Ich hab gemerkt, ich selbst hab hier noch gar nicht mitgemacht ...
- ist euer Hund auch in "schwierigen" Situationen leinenführig? (mit "schwierig" meine ich, was das jeweilige Hund-Halter-Gespann eben als schwierig empfindet)
Lucy: ja
Grisu: bei großer Ablenkung muss er dran erinnert werden... Überhaupt ist langsames mitzockeln einfach nicht seins...
- pöbelt euer Hund an der Leine in bestimmten Situationen?
Lucy: nein
Grisu: nein, aber es gibt Situationen (fremder großer Hund pöbelt ihn auf kurze Distanz an), da würde er gerne! Er gibt dann so eine Art Brummquietschen von sich, springt aber nicht in die Leine. Fällt ihm schwer...
- kann euer Hund einige Stunden entspannt und unauffällig (kein Dauerbellen, zerstören etc.) alleine bleiben?
beide: ja, Lucy aber nur in vertrauter Umgebung (braucht also z.B. im Urlaub ein paar Tage Eingewöhnungszeit)
- wie reagiert euer Hund auf unbekannten Besuch auf dem Grundstück/in der Wohnung?
Lucy: begrüßt ihn freundlich; auf dem Grundstück kann es auch mal stürmischer sein (wenn sie gerade erst raus gekommen und voller Energie ist) oder ignorierend liegen bleiben (wenn sie müde ist)
Grisu: beobachtend im Hintergrund bleibend. Benimmt sich jemand seltsam, plustert er sich durchaus auch auf dabei, bellt aber im Normalfall nicht. Vermittelt meine Reaktion, der Besuch ist willkommen, ignoriert Grisu ihn.
- fährt euer Hund ruhig und entspannt mit im Auto?
beide: ja
- verbellt euer Hund (von euch unerwünscht) Passanten?
beide: nein
- würde euer Hund hinterher hetzen/nicht abrufbar sein, wenn direkt vor ihm ein Reh/eine Katze/ein Kaninchen etc. los rennt?
beide: nein
- jagt oder verbellt euer Hund Jogger, Radfahrer, Autos, Reiter etc.?
beide: nein
- bellt euer Hund unerwünscht viel?
Grisu bellt viel, im Spiel, wenn er aufgeregt ist und ganz allgemein... aber mich stört es nicht, daher nein. Lucy bellt kaum
- ist euer Hund ängstlich/aggressiv fremden Menschen gegenüber?
Lucy: ganz im Gegenteil
Grisu: er ignoriert Fremde und will seinerseits auch ignoriert werden, weicht aber einfach aus. Ängstlich oder unsicher ist er nicht.
- reagiert euer Hund ängstlich/aggressiv auf andere Hunde?
Lucy: hat an 98% der fremden Hunde kein Interesse. Sie ignoriert, wenn sie kann oder vermittelt so deutlich, wie es halt unbedingt nötig ist, dass sie keinen Wert auf Hallo sagen legt. Im Normalfall wird schon ein leichtes aufplustern von ihr ernst genommen, daher sind Hundebegegnungen mit ihr mittlerweile sehr entspannt.
Grisu: aufdringliche, große, fremde Rüden findet er kacke!
- glaubt ihr, euer Hund hinterlässt in der Öffentlichkeit einen positiven Eindruck?
Würde sagen, ja.
- kann man euren Hund zu einem für alle Seiten entspannten Stadtbummel mitnehmen?
beide: ja, wenngleich für Grisu ein Stadtbesuch schon eher aufregend ist
- was würde passieren, wenn ihr euern Hund unangeleint im Samstagstrubel mit in eine Innenstadt nehmen würdet (rein hypothetisch)?
Lucy: würde mittrotten und versuchen bei "Futter" einen unbeobachteten Moment abzupassen. Also kein Unterschied zum angeleinten Stadtbesuch 
Grisu: ich glaub, er wär ein Jojo: würde versuchen, alles im Blick zu behalten, alles bewerten und genauer in Augenschein nehmen und mich gleichzeitig nicht völlig aus den Augen verlieren wollen. Er hätte auf jeden Fall Stress
- reagiert euer Hund unsicher auf Kinder/Betrunkene/verkleidete Menschen etc.?
Lucy: nein
Grisu: bei "seltsamen" Menschen hält er eine etwas größere Distanz ein, als bei "normalen", aber unsicher würde ich das nicht nennen. Verbellen oder so tut er nicht
- macht es in den verschiedenen Situationen einen Unterschied, ob euer Hund angeleint ist oder nicht?
Lucy: nein
Grisu: ihm scheint die Leine Sicherheit zu geben, er gibt da viel "Verantwortung" ab, entspannt. Außerdem mag ihm klar sein, dass meine Eingriffmöglichkeiten im Zweifelsfall größer sind 
- würde euer Hund eine weggeworfene Bratwurst, die er auf dem Spaziergang findet, fressen?
Lucy: wenn ich nicht hinsehe: oh ja! Sonst nicht
Grisu: der schleicht so lange "unauffällig" drumherum und schaut immer wieder zu mir... bis ich so abgelenkt sein kann wie nur was, es muss auffallen! Er scheint dann richtig erleichtert, wenn ich "nein, weiter!" sage
- was ist für euren Hund auf einem Spaziergang genauso interessant oder interessanter als ihr selbst?
Lucy: wenig. Kaninchen und Eichhörnchen, interessante Pipistellen. Aber nichts davon macht sie "unkontrollierbar"
Grisu: findet unheimlich viel interessant, aber es ist dann eher der Reiz, der eingeordnet werden muss.
- ist euer Hund im Freilauf zuverlässig abrufbar, wenn andere Menschen/Hunde in Sicht kommen?
Lucy: ja
Grisu: wenn ein fremder Hund auf ihn zustürmt, ab einer bestimmten Distanz nicht mehr. Sonst ja
- reagiert euer Hund unsicher auf bestimmte Geräusche/gegenstände/Situationen/Untergründe etc?
beide nicht wirklich
- was glaubt ihr, fällt Nichthundehaltern an Hundehaltern am meisten negativ auf?
Unkontrollierbarkeit, Hundehaufen
abschließend:
- Rasse und Alter des Hundes
Lucy: 7, 5 Jahre, Berner-DSH-Collie Mix
Grisu: 6 Jahre, Australian Shepherd
- ist es euer 1.-Hund?
beide nicht
- habt ihr euch im Vorfeld über Hunde/die spezielle Rasse informiert? Hat das geschadet/geholfen?
Lucy: nein, keinen Gedanken an die Mischung verschwendet, wobei ich alle drei Rassen eher positiv verknüpfe. Hat nicht geschadet
Grisu: ja, aber irgendwie den falschen Fokus gehabt... Weder geholfen, noch geschadet, denke ich
- habt ihr den Hund von Welpe an?
beide ja
- ist er aus dem Tierschutz, von privat, vom Züchter?
Lucy vom Bauernhof
Grisu vom Züchter
- geht ihr in eine Hundeschule oder seid ihr gegangen? Hat euch das geholfen?
mit beiden etwa das erste Jahr, mehr zum Kontakte haben und Spaß und Spiel, nicht zur Erziehung. Weder geschadet, noch geholfen, was die Alltagstauglichkeit angeht, denke ich
- was bekommt euer Hund regelmäßig an Auslastung (Dauer des täglichen Spaziergangs, Spiele etc.)
2-3 Stunden Spaziergang, Suchspiele, Nasenarbeit, Tricks, Joggen etc. nach Lust und Laune.
- an welchen Punkten habt ihr von Welpe an gegengearbeitet und so eventuelle Probleme verhindert?
Lucy: hm, glaube, die ist alleine so toll geworden
Grisu: Jagdtrieb, Impulskontrolle, Frustrationstoleranz (vor allem die letzten beiden Punkte waren richtig Arbeit bei ihm!). Aber ja, das dürfte sehr geholfen haben!
- von welchen Problemen seid ihr überrascht worden, mit denen ihr nicht gerechnet hättet?
Lucy: sie fand schon als Welpe/Junghund Fremdhunde relativ überflüssig. Das wäre eigentlich kein Problem geworden, wenn ich ihr nicht hätte aufzwingen wollen, die doch gut zu finden...
Grisu: sehr wenig Frustrationstoleranz, sehr wenig Geduld, sehr aufbrausend. Starkes Ressourcenverteidigungsverhalten, vor allem anderen Hunden gegenüber. Sehr sensibel mir gegenüber und sehr hart (im Zweifelsfall immer nach vorne gehend) bei "Außenreizen". Ich weiß, das klingt nicht ungewöhnlich für einen Aussie, aber ich hätte es so nicht erwartet.
- was würdet ihr beim nächsten Hund anders machen?
Lucy: sie nicht in Hundekontakte reinzwingen, aber früher einüben, wie sie gelassen durch für sie blöde Begegnungen kommt
Grisu: keinen Aussie mehr aufnehmen
?! Nein wirklich, keine Ahnung. Zum deutlicheren Grenzensetzen bin ich wohl einfach nicht geboren...
- wo seht ihr den Hauptgrund für eventuelle Probleme? (Fehler in der Erziehung, schlechte Erfahrungen, Charakter/Wesen des Hundes etc.)
Lucy: -
Grisu: eigentlich typische Rasseeigenschaften und ein Mensch, zu dem sie vielleicht nicht unbedingt passen...
- empfindet ihr euch selbst als besonders engagierte Hundehalter?
eher ja
- glaubt ihr, euer Hund führt bei euch das Leben, dass er sich gewünscht hätte?
Lucy würde vermutlich gerne auf einem großen Fabrikgelände leben. Alles voller Menschen, die sie knuddeln und ihr was zustecken, vielleicht ein paar Mäuse und Kaninchen, die sie eliminieren darf...
Grisu: würde wohl am liebsten auf einer großen Ranch leben, nur vertraute Menschen um sich und über all das darf er wachen und bekommt zwischendurch "wichtige" Aufgaben.
die Frage mag ich ja besonders, da der Fragebogen doch eher auf „negatives“ abzielt
-Was mögt ihr an eurem Hund?
Lucy: ihr unglaubliches Selbstbewusstsein, ihre Ruhe, dass man ihr beim Denken zuschauen kann, dass sie ein Verlasshund ist. Dass sie trotzdem begeisterungsfähig ist, sich einbringt, verschmust ist und gar nicht mal so unsensibel, wie man auf den ersten Blick denken mag
Grisu: sein unbedingter Wille, sich einbringen zu wollen, seine unglaubliche Auffassungsgabe, sein Mitdenken, sein „mein Rudel über alles“. Sein Wille, die Dinge wirklich gemeinsam zu tun, sein tolles Körpergefühl