Beiträge von Shoppy

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    Beim Wegholen von der Katze z.B. nehme ich ihn am Geschirr und hole ihn weg und da schnappt er nach hinten und sobald ich ihn loslasse rennt er gleich wieder hin :schockiert: .
    Es geht mir gar nicht darum ihn ohne anfassen zu erziehen sondern darum DASS ich ihn erzogen kriege :headbash: und zwar ohne zum Futter-/Leckerliautomaten zu werden!


    Bekommt der Hund Futter?
    Im Napf?
    Automatisch?
    Sogar ohne etwas sinnvolles dafür geleistet zu haben?

    Dann bist Du jetzt ein Futterautomat, der "Sozialhilfe" austeilt.


    Diejenigen, die sich immer als "Futter-/Leckerchenautomaten" beschimpfen lassen müssen, setze eine Überlebenswichtige Ressource als Bezahlungs- und Motivationsmittel für erwünschtes Verhalten ein.
    Das ist der Unterschied zwischen Sozialamt und Arbeitgeber.

    Ich persönlich lebe sehr gerne von selbstverdieten Ressourcen, als dass ich irgend wem auf der Tasche liege. Aber noch weniger kann ich verstehen, warum ich den Hund nicht (einen Teil) sein Futter "verdienen" lassen soll.

    Ich stelle nicht morgens und/oder abends automatisch eine Ladung Futter im Napf vor den Hund.
    Ein Teil des Futters (das der Hund eh bekommen muß) gibt es gezielt, sorgfältig getimet und nur gegen Leistung.

    Wer ist hier der Automat?

    Also,
    ich mach das mit dem "an lockerer Leine" so (ich bevorzuge Geschirr, aber wenn der Hund halt nur im Halsband kommt, mach ich das genauso nur noch konsequenter ;) ):

    Hund kommt an eine fünf Meter Leine, damit hat man einen ziemlich großen Rahmen, richtiges Verhalten (gehen an lockerer Leine :roll: ) zu bestärken.
    Dann stelle ich mir vor, dass ich einen großen Hoolahoop Reifen (anfänglicher Durchmesser 2-3meter) an meinem linken Fuß kleben habe und mitschleppe. Immer (!!) wenn der Hund da drin ist, wird geclickt und bestärkt. Falls es ein schneller Hund ist, der viel und schnell läuft, fleigt die belohnung nach HINTEN. Dann läuft er auf dem weg nach vorne nämlich wahrscheinlich weider durch den "Reifen" --> Click --> belohnung nach hinten, und so weiter. Nach und nach zieht man den "Reifen" immer kleiner, dass heißt, clicke gibts nur noch wenn der Hund einen immer kleineren Radius einhält.

    Rennt er doch mal in die Leine - das ist nicht immer zu vermeiden, benutze ich das "Ende"-Signal, wie es z.B. Pia Gröning fürs Schleppleinentraining verwendet: Man sagt "Ende", BEVOR der Hund ins Leinenende knallt, bleibt dann aber stehen. Lernziel: wenn der Hund "ende" hört, gehts nur weiter, wenn er die Leine locker halten kann, z.B durch anhalten, langsamer laufen oder zurückkommen.

    Ich nehm, was der Hund anbietet - ich bin da ziemlich opportunistisch.
    Wenn er lieber rennen mag, ist vielleicht zurückkommen das richtige, weil da ja weiter gerannt werden darf. Ist es einer der nur einfach vorwärts will, ist ein warten, bis man ihn eingeholt hat wahrscheinlich ehr machbar.
    Das muß man ein bißchen austesten.

    Was ich auch gerne mach (besonders, wenn ich an "Fuß" oder am gehen an einer sehr kurzen Leine arbeite): Clicken, wenn die Leine locker ist, aber die Belohnung so geben, dass der Hund richtig in der Fußposition ist.


    Ich mache das übrigens auch, dass wenn ich keine zeit der Lust habe, am "nicht ziehen" zu üben, ich ein Ziehsignal gebe. Gezogen werden darf aber nur am Geschirr. Ich mag besonderst gerne Führgeschirre, an denen man die Leine auch auf der Brust einhaken kann (also keine Norweger ;) ) - so bekomme ich den Unterschied auch in der gleichen "Kleidung" hin: vorne eingehakt = an lockerer Leine / auf dem Rücken eingehakt + Zieh-Signal = es darf, muß aber nicht gezogen werden.
    Daneben haben wir auch richtige Zuggeschirre, in denen SOLL gezogen werden.

    Hunde sind Kontextlerner und können das sehr schnell unterscheiden, wenn man selber diesen Unterschied auch immer macht. wenn man selber nicht drauf achtet, hat der Hund keinen Grund, einen zu lernen :D

    Es gibt auch Hunde, die verschiedene Geschirre für verschiedene Aufgaben (Mantrailing, Rettungshundearbeit, zugarbeit, "normales Gassi" haben und das sehr gut unterscheiden können, welche Arbeit, zu welchem Geschirr gehört.

    interessanterweise hatten wir auf dem Seminar mit Pia im März mehr Hüter als alles andere da: ein Pumi, ein Mali, einen Langhaarschäfer und einen Kurzhaarcollie... zwei Bealgle und einen Pudel. :D
    Die Beschreibung kommt mir von daher sehr bekannt vor :D
    Das Gute ist ja grundsätzlich, dass Du einen Hund hast, dessen Rasse auf "Mitarbeit mit dem Menschen§ selektiert wurde. Das ist bei Beagles natürlich was anderes, wenn die auf einer Spur abgehen, ist beim "Wegsein" wohl, so sagte Pia, ehr mit Stunden, als mit ein paar Minuten, oder gar nur Sekunden zu rechnen...
    Ich hab jetzt nicht geprüft: ist er ein Border, oder ein Aussie? Boder arbeiten mehr mit Auge als Aussies, oder?
    Die Pumibesitzerin berichtete, dass der Knilch ihr mal ein Reh gebracht hätte, Schweigen in der Runde, alle guggen den kleinen Hund an, und überlegen, wie das bei den Gewichtsverhältnissen geht. Sie meinte: er hat ihr das Reh zugehütet... hihihi
    Doof aber immer noch besser als kriegen, und Löcher ins Reh machen - denn offenbar war er ja schneller als das Reh, sonst hätte er es ja nicht uumrunden können :schockiert:
    Pia hat auch erzählt, das Alma quasi alles an Signalen bei Kaninchensichtung ausführen kann: sie hat Kaninchen auf ihren Trainingsgeländen/Seminaraustragunsorten wohnen, also ständig die Gelegenheit zu üben. Mit Rehen sehe die Sache aber ganz anders aus, weil sie kaum Trainingsmöglichkeiten hat.


    Noch mal zu den Bewegungsreizen. Würden diese Bewegungsreize denn eigentlich Bewegung auslösen - oder ehr erst mal lauern?

    Ich würde ja grundsätzlich das bestärken, was dem Hund am leichtesten fällt, ihn aber vor Ort hält: mit Crispel - wäre der ein Jagdmonster - fiele mir niemals ein, ein Downtriller aufzubauen, denn der mag sich ja so schon ungerne hinlegen - da klappt das bei Wild ja schon gr nicht mehr. Dafür kann er minutenlang stehen, und warten. Da bau ich doch daran weiter, auch wenn es "theoretisch" und oder aus der Tradition heraus nicht ideal ist. Auch sein Rückruf/Pfii ist erste Sahnewas auch ständig variabel bestärkt wird (also immer, aber nicht immer mit der selben Sache...).
    Das Pflegesetterchen hat, als er kam, nur sekundenbruchteil lange vorgestanden. Nach ein paar Wochen konnte er das an lockerer Schleppe fünf Meter vor einer laufenden Katze! Der stand da wie festgenagelt - weg gehen, nicht mal wegsehen konnte er, aber er ist auch nicht hinterhergebrettert. Da konnte man dann fein hingehen, und sich mit einer leichten Berührung in Erinnerung bringen (wenn die Katze ausser Sicht war, ging auch Rückruf).

    Was ich damit sagen will: ich glaube, man kann nicht wirklich was an "viel Trieb, wenig Trieb" machen. Man kann nur daran drehen, mehr Einfluß zu bekommen, und manchmal muß man dafür eben einen bestimmten Teil des "Triebes" auch noch bestärken.

    Der Trieb, Katzen zu jagen ist nicht weg, beim Sam, aber er hat verstanden, dass seine Aufgabe in diesem Jagdunterfangen darin besteht, das Katzentier ausdauernd anzuzeigen, denn die Shoppy is eine unfähige Jägerin, die ewig lange zum schuß braucht, es dann nicht mal hinbekommt, und trotzdem den Hund dafür gut bezahlt :D
    so kann man mit dem Jagdtrieb gut leben...

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    Er lernt, dass ich mich durchsetze.
    Mein Bandit ist ja auch so ein Jungschnösel, der zwar sofort käme, wenn ich mit was LEckerem wedle, aber es muss ja auch mal ohne gehen.

    Wenn er mich ignoriert, er aber nunmal rein soll, dann hol ich ihn.
    Was sonst ?

    Viele Hunde lernen dummerweise aber auch, dass "Mensch sich durchsetzt, wenn die Leine dran ist", dass aber nicht kann, wenn die ab ist.
    Ups

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    Bekannte haben eben ihr erstes Baby bekommen und werden ihren Garten vermehrt nutzen. Ihre Grundstücknachbarn halten drei Hunde, der grösste ist ein jähriger Ridgebackrüde.
    Die Hundehalter sehen da gar kein Problem im Nebeneinander von Baby und Hunden.
    Die jungen Eltern hingegen schon und möchten deshalb einen sicheren Zaun bauen, damit sie mit ihrem Kind den Garten nutzen können.

    Nun ihre Frage: Wie hoch muss ein ridgeback-sicherer Zaun sein?
    Gibts weitere Punkte über die Beschaffenheit und Konstruktion, die man beachten muss?

    Vielen Dank für eure Antworten.

    Sehr gute Idee, einen Zaun zu bauen. Da die Hundehalter ja offenbar kein Problem erkennen können, sind sie wahrscheilich ja auch nicht der Meinung, dass man die Hunde nur beaufsichtig in den Garten läßt (besonders, wenn nebenan ein Kind durch den Garten krabbelt).
    Das Problem ist, dass, wenn der Hund einen Zaun überwinden will, er das bei fast jeder Höhe schaffen kann.
    Wenn das geht (notwenige Genehmigung, Finanzen, etc.), würde ich einen Sichtschutzzaun in 1,8m höhe nehmen (wenn man sich nicht gar so doll abschotten mag, gibt es da welche, die unten dicht sind, und oben durchsichtig. Oder welche mit durchsichtigen "Fenstern". Wenn Hunde nicht sehen können, wo sie landen würden, versuchen sie meist gar nicht erst irgendwo rüber zu springen. Und ausserdem: was man nicht sieht, regt einen auch nicht (so) auf.