Beiträge von Lucy_Lou

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    Eine Bekannte hat die Leine bei Ihrem 6- jährigen SH im Urlaub nehmen wollen - der Hund zieht null.

    Von daher lief er keinen Schritt an der Flex...

    Das Problem habe ich bei Lucy auch, deshalb gibt es bei ihr keine Flexi... Da kann ich genau so gut eine 50cm-Leine nehmen...


    Warum Schlepp: bei Grisu damals, da ich die Schlepp nicht in der Hand hatte und sie 15m lang war. Heißt zum einen: ich musste mit ihm komunizieren, als wäre da keine Leine, ich hatte schließlich nix in der Hand ;) , zum anderen, er hatte den Radius, den er freiwillig eh eingehalten hat. Es war ein reines Mittel, ihn am Durchstarten zu hindern, falls nötig.


    Warum jetzt Flexi: Grisu läuft im Urlaub in nicht gut einschätzbaren Situationen mit vielen Menschen und Hunden an der Flexi und auch in der Innenstadt. Ersteres, da ich faul bin ( :p ) und keine Lust habe, ständig Umgebung und Hund zu scannen, um zu sehen, ob da irgendwas nicht kompatibel ist. Das sind Ausnahmefälle, normal läuft er frei. Sonst würde ich es vielleicht anders üben. In der Innenstadt, da Freilauf in der Fußgängerzone zum einen andere Gesetze und zum anderen einen etwas weniger auf Umweltreize reagierenden Hund erfordert. (Deshalb läuft Lucy frei, wo ohne Strafe erlaubt.) Außerdem in der Innenstadt Flexi, da Grisu kurze Leinen extrem doof findet :roll: . Lucy zwar auch, aber wie gesagt, sie würde die Flexi eh nicht nutzen...

    Fazit:
    Flexi erleichtert das Leben, wenn man eigentlich nur Status quo in kontrollierbar will... Zumindest bei mir...

    Schleppleine dagegen simuliert Freilauf (bei mir)

    Nur noch kurz was zur Ausgangsfrage, auch wenn es mittlerweile in eine andere Richtung geht :smile:

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    Wenn ihr mit den Aussies genau das selbe bemerkt wie ich - wie gebt ihr dann eurem Hund ohne diese Leine die gleiche Sicherheit? Ich will ihn ja jetzt nicht immer an dieses Dingen hängen!

    Manchmal denke ich, ein wenig Anspannung gehört bei Grisu einfach dazu. Dass er sehr aufmerksam ist und auf vieles meint, reagieren zu müssen. Ich hatte auch mal eine Weile versucht, ihn möglichst immer entspannt zu bekommen (z.B. auch bei Dämmerung), aber mittlerweile lebe ich bei ihm damit, bzw., ich denke, es ist eben ein Teil seines Wesens.

    Und dann war es bei uns tatsächlich so:
    Ganz zu Anfang habe ich blöderweise die Unterscheidung gemacht, im Freilauf darfst du vieles selber entscheiden, an der Leine musst du dich ganz an mir orientieren… Als er dann in der Pubertät ankam, hat er blöderweise vieles nicht in meinem Sinne entschieden im Freilauf

    Er war dann erst mal eine Weile an der Schlepp, wobei es mir mehr darum, ihn am durchstarten zu hindern in gewissen Situationen, als ihm Sicherheit zu geben. Und eben Umorientierung und Zusammenarbeit belohnen.

    Zum "Stress":
    Etwas später habe ich dann aus anderen Gründen einiges ausprobiert: nonverbale Spaziergänge, meine Körpersprache hinterfragen und was ich ihm an Emotionen vermittel in einem Moment, was ich ihm eigentlich mitteilen will und wie es ganz offensichtlich bei ihm ankommt ;)
    Und damit habe ich es nicht mehr auf „der testet“ geschoben, wenn er „überreagiert“ hat. Grisu wollte es allerdings in vielen Punkten einfach besonders gut machen, nur dass ich ihm offensichtlich das Falsche vermittelt habe… War ein langsamer Erkenntnisprozess auf beiden Seiten, mit langsam wachsendem gegenseitigen Vertrauen, das dann eben auch ein Anleinen immer überflüssiger werden ließ. Wir haben uns schließlich geeinigt auf: er meldet, ich nehme ihn ernst und „untersuche“ den Grund. Das klappt gut.

    Aber mit testen hat das bei ihm nichts zu tun.

    Rüde, 4 Jahre, kastriert und Hündin, 6 Jahre, unkastriert. Beide mögen sich, lieben sich aber nicht. Es gibt keinen heftigen Streit, sie spielen ab und an zusammen und sind ein wenig, wie ein altes, etwas granteliges Ehepaar miteinander :D . Sie vermissen sich, wenn der andere nicht da ist, können sich aber auch gut auf den Geist gehen, sie sind sehr unterschiedlich.

    Grisu neigt dazu, andere Rüden verkloppen zu wollen, die Lucy nicht mag. Und Lucy reagiert auf ungefähr jeden Hund erst mal brummelig, aber nicht "ausfallend" wie Grisu es kann, wenn er denkt, das sei nötig. Das ist manchmal doof, wenn ich denke, so, mit dem hätte Grisu auch nett gespielt, wäre Lucy nicht dabei :roll:

    Grisu würde ziemlich sicher nicht freiwillig mit einem Rüden zusammen leben. Er ist der aufbrausende "Daumen drauf" - Typ, mobbend und für sich immer das beste raus holend, der bei Hündinnen aber schnell zum netten Schleimer mutiert, der ganz klein mit Hut ist...

    Lucy käme sicher auch mit einer Hündin klar, zumal kastrierte Rüden ihr nicht lieber sind, als Hündinnen und unkastrierte Rüden auch nur in ihrer Läufigkeit toll gefunden werden :roll:

    Ich würde eher ein gleichgeschlechtliches Paar in Zukunft wählen, da ich denke, da hat man weniger Stress mit Fremdhunden. Voraussetzung, die eigenen vertragen sich...

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    Für Cheyenne war Schleppleine immer gleich Sicherheit!

    Der Hund hat die Verbindung zum Hundeführer und weiß, er muss nicht regeln, denn es wird für ihn geregelt!

    Ich kann nur aus Erfahrung mit meinem Aussie sprechen, dass die Schleppe auch heute noch immer mal wieder eine gutes Mittel ist, mehr Verbidung und Sicherheit herzustellen!


    Für meinen Aussie Grisu gilt das 1:1, nur dass er bloß noch an der Flexi läuft, falls wirklich nötig :ops: . Mag da auch ein wenig an meiner Faulheit liegen... Jedenfalls gibt er Verantwortumg ab und entspannt, sobald er angeleint ist. Das mag an mir liegen, ich bin sicherer und Grisu mein Spiegelbild. Mittlerweile bekommen wir es in der Regel auch ohne Leine (oder an der Flexi :hust: ) in stressigen Situationen gut hin.

    Dass der Hund mich ignoriert oder "wichtigeres" zu tun hat, geht für mich gar nicht, wobei auch zügig weggehen und Hund wegschicken, wenn er kommt, bzw. anderen Hund (Lucy) bespaßen und Grisu hat Pech gehabt, bei uns eine Option war.

    Zum spielen habe ich ihn dennoch immer abgeleint. Immer mit verbaler Freigabe und dann erst mal ausspielen lassen und schließlich üben, bei mir ist es auch toll ;) . Wenn Hundi an der Schlepp erst mal bei mir nachfragt, wenn er seinen Spielkumpel sieht und dann auf Freigabe wartet, das genau will ich doch. Und im Freilauf hat es schließlich auch geklappt :smile:

    Ich finde nicht, dass "Weihnachtsmärkte" und Reserviertheit unvereinbar sind. Grisu ist reserviert, will von Fremden nicht gestreichelt werden und es muss schon ein sehr netter sein, dass er hin geht, wenn er freundlich angesprochen wird ;) . Im Normalfall ignoriert er oder geht. Dennoch sind Weihnachtsmärkte und Co kein Problem, obwohl wir sehr ländlich wohnen, und ja, das haben wir früh und viel geübt. Ich möchte, dass er möglichst stressfrei mich begleiten kann. Vermeidbarer Stress kann ja auch heißen, dass er entweder selbst erlernt/erfährt, das ist jetzt kein Drama oder sich an mir orientiert. Das klappt bei uns gut. Wachtrieb/Schutztrieb und im Zweifelsfall nach vorne gehen, zeigt er dennoch. Aber nur, wenn es eine "ungewöhnliche" Situation ist oder ich unsicher bin. Ansonsten ist Grisu in der Stadt völlig relaxt und ohne (frühes) Training wäre das bei ihm mit ziemlicher Sicherheit nicht so.

    Lucy kann sehr aufdringlich Fremden gegenüber sein und sie fand ich als Junghund da sehr viel stressiger (juchhuh, ein Mensch, hin, spielen, streicheln!!!b Man stelle sich einen 10 Monate alten Labrador bei fremden Hunden vor, das war Lucy nie bei Hunden, aber genau so bei Menschen :dead2: , das brauchte ich nicht noch mal... Auf der anderen Seite, ist sie mit 3-4 Jahren auch erwachsen geworden und nicht mehr so bekloppt :D ). Dennoch: für mich gerne immer wieder ein "reservierter Hund" :smile:

    Da ich gestern viel Zeit hatte, waren wir wandern. Um die 3 Stunden hatte ich einegeplant, gut 6 sind es geworden, weil wir -urplötzlich- ganz woanders waren, als gedacht :roll: und ich ein wenig gebraucht habe, es zu merken... (unsere Talsperren sehen sich aber auch zum verwechseln ähnlich :hust: ). Gott sei Dank haben Lucys Knie es gut weg gesteckt... Heute früh am Morgen nur kurz Tiere versorgt und Hunde vor die Tür gelassen, dann war ich erst mal arbeiten, eben 1,5 Stunden spazieren mit den Hunden, dann Schafe und Kaninchen versorgt und jetzt geht es wieder arbeiten. Die Hunde dürfen schlafen, die glücklichen... Heute Abend geht es nur noch kurz raus.

    Nach Lucys OPs durfte sie ja jeweils nur wenig spazieren, da musste ich getrennt gehen. Und ja, es ist noch entspannender gewesen, vor allem, da Grisu sich in Lucys Abwesenheit besser mit unkastrierten Rüden verträgt :roll: , also ganz allgemein Hundebegegnungen entspannter sind. Aber: mir hat da was gefehlt, es war auch "langweiliger" und ich hatte zum einen den Eindruck, Grisu klebt nur an mir, zum anderen, ihm fehlt jemand zum rennen. Habe ich dann durch Radfahren ausgeglichen. Trotzdem, da hat einfach jemand gefehlt :???: . Im Urlaub kommt es auch vor, wenn wir den ganzen Tag unterwegs sind, dass es zwischen den Hunden etwas aufgeteilt wird. Auch da fehlt mir aber was. Lucys absolute Coolness, die zockelt eh nur mit, in der Regel leinenlos, oder Grisus Entdecker- und Tatendrang. Wobei ich dazu sagen muss, bis auf bestimmte Hundebegegnungen sind wir Baustellenfrei, es ist also nicht wirklich stressiger mit zweien, als mit einem. Und auch mit zweien kann man genau so gut üben und spielen, finde ich, wird halt mal einer von beiden kurz abgelegt, bzw. sie wissen ja, jeder ist mal dran. Im Moment könnte ich mir mal wieder auch gut einen dritten dazu vorstellen, um was mehr Leben in die Bude zu bekommen :lol:

    Meine Hunde fressen es sehr gerne, vertragen es gut, haben glänzendes Fell und auch sonst keine Beschwerden, und auch als Leckerlie nehmen sie es gerne. Und ich kann mir bei zwei großen Hunden absolut kein superteures Futter leisten :roll: . Ich denke, es ist ein gutes Futter, wenn man große Hunde hat, das Geld für einen nicht auf Bäumen wächst und die Hunde es mögen und vertragen.