandieren muß. Ich meine damit, dass ich beobachte, ob ich "bestärkbares Verhalten" zu sehen bekomme, damit ich selbiges eben auch kann, bestärken nämlich.
Und was man entdeckt und bestärkt hat, wird dann öfter gezeigt und kann dann ganz nebenher benannt - sprich, mit einem Signal verknüpft werden.
Vergiss den Begriff Unterordnung.
Ein Hund muß sich nicht "unterordnen" - Hund und Halter müssen nur gemeinsam rausfinden, welche Verhalten gewünscht sind (Du mußt lernen, welche Verhalten der Hund wünscht (Schnüffeln, Mauselöcher ausheben, Vögel aufscheuchen, Eichhörchen auf den Baum jagen, Schwimmen, sich in ekeligem Zeug wälzen....), der Hund muß lernen, welche Verhalten Du wünscht) und wie die Dinger heißen.
Wenn Du lernst, welche Verhalten Dein Hund wünscht, und diese bestärkst und benennst (siehe oben mit Schnüffeln), kannst Du sein Wunschverhalten als Bestärkung für Dein Wunschverhalten (z.B. sitzen, liegen, bleiben, fuß-gehen, etc.) einsetzen (google "Premack-Prinzip). Da das Verhalten, das der Hund wünscht, selbstbestärkend ist, brauchst Du nur zu clicken, und nur eine Futterbelohnung zu geben, wenn Dein Hund kommt um eine abzuholen.
Der große Vorteil ist, dass Du Dich so nicht als Frustrationsbarriere (= Spaßbremse) etablierst, sondern als Meister über all diese tollen Beschäftigungen.