Grisu muss schon halbwegs dringend, wenn er tagsüber mehrere Stunden alleine bleibt. Nachts ist das eher kein Thema.
Ich habe eine Zeitlang Vollzeit gearbeitet, da war Lucy halbtags aber betreut. Ich bin um 6 Uhr eine Runde mit ihr gegangen, war von etwa 7Uhr bis 18Uhr außer Haus. Vormittags hate sie Betreuung/Beschäftigung, Abends bin ich noch mal mit ihr spazieren gewesen. Und ganz ehrlich: freiwillig für mich nie wieder. Ich bin zu nichts mehr gekommen und hatte ein schlechtes Gewissen meinem Mann, meinem Hund und dem Haushalt gegenüber und das täglich. Es blieb nie genug Zeit. Gut, ich hatte eine lange Anfahrtsstrecke zur Arbeit (gut 2 Stunden am Tag saß ich im Auto), im Winterhalbjahr habe ich die Sonne mit Lucy zusammen nicht gesehen... Auch wenn es "nur" 8,5 Stunden statt 11 gewesen wären: da ist so viel anderes, was ansteht, wo bleibt da der Hund? Oder der Garten oder der Haushalt oder der Mann oder Freunde oder irgendwas außer "das muss jetzt zwingend!"?
Wenn ich überlege: normaler Vollzeitjob, normale Anfahrt, mit Glück nur 9 Stunden unterwegs. Dann Haushalt und alles andere, was bleibt da für die Hunde? Die Alleinbleibzeit ist eine Sache, aber so viel vom Tag ist da doch einfach nicht mehr zu vergeben?!
Für mich (!), nicht zwingend für meine Hunde, würde ich Vollzeit + Hundehaltung eher nicht mehr machen... Wobei ich mir auch schlecht vorstellen kann, dass meine Hunde das gut fänden...