Beiträge von RatzRatz

    Wuschelfreund

    Letztes Jahr war ich an einem ähnlichen Punkt. Der alte Hund schwer krank, Anaplasmose mit Fieber, Anämie und neurologischen Anfällen. Als es anfing wurde im Rahmen der Diagnostik beim US festgestellt, dass die kleine Veränderung auf der Leber mittlerweile ein Tumor ist. Es ging ihm sehr schlecht, Medikamentengabe war die Hölle weil er nichts fressen wollte. Ich war soweit ihn gehen zu lassen, habe seine Urne ausgesucht und alles weitere besprochen. Meine Tierärztin hat alles getan was ging und er hat die Anaplasmose überstanden. Der Lebertumor ist natürlich noch da. Eine Punktion kam schon nicht in Frage als es "nur" die Veränderungen waren. Es hätte nichts geändert. Eine solche OP in seinem Alter kam nicht in Frage. Ich habe mich erstmal gegen weitere Kontroll-US entschieden. Der Tumor ist nun also seit über einem Jahr da. Es wird wahrscheinlich gewachsen sein, aber ich will es ehrlich gesagt gar nicht wissen. Im Prinzip wird er seit gut einem Jahr palliativ behandelt und niemand in der Praxis hat gedacht dass er sich nochmal so gut erholt. Krebs ist ein Arschloch, ich weiß es kann mitunter schnell gehen. Wir nehmen es wie es kommt. Und bis dahin schaue ich dass es ihm gut geht. Ich vertraue auf mein Bauchgefühl und auf die ehrliche Einschätzung meine Tierärztin. Ich bin sicher sie wird mir sagen wenn ich den "richtigen" Zeitpunkt nicht wahrhaben will. Genauso wie sie letztes Jahr sagte, dass Sie noch nicht bereit ist ihn gehen zu lassen ohne noch etwas zu versuchen. Ich wünsche euch von Herzen noch eine schöne verbleibende Zeit und drücke die Daumen dass es noch lange gut geht. ❤️

    Ich nehme hier aus dem Thread- danke dafür- mit, meine Pläne noch einmal zu überdenken.

    Ich wollte eigentlich, wenn es mal so weit ist, Anubis beauftragen.

    Jetzt weiß ich nicht, ob ich das noch will.

    Ich muss auch schauen wo meine Grenze für den geschäftlichen Bereich liegen an Zusatzoptionen etc.- rein emotional.

    Viele wichtige Dinge sind angestoßen worden.

    Mir hat es wirklich geholfen mir vorher in Ruhe alles anzuschauen und zu überlegen was ich gern möchte und was nicht. Es ist mittlerweile ein Jahr her, damals wusste ich aber nicht ob Tomi die nächsten drei Monate überleben würde. Die Zeit als er krank war, war schrecklich und auf eine Weise war es tröstlich diese Dinge zu durchdenken bevor es wirklich so weit ist. Wenn es nun wieder Thema werden sollte kann ich nochmal in mich gehen und schauen ob sich ab meinen Vorstellungen etwas geändert hat, ansonsten gebe ich den Mitarbeitenden die Kopie vom letzten Mal.

    Das einzige was ich spontan entscheiden werde ist, ob ich ihn selbst zum Krematorium bringe.

    Als die Hündin einer Freundin eingeschläfert wurde haben wir sie selbst zum Rosengarten gebracht. Sie hatten einen kleinen Raum vorbereitet und ein Körbchen für sie bereit gestellt. Wir hatten ein ruhiges und wie ich finde sehr empathisches Gespräch und ihr wurde alle Zeit zum Abschied nehmen gelassen. Sie hatte bereits vor dem Einschläferungstermin alles nötige besprochen. Als wir da waren wurde nochmal gefragt ob sie doch noch irgendwelche Erinnerungsstücke möchte. Das habe ich allerdings nicht als "Verkaufsgespräch" empfunden. Letztendlich kann es immer sein, dass man sich am Tag X vielleicht doch dazu entschließt noch etwas zu behalten auch wenn man das vorher nicht wollte. Danach ist es aber zu spät.

    Ich habe gestern einen zweiten Geschirrversuch gestartet. Er findet es nach wie vor blöd aber es ging besser als beim ersten Mal. Auch wenn es nicht perfekt sitzt, passt es besser als ich dachte. Er hat ja ziemliche Sondermaße. Wir werden es eher punktuell nutzen, notfalls kann man ihn ja tragen aber das lässt er sich nicht von jedem gefallen. Meine Mama würde es davon ab auch gar nicht mehr schaffen ihn irgendwo hoch oder runter zu tragen. Wir werden alle nicht jünger 😅

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    Er sieht es ein bisschen aus als wäre er bereit für einen SEK Einsatz 🤭

    MelanieR

    Ich erkenne so vieles von dem was du beschreibst wieder. Es ist oft echt hart. Ich Frage mich häufig ob ich ihm zu viel zumute. Oder zu wenig mit ihm mache. Vor jedem Urlaub mache ich mir Sorgen ob ich ihn überfordere oder es zu stressig sein könnte. Soll ich von dem Selgian und dem Librela nicht doch gleich mehr als eine Packung bestellen? Jedes Konzert oder Wochenendtrip buche ich nur noch mit der Sorge dass es vielleicht nicht klappt weil ich ihn nicht guten Gewissens beim meiner Mama oder einem Freund lassen kann. Es ist mittlerweile wieder ein bisschen besser geworden aber diese Angst bleibt dennoch irgendwie immer im Hinterkopf. Gleichzeitig sind diese kleinen Hunde einfach so unfassbar stolz, stur und zäh. Oh Mann ey :muede:

    Darf ich mal eine Frage an die Leute mit Vorsorge bei Rosengarten stellen, ob ihr wisst, was passiert, wenn der Hund an einem anderen Ort stirbt und dort auch eine Filiale wäre? Hatte das jemand?

    Wir leben nämlich an mehr als an einem Ort.

    So wie ich das verstanden habe, ja. Der Vorsorgevertrag läuft ja über das Unternehmen und nicht über die einzelne Filiale. Ich hatte auch überlegt aber es dann doch (noch) nicht gemacht.

    Als Tomi letztes Jahr so krank war, habe einen Beratungstermin bei Rosengarten gemacht und es war sehr gut das alles mal in Ruhe persönlich besprechen zu können. Auch verschiedene Urnen und Erinnerungsstücke anzuschauen und Fragen stellen zu könne. Ich habe seine Urne ausgesucht, den Text, Pfotenabdruck ja/mein...alles wurde schon einmal schriftlich festgehalten. Einziges Manko: die bewahren das nur 3 Monate lang auf. Ich hätte es gut gefunden wenn ich alles festlege, bezahle und dann am Tag X alles geklärt ist. Nun ja. Tomi hat sich wieder erholt und das Thema wird dann nochmal neu besprochen. Aber ich habe den Durchschlag und kann wenn es soweit ist alles wieder so vereinbaren wie ich möchte. Mir tat es auf jeden Fall gut mir das alles mal persönlich anzuschauen.

    Der Tomi sieht aber so gut aus für seine 18 Jahre! :smile:

    Die dicke Unterlage in Eurem TomiMobil: gab es die direkt so als Zubehör zu kaufen bei dem Hundewagen oder habt Ihr da selbst was gebastelt?

    Sieht auf jeden Fall sehr bequem und entspannt aus.

    Das ist eigentlich ein (Fahrrad-) Wagen für Kinder, super günstig über Kleinanzeigen gefunden. Die kleinen, handlicheren Hundewagen sind leider zu kurz für das lange Tier. Mit Hilfe meines Onkels wurde der Wagen ein bisschen modifiziert so dass vorne wo eigentlich die Füße sind durch eine Abdeckung ein Stauraum entsteht. Zusätzlich vorne eine kleine Leiste damit das Kissen nicht rutscht und hinten einen Koppschutz weil der Schwerpunkt anders ist als vorgesehen. Drin ist tatsächlich ein Hundekissen welches ich mal geschenkt bekommen habe. Passt erstaunlich gut. 😁