Wir haben auch nichts besonderes. Ich hab "müde?" statt "Peng" oder so, da ich meine Hunde nicht "erschießen" mag, fürs auf die Seite legen. Oh, und dieses klassische "gib Laut" fürs bellen: Grisu, der Kläffer, macht da immer nur "wuff", während es bei Lucy ein "Wou!!" ist. Da bekommt erst Lucy ein "Gib Laut!" und dann Grisu ein "und gib Leise"
. Sonst haben wir nix kreatives...
Beiträge von Lucy_Lou
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Darf ich auch antworten wenn ich kein Hundewiesenmensch bin (gibt's bei uns net ^^) und das auf's Gassi umlegen?

Ich geh lieber meiner Wege. Treffen wir alte Bekannte bleiben wir schon kurz ein paar Minütchen stehn und labern kurz, aber wirklich spielen tun meine mit den andren weniger.
Ist hier auch so
. Wenn wir irgendwo mit dem WoMo sind (Stadt, Strand) wo an einem Ort zig Hunde unterwegs sind, geh ich schon mal mit Grisu alleine an diese Orte. Der hat durchaus eher Interesse am "Hallo sagen" als Lucy. Mit Lucy auf die Hundewiese wär nur Stress für Lucy und/oder die anderen Hunde 
Allgemein bin ich selbst aber auch deutlich lieber in der einsamen Natur unterwegs. -
Meine dürfen weder ins Bett noch auf die Couch. Sie schlafen nachts im Schlafzimmer, Grisu meist unterm Bett, Lucy im Körbchen.
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oder: Wie man einen Bauern verärgert und sich selbst zum Deppen macht:
Grisu hat als Welpe/Junghund einige schlechte Erfahrungen mit einem Elektrozaun gemacht und das mit Weidetieren verbunden. Ich hab dann versucht, ihm zu zeigen, dass die so schlimm nicht sind (heute ist es auch kein Thema mehr).
Jedenfalls damals kamen wir eines schönen Tages an einem Bauernhof vorbei, direkt hinter dem Gebäude eine Schafweide mit 6 Schafen, zwischen Weg und Weide etwa 10 Meter Grünstreifen. Grisu guckte zu den Schafen, ich sage: "Schau mal, ganz tolle Schafe" (jaaaa, ich führe immer sehr intelligente Monologe mit meinen Hunden...). Und Grisu lief tatsächlich ein paar Schritte in die Richtung, überhaupt nicht ängstlich
. Ich happy, Bauer, der aus dem Fenster guckte, leider nicht... "Nehmen sie sofort den Hund an die Leine!!!". Ich muss zugeben, ich war baff, gerade noch im Freudentaumel, so schnell muss man erst mal umschalten können. Dementsprechend intelligent meine Antwort: "das ist ein Hütehund, der tut nix!"
(oh nein, hatte ich das gerade wirklich gesagt!?!). Im Nachhinein fast lustig... Leider fand Grisu in dem Moment den Bauer interessanter als die Schafe und lief ein paar Meter in seine Richtung. Das war zu viel für die Schafe, die bis dahin nur ruhig da standen und nun in Panik flüchteten. Ungefähr das habe ich dann auch getan... Grisu gerufen, der kam auch brav, und beschlossen den Hof in näherer Zukunft doch lieber zu meiden...Als Grisu etwa 5 Monate alt war, hat er probiert, ob es nicht in seinen Aufgabenbereich fällt, unser Grundstück zu bewachen... Und eines Abends habe ich ihm unfreiwillig beigebracht, wie böse fremde Kinder sind, die an unserem Grundstück vorbei laufen
. Wir hatten an dem Abend Besuch, haben gegrillt und Grisu und Lucy (damals 1,5 Jahre alt) waren durch Menschen und Grillgeruch ziemlich aufgedreht. Oberhalb von unserem Grundstück ist ein Bogenschießplatz und zwei Jungen aus unserem Ort üben da Samstags und gehen anschließend über die Wiese neben unserem Grundstück zurück in den Ort. Lucy reagiert da normalerweise gar nicht drauf… Grisu hörte also was (die Wiese sieht man von unserer Terrasse aus nicht) und lief ein paar Schritte wuffend in die Richtung. Lucy dachte sich wohl, gerade eh nichts besseres zu tun zu haben und bellte erst mal mit. Da Grisu ein Aussie ist und dementsprechen Wachtrieb mit bringt, dachte ich mir, ich vermittle ihm Sicherheit und dass ich eigentlich für das Aufpassen etc. zuständig bin, geh selbst gucken und sag ihm dann, dass alles in Ordnung ist. Ich hatte diese Vorgehensweise irgendwo gelesen und es kam mir einleuchtend vor. Ich habe also Lucy zurück gepfiffen und ins Platz gebracht und bin mit Grisu (der noch nicht im Platz warten konnte) zurück zur Wiese. Ich habe mich bemüht, einen kompetenten, sichernden Eindruck zu machen (
) und dann zu ihm gesagt: „Alles ok“. Und Grisu war tatsächlich ganz ruhig…für ungefähr eine Sekunde. Leider habe ich dabei nicht bedacht, dass „ok“ unser Auflösungskommando ist. Lucy lag ja eh wie eine gespannte Feder im Platz und sah das wohl als Kommando für ihren Einsatz, jedenfalls kam sie bellend angerast und Grisu sah überhaupt nicht mehr entspannt aus…
Hatte Gott sei Dank keine gravierenden Folgen, die Kinder sind recht cool geblieben und Grisu kann heute durchaus einschätzen, in welchen Situationen seine Wachhundqualitäten tatsächlich gebraucht werden -
Ich glaub, irgendwann hatten wir so einen Thread bestimmt schon mal
Aber immer wieder lustig
.Hätte da z.B.:
Lucy war etwa 6 Monate alt und wir an der Talsperre spazieren. Lucy tobt durchs Wasser und die matschige Böschung, rennt dann auf uns zu, an uns vorbei und springt in einem riesen Satz einer fremden Frau auf den Schoß, die hinter uns auf einer Bank saß
Und Lucy ist immerhin ein recht großer Berner-Sennen-Mix... (jetzt versteht vielleicht der ein oder andere, warum ich mich bei Grisu bewusst für eine reserviertere Rasse entschieden habe
). Jetzt im Nachhinein muss ich doch lachen, in dem Moment wäre ich aber am liebsten im Boden versunken... Die Frau hat es nach dem anfänglichen Schrecken aber Gott sei Dank mit Humor genommen. -
Wundert mich ja jetzt ein wenig, dass bei so vielen Zugriffen noch niemand was geschrieben hat...
Ridgebacks kenne ich nicht, daher kann ich da nichts zu sagen.
Zu Aussies gibt es hier endlose Diskussionen... ich find schon, der tät zu dir passen.
Gestern schrieb jemand in einem anderen Thread:
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Ein bisschen finde ich immer, dass Aussies ein lebender Wiederspruch sind: Hohe Impulsivität und Entscheidungsfreudigkeit gepaart mit niedriger Reizschwelle und recht hoher Agressionsbereitschaft auf der einen Seite, und ein sehr hoher Will-to-Please und gute Lenkbarkeit auf der anderen Seite.
das ist mein Aussie auch, beschreibt ihn perfekt
. Sehr sensibel und will to please mir gegenüber, aber auch sehr schnell im Agieren und im Zweifelsfall auch nach vorne gehend bei "Umweltreizen". Viel hängt da sicher von der eigenen Souveränität ab.Dazu ist mein Eindruck, es variiert auch stark, Aussies sind charakterlich eher nicht so homogen, zumindest, was man in Foren so liest
.Frag 5 Aussie-Besitzer und du bekommst 10 Meinungen...Meiner ist extrem leicht zu motivieren, sportlich, robust, will to please, anpassungsfähig, gut Wachtrieb, reserviert Fremden gegenüber, "redselig" (weiß nicht, was du mit Kläffer meinst
), eine gewisse "Agressionsbereitschaft" (klingt immer so negativ) bringt der schon mit. Sehr gut kontrollierbarer Jagdtrieb und allgemein halt: ich (Frauchen) find was gut: dann findet er es auch gut; ich bin unsicher: ist er sofort in Alarmbereitschaft. Er will sich einbringen, denkt mit, reagiert stark auf mich... das kann halt positiv oder negativ sein. Kommt dann wohl sehr auf den Typ Mensch an. Ansonsten find ich ihn einfach klasse. Nur, wie gesagt, "Redseligkeit" stört mich nicht, Wachtrieb find ich gut, "Agressionspotential" ist halt sehr von mir abhängig 
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aber mir fallen da zig andere Rassen ein bei denen das nicht anders ist!
Es ist ja unheimlich individuell. Ich persönlich würde wohl so ziemlich 95% aller Hunderassen als "schwieriger" einschätzen, für mich, als einen Aussie (trotz dem, was ich hier geschrieben habe, falls das jetzt irgendwie komisch rüber kam
). Das heißt ja nicht, dass eine Rasse für irgendwen anders einfach oder schwierig ist. Jeder hat Charakterzüge beim Hund, mit denen er gut klar kommt, und Dinge, auf die er Wert legt... Gerade weil ich die Rasse sehr mag, weise ich auf einige Dinge hin, denn es soll ja jeder glücklich werden. Hat für mich nichts mit schwarzmalen, sclecht reden zu tun, denn wenn jemand das will, ist es doch super.
Wenn ich auf Grisu angesprochen werde im Alltag ist es nur: will ich auch, aber der braucht doch sooo viel Beschäftigung, oder? Als wär das alles, was den Aussie ausmacht: der braucht Bespaßung ohne Ende. Aber nein, die Beschäftigung ist bei Grisu echt nicht aufwändig... Da fällt es mir eher schwer zu beschreiben, was könnte denn sonst die Schwierigkeit sein, denn gerade das hier bislang angesprochene (und auf Grisu trifft das absolut zu) nimmt eh niemand ernst, wenn man es nicht sehr ernst ausdrückt. Ich will den Aussie niemandem ausreden, mich stört nur etwas das Image, des "Golden Retriever in aktiv" oder "Border Collie, der keine Schafe braucht und ruhiger ist". Der Aussie bringt doch ganz eigene Eigenschaften mit, die wenig mit Border oder gar Retriever zu tun haben und die man einfach wollen muss... Nicht schwierig, nicht "besonders", aber einfach Dinge, die ihn ausmachen -
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Was ist denn schlimm dran an einem Hund, der nicht so extrem kompliziert ist (Was jetzt nicht heiß, dass er ein Hund für jedermann ist!! Das bestimmt nicht!) und eine gute Portion Will to please besitzt!? Ist doch eine tolle sportliche, vielseitige Rasse, die gerne mit den Besitzern arbeitet!... So als muss der Hund immer unbedingt total kompliziert sein!
Grisu ist so: extrem leicht zu motivieren, sehr an mir orientiert, will to please, denkt mit, will sich einbringen, absolut alltagstauglich, gut kontrollierbarer Jagdtrieb. Ich finde seine Reserviertheit und seinen Wachtrieb sehr gut.
Aber das fasst ihn auch gut zusammen:
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Ein bisschen finde ich immer, dass Aussies ein lebender Wiederspruch sind: Hohe Impulsivität und Entscheidungsfreudigkeit gepaart mit niedriger Reizschwelle und recht hoher Agressionsbereitschaft auf der einen Seite, und ein sehr hoher Will-to-Please und gute Lenkbarkeit auf der anderen Seite.Gerade dieses sehr schnelle in seinen Entscheidungen, auch mit der Bereitschaft, im Zweifelsfall auch nach vorne zu gehen, gepaart mit sehr sensiblem reagieren auf mich/meine Stimmungen (man (ich
) strahle nicht unbedingt immer zwangsläufig das aus, was ich an Stimmung gerne auf ihn übertragen würde...). Ich meine, ein Hund, der sich sehr einbringen will, sehr sensibel auf seinen Menschen reagiert, dabei sehr reaktionsschnell ist... das hat durchaus zwei Seiten. Und genau das war es, was ich anfangs mit Grisu schwierig fand. Auch, weil ich so einen Hundetyp vorher nicht hatte/näher kannte und es mit meinen Lösungsansätzen bei ihm so nicht funktioniert hat. Er konnte da gar nichts zu, er wollte es ja nur möglichst gut machen 
Mittlerweile find ich ihn klasse so, aber ich glaube, bestimmte Menschen würden ihn super einfach finden und andere eher, nun, nicht... -
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Können das die Aussiehalter hier bestätigen?
Bedingt ja. Grisu ist nicht pauschal sehr kritisch gegenüber Fremdem (z.B. fremden Hunden), aber "aufbrausend" und wenn, extrem reaktionsschnell. Wenn er was (wen) doof findet, dann richtig, dann explodiert er durchaus auch erst mal und denkt dann... Oder aber, man weiß es nicht
: er schafft es in Millisekunden die Situation zu erfassen, genau zu überdenken und dann angemessen darauf zu reagieren, durch eine Explosion
Er hat auch ein kleines Polizisten-Gen, scheint der Meinung, er weiß genau, was wann angebrachtes Verhalten ist und wenn man ihm nicht erklärt, dass er da nicht zusätzlich zum Polizisten auch noch Richter und Vollstrecker sein darf... Niedrige Reizschwelle kommt auch hin...Nicht falsch verstehen, er kommt auch ebenso schnell wieder runter, er ist sehr an mir orientiert, ist alltagstauglich, läuft entspannt durch die Innenstadt, reagiert auf fremde Hunde erst mal recht neutral (es sei denn, es sind DSH
) und hat noch nie jemanden wirklich verletzt (eine Schramme am Ohr bei einer Rüdenprügelei). Aber für ihn ist ein "aggressives" Verhalten grundsätzlich eine Option und er entscheidet halt extrem schnell. Bei einer Provokation käme er auch nicht auf die Idee, dass deeskalierendes Verhalten eine angemessene Reaktion sein könnte 
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Für mich wäre das nichts mit der Pfeife. In der brenzligen Situation hätte ICH die Pfeife
auf jeden Fall zuhause vergessen.
Das hab ich mir auch gerade gedacht
. Vor allem, man will den Hund JETZT! zu sich pesen lassen, dann kramt man in der Tasche, ach Mist, andere Seite... bis man die mal am Mund hat, ist es doch eh zu spät 