Beiträge von Lucy_Lou

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    Probleme haben wir mit Ihm genauso wie in der Stadt, bloß das drum herrum, wenn es nicht ums üben, trainieren geht, sondern zum reinen entspannen für Hund und Mensch, ist es auf dem Dorf um vieles einfacher!


    Das ist für mich auch ein wichtiger Punkt. Ich wohne auf dem Land. Wenn ich nur entspannt spazieren will, Ruhe, Natur, quasi nichts, was irgendwie "problematisch" werden könnte, kann ich direkt von Zuhause aus los laufen und habe genau das: nichts als Ruhe und Natur. Ich muss dafür halt im Gegenzug gezielt Orte aufsuchen/mit dem Auto hinfahren, wenn ich üben will, fremden Menschen und Hunden begegnen will, bzw. aus welchen Gründen auch immer "Trubel" will. Mir ist es so rum lieber ;) . Meine Hunde brauchen den Garten nicht, ich genieße ihn aber :D . Bin ein Landei...

    Wir biegen von einem Hauptweg ab, einen Trampelpfad die Wiese runter, oben auf dem Hauptweg nähert sich eine Frau mit fröhlich auf und ab rennendem Hund (Hütehund-Mix?!). Sie ruft uns hinterher: "Kann der laufen?" Ich war ja versucht zu antworten, dass er es offensichtlich tatsächlich kann... habe es sicherheitshalber aber mit "Nein!" beantwortet. Spielfreudig-aufdringlicher "er" könnte sich aussuchen, ob er von meiner Hündin oder meinem Rüden einen drüber kriegt :ops: .

    Frau: "das ist aber auch eine Art Collie!" (zeigt auf ihren Hund).

    Äh, ja, was sagt man dazu :???: . Ich zeig auf Grisu: "das ist ihm egal!"

    Frau: "Aber Collies untereinander mögen sich, die spielen schön zusammen!"

    Ich: .... (Mist, wieso weiß Grisu das nicht?!?), laut: "Er nicht! Er mag Terrier!!"

    Frau: "dann kann er laufen?"

    ich: "nein!"


    Manchmal fragt man sich schon, in welchem Film man gerade gelandet ist :???:

    Grisu kennt ein Kommando fürs neben mir laufen. Ohne das Kommando nutzt er den Leinenradius. Das heißt, er läuft so weit vor, bis er Zug verspürt. Meist bleibt er dann in der Position :ops: . Also zieht nicht wirklich, bleibt aber auf "Minimalzug". Er hasst Leine laufen :roll: . Ich entschuldige ich es mit seinem natürlicherweise deutlich schnellerem Grundtempo und großem Radius. Dabei deute ich auf Beweisstück B: Lucy, die super an der Leine läuft und im Freilauf ein langsames Grundtempo und einen geringen Radius hat. Manchmal tun die Menschen so, als würden sie das verstehen :ops:

    Was hast du denn schon versucht? Und: stell dir vor, es wär ein Rottweiler, was würdest du dann versuchen?

    Ich würde es bei meinem Hund wohl so probieren: sitzt der Abruf sonst 99,9%? Kennt der Hund ein Abbruch-Kommando? Kann ich ihn hinter mir laufen lassen auf Kommando (oder falls es einem lieber ist: Fuß)? Das alles auch bei zumindest milder Ablenkung im Freien? Wenn eine der Fragen mit Nein beantwortet werden muss: das konkret üben in ablenkungsarmer Umgebung, bis es sitzt. Dann Schleppleine an den Hund und mit entgegen kommenden Hunden üben. Über die Schlepp kann er nicht auf Durchzug stellen und durchstarten, aber die ist nur Absicherung. Hören sollte er auf den Abbruch und/oder Abruf und bei dir bleiben. Lauf Bögen, belohne jeden richtigen Ansatz, und wenn er wirklich positives Interesse am anderen Hund/Mensch hat und der hat nix dagegen, darf er in kurzer Distanz auf deine Freigabe hin (!) Kontakt aufnehmen.

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    Einziges Vorsatz: Trust your dog


    ah, der ist gut. Eigentlich dachte ich, keine Vorsätze, die Hunde sind eh gut so und sportliche Ambitionen hab ich nicht. Aber ja, ich verkopf manchmal immer noch zu sehr und vertrau den beiden zu wenig.

    @ IngaJill : Ja, es ist spannend :D . Ein aneinander vorbei reden?! Ich hatte an der Stelle nachgefragt: wenn ein Hund das "defekte" Gen (oder eine "falsche" Verpackung der Gene oder eine ungute Anzahl an Kopien eines Gens... wie auch immer) von den Eltern erbt, hat das erst mal so jede Zelle (klar ändert sich das auch mit Zellteilungen), aber grundsätzlich sind das ja die "Defekte", die großflächlig Auswirkungen haben (können). Mutiert etwas in einer Zelle, so dass in dieser Zelle ein Protein zu viel, zu wenig, falsch gebaut wird, hat das ja in der Regel wenig Auswirkungen (oder? Was gibt es denn da? Teilungaktive "Gewebe-Stammzellen" mögen eine gewisse Auswirkung haben?!). Ich kenn es so nur von Krebs, das da halt der programmierte Zelltod nicht mehr funktioniert, eine unkontrollierte Teilung auftritt, Gewebe vernichtet... Welche Krankheit gibt es denn sonst, die nicht vererbt ist, sondern auf der Mutation eines Gens in einer (!) Zelle im erwachsenen Organismus beruht? Meine Fragen beruhten auf deiner Aussage, dass ein genetischer Schaden nicht vererbt sein muss (da stimme ich die uneingeschränkt zu), nur weiß ich nicht, welche Genmutation, die nicht ererbt ist, andere Krankheiten als Krebs verursachen kann. Dass Lebensweise und Umweltfaktoren Auswirkungen auf Genexpression und Ausprägung von Abnutzungserscheinungen etc. haben können, das sehe ich auch so.

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    a.) Kann man sagen, ob Rüden eher auf Frauen und Hündinnen eher auf Männer fixiert sind oder ist das individuell ?

    das würde ich als individuell einschätzen. Mein Rüde ist "Frauenhund", meine Hündin macht da keinen Unterschied. Einige Hunde machen vor allem bei fremderen Menschen einen Unterschied, da Männer eine tiefere Stimme haben, etwas anders auftreten, ein "imposanteres" Äußeres haben... Bei Familienmitglidern dürfte das bei einem Welpen kein großer Unterschied sein, da spielen sicher ganz andere Dinge rein.


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    b.) Wir würden einen ca. 3 Monate alten Welpen bekommen. Da meine Frau 4 Tage/Woche Vormittags arbeitet wäre der Welpe die 4x4h / Woche bei meinen Eltern (Rentner).


    Ich finde es besser, als wenn er alleine wäre. Meine Hunde hatten damit zumindest keine Probleme. Einig muss Mensch sich nur bei den Haushaltsregeln und Erziehung sein.

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    c.) Thema Hundeschule: Da meine Frau und ich uns gleichermaßen um den Hund kümmern wollen wäre es sinnvoll wenn wir zusammen mit dem Hund zur Hundeschule gehen oder eher getrennt ?


    Ich würd zusammen gehen und einer führt dort, der andere sieht zu und setzt es außerhalb der Hundeschule mit um. Es gibt so viele Hunde, die "funktionieren" in der Hundeschule tadellos, außerhalb klappt wenig... das Haupttraining findet somit eh außerhalb statt. Wenn beide anwesend sind in der HuSchu, ist man als "Erziehungsberechtigter" aber auf einem Level. Für meine Hunde war es schwer umzusetzen, dass mein Mann und ich beide "miterzogen" haben in der HuSchu, letztlich war es dann dort ich und mein Mann hat es Spaziergängen (mit) umgesetzt. Das hat so gut funktioniert.

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    d.) Einige Züchter empfehlen wenn man mal ausser Haus ist den Welpen in eine Art Gitterbox zu sperren. Was ist davon zu halten ?

    Ich gehör ja zu denen, für die es schwer nachzuvollziehen ist, warum es zwar nach Tierschutzgesetz Mindestgrößen für Zwinger (auch bei zeitweisem Aufenthalt) gibt, aber in eine kleine Box darf man den Hund sperren :???: . Es mag einigen Hunden nach guter Gewöhnung und entsprechender Verknüpfung Sicherheit geben, aber das mal pauschal zu empfehlen, da halte ich tatsächlich nichts von.

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    e.) Wir haben einen 8 Monate altem Kater. Wie groß sind die Chancen, dass sich Kater und Hund vertragen ? Wie geht man hier am Besten vor ?


    Kennt euer Kater Hunde? Wie reagiert er sonst auf Fremde, die aufdringlich werden, in der Wohnung "rumtollen"? Ein Welpe wird ziemlich sicher versuchen, mit dem Kater zu spielen. Und Welpen spielen wild und mit Zahneinsatz. Unsere Katze hat unserem Welpen eine gepatscht und dann sind sie sich aus dem Weg gegangen. Das ist noch heute so, nach 5 Jahren: sie ignorieren sich einfach.
    In euerm Fall würde ich raten: die Katze sollte immer die Möglichkeit haben, sich zurückzuziehen. Keinesfalls Kontakt erzwingen, die Katze entscheidet wann und wie. Ein 8-9 Wochen alter Welpe wird in der Regel eine Ansage verstehen, so lange die Katze ihn nicht ernsthaft attackiert, würde ich der Katze recht viel Freiraum in ihren Handlungen lassen.

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    ...im Grunde stimme ich zu: Ist die DNA kaputt und kann die DNA nicht repariert werden, bzw. greift der Selbstzerstörungsmechanismus nicht richtig, wird der Hund krank...ABER: ein genetischer Schaden muss ja nicht zwingend vererbt werden, dieser kann genauso gut durch die Umwelt und Lebensgewohnheiten entstehen (die beliebte multifaktorielle Genese :D )
    Und das macht die Sache doch schon wieder schwieriger...

    Was für ein Selbstzerstörungsmechanismus :???: . Meines Wissens ist die Krankheit, die durch defekte DNA entsteht, Krebs. Alles andere wäre unwahrscheinlich, wenn nur eine Zelle betroffen ist. Es muss sich ja "ausbreiten", damit es einen Effekt hat, eine Zelle alleine kann doch wenig bewirken (außer sie vervielfältigt sich unkontrolliert = Krebs). Ich lasse mich da aber gerne belehren, finde das Thema durchaus interessant =) . HD kann sicher durch Umweltfaktoren beeinfluss werden, aber die wirken dann ja nicht auf die Gene. Oder was meintest du?