Beiträge von Shoppy

    Zitat

    Und was soll das jetzt heißen?

    Das, daß was Martina hier seitenlang schreibt ist das Nonplusultra?

    Wetten in spätestens 10 Jahren kommt jemand, der meint, er hätte den Stin der Weisen gefunden.

    Also, wenn ich Revue passieren lasse, was ich hier die letzten 10 Seiten gelesen habe, bin ich ein unfähiger Hundehalter.


    Ich erhebe keinen Anspruch auf Nunplusultra!

    Es sagen andauernd welche, dass sie den Stein der Weisen gefunden haben.

    Meistens gibt es diesen Stein schon, nur unter anderem Namen.


    Wieso? Wenn Deine Hunde so sind, wie du sie Dir wünscht, und ihr gut klar kommt und sowohl Du als auch die Hunde glücklich miteinander seit, habt ihr wahrscheinlich fast alles richtig gemacht.

    Es gibt viele Hundehalter, die das gut "aus dem Bauch heraus" hinbekommen (ohne dramatisch aversiv zu werden).
    Und es gibt viele Hundetrainer, die das ebenso aus dem Bauch heraus gut vermitteln können (auch ohne dramatisch aversiv werden zu müssen)


    Das geht so lange gut, wie man Hunde hat, die mehr oder weniger problemlos verstehen, was der Mensch von ihnen will.

    Wenn man aber an einen Hund gerät, der aus welchen Gründen auch immer Probleme bereitet KANN (muß nicht) es sein, dass dasa "aus dem Bauch Wissen nicht mehr ausreicht.

    Und sind nicht Leute, dies sich als Hundetrainer ausgeben Ansprechparter für Leute mit diesen Problemen - oder man spezialisiert sich auf einen Hundesport, kann den in- undauswendig und empfiehlt bei Problemen einen Kollegen, der sich auf das betreffende Problemverhalten spezialisiert hat. (womit ich nicht sagen will, dass sich Hundesporttrainer nicht weiter zu entwickeln brauchen :D) - das finde ich völlig legitim.
    Wenn mich jemand anspricht wegen Agility, dan muß ich ablehnen, da habe ich keine Ahnung von. Ich findes es toll zum zusehen, wenn tolle Teams am start sind, und ich bin VIELLEICHT in der Lage, diese Teams zu erkennen. Aber das wars zum Thema... Trotzdem lese ich auch Literatur zu dem Thema - man kann ja immer mal Ideen aus anderen Bereichen "abzweigen" - sonst tät ich auf eine gewisse amerikanische Trainierin auch gar nicht gestoßen sein...


    Ausserdem ist dieser Thread doch keine Zwangsveranstaltung für alle DF-User? Oder?

    Wird niemand gezwungen zu lesen und noch weniger dass man das alles richtig findet, was die Schreiber (including me) hier so hinschreibseln.

    Ich gebs zu, ich lese auch nicht alle Beiträge. Ich bleibe an manchen Bemerkungen hängen, schreibe was dazu (meistens zu lang und wirr) und lese dann wieder was nur quer.

    Die meisten Beiträge empfand ich als ernsthaften Versuch, die Gedankengänge von anderen zu verstehen.


    Ich bin Verhaltensjunkie, Hunde"Spanner" und irrsinnig neugierig, und manchmal verwundert darüber, dass das nicht alle Hundehalter auch sind.

    Was meiner Meinung nach nicht geht, ist, dass "professionelle Trainer" - also Leute, die Wissen an andere Hundemenschen vermitteln, es offenbar manchmal (oft???) auch nicht sind.
    Wieso nicht?

    Weil "es funktionier"?!?!?!??!! Huch, nun sind wir da wieder angekommen. :hust: Aber darauf läuft es hinaus, oder nicht?


    Ich will wissen, warum es funktioniert, was noch alles funktioniert, wieso bestimmte Sachen manchmal/oft/immer nicht funktionieren.

    Ich will wissen, wie man es vermittelt - an Hund und Mensch, in hirngerechten Stücken, ohne dreckige Nebenwirkungen.

    Weiß ich das alles schon? Blödsinn!!! sonst würde ich ja wohl nicht so doll auf dem Weiterbildungspony rum zu rutschen!!

    Zitat

    Hmhh, man könnte es aber auch so sehen:

    Der Bodyblock ist ein nonverbales Kommando, die positive Bestärkung das Fortsetzen des Spieles??

    OT
    Irgendwie witzig, fast wie vor Gericht

    GANZ GENAU!!!
    Aber das nonverbale Signal ist eben eine positive Bestrafung.
    Auf diese "Aussage" des Menschen antwortet der Hund mit zurückweichen oder zumindest mit nicht weiterrennen.
    Die "Aussage" des Hundes bestärkt den Menschen negativ (das "Bodyblock"-Verhalten wird häufiger auftreten, weils ja geklappt hat - negativ, weil der Hund ja mit dem nachgelassen hat, was er tat).
    Wenn Mensch den Hund nach dem Stoppen zum Spielen zurückschickt. Wird der Hund für sein Verhalten bestärkt, sofern "Weiterspielen" als Bestärkend in dieser Situaion empfindet.

    Cool oder - Wenn man immer den Rütter sagen hört, dass die Hunde den Menschen total erzogen haben, hat er wahrscheinlich recht, weil kommunikation eben genau so funktioniert. Andererseits haben die Menschen den Hunde eben genau so erzogen, wie er zu dem Zeitpunkt ist. Man bekommt das Verhalten, dass man bestärkt :D

    Zitat

    Okay, also dass es eher in Richtung Bestrafung tendiert - akzeptiert.

    Aber es käme doch drauf an, ob mit dem Block die Bewegungsfreiheit eingeschränkt wird (negativ) oder eine Bedrohung ausgeübt wird (positiv)?

    nein, die ollen Behavioristen sind Wissenschaftler. Wissenschaftler arbeiten mit Zahlen, und zählen Verhalten.

    Positiv und negativ sind wirklch einfach nur "etwas zur Umwelt, das vorher nicht da war hinzufügen" bzw. etwas, was vorher in der Umwelt war entfernen.

    eine negative Bestrafung wäre zum Beispiel, wenn ich ein erwartetes Leckerchen selber esse :p oder mich aus einem zu wilden Spiel "entferne", einen Ball wegnehme, Aufmerksamkeit entziehe, und ähnliches.
    Oder am Beispiel von "mach mir den Baum" gegen "an der Leine ziehen" - wenn ich stehenbleibe, weil der Hund an der Leine zieht, nehme ich ihm die Möglichkeit, weiterzugehen. Ich bestrafe also negativ das Ziehen.
    Wenn der Hund ein schlauer ist, und man selber ein gescheites Timing hat (was echt schwierig ist, weil, wie definitert man "leine ist locker" ;) dann lernt er, dass er darauf aufpassen muß, dass die Leine locker bleibt, sonst stockt das Fortkommen.
    Bei der negativen Bestrafung entfernt man etwas, was der Hund haben möchte. Der Hund möchte vermeiden, dass man dieses Ding bei nächsten Mal wieder enfernt und ändert sein Verhalten (sofern das timing gestimmt hat)

    Zitat


    Wozu brauchst du ein Schau? Meinst du, der Hund kann dich sonst nicht sehen? Ein Schau läuft doch der Natur des Hundes völlig zuwider.


    Wieso ist das der Naur des Hundes zuwieder? Das "Schau" ist doch nicht als "Drohfixieren" (aus welcher richtung auch immer ;) ) gedacht, sondern als "ich hätte mal gerne Deine Aufmerksamkeit". Crispel "schaut" öfter mal nur mit seinen Ohren, die er dann nämlich in meine Richtung dreht, und auf weitere Info wartet. Mit dem kann ich das so machen, weil ich ihn in und auswendig kenne und weiß, dass er sich nur sehr selten festfixiert. Anderen Kandidaten definieren wir "Schau" aber mit "Nase in meine Richtung wenden" wobei ich nicht notwenigerweise auf "schau mir in die Augen, Kleiner!" bestehe, wenn der Hund z.B. zu schüchtern ist.


    Zitat


    Und worin genau besteht da jetzt das Alternativverhalten? Darin, dass der Hund weiß, dass andere Verhalten erwünscht oder zumindest erlaubt sind? Was ist dann bei mir anders als bei dir? Auch mein Hund kommuniziert nach einem Nein mit mir und wendet sich dann anderen Dingen zu, wenn ich ihm signalisiere, dass von mir jetzt nichts weiter kommt.

    Ich denke, den wesentlichen Unterschied kann man einem gut erzogenen Hund nicht mehr wirklich erkennen. Das ist ja fast immer so.
    Die Frage ist für mich: Wie sieht es denn aus, wenn ich "Nein" bei meinem Fahrradfressenwollenden Pflegel anwende. Der könnte das einfach noch nicht leisten. Der brauch eben noch die Info "nicht jagen, bitte die Nase in meine Richtung drehen" Je nach Situation braucht er dann sogar noch weitere Info nämlich "hier bleiben"... sonst würde er vielleicht eine Sekunde stoppen, den Reiz neu sehen, und losbrettern. Dem kann ich einfach noch nicht die freie Entscheidung überlassen, was er nach einem Abbruchsignal macht.

    Mit anderen Worten. Selbst wenn ich ein "Nein" konditionierte, was ich aus verschiedenen Gründen, die ich an anderer Stelle hinreichend diskutiert habe, nicht für notwenig halte, könnte ich es in einer solchen Situation eh noch einsetzen. Ich müßte sowieso erst mal erläutern, welche Verhalten denn "erlaubt" sind - und da das viele sind, bestärke ich die auch alle, sofern sie selbstständig angeboten werden, falls nicht, weil er input-overload hat, dann geb ich ihm die Info, welches Verhalten denn z.B. geht.


    Zitat

    Außerdem glaube ich es wäre wichtig, zwischen Kommunikation und Erziehung zu unterscheiden.


    Man kann nicht nicht kommunizieren.
    Man kann nicht nicht erziehen.
    Das ist das gleiche!

    Wenn man sich nicht klar macht, dass in jeder Sekunde irgendwelche Konsequenzen auf den Verhaltensfluß des Hundes wirken, die die Wahrscheinlichkeit des Auftretens dieser Verhalten in der Zukunft verändert, kommt man offenbar zu solchen Unterscheidungen, die m.M.n. niemandem helfen.

    Ich sags noch mal - ich übe/erziehe/trainiere fast nichts zu Hause (ausser Tricks just for fun). Ich shape und "fange" Verhalten, dass in der täglichen Interaktion gezeigt wird.
    Niemand bringt einem Hund bei, wie hund sich auf den Popo setzt. Ich muß immer aufpassen, dass ich nicht lache, wenn mir jemand stolzgeschwellt erzählt, der Plüschpoppo könnte schon sitz und platz, WIRKLICH :hust:
    Man muß den Nasen doch nur die komische Regel erklären, dass Menschen gerne wollen, dass Hunde den Poppo auf die Erde knallen, wenn Menschen dieses "sitz"-Geräusch von sich geben.

    Zitat

    Ich wette drauf, dass sie
    mit jedem Hund jedes Ziel erreichen könnte - und ganz besonders
    mit den Hunden, von denen der Halter behauptet, CT wäre für diesen
    Hund nicht das richtige. ... sie kanns...


    Danke, aber nein, kann ich nicht, jedenfalls nicht praktisch, denn dazu braucht man ja auch noch Ahnung von dem, was man da trainieren soll.
    Und das Wissen geht mir in vielen Bereichen ab. Ich beschränke mich darauf aus Welpen umweltsichere Hunde zu machen und Hunden mit Problemverhalten zu helfen, mit ihren Auslösern besser klar zu kommen.


    Genau, wer will das...
    Traurig aber wahr. Man stelle sich das in anderen Berufsparten vor. "Ooooh, ja also, ich kann CAD nicht bedienen, ich zeichen meine Baupläne noch mit der Hand." "Ach Frau Schoppe, dann tut es mir leid. Ich kann Sie leider nicht einstellen, wir haben gar keine Zeichenbretter mehr!"
    Meiner Meinung nach ist das Grundlagenwissen und es ist doch nun wirklich nicht so schwer.
    Sogar ICH habe es verstanden - hat eine Weile gedauer, und ich habe Anfangs auch negative Bestärkung mit Positiver BEstrafung verwechselt, weil das auch in Hunde"Fach"Bücher häufiger mal falsch erklärt wird :zensur: Da frage ich mal mit Herrn Ranicki: "Wo war der Lektor??"


    Zitat


    Welche Haushundehalter (ohne sportliche, gewerbliche oder ideelle
    Ambitionen) kann das nachvollziehen?

    Wer das nicht will, braucht es ja auch nicht. Aber er sollte einen Trainer haben, von dem zu erwarten ist, dass der das weiß und es auf Wunsch erklären kann, notfalls jede Woche neu, und kreativ jedesmal neu, bis man einen weg gefunden hat, es zu verstehen. Vom Hund verlangen wir doch, seien wir doch mal ehrlich, im Vergleich viel mehr...


    "Never assume your audience is stupid"
    oder mit der Sesamstraße
    "wer nicht fragt, bleibt dumm!"
    Wenn jemand nicht will, gut. Persönliches Pech - meiner Meinung nach. :D
    Das Problem ist doch genau das Einbahnstraßen-Denken - es geht nur auf die eine Weise, die Trainer XY in Buch "Hundetraining XY" beschrieben hat.
    oder die weise die Trainer AB in buch "Hundetraining AB" für besser hält.
    Das diese beiden "Methoden" das gleiche in gescheckt/gestreift sind, wird nicht verstanden.
    Irgendwo - ich glaub in diesem Thread hat jemand geschrieben, dass der Anreiz zur Veränderung nur gegeben ist, wenns unbequem wird.
    Daraus folgt, was ich quasi jeden Tag erlebe. Solange alles einigermaßen zu ertragen ist, machen alle mit ihrem Stiefel weiter.
    Leute, die anfangen Fragen zu stellen, anfangen nach anderen Ansätzen zu forschen haben meistens ein Problem, dass sich weder nach XY noch nach AB lösen ließ, meistens war das Problem größer als zuvor.
    Weil sowohl AB als auch XY von solchen unzufriedenen Kunden nichts mehr hören, haben sie logscherweise keine Rückkopplung, dass ihre Mehtonden suboptimal sind, und machen logischerweise so weiter. Wachsen ja auch genügend neue Hundehalter nach.

    Das wird sich erst ändern, wenn möglichst viele Hundehalter sich selber informieren, und die Trainer mit Fragen löchern - und möglicherweise feststellen, dass sie an eine Hohlfrucht geraten sind, und die Hohlfrucht dann stehen lassen und sich auf die Suche nach einem Trainer machen, der die Notwendigkeit erkannt hat, dass ein Trainer eben nicht nur praktisch was drauf haben muß, sondern auch in Theorie, und erkennen kann, das ein eingeschlagener Plan zum Lernen eines Verhaltens (oder modifizierung eines Verhaltens nicht zielführend ist - es gibt Leute, die das qusi gleich sehen. Dazu gehöre ich (noch, hoffentlich) nicht. Aber ich merke relativ zügig, dass sich der Erfolg nicht einstellt.
    Wenn ich hier manchmal lese, dass man wochenlang rumprobiert und sich wirklich GAR NIX tut oder es schlimmer wird (auch wenns ein anderes Verhalten ist, dass schlimmer wird, dann ist der Ansatz wirkungslos bis völlig falsch. Ausser es ist ein "Löschen"- Ansatzt, dann ist es eben Jiiipeeee, Löschungstrotz.



    Unterschreib ich Dir sofort.
    Wie aber sollen die Trainer das umsetzen, wenn sie immer nur nach dem "habe ich doch vor dreißig (vierzig??) Jahren bei XY so gelernt" verfahren.


    Warum bin ich Trainer, schließlich wollte ich nur Hundesitten? Weil ich vor zwei Jahren mit einem Welpen, der bei mir gestrandet war, in eine gescheite Welpenschule gehen wollte.
    Alle die ich mir angesehen habe, waren voll der Witz, wenn es nicht so todtraurig wäre. Da hab ich dann eben aufgehört zu glauben, ich wüßte nicht genug, könnte nicht genug, wär nicht gut genug.
    Weil dieses Gefühl aber latent immer noch da ist, les ich alles, was mir vor die Nase kommt.
    Und ich würde es von einem Trainer VERLANGEN, dass er sich auf seinem Fachgebiet laufend weiterbildet.
    Mein Automechaniker, oder wie die jetzt wieder heißen, können ja wohl auch nicht leisten, dass sie sich mit dem Bordcomputer nicht auskennen. Dann laufen ihnen nämlich die Kunden weg.
    Oder die Kassiererin, die sich weigert, dass neue Kassensystem zu erlernen. Tschüss, Frau Schoppe, wir arbeien hier mit der effizientesten Technik, die lernen Sie, oder sie gehen!!

    Warum zum Geier sollte das nicht auf Hundetrainer zutreffen.


    An beliebiger anderer Stelle aufstellen und Zurückrufen, Clicken, zurück zum spielen schicken.
    Bodyblock ist doch nicht gleich böse, er ist nur eine positive Bestrafung :D

    Zitat

    Moment, das ist nicht korrekt.

    Positive Bestrafung ist nicht das hinzufügen irgendeines Gegenstandes, sondern das Hinzufügen von Schmerz, Angst etc.

    Ich denke eher der Bodyblock müsste eine negative Bestärkung sein, die Verstärkung des Verhaltens durch Wegnahme der Bewegungsfreiheit..

    Wo ist denn Maddin, wenn man ihn braucht..?


    Nein, das ist falsch.

    Die Definition ist ganz einfach:
    wird es schwächer = Bestrafung
    wird es stärker oder bleibt es gleich = Bestärkung

    negativ ist wie beim Matheunterricht Minus
    positiv ist wie beim Matheunterricht Plus

    Da ein Bodyblock ein Verhalten hemmt, muß es Bestrafung sein
    und da man der Körper dabei ja in Richtung Hund bewegt (wie minimal auch immer) ist es Plus, also Positiv.


    eine Negative Bestärkung wäre es, wenn man z.B. den Zug am Halsband nachläßt, wenn der Hund sich hingesetzt hat: hund setzt sich, zug läßt nach, Sitzen wir negativ bestärkt und tritt häufiger auf.

    Coole Sache das mit der Tür und dem Bodyblock.


    kurzen Moment weg von aversiv.

    da beides das Verhalten zukünftig geschwächt hat, und man etwas hinzugefügt hat (seinen Körper/eine Tür) ist es was?

    Gerade neulich habe ich gelesen, dass jede Bestrafung aversiv ist, aber nicht alles aversive eine Bestrafung.


    Ist es aversiv? Kann mal jemand den Hund fragen gehen?


    Genau da wollte ich hin: das man über so etwas nachdenkt.
    Was sind die Konsequenzen, wie haben sie gewirkt. HABEN sie gewirkt - und ich mein jetzt nicht "in dem Moment" - das ist schon klar - haben sie tatsächlich das Verhalten so beeinflußt, dass es gar nicht mehr/nur noch sehr selten/nur auf Signal/schwächer... auftaucht.

    Bei den Feld/Wald/Wiesen-Bestrafungen tritt das nämlich ja häufig nicht ein. zuppelzuppel ruckel an der Leine - das fällt den Leuten häufig gar nicht mehr auf, dass sie ständig an der Leine zuppeln.


    Ich tät mich freuen wie Bolle, wenn man mehr hinterfragt. Was soll die "Methode" bewirken, wie funktioniert das. Tritt das erwartete Ergebnis ein, wenn nicht, warum nicht. Was mache ich falsch, gibt es einen anderen Ansatz.

    Ich wünsche mit Trainer, die mal wenigstens wissen, ob sie mit Bestrafung oder Bestärkung oder Extinktion arbeiten und nicht einfach "positiv" - das machen heutzutage nämlich alle. Das Wort steht auf jeder homepage. Meistens unter "meine Philosophie" gleich vor oder nach "wir arbeiten nicht mit Druck, Zwang und körperlichem Schmerz".

    Und ich wünsch mir Trainer, die das nicht nur wissen, sondern ihre auch darüber informieren, welche der fünf möglichen Konsequenzen sie einsetzen für die jeweiligen Übungen einsetzen, warum, und mit welchen Nebenwirkungen zu rechnen ist.

    Das man das überhaupt noch erwähnen muß, ist schon ein ziemliches Ding, aber das ist ein weiterer Fred.

    Zitat

    Also irgendwie bewegt es sich hier schon wieder auf die Frage zu, ob die komplette Vermeidung von Handlungsabbrüchen ein Erziehungsmodell sein kann. In der Sackgasse warn wir schonmal...


    Stimmt doch gar nicht. Jeder bricht ständig Verhalten ab. wenn der Hund steht, und man sitz sagt, bricht man "stehen" ab. Rennt der Hund weg, und man Pfeift ihn zurück, bricht man wegrennen ab.

    Viele sind durchaus der Meinung, dass man zumindest mal diese Verhalten ziemlich ausschließlich mit R+ aufbauen kann.

    Warum kann man es dann nicht für andere Situationen in Betracht ziehen, da eine Eindeutige Anweisung eines anderen Verhaltens als Abbruchsignal einzusetzen?
    Ist das wirklich eine zu hohe Übertragungsleistung?


    Abbrechen bzw. unterbrechen tun wir doch alle.

    Die einen mittels aversimen Reiz - also irgendetwas das definitiv NICHT dazu dient, die Aufmerksamkeit des Hundes zurück zu erlangen, sondern klar ein Negativsignal auf die im Moment ausgeführte Handlung setzt.

    Die andren brechen das Verhalten ebenfalls ab, aber eben ohne ein Negativsignal auf die Handlung zu knüpfen, sondern um die Aufmerksamkeit des Hundes zurück zu holen und ihn dann auf eine andere Handlung umzulenken.

    Ich habe hier noch nicht ein einziges Statement gelesen das ahnen ließe, dass irgendwer ein unerwünschtes Verhalten nicht abbricht..

    Fazit:

    Genau.
    Mir gings nie um Ja oder Nein, sonder WIE!

    Wir brechen alle unerwünschtes Verhalten ab.

    Die Frage ist, wie. Und warum so.[/quote]