Zitat
Wie gesagt, Rocco wird nie ein Hund sein, der es toll findet mit andren zu zerren, er wird die Spielies immer lieber für sich haben wollen. Ist ja soweit auch nicht schlimm.
Was mich einfach stört ist, dass er dann gleich richtig aggressiv wird, sobald sie es hat.
Wir haben uns nun überlegt, evtl Rocco an der Leine "kontrolliert" mit Aimee zerren lassen, ihm zur Belohnung ein zweites Spielie zu werfen wenn er super mitmacht, ihn zu "maßregeln" wenn er Ärger macht.
Bisher machen wirs eben immer so, dass Aimee gehalten wird, wenn das Spielie fliegt, sodass ROcco es auf jeden Fall zuerst hat. Dann darf Aimee nachlaufen. So ists für Rocco prima.
Nur ein paar Gedanken rein geworfen, hab ja auch einen kleinen Ressourcen-King
. Jetzt nur mal aufs Spielzeug bezogen, auch wenn sich das Grundproblem ja als roter Faden ein wenig durchzieht, ist ja bei Grisu auch so... Zur Zeit ist das Spielzeug Rocco seins. Es liest sich, als würde er weitestgehend "bestimmen" können, wer es wann haben darf, zumindest unter den Hunden. Das Spielzeug ist ihm wichtig, er teilt es nur ungern und er hat bislang die Erfahrung gemacht, dass er es verteidigen kann. Wenn er entspannt ist, kann er dann natürlich auch mal entscheiden, andere situativ mitspielen zu lassen, aber er geht davon aus, dass es grundsätzlich seine Entscheidung ist, ob ein anderer Hund dran darf oder nicht. Ihr helft ihm ja sogar nach Kräften, haltet Aimee sogar fest, damit er es als erstes hat... Ganz sicher ist er sich des Spielzeugs aber nicht, denn trotz, dass es eigentlich seins sein müsste (außer seiner Sicht), erdreistet sich immer wieder ein anderer Hund, dran zu gehen... Der andere Hund ist dem Fall Konkurrent um etwas, was ihm wichtig ist und ihm "gehört". Jetzt hast du halt einen "aufbrausenden" Aussie und der lässt seinem Ärger Luft. Aber es bessert nichts nachhaltig, denn trotz, dass er immer wieder seinen Standpunkt klar macht, lernt Aimee es offensichtlich nicht
. Klar wird sein Frust dann eher noch größer. Ich denke tatsächlich, das Grundproblem ist Frust, dass die Dinge anders laufen, als er sich das vorstellt und dass er glaubt, dass er das beeinflussen kann.
Zumindest hat bei Grisu am besten geholfen, ihm klar zu machen, dass er keinen Einfluss darauf nehmen kann, wer xy nun bekommt (bei uns war es mehr Futter, Lucy und Aufmerksamkeit durch Menschen; tatsächlich gibt es nicht viel, was er in seinem Leben noch nicht versucht hat, zu verteidigen, fürchte ich
). Es ging bei uns also darum: es gehört Grisu nicht, ich teil das zu und ihm mal nur dann, wenn er sich entsprechend verhält. Damit ist auch der andere Hund automatisch deutlich weniger ein Konkurrent. Das geht mit Spielzeug eigentlich besonders gut zu üben, aber auch mit sämtlichen anderen Ressourcen.
Ich weiß nun nicht, wie es bei euch im Alltag ist, vielleicht macht ihr das eh schon so: kannst du gezielt mit Duncan spielen und Rocco weiß, dass ihn das gerade nichts angeht? Ein Zerrspiel, Ball holen lassen... und Rocco befindet sich frei in der Nähe und reagiert da nicht weiter drauf, weil er weiß, dass das nichts bringen würde, er ist gerade nicht dran? Das war z.B. eine nette Übung für Grisu... Am Anfang schnell wechseln, damit der Frust nicht zu groß wird. Ein Hund wird angesprochen, der andere hat Sendepause, dann wird gewechselt. Es ist immer nur der dran, der angesprochen wird. Oder noch einfacher: akzeptiert Rocco problemlos, wenn du Spielzeug als deins deklarierst? Rocco macht das mit anderen Hunden: jetzt lass ich dich mal mitspielen und jetzt will ich es für mich. Kannst du das so? Also z.B. Rocco rennt hinter dem Ball her, du rufst ihn im Hetzen ab, holst den Ball selber und das war es dann.
Wenn das privat alles einwandfrei klappt, würde ich es mit Aimee probieren. Spielzeug fliegt und ein Hund (jeder darf mal zuerst) bekommt die Erlaubnis, es zu holen. Die anderen Hunde geht das in dem Moment nichts an. Ich würde auch erst dann, wenn das sauber klappt, wieder Duncan und Aimee zerren lassen und Rocco tatsächlich in der Konstellation nie einfach im Dreierpack machen lassen. Entweder er ist dran oder er hält sich komplett raus. Werfen und hoffen, er hat es zuerst... nee, ganz sicher nicht!